Shadowrun Berlin

Die Online Erweiterung von Andreas AAS Schroth

Der vydzee-Host

Gepostet von: .root

vydzee ist ein unabhängiges Streamingportal, das hier ausführlich vorgestellt wird. In diesem Artikel werfen wir einen genaueren Blick auf die Onlinepräsenz von vydzee. Hit it!

Der Fokus des ganzen vydzee-Systems liegt auf Geschwindigkeit: Mit der noch immer steil wachsenden Popularität des Dienstes steigt auch die Menge der ein- und ausströmenden Daten in ungeahnte Höhen. Zwar rüstet Subversive seine Hardware ständig auf, kommt aber der eigenen Popularität kaum hinterher. Das liegt natürlich vor allem daran, dass hinter vydzee kein großer Konzern steckt und der Dienst trotz vieler Spielereien wie Kanalpunkten, Feed-Abos und freiwilligen Spenden über keine nennenswerte Monetarisierung verfügt.

> Natürlich könnte und soll man annehmen, dass Subversive den Dienst aus Idealismus und der Güte ihres „Deck the Planet“-Herzens betreibt. Man KÖNNTE aber auch annehmen, dass der Dienst auf genau dieses Wachstum hin optimiert wird, um irgendwann – 2086? – dann für einige Milliönchen an die DeMeKo, Sol Media, Horizon, Cadabra oder sonst eine „aufgedunsene Zecke“ (1. Buch .rez, Vers 14) verdealt zu werden. Subversive wäre weiß Gott nicht das erste Startup, das in der Wachstumsphase jahrelang Miese macht, um am Ende einmal groß abzukassieren.
> .krah

> Ziemlich zynische Einstellung. Ich meine, den Leuten von Silver Spawn Entertainment würde ich das ja noch zutrauen, das sind Business People. Aber deCreate, Toxic Topics und speziell der Free Fraggers Foundation, die allesamt zum „Gründerclub“ von Subversive gehören? Neeee.
> .rez

> Andererseits liegt die Gründungsstunde von vydzee auch schon 5+ Jahre zurück. Da kann sich viel tun. Hat jemand im Blick, wer von den „Gründervätern“ überhaupt noch an Bord ist?
> Fienchen

> deCreator hier. Ich kann euch beruhigen: Niemand hat die Absicht, eine Mau… einen Riesenreibach zu machen. Okay, vielleicht nicht „niemand“ – bei den offenen virtuellen Versammlungen der Subversianer (Subversive-Macher und Top-Unterstützer, meist Einzelpersonen aus der alternativen Ecke) geht es in aller Regel darum, wie man den Medienkonzernen den Arsch zeigt, nicht, wie man am Besten in deren Arsch hineinkommt. .rez‘ Vermutung, dass es speziell die Silver Spawn Leute sind, die sehr gerne mehr Gewinn aus ihrem Engagement ziehen würden, stimmt allerdings. Stand heute ist die Tendenz aber eher, dass Silver-Leute aus Subversive aussteigen, um Jobs in der blühenden Konzernwirtschaft Berlins zu finden, als dass Idealisten aus der Gamer-, Decker- und Piraten-Ecke aus Frust über irgendeine Kommerzialisierung dem Dienst den Rücken kehren. Und ja, natürlich gab es schon einige sehr großzügige Übernahme-Angebote speziell aus Richtung DeMeKo. Deren Argument – sieht man vom Zaster ab – ist, dass sie mit B1Live ja zeigen, welch hohen Respekt sie vor der alternativen Szene haben und dass sie daher auch vydzee gaaanz normal weiterlaufen lassen würden, gaaanz bestimmt, pinky swear. Glaubt ihnen halt nur keiner.
> .asl

> Hübsch blöd von euch. Aber mehr Money für mich. Passt schon. Bleibt schön prinzipientreu. Irgendwann – 2086? – kommt der Tag, da kommt einer ohne Geldkoffer, sondern mit Räumkommando, und macht euch einfach dicht.
> Nakaira

> Ist es nicht selbst für dich ein bisschen früh, Altersdemenz zu entwickeln? Berlin, Anarchismus, Politesse auffe Fresse und so? Weht da was aus deiner lange zurückliegenden Vergangenheit rüber?
> Penny D.

Der Zwang zu maximaler Performance schlägt sich natürlich direkt im Design des vydzee-Hostes nieder: Von den früher einmal vorhandenen, mit viel Liebe zum Detail gestalteten VRscapes in FeelReal(TM)-Qualität ist nichts mehr geblieben. Wer sich heute via VR in vydzee einwählt, bekommt nackten Content. Es existieren allerdings verschiedene für vydzee optimierte VR-Apps, welche die einströmenden Streams dann im präferierten virtuellen Ambiente abbilden. Zu den beliebtesten dieser Apps zählen vydcinema („Genieße vydzee im gediegenen Ambiente eines reich mit Stuck und Gold dekorierten Kino-Saals“, besonders beliebt für Community Watchings mit Freunden oder Crowds aus anderen Nutzern, die auch gerade dieses Video sehen wollen), tictactoo (NORAD-Ambiente, gestaltet nach dem 2D-Klassiker „Wargames“), manazee (Waldlichtung mit See, aus dem magisch leuchtend die Videos emporsteigen, mit animierten Feen und Irrlichtern), Yooz (archetypisches Jugendzimmer der 2060er Jahre inkl. Algorithmus-Addon, das Streams/Feeds über Popkultur der 60er bevorzugt) und TREKKK (Brücke der Enterprise, mehrere Varianten je nach Serie zur Auswahl). Die jeweilige VR-Gestaltung läuft in allen Fällen auf dem Kommlink bzw. Deck/Computer des Nutzers, vom vydzee-System kommt der reine Stream.

> Ich mag am Liebsten Flynns, eine Prewakening-Arcade, in der auf jedem Spielgerät ein anderes Video läuft. Die Simulation des Geruchs (Tabakqualm, Cola, Bier, Popcorn, Schweiß, Kaugummi, viel zu süßes Parfüm, Hormone) ist absoluter Hammer. Außerdem finde ich es brillant wie die App aus dem Titel des Videos und einzelnen Screens authentisch wirkende Bedruckungen des betreffenden Arcade-Geräte entwickelt.
> Konnopke

> Nerhegeb for the win!
> .rez

> Ich möchte noch STAGEDYVE von Rikki B anführen, eine App für Musikstreams, die eine volle Konzerthalle nachbildet. Inklusive Crowdreaktion und der Möglichkeit, nun, von der Bühne zu springen und auf der Meute zu surfen. Warnung allerdings vor dem DLC PogoParty – macht Kopfschmerz!!
> Fienchen

> Lasst uns das nicht vertiefen. Die allermeisten Apps werden von Einzelpersonen entwickelt und gratis zur Verfügung gestellt. Ausnahme sind – natürlich – die VRlebnis-Apps von Silver Spawn Entertainment, die zwar technisch in der Regel besser sind als For-Free-Apps, dafür aber auf einem ziemlich unfairen Abo-Modell beruhen, in dem es trotzdem der Nutzer Geld abdrückt auch noch Werbung gibt!
> .asl

> Dass die Silver Spawn Apps nahtlos in das VR-Appartment in der Vision Berlin integriert sind sagt meiner Meinung nach genug über die Gesinnung dieser Jungs aus.
> .krah

> Ähm, das sind eher Mädels. Zumindest die Führung von Silver Spawn besteht fast nur aus Frauen, und Gründer/Chef ist Katlynn „Druida“ Lopec.
> .rez

> Das erklärt viel. Erinnert sich noch wer an das Silver Spawn AR-Game „Männerhazz“?
> Konnopke

> Nein, mein Süßer. Es gibt dasselbe Game auch unter dem Titel „Frauenhazz“. Allerdings hatte das, zugegeben, nicht mal ein Hundertstel der Downloads und hatte im Gegensatz zu 3,7 von 5 Sternen bei Männerhazz nur 1,4 Sterne (und eine kilometerlange Liste von Hasskommntaren).
> .rez

> Was soll mir das sagen?
> Konnopke

> LASST UNS DAS UM GOTTES WILLEN NICHT VERTIEFEN!!!!
> .asl

> Okay. Für die Akten trotzdem: Männerhazz war 2071 das erste Game, und eine Weile lang gab es „Hazz“ für jeden Bedarf als Einzelgame (Nazihazz, Zeckenhazz, Orkhazz, Elfenhazz…). Nach einer Empörungswelle von SuperBILD über das Game Spießerhazz schaukelte sich ein Shit-Tsunami hoch und drei Leichen aus Entwicklerkreisen später nahm Silver Spawn alle Games der Hazz-Reihe vom Markt. Inzwischen gibt es zwar wieder ein Game mit demselben Grundcode, aber in „Die Lustige Hazz“ wirft man nur noch virtuelle Cremetorten auf wen-auch-immer. Blut, Gedärm und Schreie wurden komplett entfernt. Insofern Silver Spawn die ermordeten Mitarbeiter inzwischen abgeschrieben hat, war die „Hazz“-Reihe zumindest insofern ein „Erfolg“, da der mediale Aufschrei das Unternehmen auf den Radar gebracht hat. „Es gibt keine schlechte PR“ und so.
> .rez

> … ich bin grade gelinde gesagt einfach nur sprachlos. Das Thema ging an mir irgendwie vorbei, aber ich bin ja auch kein Gamer. Hab mir grade ein paar Streams angesehen (auf vydzee natürlich). Solchen menschenverachtenden Schund zu entwickeln ist … ich … wow. Ich glaub, ich muss Subversive mal genauer im Blick behalten.
> Fienchen

> Du hast offenbar noch nie zu den WIRKLICH ekelerregenden Game-Genres recherchiert. Falls du den Magen dafür hast, such mal nach „Snuff-AR-Games“ – gamifizierter Serienmord mit internationalen Highscore-Listen, zuweilen getarnt als Bürgerwehr- oder „Säuberungs-„App bzw. im Fall der „Feral“-Reihe als Ghul-Simulator („Du bist, wen du isst“).
> Cynic

> Ich werde das SOWAS von nicht recherchieren…
> Fienchen

> Zur Verteidigung der Silver Spawn Chefriege, obwohl ich nicht weiß, ob man das überhaupt verteidigen sollte: Bei Silver Spawn war es zu der Zeit üblich, dass jedes Game mehr oder minder unabhängig von einem kleinen Kollektiv entwickelt und rausgehauen wurde. Silver Spawn übernahm die Verbreitung (und ließ auch eigene Games entwickeln, allerdings nicht DIESE) und gab dann einen Großteil der Gewinne an die eigentlichen Entwickler weiter. Urheber der „Hazz“-Reihe war ein Team aus fünf Leuten: Den drei Ermordeten (Lizzi Maniakk, weiblich, hetero, drugpositive, Atheist, Norm, klassisches Berliner Mischblut mit wohl deutsch-rumänisch-schwedisch-nigerianischen Wurzeln, Daniel „Hancock“ Diehl, männlich, bi, Troll, mäßig muslimisch, für Berliner Verhältnisse urdeutsch und aktiv in der Aktion Berliner Vollbewaffnung, und Wyccra, zu dem oder der ich keine Infos und kein Bild finden konnte, die oder der aber Veganer sein soll) und zwei Überlebenden, die noch immer bei Silver Spawn sind (Tikki Novkowitsch, weiblich, bi, Vegetarierin, Elfin, Katholikin mit tschechisch-japanisch-russischen Wurzeln, inzwischen in der Führung von SSE, und Kwabena „Ghede“ Samedimanche, männlich, asexuell, Norm, wohl mit afrikanischen und asiatischen Wurzeln, aber fragt mich nicht genau woher, und einem ausgemachten Voodoo-Tick). Ich sag das deshalb so deutlich, weil in dem damaligen Zoff die sexuelle, metarassi(sti)sche und ethnische Identität jedes direkt Beteiligten an den Games extrem intensiv betrachtet und von jedem möglichen Hass- und Rechtfertigungswinkel aus thematisiert wurde.
> .rez

> Alle Menschen sind Bastarde. Egoismus, Gier und Arschlochsein kennt weder Geschlecht noch sexuelle Ausrichtung noch Glauben noch Metatyp noch Hautfarbe. Kapitalismus tötet. Women are wonderful oder auch nicht, wer weiß. Können wir BITTE wieder zum Thema zurück? (wimmer)
> .asl

Dass vydzees Online-Präsenz auf maximalen Datendurchsatz optimiert ist, kann bereits beim Heranfliegen an den Host beobachtet werden:

Nähert man sich dem vydzee-System, so erscheint dieses ziemlich lange als Drahtgittermodell, ehe es in der Nahansicht zum etwas „aufgepustet“ wirkenden 3D-Modell des Logos wird. Eine externe Sondierung zeigt, dass alles auf maximale Datenverarbeitung ausgerichtet ist, zu Lasten von Firewall und auch den Angriffskapazitäten des Systems.

Was die dazu verwendeten IC-Programme angeht, fokussiert sich das System auf die Feststellung von Eindringlingen und den Schutz vor Löschung. Soweit ich das feststellen konnte, scheint das System zufallsbasiert Datenbomben auf beliebigen Streams zu platzieren, wobei die Wahrscheinlichkeit der Platzierung gewichtet scheint und sich an der „Löschenswürdigkeit“ des Videos bzw. Streams/Kanals orientiert:

Je mehr Abrufe ein Video bzw. je mehr Abonnenten ein Kanal hat PLUS je strittiger dieses/r ist (erkennbare Antikonzernhaltung oder Zahl/Verhältnis der Up- und Downvotes, semantische Analyse der (Hass-)Kommentare), desto wahrscheinlicher ist die zusätzliche Sicherung der Daten durch Bomben bzw. den „Beobachtungsfokus“ von Patrouillen-IC.

Wie bei vielen kollektiv betriebenen, alternativen Hosts ist die eigentliche Gefahr weniger das IC, sondern die im Kontrast zu Konzern-Hosts hohe Zahl aktiver Admins und supportender Decker:

Ein Störfall im vydzee-System ruft binnen kürzester Zeit nicht etwa überhaupt keinen oder nur einen mäßig interessierten Konzerndecker auf den Plan, sondern entfesselt die Hölle von einem Dutzend und mehr hochmotivierten Deckern. Diese mögen weniger gut ausgebildet und ausgestattet sein als die Kollegen von der Konzernsicherheit, aber ich brauche euch ja nicht zu sagen was eine Schar Decker gemeinsam anrichten kann, speziell wenn diese im Wettbewerb zueinander stehen und zeigen wollen, was sie auf dem Kasten haben.

> Im Gegensatz zu Konzerndeckern endet für diese Deckiddies die Hatz -äh- Jagd auch nicht mit dem Ausloggen des Eindringlings oder der Ende der Dienstschicht. Irgendeiner der Decker macht es sich zur heiligen Mission, dich aufzuspüren, speziell wenn du eines SEINER Lieblingsvideos löschen wolltest.
> .asl

> Wie sinnvoll soll es denn überhaupt sein, ein Video zu löschen? Da gibt es doch garantiert eh Backups, wenn nicht bei Subversive, dann auf den Endgeräten diverser Nutzer, oder?
> Konnopke

> Nur weil es sinnlos ist bedeutet das nicht, dass irgendein Konzerner trotzdem einen unliebsamen Kanal löschen möchte. Das technische Verständnis der meisten Konzernheinis ist doch auf dem Stand von 2070 stehengeblieben, obwohl es inzwischen „ihre“ Matrix ist.
> .krah

> Die wirklich gefährlichen Wichser auf Konzern-, aber auch Policlub- oder Hassgruppenseite sind jene, die einen potenziell gefährlichen Kanal identifizieren, BEVOR er ein echtes Problem mit Millionen Followern wird. Sooo viele Leute speichern nämlich Videos und Streams NICHT lokal, und vydzees Kapazitäten zur Archivierung sind wesentlich begrenzter als man denkt. Die haben just genug Space, um die meisten Feeds (über 99,99% völliger Trash) EINMAL abzuspeichern und streambereit zu halten.
> .asl

Im Inneren ist der vydzee-Host wie zu erwarten äußerst sparsam gestaltet: Man findet sich in einem angenehm weißen Leuchten wieder, in dem Säulen von kontinuierlich ablaufenden Videos sich in der Unendlichkeit des Himmels verlieren. Jede Säule steht für eine Abfolge zueinander gehörender Videos, meist auf Basis des Themas und des Erzeugers. Die Navigation erfolgt über gesprochene oder auch nur gedachte Suchanfragen. Im Gegensatz zu Konzernstreamingdiensten speichert das System per Default nichts über den anonymen Nutzer, kann also auch keine personalisierten Empfehlungen abgeben. Ein Workaround hierfür ist in viele VR-Apps integriert, die dann dem System einen Cookie mit den „gemerkten“ bzw. durch den Nutzer angelegten Päferenzen an das System gibt. Als zusätzliche Hilfe stellt der Host das Hilfsprogramm „Zee“ zur Verfügung, dessen pinkfarben schwirrende Form und Sprechstimme der Legende nach auf einem uralten Prewakening-TV-Elektro-Showhost namens „Zini dem Wuslon“ beruht.

Der vydzee-Host in Werten

Hoststufe (ASDF): 7 (8/7/10/9)
IC: Patrouille, Teerbaby, Aufspüren
Decker-Reaktionszeit: 1W6/3 KR, dann 1W6 Decker +1W6/2 Decker in jeder weiteren KR bis die Maximalzahl von 12 + 2W6 Deckern erreicht wird
Icon: vydzee-Logo in 3D, auf Entfernung nur Gittermodell
Ikonografie: Abstrakt (gestaltloses Leuchten mit Säulen aus Videoscreens)
Hilfsprogramm: Zee das Wuslon (der Sprechart nach eher Zini bei Neo Magazin Royale entsprechend, offensiv linksautonom)
Weitere Hosts: Subversive Host (ebenfalls 7, ASDF aber 9/8/7/10, IC Patrouille, Teerbaby, Leuchtspur, Blaster)
Hoststruktur: Keine

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Anmerkung: Dieser Artikel ist das Ergebnis der zweiten Community Challenge, die ich auf meinem Twitch-Kanal eingerichtet habe. Diese wurde trotz „Kosten“ von 25.000 Kanalpunkten innerhalb weniger Tage abgeschlossen.

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vydzee

Gepostet von: .root

vydzee ist ein unabhängiges Streamingportal des alternativen Berliner Unternehmens Subversive Media BGoH (im Allgemeinen nur „Subversive“ genannt). Subversive entstand Mitte der Siebziger unter dem Eindruck der neuen Überwachungsmatrix und einigen Aufsehen erregenden Prozessen von großen Games Publishern gegen beliebte Streamingdienste und Let’s Player.

> Die Situation für Let’s Player ist seitdem nicht besser geworden. Zwar gibt es Game Publisher, die von Klagen wegen Lizenz- und Urheberrechtsverletzungen absehen, die Branchenriesen aber verklagen alles, was nicht bei drei in der Selbstlöschung ist. Das macht den Publishern nichtmal Mühe: Automatisierte Agenten durchsuchen öffentliche Videos und Simfeeds aller Art nach urheberrechtlich geschütztem Material, gleichen das mit der persönlichen Datenbank der Unternehmen ab und erstellen automatisiert massenweise Klagen, die je nach entsprechender Gesetzgebung dann nur noch von angeblich unabhängigen „Schlichtungsstellen“ durchgewunken oder direkt beim Gericht landen, wo sie ebenso automatisiert/mit minimaler Bearbeitung durch Richter abgenickt werden. Zwischen Klageerhebung und Zustellung einer absurd überteuerten Rechnung vergehen im Extremfall nur Minuten.
> .rez

> Trotzdem die Medienkonzerne immer wieder mal Gamer direkt verklagen, standen die Streamingdienste von Beginn an im Fokus der Klagewellen. Eine ganze Reihe Gamingplattformen (twitzy, JustINgaming, Letzplay) wurden bankrott geschossen, zahlreiche weitere Portale gingen prophylaktisch vom Netz oder verkauften ihre Assets an die Medienkonzerne (und in mehreren Fällen: Cadabra). Es war ein Fressfest für die Megas. Inzwischen hat jeder Games Publisher sein eigenes Streamingportal und wirbt aggressiv um neue Zuschauer – unter anderem damit, dass sowohl Streaming als auch Zuschauen mit Bonuspunkten in der jeweiligen Wohlverhaltensapp des Konzerns / in den Belohnungsapps der Social Media Plattformen belohnt werden (in der ADL vor allem momo (DeMeKo)).
> .krah

> Dasselbe wie der Gamingszene geschieht zunehmend auch mit anderen Contentschaffenden. Der Suchalgorithmus unterscheidet dabei zwischen potenziell nützlichen Kanälen und verdammenswertem Content. Wer zum Beispiel überwiegend Unboxings zeigt, dem verkauft man eine überteuerte Nutzungslizenz für Abbildungen der Verpackung. Diese kann der Creator dann großzügiger Weise umgehen, indem er sich vertraglich dazu verpflichtet, nur Positives zum Produkt zu sagen. „Kleine, harmlose“ Creators werden ebenfalls nicht gleich zu Tode verklagt – die geschützten Inhalte werden schlicht automatisiert verpixelt bzw. auf stumm geschaltet (geregelt durch nichtöffentliche Verabredungen zwischen den Portalen und dem Rechteinhaber). Bis du hingegen ein Creator, der unpopuläre (= Anti-Konzern) Meinungen vertritt, machen die Rechteinhaber und deren Handlanger, die „Schlichtungsstellen“, dich platt.
> .asl

> Oh, come ON! Natürlich gibt es all das, was ihr sagt. Aber so weitreichend, wie ihr tut, sind weder die Sucherkenntnisse der Programme, noch das Ausmaß der Klagen bzw. der oooh so geheimen erpresserischen Direktabsprachen zwischen Rechteinhabern und Creatoren. Ich weiß: Vlogger und ihre Fans halten sich für den Nabel der Welt – aber außerhalb eurer Bubble ist das Ganze einfach sowas von KEIN Thema.
> Come ON!

> Ein Thema für vydzee WIRD es spätestens 2086, wenn die „Schonfrist“ für Berliner Sonderregelungen wie die BGoH-Unternehmensform wegfällt und alles in ADL-Recht überführt werden muss.
> .rez

> FALLS es zu dieser Gleichschaltung kommt. Klar steht diese im Anfang der Siebziger zwischen Berlin und ADL getroffenem Vertrag – aber die Stimmen gegen diesen faktischen Rückanschluss von Berlin an die ADL werden lauter, und vor allem im Konzernlager!
> Fienchen

Die Idee hinter vydzee war und ist, Gamern und Self Publishern aller Art eine freie Plattform für Streaming „jenseits des Zugriffs der Schlichtungsstellen“ anzubieten. Zuschauer und Streamer können sich anonym anmelden und für vydzee eine neue Persönlichkeit erstellen. Zur weiteren Anonymisierung bietet vydzee ziemlich ausgefuchste Kamerafilter, welche die wahren Gesichtszüge der Streamer (sofern sie sich überhaupt selbst filmen) verbergen. Die Streams von vydzee sind aus diesem Grunde vor allem von animierten Furries, Mangafiguren oder populären Stars von Maria Mercurial über diverse Karl Kombatmages bis Humphrey Bogart und Andrea Frost bevölkert.

Ein wichtiges Prinzip von vydzee ist, dass die Plattform selbst keinerlei Zugriff auf die Identität des Nutzers bzw. seines Gerätes hat. Wer einen Streamer wegen Rechteverletzungen belangen möchte, hat wenig Chancen dazu, dies direkt durchzuziehen (sofern der Streamer nicht blöd ist, was natürlich auch vorkommt). Verklagen kann man eigentlich nur vydzee – und das geschieht auch zuhauf, wie vydzee auf dem eigenen Portal Eat Shit Gary in Form einer Highscore-Liste kundtut – aber die besondere Berliner Gesetzgebung, der Stand von Subversive als „Berliner Gesellschaft ohne Haftung“ (BGoH) und natürlich die Lage der Subversive-Büros (und Hostserver) in Kreuzhain verhindern die Durchsetzung der Klagen und Robo-Urteile.

> Ich wittere Schattenläufe.
> Konnopke

> Das ist es den meisten Publishern nicht wert. Denen geht es ja auch nicht WIRKLICH um den Ersatz von Schaden (welcher Schaden?), sondern darum, Streamer und Portale so in Angst zu versetzen, dass sie sich auf Deals mit dem Konzern einlassen bzw. ihre Assets an den Konzern verkaufen. Die Medienkonzerne verdienen sich speziell ab Einführung der Konzernmatrix dumm und dämlich – sie haben zu viel Geld und fressen sich deshalb satt bis sie kotzen. Wer an die Konzerne verkauft hat, kann meistens weitermachen wie gehabt: Die Mediengiganten wissen doch gar nicht mehr, wer und was ihnen gehört. Schlimmstenfalls machen sie den Kanal/Laden halt dicht und hocken wie fette Kröten auf den Marken, Medientiteln und Channels, ohne je etwas damit anzufangen. Wie aufgedunsene Zecken auf einem Berg ihrer eigenen Scheiße.
> .rez

> WOAH. Schlecht drauf?
> .krah

> Ach, mich KOTZT es einfach an, in was für einer SCHEISSWELT wir leben. Gerade wenn man sich vergegenwärtigt, wie krassgeil die Welt sein könnte, wenn Disney vor über fucking hundert Jahren einen harten Mittelfinger von der US-Gesetzgebung kassiert hätte. Man möchte brechen.
> .rez

> Wo in Xhain sitzen die denn? Also Subversive, nicht Disney.
> Konnopke

> Nalepastraße 42, schräg gegenüber vom Freiem Funkhaus F-Ever [#berlin2080 #map331].
> .asl

Subversive selbst entstand aus einem Zusammenschluss verschiedener alternativer Medienunternehmungen, darunter das Anarchoportal deCreate, der Gamingdienst und Games Publisher Silver Spawn Entertainment, das Piraten-/Vloggerportal Toxic Topix sowie das Decker/Gamer-Kollektiv Free Fraggers Foundation. Der Name „vydzee“ setzt sich aus den Komponenten Video + See zusammen. Entsprechend der starken Games-Fokussierung sind die meisten vydzee-Kanäle Gamestreams. Weitere wichtige Kanaltypen sind Artstreams, Talks/Chats und Hacks/Anleitungen, meist mit direktem Bezug zum alternativen Berliner Leben („wie repariere ich einen 2033er GM Multifuel Motor?“, „Wie brenne ich meinen eigenen Jabifu?“, „Wie entferne ich zumindest einige Abhörkomponenten meines VolksKOMMs?“ etc.).

