Shadowrun Berlin

Die Online Erweiterung von Andreas AAS Schroth

[Fragment] Ganz Unten

In der Kategorie Fragmente veröffentliche ich Bruchstücke der Abenteuer und Missionen, die ich für meine eigene Spielrunde geschrieben habe. Da ich das Meiste handschriftlich in einem großen Binder notiere, sind lediglich Schnipsel wie Vorlesetexte oder Handouts am Rechner gemacht und damit im Blog teilbar. Vielleicht kann aber der eine oder andere dennoch etwas damit anfangen. Enjoy.

Ein Vorlesetext

START :: 2071-06-22 :: 14:30:00 :: ARCANOVA – FREISEKTOR KREUZBERG – BERLIN

INTROTEXT :: Der Kontakt kam über Batsche-Schmidt zustande. Endlich. Ein halbes Jahr nach dem letzten Run, habt ihr langsam Zweifel daran bekommen, dass es wirklich so toll ist, in Batsches Kartei zu sein. Jedenfalls waren die großen Nummern ausgeblieben. Und die Nummer jetzt hier sieht auch eher mau aus.

Batsche hatte Alex angepingt. Sein Mann im Team, sozusagen. Auf den er vor allem deshalb hohe Stücke zu halten scheint, weil der das Angebot Sigorskys ablehnte, die Bezahlung für den letzten Run direkt anzunehmen. Was dem SK-Mann einiges Geld gespart und Batsche seine Provision gekostet hätte. Und euch den Platz in Batsches Kartei, die im Wedding als so was wie der Schlüssel zu den ganz ganz großen Jobs gilt. Naja. Straßentalk eben. 50% verzweifelte Sehnsucht. 50% geschickte Eigenwerbung. 100% kompletter Blödsinn.

Ihr hattet auf einen Konzern-Run gehofft. Nicht, dass ihr scharf auf Konzernarbeit seid – aber die zahlen gut. Und nach 6 Monaten voll Plusminus-Null-Jobs könnt ihr Geld gut gebrauchen. Einige mehr, andere weniger.

Was Batsche Alex anbot, war ein Privatjob.

Ein Kunstsammler, Privatmann, keine bekannte Konzernverbindung, hat großes Interesse an einem ganz bestimmten Objekt, das sich in der unvorteilhaften Lage befindet, mitten in Konzerngebiet zu liegen. Wohl ohne dass der dortige Konzern es weiß. Natürlich könnte man den Konzern um Erlaubnis bitten, das Objekt heben zu dürfen. Aber der Sammler hat das unbestimmte Gefühl, dass dies verweigert werden und das Objekt danach zufällig verschwinden könnte. Der Sammler hat darum einen Schieber namens NODE beauftragt, ein Team zusammenzustellen – und dieser wiederum hat sich an Batsche gewandt und gezielt euch drei angefordert, um sein eigenes Team zu vervollständigen. NODE, im übrigen, ist ein unbeschriebenes Blatt. Und zwar völlig. Und Batsche war fair genug, einzuräumen, dass ihm die Sache nicht ganz koscher vorkommt. Aber es euch überlassen, es weiter auszuchecken und ggf. anzunehmen – wofür er die üblichen 20% eurer Bezahlung als Provision abschöpfen wird. Ob ihr oder er über euren Lohn verhandeln soll, überlässt er euch.

Ja, ich weiß. Scheißjob. Unbekannter Schieber. Unbekannter Auftraggeber. Und unbekannte Mitrunner, die vom Auftraggeber ausgesucht werden. Aber die angekündigte Bezahlung von 5K pro Person als Verhandlungsbasis klang wenigstens interessant genug, um mal zum Meeting zu fahren. Und auf das ARCANOVA hattet ihr eh Lust.

Ablehnen kann man ja immer noch.

Jetzt hockt ihr auf der brandlöchernen rostfarbenen IDEA-Eckgarnitur im Hinterzimmer des ARCANOVA und wartet. Eine funzelige Leuchtröhre plus eine Arbeitslampe auf der alten Werkbank, die Lisa, der Betreiberin, als Schreibtisch dient, spenden leicht flackeriges Licht. Von der Bar nebenan wummern Bässe. Eine No-Name Band spielt live von der Galerie im OG hinab.

