Shadowrun Berlin

Die Online Erweiterung von Andreas AAS Schroth

[B1L] Geiselnahme in der M-Bahn endet tragisch

GEISELNAHME IN DER M-BAHN ENDET TRAGISCH

Mitten im Berufsverkehr kam es heute um 9:50 Uhr auf der Linie M6 zu einer gewaltsamen Geiselnahme durch eine Gruppe gefährlicher Sprawlguerilla-Aktivisten, die offenbar versucht hatten einen Angestellten von Proteus auf dem Weg zur Arbeit zu entführen. Hermann Schmidt (Name von der Redaktion geändert) war wie viele andere innerstädtische Pendler auf der Linie M5 unterwegs, als mehrere Terroristen über ihn herfielen und versuchten, ihn nach Nothalt unweit des M-Bahnhofs Warschauer Straße in den Tunnel zu zerren.

Der engagierte Mitbürger Yussuf Dneri (Name von der Redaktion geändert), Leiter einer Wilmersdorfer Kampfsportschule, war zufällig mit im Abteil und versuchte die Tat zu vereiteln, wurde aber durch die Attentäter angegriffen und schwer verwundet. Er befindet sich mittlerweile in der Charité und schwebt nach Angaben der behandelnden Ärzte in Lebensgefahr.

Das beherzte Eingreifen von Dneri und den anderen Fahrgästen konnte dennoch den Plan der Terroristen vereiteln, die sich nun versuchten mit ihrem bewusstlosen Opfer vor anrückenden Sicherheitskräften in die Linie M6 zu retten. Hier kam es kurz darauf zur Geiselnahme der zunehmend in Bedrängnis Geratenen, die in der von der Zentrale angehaltenen Bahn von Sicherheitspersonal schnell eingekreist werden konnten.

Die an sich stabile Situation, in die sich auch bereits Verhandlungsführer des Sternschutzes eingeklinkt hatten, eskalierte überraschend gegen 12:10 Uhr, als weitere Mitgliedern der Terrorzelle versuchten ihre Mitverbrecher von außen zu befreien. Ein Versuch, den Zug per Fernzugriff in Richtung der Anarchozonen zu fahren, wurde durch Abschalten der Stromversorgung entlang der Linie vereitelt. Ebenso scheiterten mehrere bewaffnete Versuche, die Festgesetzten gewaltsam zu befreien.

Das Drama endete vor wenigen Minuten durch Einsatz einer Einheit der Sonderschutztruppe, bei der sämtliche der Geiselnehmer sowie vier weitere Terroristen zu Tode kamen. Von den Geiseln kam keine zu Tode, mehrere Unbeteiligte erlitten aber Schürfwunden und Gasvergiftungen. Herr Schmidt befindet sich zusammen mit einigen weiteren Verwundeten gegenwärtig auf dem Weg in die jeweilige Vertragsklinik.

Über die Motive der Täter oder ihre Zugehörigkeit zu einer bekannten Zelle liegen gegenwärtig keine Erkenntnisse vor.

Okay, versuchen wir auseinanderzunehmen was abging: Wie ihr meinen BEEPs entnehmen könnt, kam es zunächst zu ner Ripperstecherei in der M5. Nach allem was Fienchen mir steckte – die im Nebenabteil der proppevollen Bahn war – waren die „Täter“ vier Leute, die versuchten einen Schlipsträger mit Proteus-Clip am Revers abzugreifen (Letzteres sah F nicht; das entnehme ich vielmehr den inzwischen kursierenden Videofeeds). Daraufhin greift ein angeblich zufälliger Anwesender die Täter mit implantierten Rippern im besten Ars Cybernetica Kampfstil an, fängt sich ein paar Hiebe von der Messerklaue des Teams und wird von zuvor noch verborgenen Elfin des Teams hinterrücks niedergeschossen. Das Team bringt den Wagen per Notbremse zum Stehen, öffnet die Türen und versucht durch die Tunnel abzuhauen. Der Zeitplan der Leute stinkt allerdings zum Himmel: Schon während sie im Abteil sind feuern die ersten Panikrufe der anderen Fahrgäste los und die Sicherheit ist auf dem Weg – und die ist wegen der angeblichen islamistischen Terrorgefahr heute besonders auf Zack und verstärkt vor Ort. Die zu dem Zeitpunkt noch mutmaßlichen Runner schleppen ihr Target durch ein Treppenhus für Servicekräfte auf das unweit verlaufende Quergleis der M6, der Hacker des Teams foppt die Bahnsteigkameras und da die Ausgänge von der Security dichtgemacht wurden gehen die Leute in den westwärts abfahrenden M6 Zug, wo natürlich sofort die nächsten Notrufe per Kommlink der Fahrgäste gezündet werden. Die BVB halten den Zug per Fernsteuerung an, riegeln den betroffenen Wagen ab und lassen die Fahrgäste der anderen Wagen kontrolliert ab, während die Sicherheit den Zug umstellt (wofür im Tunnel auch die noch wenigen Sicherheitsleute völlig ausreichen). Bereits out of ideas rufen die Runner nun ihrerseits die Karre (vom Runnercode CAR für „calling all runners“) und setzen 25K Belohnung (Karre 25) dafür aus, sie aus der Scheiße (braun) zu holen. Vermittler des betreffenden Deals ist vermutlich der Schieber des Teams, der über eine versteckte Kommunikationsleitung in der Vision Berlin am Brunnencafé auf dem Breitscheidplatz zu kontakten ist, indem man dem Kellner dort die Bestellung der Nummern 6 und 15 (kleine Nuke Cola und Stück Schwarzwälder Himbeercremetorte) aufgibt und natürlich irgendwelche der aktuellen Kennworte der Szene vorweist. Wenig später hacken mehrere Leute den BVB Kontrollknoten, übernehmen den Zug und fahren ihn Richtung Osten, woraufhin ein ungewohnt pfiffiger SST Einsatzleiter vor Ort etwas rabiat die Stromschiene killt. Ein weiterer Versuch einiger N00bs, das Team freizuschießen, scheitert wie erwartet: Ab Einsatz von Feuerwaffen übernimmt die inzwischen anwesende SST den Einsatz, deckt das Gebiet großzügig mit Tränen- und Betäubungsgas ein, und irgendwo im Nebel sterben angeblich die Übeltäter und einige ihrer Helfer. Ende der Geschichte.
Tolstoi