> Alternative Anleitungsvideos haben enorme Reichweite. Außerhalb Berlins existiert eine Riesenszene von Otto-Normalos, die sich kopfschüttelnd oder wohlig gruselnd für das Leben im freien Berlin interessieren oder die so sehr auf der Neoromantikwelle reiten, dass sie sich beim Anblick ölverschmierter schrundiger Hände entspannen (ähnlich wie bei der ASMR-Welle vor ein paar Ewigkeiten).
> Konnopke

Einige populäre Kanäle sind:

  • Anubis gehört zu den populärsten vydzee-Streamern, einerseits weil er einer der Ersten war, der auf der Plattform streamte, andererseits durch die schiere Masse an Streams, die er raushaut. Anubis war schon prä-vydzee eine Berliner Größe innerhalb der Xiditionisten-Bewegung [#berlin], der sich quasi nonstop per Gedankenstrem, Self-Recording-Drohnen und Peer-to-Peer-Cloudblogging in die Matrix verströmte. Seine Fans sind ständig dabei, die nie abreißende Flut von Streams thematisch zu gliedern und so das Online-Archiv von Anubis (unter Insidern „Sechet-Aat“ genannt) einigermaßen übersichtlich zu halten. Was Anubis von anderen Xiditionisten unterscheidet ist, dass er tatsächlich ansehenswert ist: Es gibt nichts, was ihn nicht interessiert. Er spielt die neuesten und ältesten Spiele, er verfolgt den ganzen Tag irgendeinen „NSC“ (einen Passanten, den er zufällig auswählt) und kommentiert währenddessen die Tagesnews, er hat eine ganze Reihe von Haustieren, schnippelt an einem reichlich verkrüppelten Bonsai herum, probiert mal 3 Tage irgendeine Religion aus, braut sein eigenes Bier (unvergesslich sein Versuch, das klassische Berliner Pupasch nachzubrauen) oder trifft sich mit Leuten, die spannende und ungewöhnliche Hobbies haben – letzte Woche zum Beispiel mit den Okai Boiz, mit denen er eine Spritztour in Supersportwagen durch den Renrakusan und über den Stadtring machte.
  • Lord McGray ist das vydzee-Alter Ego von Mario Plattenbauski, einer Legende unter den alternativen Berliner Waffen- und Rüstungsbauern. Des Lords Content besteht überwiegend aus Anleitungsvideos, wie man sich selbst Rüstungen baut, wo man auf Schrotthalden gutes Metall findet, wie man Metallspikes an seinem Motorradhelm anbringt, wie man das eigene Fahrzeug mit Panzerung aufpimpt oder wie man Billigjacken mit Schrott und Spikes für die gefahrvollen Nachbarschaften Anarchoberlins hochrüsten kann. Zu den populärsten Videos seines Kanals zählen zudem seine Grundanleitung zum Schmieden, Löten und Schweißen sowie die Videoreihe „Lord McGrays Waffenkammer“, welche zeigt, wie man populäre Hieb- und Stichwaffen aus alten und aktuellen Trideotiteln nachbauen kann.
  • Funktioniere ist ein Bastler, dessen Content sich ungefähr gleichmäßig in wirklich nützliche Alltags-Hacks und absoluten Quatsch aufteilt. Bei ihm kann man lernen, wie man ein komplettes Haus auf Brikettfeuerung umstellt, oder wie man aus einer alten Rotordrohne ein schwebendes Party-Tablett baut, das natürlich unter dem Gewicht der Gläser ins Trudeln gerät und alles einsaut. Er bringt dir bei, wie Solarzellen funktionieren, was der Unterschied und jeweilige Nutzen von HAWT- und VAWT-Windanlagen sind, zeigt dir großartige Erfindungen wie den Jeans-Vorstrecker, den vollautomatischen Broteschmierer oder erklärt dir, wie man einen Häcksler mit einem aufgebohrten Kärcher zu einem „InstaMett-Macher“ kombiniert.
  • Fighterwings ist Rigger und „sein Ding“ sind Hochgeschwindigkeits-Drohnenrennen, die er aus der Drohne heraus überträgt. In seiner Egosicht oder gar seinem Simfeed Platz zu nehmen ist eine wahrhaftig außerkörperliche Erfahrung, ein Irrsinns-Adrenalintrip. Zusammen mit befreundeten und manchmal verfeindeten Drohnen-Teams jagt er in Bodennähe durch die Straßen, taucht unter einem Pizza-Van weg, zieht hoch in eine Schraube zwischen Einkaufstüten und kreischenden Passanten, driftet unter aufheulenden Mikroaggregaten durch die Tür einer Megamall und kopfüber an der Decke zwischen Streben und Lampen davon, nur um Sekunden später funkenstiebend durch einen viel zu engen Lüftungsschacht zu kreischen und unter Donnerhagel des zerplatzenden Sperrgitters in die kühle Berliner Nachtluft zu jaulen. Neben seinen Drohnenrennen und Tuning-Tipps für Drohnen aller Art zockt Funktioniere begeistert alle Arten von Games, bei denen man in irgendeinem Fluggerät irgendetwas zerlegt. Und darin ist er wirklich gut. Neuerdings interessiert er sich – natürlich – für Kuznechiks [#berlin2080] und schraubt an seinem persönlichen Prototypen herum.
  • Alirion streamt eine breite Auswahl populärer und topaktueller Games und ist damit ein besonderer Dorn im Auge der Gamespublisher. Alirion hat zudem ein besonderes Faible für das „Classic Fantasy“-Genre im Tolkien-Sinn, was ebenfalls reichlich Negativreaktionen seitens der Betroffenheitsindustrie generiert. Trotz oder gerade wegen dieses Flakfeuers aus zwei Richtungen sind Alirion-Fans überaus treu und protective – sich mit der so genannten „Alirion Kohorte“ anzulegen, kann im ärgsten Fall sogar Offline-Konfrontationen nach sich ziehen.
  • Rogash ist – abgesehen davon, dass er ein recht populärer Gaming Streamer ist – ein politischer Aktivist aus dem Spektrum Neo-Anarchismus und Metamenschenrechte. Seine wohlfundierten politischen Haltungen präsentiert er beinahe beiläufig im Talk mit der Community, während er im Spiel Legionen von Feinden zerlegt oder neue Highscores in Ultra Raid aufstellt. Durch die Verbindung von simplem Entertainment (Games) und politischem Aktivismus erreicht er vornehmlich junge Zielgruppen, an die Werber für anarchistische bzw. antirassistische Positionen sonst nur schwer herankommen. Rogash raidet zudem gerne die Streams von eher rechten oder rassistischen Streamern, um sich dann in deren Chats tüchtig argumentativ zu batteln. Welchem Metatyp Rogash selbst angehört, ist unbekannt und nach Rogashs Worten „unbedeutend“ für das, was er sagt.
  • Sphärenmeister ist Magier und damit auf vydzee eine noch größere Minderheit als im Alltag generell. Im Gegensatz zu anderen Magiewirkern, die man hin und wieder auf vydzee sieht, verbreitet sich der Sphärenmeister allerdings NULL über Magie oder Taliskrams. Auch die obligatorischen Flamewars gegen Scharlatane oder das neueste, angeblich magischen Superfood sucht man bei ihm vergeblich. Stattdessen findet man in Sphärenmeister einen überaus entspannten Gastgeber, der neben einer eklektischen Auswahl von Videogames vor allem klassische Brettspiele und Tischrollenspiele präsentiert. In Berlins Anarchobezirken existiert eine überaus aktive Szene für Lowtechspiele, was angesichts der Berliner Rückbesinnung und Jahrzehnten ohne gesicherte Strom- und Matrixverbindungen auch kaum überraschen kann. Der Sphärenmeister bemüht sich, die in den Konzernsektoren vergessene Vielfalt und Tradition haptischer Brett- und Kartenspiele einem größeren Publikum nahe zu bringen. Er lädt zudem (Straßen-)Prominente zum Spiel ein und plaudert zum Beispiel mit Morek Pflügler bei Schach, Go oder Rommé über GOD und die Welt. Auch seine Community ist überaus engagiert darin, Brett- und Kartenspielen zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen: Immer wieder gibt es in Berlin Turniere (häufig unterstützt durch die Vesuv Kasinos) oder Spendenaktionen zugunsten von Kinder- und Jugendeinrichtungen.
  • Lord Kafta gilt als der große, bärige Daddy der Vydzeeaner. Neben verschiedenen Gaming Streams sind themenfreie Chats ein fester Bestandteil seines Sendeplans, und diese offenen Talks entwickeln sich in hübscher Regelmäßigkeit zu Seelsorge- und Lebenshilfe-Sitzungen. Es wird häufiger spekuliert, dass Lord Kafta tatsächlich ein geschulter Pädagoge oder Psychotherapeut ist. Andere wollen ihn als langjährigen Barmann des Byron & Bowie [#berlin, #berlin2080] „enttarnt“ haben. Der Lord kommentiert Spekulationen zu seiner Person nicht, sondern bleibt auf das jeweilige Game bzw. die laufende Session mit seiner Community fokussiert.

> Da fehlen mir aber noch so EINIGE. Grmblmonster, Suem, Wuusch, Scaara, Dexan, Neerok …
> .krah

> Naja sie sagten ja „eine Auswahl“, nicht die Top 100. Trotzdem, ja, die Auswahl wirkt ein bissl arg willkürlich. Zudem echte Topstars von Kategorien wie Artstreams oder Hacking komplett fehlen …
> .rez

> Wartet mal ab. Oft werden hier ja Artikel gepatcht und nachträglich erweitert.
> .asl

Anmerkung: Dieser Artikel ist das Ergebnis der allerersten Community Challenge, die ich experimentierweise auf meinem Twitch-Kanal eingerichtet habe. Diese wurde – trotz ich sage mal „überschaubarer“ Community – in der Rekordzeit von nur 1 Tag abgeschlossen (wozu natürlich beitrug, dass ich keine Vorstellung dazu hatte, wie schnell 3.333 Punkte erreicht werden können). Gegenstand der Challenge war es, dass ich bei Erfolg einen Artikel für ein „Twitch im Jahr 2082“ schreiben würde, in denen ich die Namen einiger Community Mitglieder einbauen würde. Natürlich konnte ich schlecht ALLE Community Mitglieder erwähnen – was ich bedaure – aber ich hoffe, dass ich mindestens jene, die Punkte gespendet haben, sowie die in den Streams des betreffenden Tages anwesenden Follower abgebildet habe. Sollte ich DICH übersehen haben, dann PN mich bitte an – der Artikel kann gerne jederzeit erweitert werden. Gleiches gilt für Community-Mitglieder, die sich gerne hier selbst hineinschreiben möchten: Sendet mir einfach eine Kurzbeschreibung „eures vydzee-Kanals“ zu (Umfang MAXIMAL 1.200 Zeichen, und gerne eher rund 600 Zeichen) und ich poste ihn (nach etwaiger Überarbeitung durch mich) hier. Achja, und natürlich: Alle Darstellungen meiner Community Mitglieder als vydzee-Streamer sind nett gemeint – sollte jmd. mit ihrem/seinem Alter Ego nicht zufrieden sein (oder generell nicht als solches auftreten wollen) gebt mir bitte Bescheid, dann kann ich das gerne ändern.

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Novapuls.11.2081

> Allgemeiner Rundruf: Die Infos zur Berlinwahl gibt’s auch in einem eigenen Eintrag der Shadowhelix.
> .asl

> Der Entscheid betreffs Zehlendorf wundert mich. Ist ja nicht so, als hätte sich da irgendein Normalbürger beschwert. Wenn Buzek dafür ein Fass aufmacht, heißt das ja zweierlei: Erstens, dass nicht nur sie, sondern Proteus echt pissed ist, und zweitens, dass sie bzw. Proteus fest davon ausging, dass der Protest auch zum Erfolg führt und neu gewählt wird.
> Konnopke

> Naja. Eigentlich konnte Proteus nicht davon ausgehen, dass der Fall Idis derart schnell abgeräumt und ad acta gelegt wird. Immerhin steht ja Evo hinter der Kandidatur des freien Geistes.
> .rez

> Aber Idis hat ja nicht gewonnen! Und Evo wird ja wohl kaum Streletzki-Fan sein.
> Konnopke

> Darum geht es nicht. Wenn es zur Neuwahl gekommen wäre, dann nur aus dem Grund, dass die Kandidatur des freien Geistes (und Evos Support) unrechtens war. Das wird Evo wohl kaum einfach hinnehmen. Ob es Evo überhaupt darum ging, dass Idis die Wahl gewinnt, darf bezweifelt werden. Weit eher wird es so sein, dass Evo den seit Monaten bestehenden gordischen Knoten in der Frage der Geisterrechte zerschlagen wollte. Der Rat dreht sich da nämlich arg im Kreis, und das Thema spielte in der öffentlichen Wahrnehmung so gut wie keine Rolle – immer eine bequeme Ausrede, Termine zu verschieben oder die verfügbare Zeit durch „Ethik-Experten“ und Kirchenvertreter verplempern zu lassen.
> .rez

> Das mit der öffentlichen Wahrnehmung hat sich jedenfalls tüchtig gedreht. Die Berliner Medien und auch viele ADL-Tridsender spielen das Thema „SINs für freie Geister“ nebst anderen Spielarten wie „SINs für bisher SINlose Infizierte“ und „SINs für Metasapiente“ aktuell rauf und runter. Und die PNO nutzt jede Gelegenheit, ihre Standpunkte effektiv in Szene zu setzen.
> .krah

> Amen. Kein Abend ohne Faas, Lugosi, Nemec oder die olle Heiden in Prime Time und Late Night Talk.
> Russian Standard Troll

> Dass Evo ich sag mal starke Lobbykontakte zur PNO hat ist ja wohl kaum ein Geheimnis. Die eigentliche fette Info ist, dass Evo diese „SIN für Geister“-Sache so wichtig ist, dass sie dafür eine langjährige Partnerschaft mit Proteus im Bezirk wegwerfen. Oder, fast wahrscheinlicher: Dass Proteus ihren „Best Berlin Buddy“ Evo derart verärgert hat, dass Evo sich mit dem Idis-Archlochmove bedankt hat (Evo hätte ja auch Buzek/Proteus einfach vorab informieren können, was sie ganz offenbar nicht getan haben). Streletzki ist dem gegenüber ein reiner Nebenaspekt: Weder Proteus noch Evo hat aktiv etwas gegen den Hotelmogul und Preußenstiftling, und ich gehe auch nicht davon aus, dass die Ägide des ehrbaren Eugen als Bezirksabgeordneter von und zu Zehlendorf irgendeinen Trouble mit Proteus oder Evo auslöst. Worüber wir uns ECHT Gedanken machen müssen, ist KREUZHAIN!
> Fienchen

> Warum das? Da es eine Neuwahl gibt, fällt das Amt ja nicht an den Zweitplatzierten der Wahl, Faisal Bayraktar. Scheiße, die haben die Marionette des irren Imam einfach abtropfen und nicht mal übergangsweise bis zur Wahl die Bezirksgeschäfte führen lassen. In einer straighten Wahl hat der superkonservative Emiratseinpeitscher in Kreuzhain keine Chance – im Gegenteil rechne ich mit einem Rekordergebnis für Mitra Özgün, so schockierend wie das Wahlergebnis für die Kreuzhainer war.
> .rez

> Das stimmt schon. Aber die Stimmung kocht gerade rund ums Emirat gerade über. Dass die Regierung Bayraktar kaltgestellt hat, begrüße ich zwar auch, aber im Emirat kam das selbst unter vielen Gemäßigten wie ein weiterer Diss gegen das Emirat oder – schlimmer – die islamische Gemeinde(n) oder – noch schlimmer – Allah an. Oder jedenfalls inszenieren die Radikalkonservativen im Emirat den Vorgang in diese Richtung. Seit Bekanntwerden der Neuwahl und Özgüns fortgesetzter Regierung brennen rund ums Emirat Autos und Läden. Das wiederum ist buchstäblich Öl ins Feuer der berlinweit erstarkenden Nazis, die unter dem Mantel des Antiislamismus in Kreuzhain auch unter traditionell eher linken Kiezen mehr Support gewinnen. Ich jedenfalls mache mir ziemlich Sorgen, selbst wenn Mitra Özgün wieder gewinnen sollte (vielleicht sogar BESONDERS wenn Mitra wieder gewinnen sollte). Dieses Arschloch Rutgar Demirci (PNE) hat auch ohne den ganzen Scheiß im Oktober schon 6,7% in Berlins urlinkem Bezirk eingefahren – ich befürchte, im Dezember wird sein Ergebnis noch stärker sein.
> Fienchen