Am Himmel ist es dunkel, die Strassen sieht man nicht.
Plötzlich fliegt ein Molli, und überall wird Licht.
Drüben steht die Staatsmacht, und hier der schwarze Block.
Bullen-Kampfroboter, mit Sturmgewehr und Stock.

Sie haben ihre Waffen, und woll’n uns provozieren.
Sie haben keine Chance, wir ham’n nix zu verlier’n.

Krieg auf der Strasse ihr habt es so gewollt. – HEY! HEY! HEY!

Unten zappeln ein paar Giggies – Gig-Groupies, die 2070er Variante eines Flashmobs aus hysterisch kreischenden Fans, der seine Idole wechselt wie andere den Pington ihres Kommlinks. Und es sieht nicht aus, als würde die Band heute es auch nur unter die Flash-100 der Stunde schaffen. Eingestöpselt, losgeschrammelt, und mit einem Auge verfolgt ihr schon im PAN das Abvoting der Giggies. Würde euch wundern, wenn die Band bis Song 3 kommt.

Die Tür zur Bar geht auf, schlagartig verzehnfacht sich der Geräuschpegel, und Lisas blonder Schopf erscheint. „Hey, sieht aus als wären eure Kollegas da. Ich schick sie rein, da?“ Und schon ist sie wieder weg.

Nur Momente später öffnet sich die andere Tür des Raumes, jene zum versifften Toilettenflur, und zwei Leute kommen rein. Der erste von beiden ist schmächtig, mit etwas fusselig wirkendem Bart und einer gewissen Ähnlichkeit zu Toysoldier, den ihr auch heute Abend hier schon irgendwo habt herumlungern sehen. Der andere ist das ganze Gegenteil, groß und durchtrainiert, das Haar zur Glatze rasiert, mit scharf geschnittenen Gesichtszügen, die irgendwie slawisch wirken.

Begrüßung :: Jesse und Putin.

  • Node kommt nicht, hat Briefing an Putin gegeben auf Chip.
  • Putin ist persönlicher Mitarbeiter von NODE
  • Jesse ist Blender, Einschleus-Experte und daher notwendig. Wird auf Chip erklärt.

(…)

CHIP-PLAY :: Ein Ladebalken baut sich auf. Blinzelt weg. Fenster öffnen sich. Ein Gittermodell eines großen Gebäudeareals, über das die Kamera hinwegfliegt. Ein Fenster, in dem Menüpunkte zu weiteren Dateien aufblenden. Das Hauptfenster zoomt auf Vollansicht. Die Fensterumrahmung verschwindet. Aus Blauem Licht entsteht ein 3D Gittermodell, das sich zu einem Oberkörper zusammenbiegt. Wird plastisch. Texturen werden geladen. Eine animierte Persona entsteht. Eine menschliche Hülle aus flirrenden Zahlen, ohne Augen, ohne Mund. Wo beides sein müsste, leuchten die Zeichen auf. Verbinden sich zu komplexen Mustern, aus denen dann, während die Persona spricht, unterstützende Bilder und Grafiken morphen.

„Ich begrüße Sie. Mein Name ist NODE. Sie brauchen von dem hier nichts mitzuschneiden. Diese Aufnahme zerstört sich nicht selbst. Und alle einblendenden Daten sind, nachdem Sie angenommen haben, über das Menü beliebig anwählbar. Wichtig ist: Duplizieren Sie diesen Chip nicht. Und laden Sie die Daten auf kein anderes Medium. Dieses würde die Daten korrumpieren. Wenn Sie am Ende dieser Aufzeichnung zum Schluss kommen, nicht für meinen Klienten tätig sein zu wollen, geben Sie den Chip einfach an Putin zurück. Willigen Sie ein, wird Putin einen Code eingeben und die Datensperre entfernen, wodurch sie vollen Zugriff erhalten. 

