Shadowrun Berlin

Die Online Erweiterung von Andreas AAS Schroth

Drachenbrut 06 | Schatten und Echos (1)

HAMBURG – 2048

„Einfach von dieser Welt wegsterben“ – wo hatte er diese Zeile gelesen ?

Seine Augen liegen tief in von Tränen rotgeschwollenem Fleisch. Seine Finger halten zitternd einen OptiChipReader Marke „LiteraLife“ von Nixdorf.

Wen wollen die eigentlich mit dieser Marke verscheißern? Wozu „Nixdorf“ groß draufschreiben, wenn auf der Rückseite klein der Satz „EIN UNTERNEHMEN DER SAEDER-KRUPP-GRUPPE“ eingeprägt wird ?

Aus dem TV-Gerät in der oberen Ecke des Zimmers rauscht mehr denn er wahrnehmbar ist ein Werbespot für Cyberware von GeneTek.

„Seien Sie, was Sie woll(zzzzt). Unser Zeit(zzzt)lter ist ein Zeitalter voller Wund(zzzt). Die Magie dieser Welt kann ihre (zzt)ein, mit Elfenohrenimplantaten von Gen(tzzzt).“

Verschwommene Bilder von in tristem Grau gekleideten Menschen in einer Baracke, dann Morphing in einen Reigen wunderschöner Elfen, die um eine überprächtige realitätsgefilterte Eiche (ausgerechnet) tanzen. Die Szene verschwindet in weichem Nebel, während der von Stromstörungen verzerrte
Schriftzug von GeneTek in den Vordergrund rückt, die begleitende Fanfare vermischt mit dem hohlen Kreischen der Statik und der Lüge, die hinter dem perfekten Idyll der Szene lauert.

Immer hungrig.

„Kauft.“

Wo ist dieses neue Zeitalter denn, Mischka ? Das Wartezimmer des Arztes riecht immer noch genauso nach PVC und Mr. Proper wie im letzten Jahrhundert, auch wenn betreffende Substanzen inzwischen andere Titel tragen – vom „Arzt“, der sich jetzt „Cybernetiktechniker und -internist“ nennt, einmal abgesehen.

Über zwei kleinere Monitore scrollen träge die aktuellen Sonderangebote für Cyberware

– Verkauf und Ankauf.

– 20% Discount auf Zeiss-Augen bei Ausbau eines älteren Systems einer Konkurrenzfirma. 

– 25% Ermäßigung bei Verkauf der Seele an den CyberBaal dieser Zeit.

Worin soll diese Zeit bestehen ? Darin, daß der Rauch, der dem „Herren der Stadt“ „wie Weihrauch blaut“ nun eine tausendstimmige Hymne aus surrender Elektrizität ist ? Darin, daß die Häuser nun wirklich Augen haben ? Darin, daß Du nun sein kannst, was (Du sein sollst) ?

„Ich möchte nur sterben. Einfach von dieser Welt wegsterben“.

Als ob es so einfach wäre. Wer stirbt in dieser Asphalthölle denn „einfach so“ ? Doch nur die, die am Leben um jeden Preis festhalten – so wie die 100 bis 200 Metas, die gestern in der Flammenhölle der PNE verbrannt sind. Die Zombies, die durch die nächtlichen Straßen wanken, den Tod in der Seele und ihren Implantaten, deren Kleidung immer nach Urin und Blut stinkt, völlig egal, wie häufig sie unter die Chemodusche steigen, die ihren Geist in NuYen einkleistern und deren ganze Erscheinung „GIB MIR SINN ODER EINE KUGEL“ schreien, sie leben weiter.

Wenn sie wirklich Pech haben und Elfen sind, jahrhundertelang.

Vermutlich ist das der makabere Sinn dieses Lebens, daß Du nur dann stirbst, wenn Dir dieses Leben Spaß macht (so schlechter Geschmack kann nach GOTTES Willen wahrscheinlich nicht geduldet werden).

Merkwürdigerweise ist Tolstoi nicht einmal verärgert über das, was „man“ ihm angetan hat – Scheiße, wenn sich jemand zu beklagen hätte, wäre das immer noch Whitecloud, oder ? Immerhin war SIE gestorben, nicht er – und dafür haßte er sie ein wenig. Was fiel den Leuten bloß immer ein, vor IHM zu sterben.

Würde jemand übrig sein, wenn er irgendwann stirbt ? Jemand, der ihn verdammt, weil er tot ist ?

Mordrakkhan würde sich vermutlich ärgern. Nein, er würde weinen. Wer glücklich wäre, wäre Alachia – aber das waren Nikuriels Gedanken und von daher bedeutungslos.