> Aber kann das reichen? Welche Kandidaten gibt es überhaupt, die eine Chance auf den Wahlsieg im Bezirk haben? Der Sieg von Mitra Özgün scheint ja ziemlich gesetzt zu sein, auch bei Buchmachern und in den Berliner Polittalks.
> .krah

> Auf jeden Fall muss man Wahnfried Grok auf dem Schirm behalten, der große Kontingente der Infizierten und die Stimmen vieler Diskordianer auf sich vereint. Weitere Wählerstimmen bekommt Grok aus subversiven bis terroristischen Anarchokreisen, die sich jede Menge Probleme und vor allem Neuinfektionen innerhalb der Regierung wünschen, sobald ein Ghul Zutritt zu Ratssitzungen, Ausschüssen und den oberen Etagen der BERVAG erhält.
> .asl

> Spinn nicht rum. Grok ist medial omnipräsent, weil er tonnenweise Material liefert für jede Art von Schock- und Aufregermeldung aus der „gescheiterten Chaosmetropole Berlin“ (Allianz Tagesspiegel). Tatsächlich hat er im Oktober gerade mal 4,1% der Stimmen bekommen, und das auch nur, weil die PNO entgegen ihrer Pro-Infizierten-Politik mit Konrad Lorenz einen Infiziertenhasser und Magokraten ins Rennen geschickt haben. Das wollen sie nun ändern: Statt Lorenz hat die PNO für Kreuzhain just die Vampirin Mina Murnau aufgestellt. Wie ihr „leicht“ pornöser Name andeutet, gehört Mina zum engeren Kreis um unsere blutsaugende Celebrity Bella Lugosi. Keine Ahnung, wieviel diese einfahren wird, aber Grok wird Stimmen verlieren und hat somit NULL Chance auf den Sieg im Bezirk. Und die hatte er auch vorher nicht! Wen man stattdessen nicht außer acht lassen sollte ist Lizzy Lawless, die bei der letzten Wahl noch als Lizzy Lynchmob angetreten ist und nur 4,3% hinter Mitra Özgün landete! Lizzy ist eine angesehene Anarchotheoretikerin und eines der bekanntesten Gesichter der Anarchistischen Bewegung Berlins (ABB). Als überzeugte Atheistin zeigt Lizzy brutal klare Kante gegen Scharia und jede Art Bevorzugung für Kirchen und Sekten aller Couleur, was vielen zunehmend besser gefällt als Özgüns diplomatischer Wischi-Waschi-Kurs gegenüber der Sonderrechtszone des Emirates.
> Fienchen

> Unter den „Sonstigen“ würde ich noch Faizah el-Amin erwähnen wollen, eine Normfrau, die vor fünf Jahren aus dem Emirat flüchtete und sich seitdem vehement für eine Aufhebung der Scharia-Zone einsetzt. Sie ist eine der lautesten Stimmen gegen Özgüns „zu toleranter“ Haltung gegenüber den Schariaisten, unter deren Joch besonders Frauen zu leiden haben. Faizah gehört zu der wachsenden Zahl Berliner, welche die Kreuzhainer Scharia als „grundsätzlich unvereinbar“ mit der freiheitlichen Berliner Grundordnung halten und eine Abschaffung derselben fordern. Das, freilich, ist unabhängig jeder persönlichen Meinung ein ganz grundsätzliches politisches Problem in Berlin: Nicht ohne Grund warnen Altanarchisten davor, der zwangsweisen Abschaffung von lokalen Gesetzen durch übergeordnete Stellen Tür und Tor zu öffnen. Eine erzwungene Abschaffung der Scharia im Emirat würde demnach zu einem „Dammbruch“ führen, der das Ende jeder lokalen Gesetzgebung auf Kiez- oder Bezirksebene nach sich ziehen würde.
> .rez

Ein Discordserver für Shadowrunner

Hallo zusammen!

Die wegen des großen Erfolges auf unbestimmte Zeit verlängerte Coronakrise hat viele Shadowrun-Fans online enger zusammenrücken lassen und Kontakte zu neuen Spielern gebracht. Immer mehr Runden entdecken die Vorzüge (und Probleme), die das Online-Spiel von Shadowrun mit sich bringt, in verschiedene Städte verstreute Freundeskreise versammeln sich an virtuellen Spieltischen und in der Pandemie hat die Zahl der Spieltermine insgesamt tüchtig zugenommen.

Um diese Entwicklung zu unterstützen und speziell neuen Spielern und Spielleitern den Einstieg in das Rollenspiel und speziell das Shadowrun-Spiel zu erleichtern, habe ich einen Discordserver aufgesetzt: SHADOWHOME.

Neben einer SPIELWERKSTATT als quasi lebende Version des unbedingt kaufenswerten Quellenbuchs HINTER DEM VORHANG gibt e dort 3 SPIELRÄUME mit Voicechat, Textkanal und Würfelbot, in denen sich Gruppen auch sehr gerne feierabends spontan zusammenfinden können, um ein bisschen SR zu zocken (und natürlich könnt ihr die auch für eure reguläre Runde verwenden). Weiterhin gibt es mehrere INGAME KANÄLE von PANoptikum über Arachnet bis Ruhrgebeep, in denen man sich als Charakter textlich mit anderen Charakteren austauschen kann, und eine LOBBY & BAR als Offgame-Hangout via Mikro und falls man mag auch Kamera oder Screenshare.

Hier ist ein Einladungslink zum Server, den du auch gerne mit deinen Freunden bzw. deinen Mitspielern teilen kannst. Der Link ist auf 50 Nutzungen begrenzt, um eine etwaige Bot-Invasion zu vermeiden (ich mache sowas erstmalig und bin lieber etwas vorsichtig, habt Nachsicht mit mir). Wenn die 50 Nutzungen aufgebrucht sind, werde ich so bald als möglich einen neuen Link generieren und einkopieren.

Und wo ich euch grad online habe: Heute Abend ist wieder ab 22:00 ARTSTREAM auf Twitch, diesmal geht es mit dem Cover des FANABENTEUERS weiter. Die wichtigsten zurückliegenden Streams z.B. auch mit Tipps zum SR-Leiten etc. findet ihr auf meinem YouTube-Kanal HIER.

Und falls ihr mir nen Kaffee spendieren möchtet, findet ihr hier auf shadowrunberlin.de rechts im Menü einen überaus dezenten Button 😉

Sürpriz, Sürpriz! Die Berlinwahl 2081

DER TAG DER BUCHMACHER: SO WILD WAR DIE WAHL-WETTE 2081.

[07.10.2081] Hi. Ihr habt keine Bildstörung. Ich bins. Eure geliebte Medienhurenkönigin Nakaira. Denn DIESE Wahl zu kommentieren, das wollt ich mir nicht nehmen lassen.

Dass die Wahl am 2081 ick sach ma „inshallah special mit scharfe Soß“ würde, ließ sich schon an den B1L-Headlines der vergangenen Jahre ablesen:

Auf das Superwahljahr 2078 mit Bundes- und Berlinwahl III plus Spandauer Schicksalsfrage folgten zwei Jahre des komatösen Stillstands, zumindest was Wechsel auf den wettträchtigen Stühlen des Berliner Rates angeht. Wer in Berliner Manier auf Chaos und Außenseiter setzte hatte das Nachsehen, konzernsozialisierte Wessi-Wettpussies des „Weiter so“ triumphierten (falls man das beim Wetten auf den haushohen Favoriten so nennen kann; genießt eure 60 Cent Gewinn bei eurer 8.000-Euro-Wette auf Landolts Wieder“wahl“).

Die Folge: Eine derbe Rezession für die Berliner Wettwirtschaft (okay, nur was das Produkt „Wahlwette“ angeht) und eine Wahlbeteiligung im Geier-Sturzflug. „Alles bleibt, wie es ist“ hätte die deprimierendste Hymne der Berliner Nation werden können – nun, bis eben jetzt, 2081.

Ob es – wie die intellektüllen Politfölletonisten der DeMeKo schreiben – daran lag, dass sich der Grö1BaZ Zöller erstmals seit Amtsantritt der Gunst der Berliner stellen musste oder – weit wahrscheinlicher – es die neu geschaffene Möglichkeit gab, on- wie offline zusammen mit der Stimmabgabe eine Wette bei Vesuv bzw. Caldera platzieren zu können: Die Wahl- und Wettbeteiligung explodierte am 05.10.2081 förmlich.

> Und das bei dem Mistwetter. Tobias hat uns den vollen Strahl ins Gesicht gespritzt.
> Konnopke

> You may want to rephrase that. Er meint das Sturmtief „Tobias“. Und er meint REGEN.
> Fienchen

> Ich persönlich glaube, der Hauptfaktor für die gestiegene Wettlaune war einfach der Fact, dass es zuletzt bei der Wahlperiode III so richtig abging in Berlin. JEDER hoffte, dass es diesmal wieder so sein würde, und es gab ja auch im Vorfeld schon seismographische Vorwarnungen, dass in dem einen oder anderen Dreierbezirk ein Erdbeben bevorstehen würde. Wenn man das Ohr halt auf der Straße hat. Oder wenn man Sender 44 verfolgt, um für den eigenen Konzernsender hemmungslos Content zu klauen.
> Penny D

AGC SIEMENSSTADT

Auf AGC Siemensstadt – den einzigen Konzernsektor in der Wahlperiode III – hatte die gestiegene Wahlbeteiligung natürlich keine Auswirkung: Schon früh am Sonntag verkündete Müller Schlüter Infotech das „Wahl“ergebnis und sorgte damit für das erste Highlight des Tages:

Nicht gänzlich überraschend, aber letztlich doch unerwartet informierte der Großkonzern darüber, dass Firmenchef Dr. Robert Schlüter jun. den Bezirk zukünftig nicht mehr persönlich vertreten werde. Laut offiziellem Statement reagiert Schlüter damit auf die im September gefällte „fatale und rückwärts gewandte“ Entscheidung des Rates, Bezirksvertreter zu einer „Mindestanwesenheitsquote“ bei Ratssitzungen zu zwingen. Der Rat setze damit eine „fatale Politik“ fort, welche „im Wirtschaftsleben stehende Experten“ zugunsten derjenigen verdränge, deren „einzige Werktagsperspektive“ mangels produktiver Arbeit in „sachgrundloser Agitation und kenntnisloser Selbstdarstellung“ im Berliner Rat bestehe.

 > Zoff um die geringe Anwesenheit speziell einiger Konzernvertreter gab es schon immer. Manchmal gingen die Abwesenden damit einem womöglich imageschädigenden Diskurs aus dem Weg, zuweilen wollte man so auch Entscheide blockieren, und generell hielten manche Konzerner es für unter ihrer Würde, das Geschrei und die „unflätigen Anwürfe“ der Alternativen in der Berliner Abgeordnetenversammlung (BAV) ertragen zu müssen. Schlüter war der König darin, sich mit anderweitigen Verpflichtungen zu entschuldigen und irgendwelche Hiwis ohne Entscheidungskompetenz in die BAV zu schicken.
 > Fienchen

 > Die Diskussion um eine Mindestanwesenheit oder auch das Recht der „Baff“ (BAV), einen Vertreter im Bedarfsfall vor die Versammlung zu befehlen, läuft schon seit Ichiro Koizumis monatelanger Abwesenheit 2073 [#berlin]. Mit dem Skandal um Sofia Nordins dreckigen Gebietsdeal im Herbst 2080 [#berlin2080] hat die Diskussion aber gehörig Fahrt aufgenommen: Unter dem Eindruck von hohen Kopfgeldern und einem förmlichen Todesdrohungs-Tornado in den Feeds und Beeps der Stadt hat Nordin seitdem an keiner Versammlung der Bezirksvertreter mehr teilgenommen. Versuche der Reinickendorfer Fraktionen, sie zu entmachten, scheiterten am Entscheid der Berliner Gerichte und unter Berufung auf die Gewissensfreiheit der Bezirksvertreter laut Berliner Verfassung. Die neue Regelung zwingt Nordin dazu, innerhalb der nächsten drei Monate entweder persönlich vor der Baff zu erscheinen oder zurückzutreten, woraufhin dann die Reinickendorfer Bezirksversammlung einen neuen Vertreter bestimmen darf. Die Kopfgeldjäger fighten angeblich schon um die besten Sniper Spots auf dem Weg zum Ratsgebäude.
 > Konnopke

 > Die Jagd auf Nordins Kopf läuft weiter. Neben Pay winken vor allem Prestige und Freidrinks in allen Berliner Destillen auf Lebenszeit. Unter den „Nordhuntern“ zirkulieren vor allem zwei mögliche Theorien ihren Aufenthalt betreffend: Nach der einen wurde sie vom III. Bürgermeister Takeshi Ozu über Monate in einem Luxusappartment der Renraku-Arkologie unter Schutzarrest gestellt, soll aber irgendwann im Sommer diskret und unter maximaler Bewachung in Scherings Biotechnologiepark verbracht worden sein, den sie nun ja auch leitet. Die andere Theorie besagt, dass sie über Monate in einer Finka des BGS in Oranienburg versteckt wurde – ebenfalls auf Weisung von Ozu – und sie nach einem Überfall durch Runner im Mai 2081 ganz aus Berlin weggeschafft wurde. Daneben gibt es natürlich unzählige weitere Theorien, von denen ein guter Teil durch Schering oder Ozus Team selbst gestreut worden sein dürfte. Naja, abgesehen von den Gerüchten, nach denen Ozu/Renraku die „gute Frau“ einer kompletten Gehirnwäsche und Neukonditionierung unterzogen oder sie durch einen Renraku-gesteuerten Klon ersetzt haben, freilich. Nach meiner Ansicht wäre es aus Konzerndenke heraus am Wahrscheinlichsten, dass Nordin nach ihrem Verrat am Bezirk einfach heim in ihr BTPB-Loft gefahren ist und Ozu lediglich das verstärkte Sicherheitskonzept von Schering abgenickt plus einen Trupp Rote Samurai abgestellt hat. Als Verstärkung und als Geste, dass ihm seine Pflichten als 3BM wichtig sind.
 > skep.sys

> Hi, skep.sys. Willkommen im Talk. Und ihr anderen: Seid lieb zu ihm! Er ist ein Hackbird!
> .rez

Neue Vertreterin für den Konzernsektor AGC Siemensstadt ist die MSI-Angestellte Dr. Aneta Kovac, laut Wahlmitteilung des Konzerns eine Expertin für Mensch-Maschinen-Kommunikation. Und für die Öffentlichkeit ein völlig unbeschriebenes Blatt.