Zum Auftrag. Mein Klient interessiert sich für eine Frachtkiste, die 1939 per Flug aus Fernost im Zivilflughafen Tempelhof eintraf und dann in den folgenden Kriegswirren verloren ging. Mein Klient glaubt, die Kiste befindet sich an einer bestimmten Stelle der sehr umfassenden unterirdischen Anlagen des Flughafens, der wie sie wissen im Konzerngebiet von Saeder-Krupp liegt und von SK auch aktiv genutzt wird. Zur Bergung der Kiste werden Sie eine Reihe von Positionsdaten erhalten, anhand derer Sie den vermuteten Standort der Kiste werden erreichen können. Exakte Pläne können leider nur begrenzt verfügbar gemacht werden, vor allem deshalb, weil es zu den unteren Ebenen des historischen Flughafens keine gibt und das Ausmaß der Umbauten durch SK im oberen Bereich unbekannt sind – jedenfalls außerhalb eines gewissen Korridors. Besagter Korridor wiederum ist aber so umfassend dokumentiert, dass es Ihnen keine Probleme bereiten wird, den Zielort zu erreichen. Zur Dokumentation gehören neben exakten Ortsplänen auch Informationen zur Sicherheit im Korridor. Darüber hinaus wird gewährleistet, dass Sie als Teil der in naher Zukunft eingestellten Zeitarbeitskräfte zur Räumung eines Reservelagers auf dem Flughafengelände Zutritt zu diesem erhalten. Ihre Aufgabe besteht also darin, sich anwerben zu lassen und somit als Teil der regulären Zeitarbeitskräfte die Anlage zu infiltrieren. Da diese Infiltrationsoption nur während eines begrenzten Zeitfensters gegeben ist, hat die Operation innerhalb der nächsten 7 Tage abzulaufen. Die Bezahlung umfasst 5.000 Nuyen pro Person, plus einen Teambonus von 100.000 Nuyen im Falle dass das Objekt geborgen und unbeschädigt übergeben werden kann. Diese Summe ist nicht verhandelbar. Ein Vorschuss von 1.000 Nuyen ist möglich. Ein weiterführendes Spesenkonto existiert nicht. Die Anwerbung zusätzlicher Kräfte ist nicht erwünscht. Eine Erstattung von Medizinkosten findet nicht statt. Es ist zudem unbedingt darauf zu achten, sich ausschließlich um die Bergung des Objektes zu kümmern und einen Eingriff in den SK-Betrieb so umfassend wie möglich zu unterlassen. Diebstahl von SK-Eigentum hat zu unterbleiben. Über Erkenntnisse zu SK-Operationen in Tempelhof ist absolutes Stillschweigen zu bewahren, auch nach Abschluss des Auftrages. Diese Operation ist minimalinvasiv.“

Mit diesen Worten blendet die Helligkeit der Gestalt in ein düsteres Blau ab, unterdessen im Bildvordergrund ein Fenster mit blinkendem Cursor aufzappt.

(…)

EINFAHRT :: Rumpeln und Schreien. Singende Schienen. Ab und an flackerndes Licht, wenn draußen das Lötfeuer eines Baustellenroboters vorbeigleitet. Oder sich die flimmrige Waggonbeleuchtung dazu durchringt, Licht zu geben. Der Wagen ist alter U-Bahn-Bestand. Werbetafeln und Monitore gibt es nicht mehr. Leuchtzellen und Fenster mit Gittern verkleidet. Dicht gedrängte Leute in billiger Kleidung. Geruch von Schweiß und Alkohol. Scharfer Unterton von Pisse.

Der Ork euch gegenüber weint leise. Schon die ganze Fahrt. Sieht so aus, als täte er überhaupt in seinem Leben wenig anderes. Niemand beachtet ihn. Der Typ neben ihm ist ein Norm. Schwielige Hände, vergrößerte Poren, verblasste Tätowierungen von Freiheitskampf und Unbeugsamkeit. Blick leer. Wie bei ihm ist es bei den meisten hier. Zeitarbeitskräfte. Heute geheuert, in 4 Tagen gefeuert. Solange werden sie durchschuften. Ohne Pause. Auf Longhaul. Arbeitsdrogen. 96 Stunden ohne Schlaf. Dann zurück in den Zug geschubst, und bei erstbester Gelegenheit außerhalb der SK-Grenzen abgekippt. Dann vermutlich erste Bar, Lohn versaufen. Oder im Rinnstein einschlafen und ausgeraubt werden.