Ne Ahnung wer die Jungs waren?
Der_Kreuzberger

Erkannt habe ich zumindest keinen. Es läuft aber ein automatischer Bildabgleich. Mal sehen ob der was ausspuckt.
Fianna

Hoi Fiene. Noch irgendwas, was Du hinzufügen kannst, so als Augenzeuge?
Tolstoi

Wenig. Ich halte den zufälligen Eingreifling für ne zivile Geleitschutzperson die das Target vermutlich im Auftrag von dessen Brötchengebern für genau so eine Scheiße im Blick haben sollte. Vermutlich haben die schon was geahnt. Das Target selbst schien überrascht, kam dann aber sehr bereitwillig mit, daher halte ich das für keine feindliche Extraktion. Von dem restlichen Kram hab ich wenig mitbekommen, obwohl ich natürlich ausgestiegen bin und von Natur aus bequem über die Bodenpimpfe hinwegsehen kann. War immerhin ne Gelegenheit nem SST Arsch meinen Sonderausweis unter die Nase zu halten. *Grins* Ich vermiss zwar die Schatten oft, aber Bullenschubsen macht auch Spaß.
Fianna

Mich ärgert diese Wichse. Jeder Depp denkt er kann einen auf Kombatmage machen und braucht in Berlin keine solide Arbeit zu leisten, weil allet Anarcho. Ich meine, hallo? Wenn grad in den Medien umgeht, dass die Sicherheit im Zuge einer unbegründete Jyhad-Paranoia nach oben geht dann verschiebt man seine Planung auf nen besseren Zeitpunkt – nicht, dass es für ne Extraktion mitten im dicksten Berufsverkehr ne „gute Zeit“ gäbe.
Konnopke

Ich wäre mit Verurteilungen vorsichtig, solange man nicht alle Parameter kennt. Vielleicht musste das Ziel genau an dem Tag extrahiert werden, weil er noch heute in einen Arkoblock transferiert werden sollte. Vielleicht war die Bezahlung das Risiko wert. Trauriger Fakt ist, dass mit wachsendem Pay die Fähigkeit zur Selbstkritik rapide abnimmt. Einer der Gründe, warum professionelle Schmidts Abstand davon nehmen absurde Beträge für „Rush Jobs“ auszuschreiben. Beste Bezahlung kriegt das beste Team, nicht der riskanteste Auftrag.
Node

Das hab ich anders beobachtet. Und das Risk hat ja wohl sehr wohl was mit dem Pay zu tun, oder spinne ich?
G00se

Sicherlich hat es das. Es gibt aber eine Obergrenze, und diese liegt beim Level des angeworbenen Teams. Offerierst Du Bezahlung über dem, was ein Team wert ist, kauft Dir das nicht mehr Qualität, sondern nur mehr Fehlschlagrisiko weil die Leute gierig sind und sich gnadenlos verheben. In meinen Akten kriegt dem entgegen ein Team am Ehesten dann ne automatische Hochstufung, wenn es auch mal nen Job ablehnt den sie nach sorgfältiger Abwägung nunmal nicht packen können. Von Vollkatastrophen wie dem Ding heute morgen hat doch keiner was, Schmidt inklusive.
Node

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