> Für dich vielleicht. Aneta Kovac hat zwar auch IT mit Schwerpunkt Machine Learning und Mensch-Maschine-Dialog studiert, ihre zwei(!) PhDs hat sie aber in Jura und Risk & Crisis Communication Management bei der Aspen Academy gemacht, einer global operierenden Kaderschmiede für Politik, Public Relations und konzerngesteuerte Volksverdummung. In mir vorliegenden Files von Ökoaktivisten liest sich Kovacs Werdegang wie das Who is Who der Umweltverbrechen: Brennende Ölplattformen, gekenterte Säuretanker, vertuschte Grundwasservergiftungen mit tausenden Krebstoten, sie hat schon so ziemlich alle Drecksäcke gegen den Volkszorn verteidigt. Natürlich hat Dr. Kovac im Laufe der Jahre so ein exzellentes Netzwerk vor allem zu Unternehmen im Bereich Chemie, Nuklear, Ölforderung und -verarbeitung sowie den üblichen Dritte-Welt-Ausbeutern von Fashion bis Akkus aufgebaut. Auch einschlägige Größen der Unternehmensberatung fehlen nicht. 2076 war sie mal sehr kurzzeitig für Neonet tätig, ist aber lange vor Bekanntwerden des Boston-Skandals abgesprungen (die Aktivisten vermuten, dass sie berufsbedingt Einblicke in die Sache und direkt die Flucht ergriffen hat). Seit 2078 ist sie für die MSI-Mutter AG Chemie tätig und war zuletzt für die Vertuschung irgendeines Giftlecks in Wuppertal verantwortlich. Ihre Unterschrift unter dem MSI-Vertrag ist noch nass, und ihre öffentlich verbreitete Vita framed sie als ebenso intelligente wie empathische (IT-)Technikerin, deren berufliches Wirken ganz der Verständigung zwischen technokratischen Entitäten (Robotern, KIs, aber auch Unternehmen und anderen Körperschaften) und dem einzelnen Bürger dient.
> Penny D

> Wie kann jemand, der in der Öffentlichkeit steht, sein Wirken verschleiern und sich scheinbar immer wieder neu erfinden? Ich finde in der öffentlichen Suche NICHTS von ihrem Wirken für Umweltverbrecher.
> Konnopke

> Die öffentliche Matrix gehört den Kons. Welche Statements und Berichte Kovac für wen verfasst hat oder an welcher Strategie zur Vertuschung sie mitgewirkt hat, wird ja nicht verlinkt. Namentlich genannt wird entweder nur der vor den Kameras stehende Sprecher – das war sie nur in seltenen Fällen, und niemals bei unrettbaren PR-Desastern – oder eben „die PR-Abteilung“. Da sie in den meisten Fällen als externe Beraterin oder „Strategic Communication Expert“ tätig war (niemals als „Head of“ irgendwas), taucht sie dort nicht auf, selbst wenn man nach „dem Verantwortlichen“ für das Treiben der PR-Abteilung sucht.
> .rez

> Nunja, aber als Bezirksvertreterin für AGC Siemensstadt steht sie ja nunmal in der Öffentlichkeit. Das wird sie ja zukünftig kaum vertuschen können.
> Konnopke

> Stimmt. Es deutet vieles darauf hin, dass Kovac ihre Karriere neu ausgerichtet hat: Nach Jahrzehnten mit wechselnden Auftraggebern, an wechselnden Orten und immer auf dem Höhepunkt von Krisen ist sie jetzt „fest“ für AGC/MSI in Berlin-Siemensstadt tätig: Ein dynamischer Tötigkeitsort (immer diese Vertipper) und in sich selbst eine nie endende Krise, dessen Kommunikation und Wahrnehmung sie strategisch gestalten und nuanciert in neue Bahnen lenken kann. Aus ihrer Perspektive muss das eine spannende Herausforderung sein, die noch dazu mehr Gestaltungsmöglichkeiten, Ansehen und vermutlich Gehalt bei weit weniger (Reise-)Stress bedeutet.
> Penny D

> Laut offizieller Vita wurde Kovac 2047 in Prag geboren. In gewissen Ecken der Matrix kursieren aber Gerüchte, dass sie in Sokolov (Falkenau) geboren wurde, und das deutlich früher (2023 und 2008 werden öfters genannt, referenzieren aber womöglich andere Personen desselben Namens). Bestätigen können wird man das angesichts der Crashs und dem Chaos im Konzil Marienbad zur damaligen Zeit wohl nie, und letztlich ist’s ja auch Wurscht ob sie eine kosmetisch volloptimierte Mittdreißigerin oder eine kosmetisch volloptimierte Leónisierte ist. Ich wollt’s nur gesagt haben.
> skep.sys

> Ich find’s interessant zu bedenken, dass sie nach einer langen Karriere kurzfristiger Gigs zuletzt ein paar Jahre fest bei der AG Chemie gearbeitet hat. Jetzt tritt sie aber als MSI-Angestellte auf. Natürlich macht es ihre Arbeit leichter, wenn sie gegenüber Kameras und in der BAV im MSI-Dress statt mit dem verhassten AGC-Pin auftritt, aber meint ihr, dass Schlüters rascher Rückzug und die Entsendung einer PR-Frau des Mutterkonzerns auch auf Stress oder Umstrukturierungen zwischen den beiden „Partnern“ hindeutet?
> .rez

Natürlich hatte kaum jemand auf einen Wechsel an der Spitze von AGC Siemensstadt gewettet. Entsprechend waren die Quoten, und entsprechend dürften sich MSI-Insider plus einige Verwegene schon am Sonntagmorgen eine goldene Nase verdient haben (viele Insider können es natürlich nicht gewesen sein – das wäre beim Platzieren der Wetten und der damit einhergehenden Anpassung der Quoten sofort aufgefallen).

Auf den ersten Schock des Tages folgten Zitterpartien in beinahe allen anderen Bezirken – viele davon durchaus erwartet, einige davon aber auch völlig überraschend.

POTSDAM

Die einzige Ausnahme stellte der Normbezirk Potsdam dar, wo wie erwartet Fabian von Wittich (CVP/Preußenstiftung) als Amtsinhaber und sicher gesetzter Favorit von Beginn an uneinholbar in Führung ging.

Mit gerade 3,8% konnte die zweitstärkste Kandidatin Liberty Zollernschreck von der USPD trotz einer vielbeachteten Guerillakampagne in den sozial abgehängten Bezirksteilen und trotz öffentlicher Unterstützung durch Brandenburgs Ministerpräsident Richard Schinkel nichtmal einen Achtungserfolg erzielen.

> Frühere Umfragen hatten Liberty mit zum Teil über 20% deutlich stärker und sogar „aussichtsreich“ gesehen. Daraufhin beschlossen nacheinander zwölf Lokalgrößen von Babelsberg über Golm bis Bornstedt, ebenfalls ihren Hut in den Ring zu werfen. Dass diese Kandidaten samt ihren Wahlkampagnen tatsächlich schwarz von PSt und CVP finanziert wurden, gilt als offenes Geheimnis – sie geben sich auch keine besondere Mühe, es zu kaschieren.
> Aggi

> Drei Kandidaten haben sogar öffentlich damit geprahlt, ordentlich Geld für ihre Kandidatur bekommen zu haben. Von wem, haben sie unter Verweis auf ihre Verschwiegenheitsvereinbarung zwar nicht gesagt, aber das Augenzwinkern und das „Was denkst du denn, Mäuschen?“ von Marcel Lorenz, dem Dutzende Wohnblocks in Babelsberg gehören, sprechen Bände.
> Penny D

> Divide et Impera.
> .asl

SCHÖNEBERG

Im Normbezirk Schöneberg überraschte Mareike Praschak mit einer fulminanten Rückkehr an die Bezirksspitze. Die Messerschmitt-Kawasaki-Frau und LDFP-Politikerin war durch die Urwahl 2072 zur ersten Vertreterin Schönebergs im frisch geeinten Berlin bestimmt worden, ehe sie den BAV-Sitz 2075 krachend an den CVP-Kandidaten Gregor Thielke verlor. Trotz anhaltender Beschwerden über dessen ineffiziente Bezirksführung und „Unregelmäßigkeiten“ bei der Bezirksabgabe scheiterte Praschak 2078 erneut überdeutlich gegen Thielke, fiel sogar unter ihr Ergebnis 2075 und hinter die erstarkenden Kommunisten im Bezirk zurück.

Die seit Jahren zunehmende Arbeitslosigkeit und der langsam sichtbar werdende Verfall des Bezirks haben nun offenbar das Blatt gewendet:

Zwar konnten die Kommunisten um den Elfen Leonid Genscher ihr Wahlergebnis von 2078 knapp verteidigen, aber Praschaks Versprechen einer „Effizienzoffensive“ in der Bezirksverwaltung und einem von M-K finanzierten „Re:Start Schöneberg“ mit Investitionen in Straßen, Schulen, Versorgungsnetzen, öffentlicher Sicherheit und Förderung lokaler Unternehmen haben gegen Thielkes offenkundigen Unfug vom „Schöneberger Erfolgsmodell“ gesiegt.

> Interessantes Framing. Tatsächlich ist Thielke nicht am Abschwung im Bezirk gescheitert – ist ja nicht so, als würde Berlin auf einer Welle des Aufschwungs reiten, auch wenn die Jubelmedien der DeMeKo behaupten – sondern daran, dass er seine Wahlversprechen nicht gehalten hat. Er trat 2075 als Gegenkandidat zur Praschak an, die als Konzernfrau und LDFP-Politikerin das leibhaftige Feindbild der Willkür und Unterdrückung durch die Berliner Großkonzerne war. Thielke verkaufte sich als Schöneberger Bürger der Mitte und als Vertreter des linken Flügels der CVP, erklärte die soziale Marktwirtschaft nach dem Vorbild der 1970er zu seinem Leitbild. Kaum im Amt, knickte er gegenüber Messerschmitt-Kawasaki ein und ließ sich kaufen. Scheiße, #berlin2080 listet ihn korrekt als engen Buddy der fucking M-K-Einpeitscherin Olga Schoel, der Vertreterin der Berliner Industrie im Rat.
> .krah

> Du hast recht, aber das ist nicht das ganze Bild. M-K ließ es sich nicht nehmen, Mareike Praschak nach ihrer Wahlniederlage zu Thielkes direkter Ansprechpartnerin zu machen. Was immer Thielke von M-K oder den M-K-dominierten Unternehmensverbänden im Bezirk wollte und was immer er verhandelte, musste er mit Praschak klären. Und die ließ ihn am ausgestreckten Arm verhungern: Sie machte zuckersüße Miene zum bösen Spiel, stimmte Vereinbarungen zu, nickte gemeinsame Initiativen von Bezirk und Konzern ab und ließ sich gemeinsam mit Thielke bei Spatenstichen zu Kinderheimen, Schulen, neuen Geschäftsblöcken ablichten. Und dann verhinderte sie, dass irgendeines der Projekte je zum Abschluss kam. Überall herrscht Stillstand, Straßen sind wegen Bauarbeiten gesperrt, auf denen nichts passiert, Baumaterialien treffen „leider“ nicht fristgerecht ein, Gutachten offenbaren Planungsmängel auf Seiten des Bezirks, Kosten explodieren … sie hat auf Thielke gespielt wie auf einer Geige, während der Bezirk abbrannte. Oder zumindest kein Stück vorankam. Schaut euch einfach ihr Gesicht beim ersten B1L-Interview als neue Bezirksabgeordnete an.
> Penny D

> Was ist eigentlich aus Praschaks Ehemann geworden? Ich seh nur grade, dass sie in #berlin Mareike Praschak-Sonneberg genannt wird.
> .asl

> KFS.
> .rez

> Oh. Scheiße. Wünscht man keinem.
> .asl

> Ja.
> .rez

STRAUSBERG

Im einstigen „Industriesektor Ost“ Strausberg galt der Sieg von Amtsinhaberin Doreen Katschmarek (ESP) eigentlich als gesetzt, nachdem ihr langjähriger Widersacher Noel Duval vom Arbeiter-Policlub wenige Wochen zuvor bei einem Raubüberfall durch Junkies tödlich verwundet wurde.

> Nein, Nakaira. Das darf man selbst als DeMeKo-Sellout nicht einfach so stehen lassen. Duval wurde hingemetzelt, um ihn aus dem Rennen zu nehmen. Die Killer waren keine Junkies, sondern Wehrsportler aus Spandau, die richtig Spaß daran hatten, dem Ork Duval vor seinem Tod so viel Schmerz wie möglich zuzufügen. Das Ganze fand ziemlich offen an einer Tanke nahe der A10 im Industriegebiet Neuenhagen statt und sollte eine Warnung an andere Arbeiter darstellen, sich das mit der Kandidatur gut zu überlegen. Und das hat auch bestens funktioniert. Katschmarek mag auf grün machen und in der ESP sein – in Wahrheit ist sie ein eiskalter Machtmensch, der es auf Shiawases Entsorgungsverträge mit Berlin abgesehen hat [#berlin2080] und dem Parteien und Prinzipien völlig egal sind.
> Penny D

> Und metamenschliche Verbundenheit ebenso. Katschmarek ist wie auch ihr Vater Fritz ein Oger und macht dem ohnehin nicht besonders prallen Ruf dieses Typus keine Ehre. Würde morgen die SuperBILD berichten, die Katschmareks hätten Kinder zu Weihnachten gefressen, wäre niemand, der die Katschmareks kennt, sonderlich überrascht.
> .rez

> Ihr Wille zur Macht um jeden Preis wird noch ihr Ende sein. Mark my words. Sie mag glauben, die „dummen Faschos“ gegen die Leute vom Arbeiter-Policlub (meist Linke und viele Metas) zu benutzen. In Wahrheit wird sie benutzt. Wie man an den Ergebnissen bereits sieht. Spätestens 2084 ist Doreen weg – falls sie das Jahr überhaupt noch erlebt.
> Fienchen

> Nunja, sie könnte auch plötzlich der PNE beitreten. Selbst das würde mich bei ihr nicht überraschen, und sie wäre auch nicht das erste ESP-Mitglied, das plötzlich seine glühende Liebe zum Neofaschismus entdeckt.
> Aggi

Tatsächlich war es eine lange Zitterpartie, bis Katschmarek um 21:43 Uhr am Sonntag zur Gewinnerin der Bezirkswahl erklärt wurde. Die Arbeiter hatten zwar durch die vergleichsweise geringe Bekanntheit ihres neuen zwergischen Kandidaten Burak Yildirim einige Einbußen, schnitten aber besser ab als erwartet. Zudem überraschten sowohl die Kommunisten um Marx Molotov (KPD) als auch die Strausberger PNE um Martin Hartmann mit satten Zugewinnen.