Dem wimmernden Ork läuft Rotz aus dem offenen Mund, aber er merkt es nicht. Muss Mitte Dreißig sein. Alt. Hat das Ärgste hinter sich. Noch zwei-drei Jahre, dann wird er auf Arbeit zusammenklappen. Aufhören. Sein Wimmern nervt. Blecherne Ansagen aus dem Bordsprecher. Irgendwo in einem anderen Waggon sind zwei sich am Prügeln. Scharf gebellte Befehle. Der Zug rumpelt in eine Kurve. Durch das fehlende Glas der vergitterten Fenster heult tote Tunnelluft. Der Wagen erhält einen Schlag von der Seite. Wechsel des Gleises. Die Verschalung ändert sich. Gerade seid ihr vom U-Bahn-Tunnel weg. Folgt jetzt den unterirdischen Gleisanlagen, die in frühester Zeit Jagdflieger-Teile zur Endmontage nach Tempelhof brachten. Hat den Nazis auch nix genützt. Jetzt nützen sie SK bei der Anlieferung von Menschenteilen. Menschenresten.

Blechern geplärrte Befehle. Vordere Waggons sollen nach dem Halten nach rechts austreten, hintere nach links. Aufbau in Zweiergruppen. Dann zu den Spinden. Ablegen. Zur Desinfektion. In Unterwäsche zur Kleiderausgabe. Dann in Arbeitskolonne zum Einsatzort. Scheißjob. Scheißbezahlung. Scheißgewimmere. Ein Mädchen weiter links blickt zum Ork rüber, zuckt leicht, als ob sie was sagen will. Muss wohl neu sein. Der Typ neben ihr hält sie am Arm. Nur nicht einmischen, Mädel. Wer weiß, was Orkieboy eingeworfen hat. Vielleicht zuviel von diesen – oder viel zu wenig von jenem. Direkter harter Blick zu euch rüber. Macht mein Mädel nicht an. Nur keine Angst. Der Kleinen steht ihre Krankheit deutlich genug im Gesicht. Die ist eh nur hier wegen der Desinfektion. Einzige Chance auf Medis für viele. Wenn sie Glück hat, hat sie was echt Ansteckendes. Dann wird sie zum Seuchenschutz geschickt. PR-Gag der schönen neuen Konzernordnung. Wie Reintegrationszentren und Kinderhorte. Wirkungsvoll.

Der Zug rollt nun leiser. Neuere Geleise. Die Wände kein zersplittertes Ziegelwerk mehr. Glatter grauer Plastebeton. Diagonal gestreifte Kantenmarkierungen in Gelb und Schwarz. Das Glänzen einer Kamera. Im Halbdunkel steht Konzerngarde. Blickt angespannt in Richtung des Tunnels, aus dem ihr kommt. Euch beachtet keine Sau.

Licht um euch. Einfahrt in den Bahnhof. Lieblos. Pflegeleicht. Eine laute Hupe erklingt, als die Türen rasselnd aufschnappen. Der Zug kotzt seine Ladung aus. Vordere nach rechts. Hintere nach links. Dazwischen Gardisten mit Schlagstöcken, die Verirrten den Weg zeigen. Der Ork geht blind wimmernden Auges falsch. Direkt auf zwei Gradeburschen zu, die nur auf ihn gewartet haben.

(…)

DAS LAGER :: Ankunft in Lagerhalle 26. Am Rand des Flugfeldes. Von diesem abgetrennt durch einen 4-Meter-Zaun. Totes Ende. Alter Bau. Grau. Geradlinig. Naziarchitektur. Monumental. Trübe Scheiben, durch die man nicht nach Innen sehen kann. An der Vorderseite wartet eine Zugmaschine von Nordkap mit Doppelanhänger auf Beladung. Ein Riesenteil. Kein Fahrer. Drohne. Hinter ihr endet der unendlich lange Gebäudekomplex. 2 korrodierende, einst weiße Container. Stoppliges Gras, ein Löschteich, die dürren Büsche mit ihren versteckten Mikros. Sporadisch platzierte hohe Lichtmasten mit Kameras. In der Entfernung die Phalanx der Induktionssensoren, die jeden bemerken, der über den gewaltigen, Natodrahtbestückten Zaun zu klettern versucht.

