Shadowrun Berlin

Die Online Erweiterung von Andreas AAS Schroth

Hotspots 2

// gepostet von ZOÉ //

Hallo zusammen! Bei meinen Wanderungen und Amokfahrten durch Berlin fallen mir gelegentlich Orte auf, die bisher irgendwie von anderen Guides und Files übersehen wurden und daher ein ziemliches Schattendasein (ha, ha) führen. Hier kommen ein paar von ihnen, kompakt und straight aus der Memofunktion meines Links.

Blu Door
Mitte (Mitte) – Niederlagstraße 18

Leicht zu übersehen, da außer durch einen dezenten blauen ARO Frame nicht gekennzeichnet, ist das Blu Door ein Insidertipp für die Schattenszene der Stadt: Nähert man sich der Tür mit dem korrekten PAN-Profil eines auffällig Unauffälligen und besteht man den Gesichtstest des geradezu gespenstisch empathischen Türstehers, erhält man exklusiven Zutritt zu einer rauchigen, dunklen Club-Bar, in der quasi nur jene Zutritt zu haben scheinen, die ihre gut sitzenden Designerlabel-Anzüge ohne Verwendung einer SIN erworben haben. Der Umgangston unter den Gästen ist höflich und professionell – exzessives Trinken werden ebenso wie Zurschaustellung unnötiger Gewalt oder drogeninduzierter Taffness mit freundlichem, aber bestimmten Rauswurf quittiert. Betreiber des Blu Door ist der 2068 zur Ruhe gesetzte zwergische Magier und Ex-Schattenläufer Hakim, der auch die exzellente magische Absicherung der Kellerlocation verantwortet. Die Türsicherheit übernehmen die wölfischen Gestaltwandler-Zwillinge Natascha und Kaira.

Die Kundschaft im Blu Door ist so exklusiv, dass es nach wie vor berechtigte Zweifel daran gibt, ob überhaupt je schonmal wer drin war. Jedenfalls scheint niemand jemanden aus erster Hand zu kennen, der tatsächlich eingelassen wurde, und sollte es dort draußen jene ominösen „Profi-Schattenläufer“ geben, die zur Klientel des Blu Door gehören, halten diese offenbar über diesen Umstand dicht.
Konnopke

Cyberia
Metropolis (Charlottenburg-Wilmersdorf) – Kurfürstendamm 123

Im 52. Stock des Metropolis Arkoblocks gelegen, bietet der chillige Danceclub Cyberia sowohl einen atemberaubenden Blick über das westliche Berlin als auch die besten Sounds der E-Musik von Berlin. Sämtliche der Top-DJs der Stadt geben sich im Cyberia die Klinke in die Hand, und auch der Megastar der 2050er selbst soll das ein oder andere Mal im Club gesehen worden sein. Cocktail-Highlight des Clubs ist der „Cryo“, ein in kühlem blau leuchtender Drink in einem hexagonalen Shot-Glas, dessen metallisch bedampfter Rand so geladen wird, dass eine hauchfeine Nebelwolke schwerelos über der Flüssigkeit zu schweben scheint.

Cyberia. Die Musik meiner Jugend. Schade, dass die sich so schnell ausgebrannt hat. Für alle Kids, die sie verpasst haben: Cyberia startete praktisch als Mercurial-Klon, der sich auf die Flagge geschrieben hatte „echter“ und „härter“ als diese und alles zu sein, was je auf der Bühne stand. Wie Mercurial haute sich Cyberia mit Cyberware voll, wählte aber statt elegant verchromter Idealbeine und -arme lieber tierhafte invertierte Klauenbeine, einen funktionalen Greifschwanz-Schrägstrich-Peitsche und Ripperklauen mit Widerhaken plus Fangzähne und Chromaugen. Zugepumpt mit allem, was die Fünfziger an Audio-Cyberware und Glo-Tech hergaben, hatte sie ihren vorhersehbaren Cyberpsychoabsturz bei einem Gig in Köln, bei dem sie ihren Gitarristen auf der Bühne abschlachtete und mit allen 36 ausgefahrenen Cyberklingen ins Publikum hechtete. Danach ging sie in Reha bzw. Sicherungsverwahrung, wurde von der DeMeKo fallengelassen, heuerte aus der Klinik heraus ein Schattenteam für ihre Extraktion an und tauchte in Berlin ab, wo sie ihre letzten drei Songs beim Untergrundlabel „Welthass Rekortz“ releaste („Fleischsklave“, „Blut für den Cybergott“ und „Chromschmerz“) und endgültig verschwand. Seit 2063 hat sie niemand mehr gesehen (naja, außer Sichtungen im Elvis-Stil).
Russenrigger

