Shadowrun Berlin

Die Online Erweiterung von Andreas AAS Schroth

[A] Host: Metropolis

Das Metropolis am Rathenau-Kreisel – besser bekannt als westlicher Endpunkt der just in Q-Mall umbenannten Kurfürstendamm-Arkaden – ist eine Berliner Wohn-, Geschäfts- und Unterhaltungsarkologie im Besitz der DeMeKo. Genaueres zur Arkologie in der „Realen Welt“ findet sich [HIER].

Entsprechend der Designphilosophie der auf die Stummfilmzeit und insbesondere Fritz Langs Meisterwerk „Metropolis“ fokussierten Arkologie treibt die Matrixpräsenz der Anlage alle Anleihen und Bezüge auf Langs, aber auch Riefenstahls schöpferisches Werk auf die Spitze:

Das Auffälligste bei Ankunft im Host der Arkologie ist der sparsame Einsatz von Farbe zugunsten einer überragenden Betonung der Form und Plastizität der Dinge: Die meisten Bereiche der Matrixpräsenz – und alle Personas der Nutzer – sind schwarz-weiß, nur gelegentlich werden rote, goldene oder andersfarbige Akzente gesetzt, die dann umso stärker hervorstechen. Wer als Nutzer diese reservierten Farben nutzen will, muss mindestens exzellente Verbindungen zur DeMeKo haben – Faustregel ist, dass insbesondere rote Kleider und goldene Haut nur den Stars der DeMeKo vorbehalten sind.

Der Host des Metropolis enthält eine vollständige Darstellung aller öffentlich zugänglichen Arkologiebereiche und darüber hinaus zahlreiche Clubs, Ballsääle und virtuelle Filmsets, die in der realen Arkologie nicht vorhanden sind. Speziell der Red Ballroom, eine nach Belieben und verfügbare Geldbörse vergrößerbarer Tanzsaal mit goldenen Leuchtern, schwarzen Säulen und einer schwindelerregenden Deckenhöhe gehört zu den Highlights Berliner Matrixarchitektur.

Darüber hinaus umfasst die Hostarchitektur eine ganz dem Gedenken an Langs Metropolis gewidmete Innen-, Außen- und Unterwelt, die sämtliche Schauplätze des Films inklusive Außenszenen, Doppeldecker-bevölkerten Straßenzügen und Fabrikationsghettos umfasst.

 Das Interessanteste hier ist mit Sicherheit die „Außenstadt“, welche eigentlich nicht betretbar, sondern nur aus den Fenstern der Arkologie und von den diversen virtuellen Zeppelinen und Doppeldeckerflüge aus betrachtbar ist: Wie bei vielen Videospielen, sind die meisten Gebäude und Straßenzüge reine Fassade und nicht betretbar. Es soll aber eine Gruppe Decker geben, die nicht nur einen in die Dark City der Außenstadt führenden Hack gefunden haben, sondern auch eine Möglichkeit, von den Hostadmins unbemerkt (oder toleriert?) einige Gebäude weiter zu gestalten. Als „einigermaßen bestätigt“ gilt dabei die Existenz eines verborgenen Deckertreffpunkts namens „Noir“ irgendwo im Gassengewirr unterhalb des Dampflokdepots, in dem die Sprachfunktion abgeschaltet ist und „gesprochene“ Unterhaltungen stattdessen als schwebende Textscreens im Stummfilm-Design angezeigt werden (wobei andere als der eingeladene Gesprächspartner statt der realen Unterhaltung nur Textscreens realer Stummfilme sehen).  
 Konnopke

Ein weiteres Highlight ist der Tanzclub „Globe“, in denen nur auf Filmstars der Schwarz-Weiß-Film-Zeit gestylte Personas zugelassen sind. Dominierendes Feature des riesigen Clubs ist ein gefühlte 100m durchmessender Globus, der sich auf dem Finger des Großen Diktators dreht und in Echtzeit Krisenherde der Welt mit altertümlichen Flaggen-Pins anzeigt. Auch der Rest des Clubs ist im Design des Charlie Chaplin Films gehalten – trotzdem gilt dieser zum Teil aus falschem historischen Verständnis und Humorresistenz, zum Teil aufgrund des natürlich bemerkbaren Fehlens aller Meta-Rassen als Treffpunkt der Berliner Humanis-Bewegung.

Ein weiteres Highlight sind die zahlreichen in den Host implementierten Virtual Reality Games: So kann man sich als King Kong auf dem Weg zur Spitze des Metropolis von Doppeldeckern beharken lassen oder zusammen mit der ebenso real wie literarisch dicht programmierten KI Philip Marlowe oder Rick Deckard erschreckend intelligent gescriptete Kriminalfälle in den virtuellen Amüsiervierteln – oder, per AR, auch an den realen Orten des Metropolis – lösen.

Advertisements

5 Antworten zu “[A] Host: Metropolis

  1. Sphyxis Dezember 12, 2013 um 16:20

    Danke für den Upload!
    Passt hervorragend zum Stil der Metropolis-Ark.

    Siehst du es im Bereich des möglichen einmal Björn Taube, seit 2072 Leiter der DeMeKo-Niederlassung in Berlin näher zu beleuchten? Als „Herr“ des Metropolis scheint er mir doch eine sehr interessante Figur im Ränkespiel Berlins zu sein?

    • rabenaas Dezember 12, 2013 um 16:45

      Generell ist besonders das denkbar, wofür sich die Leser dieser Seite interessieren. Also: Ja. Und stups mich gerne wieder an, sollte ich das Vorhaben zwischenzeitlich vergessen. Kann gerade über Weihnachten leicht passieren.

  2. Pingback: TOP-SPOTS BERLIN: Essen + Trinken | Shadowrun Berlin

  3. Pingback: TOP-SPOTS BERLIN: Nightlife | Shadowrun Berlin

  4. Pingback: TOP-SPOTS BERLIN: Shopping | Shadowrun Berlin

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: