Shadowrun Berlin

Die Online Erweiterung von Andreas AAS Schroth

[B1L] Sternschutz bereitet sich auf Großdemos vor

BERLIN-KONFERENZ ERREGT DIE GEMÜTER

Sicherheitsexperten von Sternschutz und MET2000 erwarten im Angesicht jüngster Krisen das Schlimmste für die Anfang Juni geplante Berlin-Konferenz: „uns liegen ernstzunehmende Drohmeldungen radikaler Gruppen vor, die Anschlägen ankündigen. Außerdem ist bedingt durch die schlechte Wirtschaftslage und die immer desolater werdende finanzielle Situation bestimmter alternativer Prekariatszonen in diesem Jahr mit einer Rekordzahl gewaltbereiter Demonstranten zu rechnen“, so Konrad Mannhus vom Sternschutz: „Wir richten uns auf das Schlimmste ein und befinden uns in äußerst kooperativen Gesprächen mit Beratern der Mobilen Einsatz Truppe 2000“.

Verschärft werde die ohnehin gespannte Lage durch die anhaltenden Unruhen in Kreuzberg, so Mannhus weiter: „Obwohl die Situation der Berliner Muslime und deren Forderungen nach Umbau der Gesetzgebung nach den Prinzipien der Schariah nicht Gegenstand der Berlin-Konferenz sind, scheint der Kreis um Muhammad Abu al-Qasim (schiitischer Prediger in Kreuzberg, Anm.d.Red.) fest entschlossen, die Konferenz als Projektionsfläche für ihre Forderungen zu verwenden“. Die potenzielle Verbindung von autonomer und fundamentalislamistischer Gewalt sei Grund zu größter Sorge und rechtfertige eine engmaschige Vernetzung aller in Berlin operierenden Sicherdienste.

Berlins Zweiter Bürgermeister Morek Pflügler, der gemeinhin als geistiger Vater der Berlin-Konferenz gilt, hält die Sorge indes für überzogen: „Die Berlin-Konferenz ist die direkte Konsequenz aus jenen Gesprächen am Runden Tisch, die das heute geeinte Berlin überhaupt erst möglich gemacht haben. Die Chancen auf Verständigung, die sich durch die Gespräche von Vertretern der ADL-Regierung, der Berliner Großkonzerne, der Parteien, der großen Alternativen Gruppen in Berlin und bedeutender Köpfe unserer Zeit und Stadt ergeben können nicht der blinden Angst vor etwaigen Ausschreitungen geopfert werden. Die Konferenz aufzugeben bedeutete die Hoffnung und Zukunft Berlins zu Grabe zu tragen, wo beides doch gerade erst begonnen hat“.

Ob diese Hoffnung gerechtfertigt ist, muss sich freilich erst erweisen. Der Pankower Bezirksvertreter Wladimir Igorewitsch Bronstein jedenfalls lieferte sich in der gestrigen Sitzung des Berliner Rates einen heftigen Schlagabtausch mit dem Bezirksabgeordneten von Mitte Dr. Alexander Schmidt (FBV): Nachdem Schmidt sich für einen MET2000 Einsatz im Rahmen der Berlin-Konferenz und präventive Ermittlungen auf Basis von Vorratsdaten stark gemacht hatte, warf Bronstein ihm „groteske Wahnvorstellungen“ vor:

„Anstößig finde ich nicht, dass Sie die reale Gefahr von terroristischen Anschlägen wiederholt dazu missbrauchen möchten, die von Ihren Geldgebern seit Jahren forcierte Totalüberwachung der Konzernreichshauptstadt Berlin voranzutreiben. Persönlich beleidigt bin ich allerdings darüber, dass Sie ihre schäbigen faschistischen Vorhaben nicht einmal mehr tarnen, sondern uns mit ganz offen selbstfabrizierten Schreckensszenarien zum Narren halten wollen“.

Die Sitzung des Rates musste vorzeitig abgebrochen werden. Eine Fortsetzung via Virtualität ist für den morgigen Tag angekündigt.

Ach ja, die Berlin-Konferenz. Demonstranten, Wasserwerfer, Polizeibrutalität, Bilder von Steineschmeißern und brennenden Autos und die Jandorf vor einem Wald aus Mikros, wie sie erklärt dass die Gespräche produktiv gewesen seien, nur leider ohne greifbares Ergebnis.
Konnopke

Nicht zu vergessen die Dauertstaus auf allen Wegen, auf denen die Konferenzteilnehmer an- und abreisen, die explosive Zunahme an Spyware und spontanen Personenkontrollen und das grassierende Denunziantentum.
Tolstoi

Ihr wolltet die gelobte Freiheit, nun habt ihr sie.
Nakaira

Wann ist die Konferenz genau?
SilentK

Von Freitag, den 16. Juni, bis Sonntag, den 18. Juni. Und erstaunlicher Weise bin ich eingeladen in meiner Eigenschaft als LiveGen-Mitarbeiterin. Das Programm hab ich zwar noch nicht, aber wenn die Vertreter einer alternativen Bezirksverwaltungsgenossenschaft hinzubitten wird es wohl unter anderem um das vielbemurmelte Bestreben gehen ALLE Bezirke durch die BERVAG „zwangsmanagen“ zu lassen, egal wie blumenreich das umschrieben wird oder wieviel Kohle plötzlich ungefragt in meinem Account auftaucht.
Fienchen

Na, da weiß ich jedenfalls, wo ich zwischen 16. und 18. Juni dieses Jahres garantiert NICHT hinfahren werde… weder mit meiner Impaler, die Elbe aufwärts, noch mit dem Monocycle.
Karel

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Eine Antwort zu “[B1L] Sternschutz bereitet sich auf Großdemos vor

  1. Karel, letzter Käpt'n der königlich-böhmischen Gebirgsmarine März 30, 2011 um 11:05

    Na da weiß ich jedenfalls, wo ich zwischen 16. und 18. Juni dieses Jahres garantiert NICHT hinfahren werde… weder mit meiner Impaler, die Elbe aufwärts, noch mit dem Monocycle.

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