Shadowrun Berlin

Die Online Erweiterung von Andreas AAS Schroth

[A] METAHUMANA

Das Jahr geht dem Ende zu, der Krieg in Südamerika brodelt eifrig weiter, in Berlin kündigt sich für Weihnachten eine größere Anti-Drachen-Demo an (politisch korrekt als „Pro Menschenrechte“ Demo angesagt). Zeit, sich mal der guten Anarchopedia zu widmen und über etwas ganz anderes zu schreiben. Oder?
Tolstoi

Die Kaufhauskette METAHUMANA entstand bald nach Ausrufung des Status F in Berlin als Zusammenschluss der vormals unabhängigen HUMANA Second Hand Bekleidungsgeschäfte, dem Elektrokaufhaus TILO STÖR, den Berliner Elektroketten PILASKI und INNOVA sowie den quasi über Nacht im Stich gelassenen Berliner Filialen von KAUFHOF. Weitgehend entweder von den Besitzern leergeräumt oder aber geplündert und zum Teil in Brand gesetzt, sahen sich alle der damaligen Gründer dem Ruin gegenüber. Statt aber wie die meisten größeren Händler den Raum Berlin zu verlassen, fanden sich hier engagierte, meist Urberliner Einzelhändler und Filialleiter zusammen, um sich in einer anfangs namenslosen „Handelskooperative“ für die gemeinsame Fortführung der Geschäfte einzusetzen.

Zwangsweise zurechtgeschrumpft auf anfangs nur 8 Standorte in Berlin – allesamt weitgehend von Plünderung verschonte Second Hand Läden der HUMANA Kette – richteten die Händler ihr Geschäft konsequent auf die sich rasant ändernden Handelsregeln und Bedürfnisse in Berlin ein: Im Fokus des Geschäftes standen von Beginn an Nachbarschaftlichkeit, Tauschgeschäfte und Hilfe zur Selbsthilfe. Zum geänderten Geschäftsmodell der „Dritte-Hand-Kaufhäuser“ gehörten früh auch hauseigene Abteilungen zur Ausbesserung und Reparatur defekter Ware von der eigenen Schneiderei bis zu Polsterservice, Küchenmontage und Elektroreparatur sowie ein eigener „Beschaffungsdienst, der gezielt auf die Suche nach rarer werdenden Ersatzteilen und neuer Ware in aufgegebenen Gebäuden oder am Straßenrand ging.

Aus den zusammenspielenden Gewerken rund um die Handelshäuser entstand zügiger als in anderen Bereichen der Stadt ein effektiver Warenkreislauf, so dass die Kooperative – bald unter dem Namen HUMANA, dann nach aufkommenden Diskussionen um eine mögliche Diskriminierung von Metarassen in METAHUMANA umbenannt – innerhalb des Status F zum führenden Berliner Handelskonzern aufstieg – ein Rang, den der Konzern in den Jahren nach der Konzernübernahme außer in reinen Konzernbezirken aufrechterhalten konnte.

2072 unter der neuen Berliner Verfassung in Form einer gesamtschuldnerischen Kreditgenossenschaft legitimiert und somit samt aller „Warenbestände unklarer Besitzdokumentation“ per Generalamnestie legalisiert, bestimmen die meist älteren und baufälligen oder schon aus Stückwerk zusammengezimmerten, an schmucklose Kartons erinnernden METAHUMANA Kaufhäuser den Look zahlloser Einkaufsstraßen speziell im Osten der Stadt.

Zur gezielteren Bearbeitung des „Neuen Westens“ wurde erst in diesem Jahr (2073) die Kette PROHUMANA gegründet, deren Geschäfte meist kleine, im Shabby Chic gehaltene „Fachgeschäfte“ für den „Nouveau Bohème“ der alternativ angehauchten Konzernberliner sind.

Gute Zusammenfassung, wenngleich mir die Plünderzeit … sorry … GRÜNDERzeit der Kette ein bisschen kurz kommt – samt all den Nebenaspekten wie etwa den Banden um Durek Brehmer, die mehr als ein Haus erst zur Ruine GEMACHT haben, ehe sie „nicht länger vom Besitzer benötigte“ Einbauküchen, Geräte, Kleider, Schuhe etc. „gebprgen“ haben.
Russenrigger

Mir kommt METAHUMANA und speziell PROHUMANA heute etwas zu geleckt daher. Früher – also nach der Gründerzeit jetzt, so halt die letzten Jahre lang – war META einfach nur der schäbige Basar im Kaufhauslook, in dem du Tech und Mode der letzten 10 Jahre wirklich fachlich gut geflickt und geprüft für sehr okayes Geld kaufen oder – nach 2068 ne Seltenheit – auch weiterhin geldlos tauschen konntest. Seit der „Legalisierung“ haben die sich ne Werbeagentur gekrallt und strotzen jetzt von Fair Trade-, Biofaser- und anderem Weltverbesserungsrotz, während hintenrum im wesentlichen eine Ausgründung der auf „echte“ Menschen zugeschnittenen PROHUMANA zu Lasten der für Assis und Metas gedachten METAHUMANA Kette stattfindet.
Fienchen

Gerüchte wollen wissen, dass die PRO/METAHUMANA-Besitzer von mehreren Kaufinteressenten auf Konzernseite belagert und einige wohl auch erpresst werden. 6 der insgesamt 16 Besitzer haben in den letzten 2 Jahren den Hut genommen bzw. sich ausbezahlen lassen, und es ist ein ziemlich offenes Geheimnis das Hauptgeschäftsführerin Friedericke Stör gerne an Aztech verkaufen würde – und dass sie mit diesem Wunsch bisher ziemlich alleine dasteht. Biz, anyone?
Tolstoi

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2 Antworten zu “[A] METAHUMANA

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