Automag und Hinterhof
KuDamm Mall (Charlottenburg-Wilmersdorf) – Kurfürstendamm 88

Das Automag ist eine Kneipe mit altanarchistischem Charme, deren Decke über und über mit an Schnüren aufgehängten, leergeschossenen Magazinen bedeckt ist. Die Musik ist Oldschool Aggrorock, und passend zur Musik aus dem Loader spielt die ARO Bilder aus dem alten Anarcho-Berlin ab. Wer dem Typ hinter der Bar (Enrik (Ork) oder Khaos (Zwerg)) glaubhaft machen kann, ein Insider der Schattenszene zu sein und Zugang zu Schockwellenreitern, Panoptikum, Arachnet oder Ähnlichem zu haben, kann Zugang zum „Hinterhof“ bekommen, einer angeschlossenen (Halb-)Schattenlokalität in einer Altbauwohnung zwei Flure nach hinten. Dort gibt es anarchistische Poetry Slams, Schwing Live, vor allem aber eine atemberaubende Auswahl an Zigarren und anderer Rauchware, Atemfilter für Nichtraucher und abenteuerliche Drinks, die nur in alten Konservendosen ausgeschenkt werden.

Hey, der Locationtip ist z.T. von nem Beitrag von mir im B!Tipp gecopied!
Guttenborg

Wakk-O
Prenzlauer Berg – Konfuziusstraße 14

Japans Hauptexportartikel bleibt der galoppierende Wahnsinn. Ob Visual Kei, NuFurries, Chrome Lolitas, Yamanbas, Sleazy Samurai, Chanwaru oder Kogal Bunhop – wo immer Japaner in größerer Zahl anzutreffen sind, gibt es auch isolierte Vertreter extremer und exotischer Fashion- und Biosculpting-Trends. Keinen kann es wundern, dass Berlin – genauer: Renrakus Prenzlauer Berg – einen besonderen Hotspot für Vertreter dieser abseitigen Trends darstellt, egal ob diese sich gezielt ins freiheitliche Berlin versetzen lassen oder aufgrund ihrer bekannt gewordenen „Macken“ in diese Stadt des Absonderlichen versetzt werden. Das Wakk-O in der komplett am Reißbrett entstandenen Konfuziusstraße ist eine Megamall der Absonderlichkeiten, die dem Liebhaber exotischer Trendfashion fern der Heimat heiß begehrte Einkaufsmöglichkeiten und dem geneigten Touristen was zum Gaffen und Kopfschütteln gibt. Das Wakk-O ist schrill – und das ist noch geschmeichelt. Jeder Laden, jeder Club, jede Bar, jeder Chatplace in dem 12-stöckigen schwarz verspiegelten Glaspalast ist bis ins kleinste Detail auf die Vorlieben „seiner“ Szene eingestellt. Und so findet sich die düster-muffige Gothic Lolita Bar „Hellthing“ Tür an Tür mit dem schreiend pinken Rollschuh-Ganguro-Solarzellen-Cocktail-Tanzpalast „Kawaii!“.

Aah, das Wakk-O. Der einzige Platz, wo man sich auf Synthacid fühlen kann, ohne was genommen zu haben.
Rasierklingenschorsch

Oder wo man auf Synthacid sein kann, ohne es zu merken.
Staaken Schnaake Topkilla 666

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3 Antworten zu “Hotspots 2

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