> Die PNE hat laut Wahlergebnis bzw. aktuellen Umfragen in allen Berliner Bezirken zugelegt (in einigen mehr, in anderen weniger). Der Grund dafür liegt vor allem in einer erschreckend (sic!) gut gemachten Angstkampagne gegenüber MMVV-Infizierten, welche die Partei quer über alle Kanäle mit gezielten Messages für die jeweilige Teilzielgruppe und Persönlichkeit des Empfängers streut. Laut PNE genügt es den „verbrecherischen ADL-Eliten“ nicht mehr, das deutsche Volk mit Metamenschen zu durchseuchen, nein, die Regierenden würden nun sogar Vampire und Ghule dem normalen Deutschen rechtlich gleichstellen und damit die elementare Schutzpflicht des Staates gegenüber dem Bürger ins exakte Gegenteil verkehren. Diese Botschaften fallen auch bei gemäßigten bis linken Zuhörern auf fruchtbaren Boden, denn die Angst vor einer Verbreitung von MMVV-Infizierten in Berlin ist im Angesicht jubelnder Ghule in brechend vollen PNO-Hallen vor einer lächelnden Vampirin Bella Lugosi äußerst real. Bürgern, die einen Hang zu Verschwörungstheorien haben, präsentiert die PNE noch deutlichere Horrorszenarien: PNO und Regierung würden demnach gezielt Bürger mit MMVV infizieren durch angebliche KFS-Schutzimpfungen, Chemiesmog, Verseuchung von „Pink Goo“ (Ersatzhühnchenrohmasse) in Schul- und Arbeitskantinen, die rote „Graf Dracola“-Cola von AldiReal und durch „geheime Pädophilen-Exzesse“ in Bella Lugosis Schloss Babelsberg. Der „gesunde deutsche Volkskörper“ soll so langsam durch ein „Zombie-Volk“ von Infizierten ersetzt werden, das zum Dank für die rechtliche Gleichstellung der Regierung treu ergeben sei. Zudem sollen alle Schwarzen Schrägstrich alle Afrikaner egal ob Ghul oder nicht Träger des MMVV-Virus sein, daran hätte man in der Ghulnation Asamando lange gearbeitet. Die betreffenden Genmanipulationen am MMVV-Virus seien mit NEEC-Entwicklungshilfe finanziert und von Pharmakonzernen (alle in der Hand der Lieblings-Feindgruppe des Angesprochenen) ausgeführt worden. Die auch ohne weitere Panikmache wachsende Angst vor einer „Normalisierung“ der Infizierten und einer Ausbreitung von Ghulen und Vampiren in Deutschland treibt aktuell der PNE auch solche Leute zu, die eigentlich zum Feindbild der Partei gehören: In Strausberg wählten laut Auswertungen des O.R.K. Policlubs immerhin 6% der Orks und Trolle die PNE!
> Penny D

> Weitere Folgen der Infizierten-Rechte sowie der PNO-Werbung um Ghulstimmen siehe weiter unten bei Kreuzhain.
> .rez

> Dass die PNE sich selbst zur Speerspitze des Widerstandes gegen Infiziertenrechte gemacht hat, hemmt andere Parteien, sich der berechtigten Sorgen der Bürger anzunehmen und ebenfalls gegen die realen Gefahren von Ghulkiezen etc. zu agitieren. Keiner möchte sich im linkslastigen Berlin dem Verdacht aussetzen, der PNE nachzueifern. Leider überlassen die Parteien damit das Thema den Neofaschisten, die sich stolz als letzte Verteidigungslinie gegen die „Untoten“ darstellen können.
> .asl

> Beim „Ruf zu den Waffen“ gegen die Ghul-Bedrohung mischen auch Ringbund und Wehrsportgruppen [#berlin2080] kräftig mit. Nur zu gerne verkauft man besorgten Bürgern angebliche „Überlebensausrüstung“ für die kommende Ghulokalypse und macht sie bei speziellen „Anti-Ghul-Kampftrainings“ fit. Natürlich kommt es dann vermehrt zu Übergriffen gegen Ghule und deren Wohnstätten (realen wie vermuteten) – und die Infizierten lernen aktuell sehr schmerzhaft, dass sie trotz Bürgerrechten von der legendären Berliner Solidarität gegen Gewalt von Rechts völlig ausgeschlossen sind.
> Fienchen

Ja, die Berliner Wahl 2081 steckte voller Überraschungen – dabei sind wir noch längst nicht am Höhepunkt der Wahlgefechte angekommen. Auch nicht mit dem folgenden Abschnitt:

ZEHLENDORF

Im vornehmen Normbezirk Zehlendorf entspann sich gegen jede Erwartung ein heftiges Duell zwischen Amtsinhaberin Izabella Buzek (Proteus) und einem erst in allerletzter Sekunde ins Rennen gegangenen Kandidaten von Evo:

Zur völligen Überraschung aller Wähler und Medienvertreter enthüllte der transhumanistische Biotechkonzern auf einer Pressekonferenz am Vorabend der Wahl, dass er die Kandidatur eines freien Geistes namens Idis unterstütze. Kaum war dies ausgesprochen, manifestierte sich eine aurenhafte Lichtgestalt. Für einen Augenblick meinte man Schwingen zu sehen, dann verdichtete sich der Geist zum Körper einer Frau unbestimmten Alters mit sehr heller Haut und lidlosen, dabei aber gütig scheinenden Augen.

In ihrer kurzen Ansprache äußerte sich Idis mitfühlend über die Konflikte in der Stadt und das Leid, welchem viele Bewohner derselben ausgesetzt sind. Sie verfüge aufgrund ihres Daseins als Geist über einige einzigartige Perspektiven und könne dabei helfen, „menschliche Selbstbegrenzungen“ im Sinne einer höheren, größeren, gemeinsamen Sicht auf die Probleme zu überwinden.

Da sie weder am Geld noch an Befindlichkeiten wie Stolz, Sozialem Druck und Rang ein Interesse habe und auch nicht von Magiewirkern abhängig sei, könne sie losgelöst von Pekuliarinteressen das tatsächlich Beste für den Bezirk und seine Bewohner erwirken.

Sie habe, so Idis weiter, genau diesen Bezirk zu ihrer Heimstatt erwählt, da Zehlendorf durch das Wirken von Proteus und Evo weit offener für revolutionär neue Konzepte und Gedanken sei. Seine Bewohner – gerade jene, die reichlichen Gebrauch von den technischen Möglichkeiten machten, ihren Körper zu ändern und somit „das Diktat der Fleischgeburt“ zu überwinden, die „Urkette der menschlichen Hingeworfenheit“ abzuwerfen – trügen in sich den Keim einer größeren Freiheit. Sie freue sich darauf, den mutigen und freien Bürgern Zehlendorfs dabei dienlich zu sein, das volle Potenzial des Möglichen zu erschließen.

Nun mag es ja bei Evo zum normalen Gedankengut gehören, dass Geister Persönlichkeitsrechte genießen und zum Beispiel Anteile an einem globalen Biotech-Multi besitzen können (#buttercup), aber selbst für das freie Berlin kam diese höchst ungewöhnliche Kandidatur „etwas“ überraschend. Während sich die polnische Proteus-Powerfrau Izabella Buzek wie ihr ganzer Konzern auffallend zurückhielt, wurden Rat und BeJuDi in kürzester Zeit mit Beschwerden und Eingaben von Konzernen, Parteien, Fraktionen, Kanzleien und Einzelpersonen überschwemmt.

Die Nacht von Samstag auf Sonntag war für Berliner Juristen also ausgesprochen aufregend. Und natürlich war an eine rechtlich belastbare Entscheidung vor Beginn oder selbst bis zum Ende der Wahl nicht zu denken, weshalb man sich auf die Klärung der weiteren Verfahrensweisen konzentrierte. Evo indessen machte mit seiner Unterstützung für die „Geisterkandidatin“ selbstverständlich ernst und erzeugte im Zehlendorfer Rathaus ebenso wie auf Ratsebene genug Druck, um Idis‘ Kandidatur mindestens für den Moment anzunehmen.

Was dazu führte, dass sie am Sonntagmorgen auch auf den Wahlzetteln stand.

> Okay. Kurzer Break. Dass ein freier Geist Anteile an einem AAA-Konzern (oder sonst einem Unternehmen) hält oder sogar dem Vorstand angehört, ist keineswegs die Norm in der Sechsten Welt. Im Falle von Evo war es so, dass ein Individuum im Laufe der Zeit größere Anteilskontingente am späteren Evo erwarb – natürlich durch Mittler, Kanzleien, Sockenpuppen – und sich dann erst als freier Geist offenbarte. Plus dass die Japaner vom Kaiser über die Gerichte bis zu einem Großteil der Bürger das dann auch akzeptiert haben. Man hätte – theoretisch – auch sagen können, dass Buttercup keine Rechtspersönlichkeit besitzt. Am Fakt, dass Buttercup Evo-Anteile kontrolliert, hätte das aber nichts geändert: Der Besitz wäre auf von ihr gesteuerte (bezahlte, kontrollierte, erpresste, besessene, was-auch-immer) natürliche und juristische Personen übergegangen und der harte Move wäre zur Lachnummer geworden. Ähnlich ist IMO auch die Logik dahinter gewesen, Drachen als Rechtspersönlichkeiten anzuerkennen: Wer möchte Lofwyr sagen, dass er keine Aktien besitzen kann? Bei Idis jetzt verhält es sich aber anders: In der Berliner Verfassung gibt es keine eindeutige Regelung, wer bzw. was alles als rechtsfähiges Individuum gelten und damit sowohl wählen als auch zu Wahlen antreten kann. Die Klärung dieser Frage hatte zum Zeitpunkt der Berliner Einheit schlicht keine Priorität – und die Grundhaltung zwischen denen, die Berlin fest auf ADL-Gesetz stellen wollten, und eben den paar vehement anthrophilen Anarcho-Kiezen … kurzum: Es existiert eine Lücke – und damit greift eigentlich das Prinzip „mein Kiez, meine Regeln“. Da Evo Zehlendorf via Einfluss auf das Rathaus dazu gebracht hat, Idis auf die Wahlliste zu setzen, könnte man sagen, dass in Zehlendorf freie Geister Rechtspersonen sind. Allerdings ist Zehlendorf halt nicht Evos Konzernsektor und auch keine Anarchozone. Und seine wohlbetuchten Bewohner nehmen es keinesfalls einfach so hin, dass jemand – und sei es Evo – die Spielregeln des Bezirks ändert. Vor allem dann, wenn dieser Entscheid negativen Einfluss auf den Wert ihrer Immobilien hat!! OMG!! Der Widerstand im Bezirk ist schon jetzt erkennbar heftig und wird sicher in kommenden Wochen weiter zunehmen, wenn die diversen Nobelkanzleien ihre Schriftsätze komplettiert und die Sammelklagen fertig vorbereitet wurden.
> Fienchen

> Ein weiterer Aspekt der Sache ist, dass der Berliner Rat seit 2079 über eine mögliche Volks-SIN für freie Geister verhandelt. Eingebracht wurde der Antrag bereits mehrfach – in leicht unterschiedlichem Wortlaut – durch die Initiative „Seelenrechte“ des charismatischen Hermetikers und bekennenden Magokraten Kilian Lorenz (PNO) aus Kreuzhain. Alle drei Jahre bewirbt sich Lorenz um den Bezirksvorsitz und verliert krachend. Dazwischen fällt er immer wieder mal auf mit spinnerten Ideen wie der, dass Fahrzeuge, welche das Gefäß eines Geistes sind, von Verkehrsbeschränkungen (Stichwort autofreie Kieze) und verkehrserzieherischen Maßnahmen ausgenommen sein müssen. 2079 hat er unterstützt durch PNO und Anthrophile Policlubs das Anliegen in den Rat einbringen lassen, sich mit der Rechtsgestalt von Geistern und Gestaltwandlern nach dem Vorbild der Tschechischen Republik auseinanderzusetzen. Es mag gut sein, dass Evos Nominierung eines freien Geistes den Versuch darstellt, Bewegung in die Sache zu bringen. Oder dass hinter verschlossenen Türen bereits eine „Geister-SIN“ verhandelt wurde, von der wir Stimmvieh nur noch nichts wissen.
> Nemascope

Die offen proklamierte Unterstützung Evos für die „Kandidatin“ Idis hat dieser natürlich vom Start weg das enorm große Stimmenkontingent der Evo-Bürger im Bezirk eingebracht. Auch ein Großteil derjenigen, die direkt oder indirekt von Evo-Aufträgen abhängig sind, werden sich für Idis entschieden haben. Selbst zahlreiche Proteus-Angehörige stimmten wohl für Evos Kandidaten, da sie davon ausgingen, es handele sich um eine abgesprochene gemeinsame Initiative der in Zehlendorf eng verbandelten transhumanitischen Großkonzerne.

Auf der anderen Seite sprachen sich offenbar die Zehlendorfer ohne direkte Bindung zu Evo und Proteus mit vehementer Mehrheit gegen Idis aus. Und weil auch sie vermuteten, Proteus/Buzek seien Partner des Evo-Vorstoßes oder seien zumindest mit der Kandidatur eines Geistes einverstanden (immerhin blieb am Sonntag ein Aufschrei und Protest Buzeks oder Proteus‘ aus), straften sie Amtsinhaberin Buzek ab.