Eure Kolonne geht Richtung Doppeltür. Der Aufseher schließt auf – mechanisches Schloss, Vorhängekette – zieht die Türen auf und rastet sie ein. Erster Blick ins Lager, in dem ihr 4 Tage schuften sollt. Die Decke hoch. Reste von Prunkstuck. Ein halber Reichsadler, den sich niemand bemüht hat ganz abzuschlagen. „Arbeit macht frei“ Hat jemand an die Wand gesprüht. Licht fällt von draußen durch trübgelbes Glas. Die Luft wirkt staubig. Abgestanden. Die Halle riesig. Und gefüllt mit Kisten und Säcken. Gestapelt. Auf Regal. Wild aufgetürmt. Abgeworfen. Unbewältigbar. Essensvorräte für das hungernde Volk von Berlin. Um seine Gunst zu gewinnen bei der Befreiung. War unnötig. Berlin wurde auch so befreit. Irgendwer kam sich wohl schlau vor, die Ausgabe der Konserven gespart zu haben. Dumm nur, dass das ganze Zeug hier dann vergessen wurde. Oder man hat es zurückbehalten, weil man sich auf eine Belagerung eingerichtet hat. Wer weiß. Jedenfalls soll es jetzt in die Trucks. Wohin dann? Müllverbrennung, meint der Aufseher. Irgendwer greift sich eine Dose, prüft das MHD. 5/71. Letzten Monat abgelaufen. Entsprechend per RFID Meldung an das Logistikzentrum. Das Zeug ist zwar noch gut und wird es auch noch gut 3 bis 5 Jahre sein – aber offiziell ist es Müll. Also weg damit. Und im Osten hungern sie weiter. Euer Magen krampft sich zusammen.

Ihr verteilt euch. Hört euch die Einweisung an. Zuerst die Paletten am Eingang, um Platz zuschaffen. Nicht Essensvorräte und Medikamente mixen. Medis müssen zum Sondermüll. Wer abschlafft, kann sich 1 Dosis Overhaul nachholen. Wer’s trotzdem nicht schafft oder zusammenbricht, bekommt Lohnabzug. Verletzungen müssen gemeldet werden und führen auch zu Lohnabzug. Also meldet sie keiner. Erlaubt ist eine Pinkelpause alle 3 Stunden und eine Scheißpause pro 12 Stunden. Essen gibt es einmal in 24 Stunden, dazu kann man sich Snacks kaufen. Refinanzierung live. Marktwirtschaft ist toll. Während der Aufseher weiterliest, was immer ihm sein Kommlink da einblendet, fangen die ersten schon mal mit Schleppen an. So haben sie erste Wahl, an welchem Haufen sie anfangen. Ihr reiht euch ein. Den Blick stumpf. Aber hellwach. Und auf die Details eurer Sicherheitsdaten gerichtet.

(…)

Advertisements

4 Antworten zu “[Fragment] Ganz Unten

  1. Ethern@ut Februar 3, 2014 um 18:36

    Ich tat mich anfangs etwas schwer mir die deutsche Seite von Shadowrun auch nur vorzustellen. Für mich war Shadowrun immer irgendwie mit den UCAS und Seattle verbunden. Deutschland in den Schatten hat mich seinerzeit darin nur bestätigt. Mittlerweile hat sich das doch deutlich gewandelt. Pegasus aber auch du hier in deinem Blog zeichnen ein sehr stimmungsvolles Bild der deutschen Shadowrun-Szene, so dass der Leser tatsächlich ein Bild vor Augen hat. Dazu gibt es ein ganzes Feuerwerk von kleinen aber stimmigen Details, die dieses Bild lebendig machen, wie z. B. irgendwelche Markennamen, A- und B-Promis, und Szene-Locations.