Er wünschte, er könnte sich mit ihm aussprechen.

Ich meine, das wär“s doch, oder ? Jeder hat so die eine oder andere Persönlichkeit in sich. Einfach alle in einen Raum sperren und erst wieder aufschließen, wenn sie sich ausgequatscht oder gegenseitig erwürgt hätten.

Das fahle Licht des Fernsehers versucht, den im Raum wartenden Personen den Verzehr von SojaMagarine schmackhaft zu machen – was angesichts der technisch bedingten Verfärbung der goldgelben Substanz in quaderförmiges Kackbraunblau ein reichlich nutzloses Unterfangen ist.

Der Blick des Elfen wandert zu den anderen. Was mögen die Gründe dafür sein, sich mit Hardware zuzuknallen, wenn man kein gottverfluchter unsterblicher und reinkarnierter Elfenmagier ist, der das Pech hatte, in der fleischlichen Hülle eines ichfixierten und selbstmitleidverliebten ARSCHLOCHs zu landen ?

Verkrüppelt sah keiner von ihnen aus – jedenfalls nicht körperlich. Vernarbte Seelen – ja, die hatten sie alle. Der Ork in seiner obertoughen schwarzen Latexjacke sah aus, als wolle er sich noch mehr Kunstmuskeln reindübeln – obgleich alleine diese Annahme wahrscheinlich rassistisch war – immerhin könnte er sich genausogut eine SPU einbauen lassen wollen. Oder abgestimmte Pheromone. Oder einen „Mr.Dick“.

Die Kleider der kleinen Menschenfrau schrien förmlich „Decker“ – Neonlogos aller bedeutenden Soft- und Hardwarefirmen, begleitet von Holoschmuck billiger Machart und einem handschriftlich hingekrakelten „Reality Sux“, DEM Standardspruch der 48er Deckergeneration. In den 30ern war das Credo der Deckerszene noch ein intellektuell angehauchtes „Bits can change the World“ gewesen – aber von dieser kurzen Renaissance der NeoHippies war nichts weiter geblieben als Abkehr von allem – Seele, Körper, Realität.

Die Geschichte wiederholt sich – immerzu. Schon richtig – Irrig war bloß die Annahme, IRGENDjemand würde aus der Geschichte lernen. Diejenigen, die es vielleicht machen würden – wie die Mongolen – starben einfach weg, just in dem Moment, da sie genug Geschichte erlebt hatten, und die anderen – wie die Skythen – weigerten sich einfach.

Vermutlich verursacht der Fluß der Zeit irgendeinen nicht näher bestimmbaren Tumor im Hirn, der früher oder später alles was gut und rein ist überwuchert.

Vielleicht einmal von der Seele freier Geister abgesehen.

Aber die müssen hier auch nicht leben.

Einfach wegsterben.

Warum lassen ihn immer alle allein ? Liegt es vielleicht gar nicht an den dunklen Machenschaften nicht näher bestimmbarer Drachen, Elfen oder weiß-der-Geier, sondern an ihm selbst ? Gibt es etwas wie Glück, daß manche magisch anziehen und zu dem er offenbar das Verhältnis zweier gleichpoliger Magneten hat ? Obgleich dies bedeuten müßte, daß er förmlich zerbersten müßte vor Glück. Unwahrscheinlich.

Vielleicht gibt es Zweisamkeit auch gar nicht. Zweisam Einsam vielleicht, aber kann in dieser – oder irgendeiner anderen Welt – irgendjemand irgendjemanden wirklich verstehen ? Nun, und selbst wenn – würde es einem gefallen, was man sehen würde, schaute man in die tiefsten Abgründe einer fremden Seele ? Ich meine,

wirklich ?

Über den Monitor zittert das verschlierte Bild eines Paares, was Arm in Arm einen Strand entlangspaziert, ehe ein ziselierter Parfümflakon mit nicht bestimmbarer Aufschrift eingeblendet wird.

Man sagt, an der Liebe wird gut verdient.

Wenn es sie aber gar nicht gibt, was bleibt dann ?

Träume.

Träume, mit denen jeder dealt. Jeder ist Hehler, jeder Süchtiger. Sei es die Frau im Café, die sich einen Soycaf ausgeben läßt. Sie verkauft den Traum der Nähe, die sie nicht bereit ist zu geben, und der Geldgeber verkauft sich – sich und seinen Traum, genug Geld zu haben, daß er sich“s leisten kann – oder er kauft sich 30 Minuten Zeit von jener Unbekannten, kauft sich ein Ohr, dem er erzählen kann, kauft sich zwei Augen, die ihn anschauen, für einen Soycaf zu 4 Euro zuzüglich Trinkgeld und 4 geschlauchten Zigaretten. Alles in allem ein fairer Deal, vorausgesetzt man erwartet nicht mehr.

Aber wer erwartet heute schon noch mehr. Ich meine, wirklich.

Reality Sux.

Schade nur, daß auch die Matrix eine Realität für sich ist. DIE Realität nämlich, in der Dein Körper perfekt ist, ein schillerndes Logo gewebt aus Bitfasern und Bytelügen und allem, womit Du Dich umgibst, bis Du dann ausgejackt feststellst, daß Du eben NICHT Ludmilla, die Cyberwaldfee, sondern eben doch nur der picklige Junge bist, der unter dem Zynismus des Lebens zu leiden hat, indem ihn seine sadistisch veranlagten Eltern Horst zu nennen gedachten und sich dann für Erwin entschieden.

So viele Geschichten, so viele Träume. Träume, die ihm entgegenwehen aus dem Blick der Straßenhure, dem Ork im Wartesaal des Ripperdocs, den kalten Blicken des Kontypen.

Alles Kinder, die nachts, wenn sie ihre Kleider abgelegt haben, wenn ihre Revolver an der Tür hängen und ihre Aktentaschen geschlossen sind, nachdem sie das letzte nach Orchideen stinkende Kondom bewußt beiläufig (Nicht nachdenken) in die Toilette gespült haben (und es Gott sei Dank wieder einmal gesunken ist, nachdem man es fluchend mit einer Klobürste bearbeitet und in 17 Blatt Toilettenpapier eingewickelt hat), sich in den Schlaf weinen.

Einfach wegsterben.

Der Gedanke war völlig absurd, auf eine makaber-erheiternde Art und Weise. Im letzten Jahrhundert hatte man sich – da Gefühle nur spärlich gedealt wurden – völlig der neuen Zeit entgegengeträumt. Vielleicht ein Grund für die Rückkehr der Magie.

Wo der Mensch alles Holz gesägt und alle Tiere getötet hat, nimmt er seine Sachen und zieht weiter – ob nun „Go West“ oder schlummernd in Träumen davon, daß mit der Jahrtausendwende alles besser und größer und schöner wird.

Die Relikte der 90er legen dafür Zeugnis ab. Selbst die komplette Zerstörung der Erde schien den Menschen eine erträglichere Alternative als das „Jetzt“ zu sein – jenes „Jetzt“, in dem man doch leben soll.

Tag um Tag nagten die Leute sich vorwärts, träumten vom Internet und der aus ihm hervorgehenden „Virtual Reality“ oder wendeten sich NewAgern zu, die „unendliche Weiten“ im Raum der Geister verhießen oder doch Kontrolle versprachen über das eigene Leben durch Interpretationsversuche anhand durchgenäßter Teeblätter.

Und die Magie kam.

Und die Matrix.

Gleich treuen Hunden folgten sie dem kollektiven Wunsch der Menschheit nach etwas Neuem, Einzigartigen (und kamen wahrscheinlich den außerirdischen Invasionshorden nur um einige Momente zuvor).

Nahe 50 Jahre nach der Jahrtausendwende kann man Fazit ziehen.
Was hat sich geändert ? Worin besteht die Änderung ?

Nun, zusammenfassend in dem Satz: „Reality Sux“.

Willkommen in den 40ern.

Noch immer kann man vom DigestNet Informationen für besorgte Eltern abrufen – „Nein zur Legalisierung von weichen Drogen“ – „Raucher sterben früher“ – „12 Zeichen, an denen Sie erkennen können, ob ihr Sohn goblinisieren wird“ – „Kauft mehr Popcorn“ – noch immer hat der Mensch (und Metamensch und Drache und freier Geist) die Kontrolle verloren und vermutet zwar, daß irgendwelche düsteren Macher die Fäden ziehen und einen Plan haben, nur leider wissen offenbar selbst die ältesten und mächtigsten und/oder finanzkräftigsten Wesen nicht, was abgeht. Oder es ist ihnen egal – Verzeihung – es ist unbedeutend.

Wie beruhigend wäre es, einfach sagen zu können, daß alle Kons Scheiße sind und sie WISSEN, was sie tun, und es ABSICHTLICH tun – aber auch dies war eine miese kleine Selbsttäuschung für degenerierte ichfixierte Selbstbemitleider.

Der Elf grinst. „Genau mein Ding“.

„Haste was gesagt ?“ läßt der Ork vernehmen, unterdessen sich surrend-zischend sein Bizeps unter der Jacke aufbläht.

Innerlich rollt Tolstoi mit den Augen.

