Shadowrun Berlin

Die Online Erweiterung von Andreas AAS Schroth

[B1L ARCHIV] Eis legt BVB lahm

EIS LEGT BVB LAHM

archivierte Meldung vom 07.01.2073

Parallele Ausfälle bei Bussen und M-Bahnzügen sorgen in Berlin für Verkehrsprobleme: Tausende innerstädtische Pendler kamen zur spät zur Arbeit. Viele fürchten um ihren Arbeitsplatz, der Unmut ist entsprechend groß, der wirtschaftliche und Ansehensschaden für die Stadt ebenso.

Von wegen „fürchten um ihren Arbeitsplatz“: Die automatisierten Lohnagenten für ungelernte Hilfskräfte und andere Hire&Fire Angestellte haben gleich massenweise Kündigungen rausgehauen, kaum dass die Einlogfrist abgelaufen war. Denen doch scheißegal dass die „ordentlichen Angestellten“ genauso zu spät kamen.
Holberker

Im Falle S-K wurde die automatisierte Kündigung immerhin zwei Tage später zurückgenommen und die Routine ist seitdem gepatched und etwas feinfühliger überarbeitet worden. Einen der zwei Fehltage kriegen die irrtümlich Gefeuerten sogar bezahlt. Finde ich extremst okay.
Kaos44

Du glaubst auch jeden PR-Scheiß, oder? Das Patch dient einem inneren Memorandum zufolge nur einem Zweck: Nämlich eine Wiederholung der desaströsen Arbeitsausfälle am 07.01. in Zukunft zu verhindern. Infolge der Kündigungen standen nämlich ne ganze Reihe Operationen still – nichts Wichtiges, nur Scheiß wo man halt ungelernte Hiwis für heuert, aber lästig genug dass S-K das abstellen ließ. Der Gag mit dem 1 Tag Bezahlung ist der PR-Abteilung eingefallen und hat in Berlin wie Bombe eingeschlagen. Angeblich wurde S-K mit dem Manöver zum Top-Voting-Platz für den Arbeitgeber des Jahres gepusht.
Der_Kreuzberger

Was jetzt am 7. Januar nicht SO beeindruckend ist, aber well. Verstehe, was Du meinst. Ich hab mir auch ne Copy des PN-Verkehrs zu dem Thema durchgeschaut, und was ICH nun wieder interessant und merkenswert finde ist dass ein solches Memorandum ÜBERHAUPT in Copy an PR geht. Ich hab ein bisschen gebuddelt, und offenbar gibt es da eine neue PR-Frau – Kerstin Klammt – die sich mit Erfolg dafür eingesetzt hat dass gewisse operationale Nachrichten in ihre Abteilung wandern, damit diese „Chancen nutzen“ kann. Ziemlich clever gedacht – und ziemlich gut für uns, denn einige der PR-Büros sind deutlich besser erreich- oder hackbar als die operationalen Abteilungen, zwischen denen solche Nachrichten eigentlich getauscht werden.
Tolstoi

Zu den Ausfällen kommt es durch überfrierende Nässe und anhaltenden Nieselregen, der auf Straßen und Anlagen Eisschichten entstehen lässt: Diese sorgen nicht nur für Kontaktabrisse zum in die neue Straßendecken integrierten Energie-Grid der Autobusse, sondern auch für Energieprobleme und Schienenblockaden bei der M-Bahn.

Die Situation wurde heute dadurch zusätzlich verschärft, dass viele Teilnehmer am Individualverkehr wegen der bestehenden Eiswarnungen ihr Auto extra stehenließen, um mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit zu gelangen. Für die kommenden Tage ist mit einer Verbesserung der Situation, aber auch mit vermehrten Staus zu rechnen.

Hans-Jürgen Kleinhaus von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVB) betonte gegenüber BBN, dass immerhin 3/4 der Busse weiterhin im Betrieb seien: „Glücklicher Weise verfügt die Mehrzahl unserer umweltfreundlichen Fahrzeuge nicht nur über Grid-, sondern auch Wasserstoffantrieb. Die kältebedingten Ausfälle an Bussen und vor allem den Bahnen sind zwar bedauerlich, aber Folge höherer Gewalt. Von mangelnder Verantwortung der BVB oder deren Auftraggeber, der BERVAG, kann keine Rede sein.“

Ja nee, der Winter kam wieder mal gänzlich unerwartet.
Konnopke

Unerwartete Hilfe erhielten zahllose Berliner, die umsonst auf Bus oder Bahn warteten, durch die alternativen Fuhrbetriebe aus den Ostzonen der Stadt, deren Zahl praktisch über Nacht durch Umfunktionieren von Privatfahrzeugen zu Taxis und Bussen vervielfacht wurde. Um die Verkehrssituation in Berlin nicht weiter zu verschlimmern, hatten mehrere alternative Bezirke eine „unbürokratische Registrierungshilfe“ in Form von Hotlines angeboten, bei denen man sich und sein Fahrzeug einmalig und befristet für die Dauer von 7 Tagen als „Entlastungsfahrer“ für eine Einmalzahlung von 50 Euro registrieren lassen konnte.

Monika Jakobi (FBV) äußerte harte Kritik an diesem Vorgehen, das sich nicht im Einklang mit der Gewerbeordnung für das Fuhrwesen befände und offenkundig nur der unlauteren Generierung von Bezirkseinnahmen diene. In einer Sondersitzung des Berliner Rates wurde diese Kritik dem Anschein nach zwar geteilt, werde aber aufgrund bestehender Widersprüche, Übergangsregelungen und offenen Auslegungsfragen zu den Rechten der Bezirke, das eigene Transport- und Verkehrswesen zu gestalten, folgenlos bleiben.

Schon länger gibt es in Berlin Konflikte um die Frage von Transportgenehmigungen, wie Harald Nietzewitz von der Taxigesellschaft Zittyfunk säuerlich bemerkt: „Als Taxifahrer aus den anständigen Gegenden zahlst Du ein irres Geld, führst Abgaben ab ohne Ende, und dann kommen irgendwelche *** aus dem *** Osten und bekommen für einen Bruchteil davon dieselbe Berechtigung – das ist einfach ungerecht und kann so nicht weitergehen. Ich meine, sollen die sich ruhig auf ihren Schotterpisten die Achsen kaputt fahren, aber muss man die jetzt auch in die Norm- und Konzernbezirke lassen?“.

Sprecher der zuständigen Stelle der BERVAG beteuerten, dass man zwar aufgrund der bestehenden Situation „ein Auge zudrücken“ werde, ab Ende der gegenwärtigen Eissituation dann aber wieder verstärkte Kontrolle der bezirklichen Abhol- und Zubringfreigaben der freien Taxis und Busse stattfinden würden.

Ohnehin sei es nach wie vor so, dass mindestens die Berliner Großunternehmen innerhalb ihres direkten Hoheitsgebietes nur solchen Fuhrunternehmen die Einfahrt gestatten, welche die betreffenden RFID-Plaketten bzw. Fahrtencodes besitzen.

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