> Izabella Buzek ist die eigentlich Leidtragende dieser Story. Ich bezweifele, dass sie oder Proteus im Vorfeld über Evos Vorhaben informiert waren. Was da am Samstag und Sonntag zu sehen war, glich weniger dem kühlen Stonewalling eingeweihter Verschwörer als der Schockstarre von Leuten, die völlig überrumpelt wurden. Das Schweigen von Proteus/Buzek wird dem Versuch geschuldet sein, erstmal Klarheit zu den Hintergründen und Absichten Evos zu erlangen, ohne unnötig Geschirr zwischen den beiden langjährigen Partnern im Bezirk zu zerschlagen.
> Fienchen

> Das deckt sich mit meinem Eindruck. Ich hatte im Vorfeld der Wahl ein längeres Gespräch mit Izabella Buzek (die im Privaten wohl „Izabela“ genannt wird – das schnellere „Izabella“ hat sie sich auf Anraten von PR-Profis zugelegt, da es für das deutsche Gehör sympathischer klingt), und dabei schien sie für die kommende Wahl nicht mit Überraschungen zu rechnen. Buzek ist eine attraktive und sehr kluge Endvierzigerin, hat vier Kinder (das Jüngste wurde Anfang des Jahres geboren). Sie studierte Angewandte Linguistik und Slawistik in Warschau, sattelte später auf Wirtschaftssoziologie hin und ging 2067 gezielt nach Berlin, um dort für Proteus zu arbeiten. Sie ist unaufgeregt und nimmt sich gerne Zeit, eine Antwort zu formulieren – man kann fast sehen, wie sie Gedanken innerlich abwägt und von verschiedenen Seiten betrachtet, ehe sie ihre Ansicht äußert. Hat sie aber einmal eine Entscheidung gefällt, setzt sie diese auch rasch und entschieden in die Tat um. Diese Haltung hat ihr das zweithöchste Approval-Rating unter den Berliner Bezirksvertretern verschafft (nur von Morek Pflügler übertroffen), womit ihre Wiederwahl gesichert schien. Und dann flog ihr am Sonntag die Scheiße ins Gesicht.
> Penny D

> Also: Warum hat Evo das getan? Eine Idee?
> .rez

> Ein Deal mit Idis? Vielleicht hat der Geist etwas, das Evo Deutschland will, und als Gegenleistung hat der Konzern dem Wunsch des Geistes entsprochen, die Kandidatur zu supporten. Angesichts des Schadens, den Evo damit in der Zusammenarbeit mit Proteus und was das eigene Image angeht erzeugt hat, muss es verdammt wertvoll gewesen sein. Ich hoff für Evo, es hat sich gelohnt.
> Fienchen

> Aber hat es Evo denn geschadet? Die öffentliche Debatte ist noch am Laufen, und es offenbaren sich auch ziemlich viele Supporter. Das Ganze könnte auch eine Art Testlauf sein. Womöglich steckt direkt Buttercup oder die Anthrophile Gesellschaft dahinter. Berlin ist ja bekannter Maßen ein beliebtes Experimentierfeld für soziologische Studien [#berlin].
> .krah

> In jedem Fall hat der Move Berlin insgesamt geschadet. Meine Meinung. Die Leute waren grade dabei, die Bürgerrechte für Ghule zu verarbeiten, da taucht überraschend der Vorstoß auf, auch noch fucking GEISTERN das Wahlrecht zu geben. Möchte nicht wissen, für wieviele auch in anderen Berliner Dreier-Bezirken dies der letzte Tropfen war, durch den sie das Kreuz bei PNE bzw. PNE-nahen Kandidaten gemacht haben.
> Aggi

> Wie gesagt: Vorstöße in Richtung SIN-Rechte für Geister und Gestaltwandler laufen seit 2079. Aber du hast schon Recht: Die waren eher low profile. Die Kandidatur von Idis war eine öffentliche Disrupt … wartet mal – können da die Eriskirche die Hand im Spiel haben??
> .krah

> Idis‘ Kandidatur eine Operation Mindfuck? Ich glaub, da überschätzt du den Einfluss der Diskordianer. Ich hoffe es zumindest …
> skep.sys

> Fnord.
> .asl

> Ich hab schon von Initiativen gehört, welche die Wahl für ungültig erklären wollen und auf eine Wiederholung der Wahl drängen. Die Auswirkungen auf die getätigten und zum Teil bereits ausbezahlten Wetten mag ich mir gar nicht vorstellen. #ww3
> .rez

> Als Außenstehender gefragt: Warum ist es in Berlin eigentlich so, dass jeder buchstäblich bis zur letzten Sekunde (23:59:59 am Vortag der Wahl) seine Kandidatur erklären kann?
> Karel

> Nun, es kann nicht JEDER seine Kandidatur erklären. Man braucht ein Minimum von Supportern im Bezirk (meist um die 20.000, aber die exakte Höhe legt der Bezirk selbst fest). Aber ja, das geht buchstäblich bis Mitternacht. Um jenen Fraktionen, deren Kandidat unerwartet ausfällt (entführt, erschossen, erkrankt, verschwunden) die Möglichkeit zu geben, kurzfristig einen Ersatzkandidaten aufzustellen.
> Fienchen

Am Ende fehlten Buzek neben der gesamten Evo-Wählerschaft und Teilen ihres eigenen Konzerns also auch noch die breite Masse der Zehlendorfer Elite. Und während sich die ärmeren Schichten (was in Zehlendorf halt so als arm gilt) eher gleichmäßig über die insgesamt acht Kandidaten im Bezirk verteilten, wandten sich die Bessergestellten en bloc dem Hotelmogul Eugen Streletzki zu, der – so zumindest der äußere Schein – eher zum Spaß und der Erfahrung wegen einen Ausflug in die Politik gemacht hatte.

Dieser, allerdings, wäre nicht er selbst, wenn er eine Gelegenheit nicht zu nutzen wüsste:

Als Streletzki gegen zehn Uhr abends zum Sieger in Zehlendorf erklärt wurde, gab er vor den Kameras ganz den eloquenten und weltgewandten Gastgeber und Conferencier. Da war weder Schadenfreude noch großer Jubel – vielmehr bewertete er seinen Wahlsieg wie folgt:

„Wir alle in Zehlendorf sind uns, denke ich, im Klaren darüber, dass diese Wahl unter einigen unerwarteten Bedingungen stattfand. Das Berliner Verwaltungsgericht wird gemeinsam mit der Politik und den Bürgermeistern zu klären haben, ob das heute entstandene Wahlergebnis Bestand haben wird. Als zumindest derzeit gewählter Repräsentant unseres schönen Bezirks verspreche ich, dass ich bis zur Bestätigung – oder auch dem Widerruf – meines Amtes den Bürgern des Bezirks nach besten Kräften und Gewissen dienen werde. Ich bedanke mich bei den Mitbewerbern gleich welcher Herkunft für ihre Fairness am heutigen Tag und hoffe darauf, dass wir alle gemeinsam das erfüllen werden, was wir den Bürgern Zehlendorfs versprochen haben: Das ist, das Beste für diesen Bezirk in einem geeinten, friedlichen und freiheitlichen Berlin zu erreichen.“

> Junge, da müssen aber in Potsdam die Korken geknallt haben bei der Preußenstiftung.
> Konnopke

> Fast. Gefeiert wurde am Sonntagabend bei einer sehr spontan angesetzten Wahlparty im „eigentlich“ saisonal geschlossenen Restaurant Pfaueninsel.
> Penny D

Wir nähern uns dem Ende und damit den beiden größten „WHAT THE FUCK“s der Wahl. Nein, Geister und Co. reichen uns nicht. Wenn Berlin abgeht, dann richtig.

KREUZHAIN

Mitra Özgün – für Feministen die wahre Mutter der Berliner Einheit, für die meisten anderen Alternativen mindestens deren Geburtshelferin – ist nicht mehr die Kreuzhainer Bezirksabgeordnete. Wirklich überraschend ist das zwar angesichts der legendären Vielzahl Kreuzhainer Fraktionen und Kandidaten nicht – dieses Mal konnten die Xhainer zwischen 19 Angeboten wählen – aber da es Mitra Özgün bisher stets gelang, im Auf und Ab der Stimmungen im entscheidenden Moment stets oben zu bleiben hatte einen tatsächlichen Wechsel eigentlich keiner im Blick.

Warum oder woran Özgün dieses Mal scheiterte, ist so kurz nach der Wahl schwer zu bestimmen, vor allem da Xhain als Alternativer Bezirk eine sehr geringe Quote für Online-Votes besitzt. Ersten Analysen nach stechen aber folgende mögliche Ursachen deutlich heraus:

  • Erstmalig durften an der diesjährigen Bezirkswahl auch MMVV-Infizierte uneingeschränkt teilnehmen, deren Stimmen sich zu etwa einem Drittel auf die PNO und zu zwei Dritteln auf den Sprecher des Qarafa-Ghulkiezes Wahnfried Grok verteilten. Da Grok zudem ein einflussreicher Papst der Eriskirche ist, konnte er einen erheblichen Teil der Diskordianer im Bezirk für sich gewinnen – darunter Viele, die allen spaßanarchistischen Umtrieben zum Trotz bisher zu Özgüns Wählerschaft gehört hatten.

> Dass der Anteil der PNO-Stimmen unter den Infizierten im übrigen nicht höher war, lag am Kandidaten der Partei in Kreuzhain: Kilian Lorenz ist ein überzeugter Magokrat und gehört zu denjenigen in der PNO, die sich gegen eine Stimmoffensive für Infizierte ausgesprochen hatten.
> .krah

  • Aufgrund der gewachsenen Sorge vor den Ghulen im Kiez und die erfolgreiche Angstkampagne der PNE entschieden sich erschreckend viele gemäßigte Kreuzhainer (Özgüns Kernwählerschaft), für „Law & Order“ und den rechten Rand zu stimmen.

> Lass die Kirche im Dorf. Ja, der Anteil der Kreuzhainer PNE-Wähler hat sich versechsfacht. Das ist schrecklich. Aber er liegt jetzt auch nur bei 6,7% – und ich möchte glauben, dass die Meisten lediglich einen Denkanstoß geben wollten und das Thema „Ghule“ im öffentlichen Diskurs stärker in den Fokus rücken wollten.
> .krah

  • Die Wahl = Wette wurde manipuliert. Oder zumindest ist das der dringende Verdacht. Denn weder die beiden genannten Punkte noch die drei Dutzend weiteren Theorien, die gerade umgehen, können erklären, wie ausgerechnet die fraktionslose Akima „Sikimye“ Koyim zur neuen Bezirksabgeordneten gewählt werden konnte. Nicht nur, dass sie keiner der bekannten und gut vernetzten Kreuzhainer Interessengruppen angehört, und nicht nur, dass sie ein Hobgoblin und damit für konservative Muslime unwählbar ist, nein, ihr VolksSIN-Name ist eine einzige Aneinanderreihung von üblen Beleidigungen.

Kandidaten mit spaßigen Namen oder „kreuzdummen“ Wahlversprechen ist man in Xhain durchaus gewöhnt – jeder lacht gerne über die krass bestussten Außenseiter ganz unten auf dem Wahlzettel – aber alles an dieser Kandidatin schien darauf getrimmt, jede Stimme aktiv zu verhindern.

Vermutlich hätte einen das misstrauisch machen sollen.

Am Ende entfielen 23,7% auf Sikimye, 23,4% auf den konservativen Emirats-Vertreter Faisal Bayraktar, 20,1% auf Mitra Özgün, 15,8% auf die linksautonome Lizzy Lynchmob (ABB), 6,7% auf Rutgar Demirci (PNE), 4,3% auf Kilian Lorenz (PNO), 4,1% auf den Ghul Wahnfried Grok und 1,9% verteilt auf die restlichen Kandidaten.

> Wenn ein offenkundig Irrer wie Grok gegen 18 Kandidaten und trotz strategisch ungünstigem PNO-Kandidaten schon 4,1% holen konnte, überlegt euch mal was der weitaus klügere Judas Moloch nach seinem PNO-Eintritt in Falkensee 2083 wird holen können.
> .krah

> Da wette ich aber dagegen. Aslan Özdemir hat den Laden fest im Griff, und sollte der keinen Bock mehr haben fällt Falkensee geschlossen an die Faschos. Ähnliches befürchte ich ja auch für Spandau: Um Fletschers Support im Bezirk steht es nicht gut, die CVP-Ische wirds denk ich nicht packen, aber wenn die Wehrsportfreunde sich hinter einen PNE-Kandidaten stellen haben wir 2083 plötzlich am Westrand der Stadt eine tiefbraune Doppel-Kackzone. Und die kriegen wir nach den Regeln des „Einkiezens“ (hier Massenkonzentration der Rechten) auch dann so schnell nicht mehr weg.
> Aggi

> Auf der Plusseite ziehen dann auch viele Nazis aus anderen Gebieten weg. Muss man positiv sehen.
> .krah

> Du denkst zu kurzfristig. Ich möchte jedenfalls keinen großflächigen Rückzugsraum für Nazi-Terroristen oder ein Eiswerder in Faschohand erleben.
> Aggi

Natürlich war der Aufschrei nach Bekanntgabe des Ergebnisses hoch, und ebenso natürlich verhängten die Vesuv-Kasinos inklusive Caldera eine umgehende Auszahlungssperre für Wetten auf das Kreuzhainer und das Gesamtberliner Ergebnis.

Insider gehen indes davon aus, dass die betrügerischen Wetten – insofern es sie gab – bei kleineren Buchmachern platziert wurden. Eine andere Theorie besagt, dass die Wetten der Decker – denn um solche muss es sich handeln – gar nicht auf Sikimye platziert wurden, sondern auf die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreich durchgezogenen Wahlfälschung.