Ja klar, komm, kill mich – DU hast mir gerade noch gefehlt, Du völlig bestußter Muskelschwamm. Töte mich, komm doch, ich will es doch, siehst Du das nicht ? Scheiße, würde ich hier sitzen, wenn ich mein Leben total stark fände ? Komm, zeig mir wie tough Du bist. Du hast Dir doch das Wort „Serious Deathwish“ eh über die Glatze genagelt, also komm, laß“ uns tanzen.

„Ich ? Nee. War wohl nur der Wind (in der gähnende Leere Deiner Großhirnrinde)“.

„Grrmph“.

Ich kratze nicht ab. Das werden „die“ nicht zulassen. Wenn ich mich mit diesem Muskelpickel einlasse, verteile ich seine Eingeweide über die Wände und wandere in den Knast. Aber sterben ? Ich doch nicht.

Leiden – ja.

Sterben – nicht die Bohne, mein Süßer.

Der PVC-Gestank kribbelt kaltnikotinig in seiner Nase.

Und da gibt es echt noch Leute, die sich ihre olfaktorischen Sinne hochtunen lassen. Wozu ?

Er grinst.

Klar, hochgetunte Augen stehen auch auf meinem Programm. Mehr wahrnehmen – warum eigentlich nicht. Gottseidank ist Cyberware ja nicht perfekt, folgt seit der Markteinführung dem Prinzip „Mehr sehen – weniger mitkriegen. Mehr Leistung – weniger Seele“. Perfect for me, dumbfuckers.

Würde der Einbau von Cyberware nicht diese Effekte haben, würde ich mir keine einbauen. Ich würde auf Drogen sein. Oder in BTL-Loop.

Whitecloud hat mich angelogen. Darauf läuft“s doch hinaus, oder ? Sie hat gesagt, daß ich mit Nikuriel einig werden müßte, daß sie ihn aufwecken muß, um dann meine und seine – also unsere – Wunden zu heilen.

„Das nächste Mal, wenn ich deprimiert in einer Kneipe hocke und sich eine Frau zu mir setzt, blase ich ihr die Rübe weg.(Oh, Gott, BITTE. Ich… hoffentlich machen mich die Implantate kalt genug dafür).“

„Ey, haste „n Problem ?“

Schon wieder der Ork. Mr.Deathwish.

Tolstoi blickt nicht einmal auf, während astrale Energie durch seine Nerven schießt und den Kopf des Orks in eine breiige rote Masse verwandelt.

Schade. Der Typ hatte sich wahrscheinlich vor seinem Tod noch einen guten Fight gewünscht. Scheiße, daß er an mich geraten war, einen psychotischen Uralt-Magier, der sich eben jene Macht mit Drähten aus dem Leib brennen lassen wollte. War nicht seine Schuld, konnte echt nicht damit rechnen, im Wartezimmer eines Cyberdocs auf einen Magier zu treffen.

Die junge Frau schreit, stammelt, tastet sich an der Wand entlang, Richtung Ausgang. Dann rollen ihren Augen nach oben, während sie an der Wand herunterrutscht. Das pinkfarbene Blut aus ihren Ohren gibt hübsche Muster auf ihrer Neonjacke.

Verkürzung der Wartezeit um 100%, als der Doc in den Raum kommt und sich umblickt. Die getunten Augen des Cyberpsycho-Arztes scannen den Raum, zerlegen die Situation in Faktoide. 2 Tote. Offenbar nicht durch Projektile gestorben. Einzig lebender Kunde ein Elf mit Cyberaugen, der auf bestellte Teile im Wert von einigen zehntausend Euro wartet. Ergo – er war es wahrscheinlich nicht, und wenn doch, dann bloß nicht vergraulen.

„Wasn hier passiert“.

Schulterzucken. Der Elf wendet sich wieder dem Fernseher zu. Aus dem Hinterraum schreit jemand: „Wird das heute noch was, oder soll ich mir die Schädeldecke selbst zunähen ?“

Unverständliches Zeug brabbelnd, verschwindet der unförmige Kopf des Docs wieder in der Tür.

Der Geruch von Blut liegt schwer im Raum. Ein weiterer Vorort zu einer weiteren Hölle im Leben des Elfen – und die Leichen gehören zum Inventar.

Über den Bildschirm flackern Bilder einer Nachrichtensendung. Krieg in Südamerika, Hungernde Kinder in Afrika. Tod. Verderben. Sterbende Ökologie. Skandale. Schmutz. Schaden, der in die Millionen geht. Politiker, die Untaten schärfstens verurteilen. Rührselige Kameraeinstellungen von Fleischklumpen, die einmal Menschen waren, auf hungrige Kinderaugen. Weiter geht es nach der Werbung.

Plus ca change? Von wegen.

Alles ist immer das Gleiche.

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