Sikimye selbst scheint die Stadt bereits verlassen zu haben: Es gibt einige verwackelte Smartbrillen-Aufnahmen, die sie gut gelaunt, wenngleich hektisch beim Einchecken für einen Flug nach Kairo am BSI-Flughafen zeigen. Andere Quellen wollen zudem entdeckt haben, dass es sich bei Sikimye um eine arabische Schauspielerin und Stuntfrau namens Shahad Albutairi handelt. Nicht zuletzt präsentieren wiederum andere Quellen „unwiderlegbare Beweise“, dass es sich bei allen Aufnahmen Sikimyes um Deepfakes handelt und es niemand gebe, der diese tatsächlich persönlich Face to Face getroffen habe. Die Ermittlungen konzentrieren sich aktuell auf die 12.243 (angeblichen) Unterstützer von Sikimyes Kandidatur. Dabei sollen bereits mehrere gefälschte VolksSINs sowie mindestens 20 Fälle von „gekaperten“ SINs entlarvt worden sein.

> Also? Was passiert nun?
> Nemascope

> Zu den generellen Next Steps steht weiter unten noch was („Was nun?“). Sollte das Wahlergebnis bestätigt werden – wovon ich zum jetztigen Zeitpunkt nicht ausgehe – wäre Sikimye, wer sie auch sei, Bezirksabgeordnete für Kreuzhain. Tritt sie dieses Amt nicht an – wir haben ja nun eine Bestimmung zur Mindestanwesenheit von Bezirksvertretern in der BAV – würde das Amt an den Zweitplatzierten fallen (ebenso, wenn Sikimye auftaucht und abgeknallt wird, was ich euch in dem Fall garantieren kann). Der Zweitplatzierte und somit Ersatz-Bezirksabgeordnete wäre dann Faisal Bayraktar, die politische Marionette des „irren Imam“ Muhammad al-Qasim. Dann sind wir fucked und Kreuzhain geht in Flammen auf. Und weil das jeder weiß, KANN das Wahlergebnis gar nicht bestätigt werden. Also F-mal alle 😉
> Aggi

> Najaaa … nach DER Logik könnte es auch sein, dass Sikimye doch zur Bezirksvertreterin wird. Wenn das Wahlergebnis bestätigt werden sollte – zum Beispiel, weil man eben keine wirklichen BEWEISE einer Manipulation findet, oder auch weil die Konzerne die Chance nutzen, Mitra politisch zu entsorgen – dann würde ganz Kreuzhain einen Bayraktar an der Macht verhindern wollen. Und somit Sikimye nicht nur nicht töten, sondern sie mit aller Macht vor Attentaten schützen. Und die Diskordianer fänden es bestimmt sauwitzig, eine Abgeordnete mit dem Namen „Iss meinen Schwanz“ zu haben. Scheiße, wenn ich so drüber nachdenke könnte ich selbst ziemlich Fan der Idee werden. Denkt mal nach: Sikimye ist praktisch das menschgewordene Kreuzhain! 🙂
> .rez

LICHTENBERG

Ihr dachtet, das war’s? Nope. Einen letzten Hammer habe ich noch:

Ich sagte doch, der einzige Bezirk, wo die Wahl wie vorhergesagt lief, sei Potsdam.

Das war GELOGEN.

> DU ARSCH! Ich hätt mich fast eingepullert!!
> .rez

Nein, auch der galoppierende Irrsinn dieses Wahljahres konnte Morek Pflüglers Position im Alternativen Bezirk Lichtenberg nicht erschüttern – im Gegenteil führten die Unwägbarkeiten und latenten Ängste – neben der Ghulfrage ja auch Sorgen vor Blackouts, magischen Störungen, Umwälzungen der Konzernwelt, neue Seuchen oder eine drohende feindliche Annektion Berlins durch die ADL – dafür, dass Pflügler das stärkste Ergebnis seit Beginn der Berliner Einheit einfuhr.

DER ERSTE BÜRGERMEISTER

Und da war ja noch etwas! Es stand ja auch noch die Wahl des Ersten Bürgermeisters an. Aber das blieb wie erwartet Zöller, der ja auch nicht durch die Berliner, sondern das Ratspräsidium bestimmt wurde.

WAS NUN?

In einer ersten Stellungnahme erinnerte der BERVAG-Vorsitzende Dr. Hans Steffen (MSI) daran, dass das Wahlergebnis in Zehlendorf und Kreuzhain ebenso wie in allen anderen Bezirken VORLÄUFIG sei.

Es erhält erst dann rechtsverbindliche Gültigkeit, wenn es durch den bereits einberufenen Prüfungsausschuss begutachtet, berechtigte Einsprüche geprüft und das ggf. korrigierte Resultat final bestätigt werde.

Angesprochen darauf, wann mit einer solchen Bestätigung zu rechnen sei, verwies Dr. Steffen auf den Präzedenzfall der Berlinwahl 2075, bei der das bestätigte Endergebnis erst drei Wochen nach der Wahl vorlag. Damals hatten Zweifel an den eingesetzten Online-Wahltools auf den VolksKomms zu heftigen Protesten und Ausschreitungen geführt.

Für die Übergangszeit bis zur finalen Bestätigung bekräftigte Dr. Steffen, dass die gewählten Bezirksvertreter ihr neues Amt bereits antreten können und die scheidenden Bezirksvertreter auf eine ordentliche Übergabe der Geschäfte hinwirken sollen. Allerdings solle man sich der besonderen Natur der gegenwärtigen Situation bewusst sein und richtungsweisende Entscheidungen auf einen Zeitpunkt nach Vorlage des bestätigten Wahlergebnisses vertagen.

Gefragt nach der bereits vielfach geforderten Wiederholung der Berlinwahl 2081 erklärte Dr. Steffen, dass dies das Ratspräsidium auf Grundlage des Abschlussberichts des Prüfungsausschusses zu entscheiden habe. Die Hürden für eine komplette Wiederholung der Wahl lägen laut geltenden Durchführungsvorschriften sehr hoch, weshalb im Fall von Unregelmäßigkeiten die Wiederholung einzelner Bezirkswahlen das wahrscheinlichere Szenario seien. Auch in diesem Fall liege die Entscheidung in den Händen des Ratspräsidiums.

> Moment. Das Ratspräsidium umfasst die drei Berliner Bürgermeister und die 21 Bezirksabgeordneten. Also entscheiden die nun gewählten neuen Bezirksvertreter selbst darüber, ob ihre Wahl legitim war …. DAFUQ?
> Konnopke

> Nunja. Es ist mehrfach festgestellt worden, dass der Berliner Einigungsvertrag und die Verfassung mit der heißen Nadel gestrickt wurden. Aber ja, dieser Punkt ist auch schon anderen aufgefallen. Aktuell liegt die Gestaltungsvorlage zur Änderung dieses Misstandes im Schlichtungsausschuss, also auf Pflüglers Schreibtisch. Gut möglich, dass da in den kommenden Tagen „ganz plötzlich“ Bewegung in die Sache kommt.
> Fienchen

> Boff. Was ne Wahl. Und das war „nur“ 2081. Überlegt Mal: Nächstes Jahr ist die Wahlperiode I dran – mit Reinickendorf UND Z-IC Tegel. Und Chawi! Und Gropiusstadt!! Und MARZAHN!!!
> .krah

> Und dann 2083 Falkensee plus Spandau. Ich hab jetzt schon Angst.
> Aggi

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Hat dir der Artikel gefallen? Ein XXL-Artikel wie dieser erfordert neben dem Schreiben einen ziemlichen Aufwand, was die Vor-Recherche und die Entwicklung betrifft. Wenn du mir als kurzes „Thx“ einen Kaffee (Bier, Milch, Limo, Cola …) ausgeben würdest (z.B. 1€, einmalig), wäre das XXL awesome. 🙂 Tausend Dank!

–> https://www.buymeacoffee.com/rabenaas

Tutorial für Online-Gameboards

Auch wer nicht mit Figuren und exakten Battlemaps spielt, sondern Kämpfe und Begegnungen allein im Kopf abwickelt, braucht gelegentlich eine optische Orientierungshilfe.

Beim rabenKRAHm am 23.01.2021 verriet ich, wie ich mir für den Eigenbedarf eine Art Online-Gamingboard für das Spiel via Discord gebastelt habe (das Board lässt sich natürlich für jede Art von Screenshare nutzen, egal über welche Plattform).

Das Video findest du hier auf Twitch:

https://www.twitch.tv/videos/886290575

Und hier auf Youtube:

Wie gewohnt stelle ich hier die Ressourcen aus dem Stream als Download zur Verfügung, sogar ergänzt um ein „HOW TO“, also eine Kurzanleitung. Die Files sind Powerpoint, das dahinterstehende Prinzip lässt sich aber mit jedem Programm umsetzen, in dem du Objekte frei herumschubsen kannst (und sei es als Layer in Photoshop).

Es gibt sogar eine ENGLISH VERSION:

Viel Spaß beim Ansehen der Videos und bei der Nutzung der Boards!

Die Sache mit den Bildern

EDIT: Das Problem mit den Bildern hat sich (hoffentlich) erledigt. Alle Artikel wurden nun in „Blocks“ umgewandelt (das neue „Ding“ bei WordPress). Bei mir funktioniert alles Wenn bei dir Artikel falsch oder Bilder zu groß angezeigt werden, obwohl du deine Cache geleert hast(!) dann MELDE DICH BITTE hier in den Kommentaren! Danke an alle Fehler- und Lösungsjäger!

Dem ein oder anderen dürfte es aufgefallen sein: Ein guter Teil der Bilder hier auf der Seite ist „broken“ und wird viel viel VIEL zu groß angezeigt. Nämlich in voller Originalgröße.

EIGENTLICH sollten die Bilder automatisch in der Größe angepasst werden. Und bisher hat WordPress das auch anstandslos erledigt. Kein Problem. Und jetzt – das heißt: Seit einigen Monaten schon – eben nicht mehr.

Was hat sich geändert? Ich habe am Setup nichts geändert. ABER: WordPress hat wieder mal sein Interface umgestellt. Optisch, und auch inhaltlich: Ab jetzt müssen Artikel in „Blocks“ organisiert sein. Ein Absatz ist ein Block. Ein Bild ist ein Block. Blocks sind toll. WordPress liebt Blocks.

Aktuell sind alte Artikel hier nur ein einziger Block, in dem dann Bilder und Text und Absätze und … ZEUG gemischt eingemuddelt sind. Das mag WordPress vermutlich nicht. Aber ich kann auch nicht zwei Jahre frei nehmen, um alle Artikel umzubauen.

Und das Seltsame ist: Eigentlich muss ich das auch nicht. Vielleicht.

Denn: In vielen Artikeln WERDEN die Bilder ja richtig skaliert angezeigt. Obwohl sie genauso überdimensional riesige Originaldateien haben.

Und es wird noch seltsamer: Im Artikel über die ZWILLEN wird das Bild der Zwille richtig angezeigt, wenn man den Artikel in der Kategorie INPLAY>ARSENAL aufruft … und dasselbe Bild ist in demselben Artikel mit demselben HTML-Code völlig Gaga-RIESIG, wenn man ihn über OFFPLAY>SPIELHILFEN aufruft. Ruft man ihn hingegen über OFFPLAY>REGELOPTIONEN auf, ist wieder alles okay. Oder WordPress würfelt es jedesmal aus, ob die Anzeige gelingen soll oder nicht.

Was WordPress im übrigen vermutlich auch nicht liebt, ist mein Theme „zBench“ (sag ich nur, weil das Problem auch daran liegen könnte; „Themes“ handhaben das Autosizing der Bilder AFAIK). zBench ist „retired“ und ich soll mal ein moderneres neues Theme wählen. Und wie beim letzten Mal ein paar Tage nervenzerfetzende Anpassungen all der Dinge vornehmen, die dadurch zerschossen wurden.

Liebe Community: Falls da draußen Leute mit Ahnung in HTML, CSS und WordPress sind und Freude am Suchen nach Rätseln und dem Geist in der Maschine haben, setzt euch an dieses Rätsel und findet heraus, was man tun kann.

In 14 Tagen schaufele ich mir Zeit frei, die Seite in Ordnung zu bringen und sie upzudaten. Idealer Weise, weil einer von euch DIE LÖSUNG gefunden hat. Notfalls eben, indem ich alle betroffenen Artikel von Hand in „Blocks“ zerlege. Oder indem ich ein neues Theme wähle.

Danke für eure Unterstützung!

AAS

Schattenload 12.2020

Wie baut man Shadowrun Grundrisse?

Bastelstunde für Shadowrun-Grundrisse. Jetzt im Video.

Keine Frage wurde mir im Laufe der Jahre so oft gestellt wie jene, wie man/wie ich eigentlich die Shadowrun-Grundrisse mache.

Heutzutage mache ich sie in Illustrator, was natürlich kaum jemand hat. Bis Ende 2019 habe ich noch in POWERPOINT gearbeitet, was durchaus mehr Leute haben. Und wenn nicht, dann haben viele zumindest ein ähnliches Programm im Office-Anwendungspaket ihrer Wahl.

In meinem zweiten Streaming-Selbstversuch baue ich mit euch eine Büro-Etage samt allen dafür nötigen Objekten wie Türen, Stühlen, Schreibtischen und Co.

Das dabei entstandene Powerpoint-File samt allen Objekten findet ihr hier (in zwei Powerpoint-Varianten, von denen ich hoffe, dass min. 1 funktioniert):

Mit dem File habt ihr einen soliden Grundstock an Map-Elementen, auf denen aufbauend ihr weitere eigene Karten entwickeln könnt.

Viel Spaß!

Schon gewusst? Düsseldorf!

Kein großer Post, und ausnahmsweise ohne Berlin-Bezug, aber eine neue Kategorie: Kleine Infos und Tidbits, die für denjenigen, der sie sucht, wertvoll und nützlich sind.

Case in Point: Ich fiel gerade darüber, dass ich für den Abenteuerband IM BANN DER KARTEN mal die INNENSTADT VON DÜSSELDORF als Karte gemacht habe.

Wer also eine Karte oder einen Lageplan des Zentrum Düsseldorf, der Düsseldorfer Innenstadt oder der Mitte von Düsseldorf in der Sechsten Welt, dem Shadowrun Universum, sucht, der findet Google sei Dank hoffentlich diesen Hinweis hier.

Denn bis zum nächsten Quellenband zur ADL oder zum Rhein-Ruhr-Megaplex hätte ich das selbst auch schon wieder vergessen. Und nach Innenstadtplänen des deutschen Settings in Abenteuern zu suchen, darauf kommt ja nun echt keiner.

Ein Mini-Preview in extra viel zu kleiner Auflösung gibt’s auch noch.

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