    Bevor ich nun aber völlig abdrifte. Der eigentliche Grund meines Kommentars. Wie ich gerade ersichtlich machte, folge ich deinem Blog schon eine ganze Weile. Kann es darum sein, dass ich ein Deja Vue beim lesen des heutigen Artikels hatte? Der war doch von dir schon einmal an anderer Stelle veröffentlicht. Mir kommt das Szenario jedenfalls schrecklich bekannt vor. Wäre aber Klasse wenn du die Auflösung des ganzen Abenteuers liefern könntest – da ich immer auf der Suche nach guten Abenteuer-Ideen bin. 😉

    • rabenaas Februar 3, 2014 um 19:01

      Danke für Lob & Feedback 🙂

      Der Text war schonmal auf den Rabenwelten. Sollte er auch hier schonmal irgendwo stehen, war mir das nicht bewusst, „macht aber nix“ da ich in der Tat gerade einen Stapel Fragmente (inklusive Handouts) zusammengestellt habe, die ich sukzessive hier hochladen werde.

      Meine Abenteuer aufbereiten und online stellen macht leider nur bedingt Sinn, da ich diese ja direkt für die Charaktere meiner Runde schreibe und am Tisch viel improvisiere. Anders als Kaufabenteuer, in denen also Handlungsmöglichkeiten für sagen wir 4 denkbare Ansätze ausformuliert werden müssen, habe ich sagen wir 20 mögliche Kurse grob im Kopf, die ich auf Basis EXTREM weniger Notizen dann direkt am Tisch ausarbeite (und danach meist wieder vergesse).

      • Ethern@ut Februar 3, 2014 um 21:23

        Ah genau! Daher kenn ich das. Hatte es auf den Rabenwelten gelesen. Auch das von dir von Cyberpunk 2020 in Shadowrun konvertierte Chipped! Abenteuer hat unsere Gruppe genauso wie das Nachfolgeabenteuer Re-Chipped! gespielt. Letzteres war dann bisschen mehr Arbeit und verlief auch ganz ganz anders – aber nicht weniger herrlich. Nunja, seither sind wir Shadowrun-mässig wieder in die ADL übergesiedelt.

  2. Sphyxis Februar 8, 2014 um 14:30

    Hey,
    sehr schön, dass dieses Abenteuergerüst vom Rabenwelten-Blog nun auch in einem Komplettpost hierher gefunden hat. Ich kann mich da Ethern@ut in seiner Lobesrede vollends anschließen. Schon allein dieses Fragment, offenbart einen sehr schönen und noch angenehm zu lesenden Einblick in die Mechanismen des SK-Bezirks.
    Einziges Manko für mich ebenso, der fehlende Ausgang und Abschluss. Auf Rabenwelten gab’s Zwischendrin noch kleine Zusammenfassungen, was deine Gruppe tat (Waffen an Poststation schicken etc.), die den Artikel vielleicht noch bereichern würden. Und dann vermeine ich mich, in irgendeinem anderen Eintrag schon einmal etwas über NODE und dessen Natur gelesen zu haben. Nun gut, ich kann mich da auch täuschen.

    Bin ich recht der Annahme, dass du auch die Abenteueraufhänger „Ganz unten“ und „Reo Man“ im Berlin-Band geschrieben hast?

    Letzter Punkt, in eigener Sache: Ich fragte im Dezember an, ob es möglich wäre, dass du in einem Artikel auch einmal Björn Taube, Bereichsleiter der DeMeKo in Berlin, und damit „Herr der Metropolis-Ark“ näher beleuchtest. Du meintest, dass sei durchaus möglich und ich solle dich noch einmal im neuen Jahr daran erinnern. 😉

    Alles in allem,
    mach weiter so! Dein Blog bereichert das Berlinsetting ungemein und ich wollte das nicht missen. Außerdem bin schon ich sehr gespannt, auf die weiteren Fragmente. Und vielleicht, wenn du Zeit übrig hast, ergibt sich ja mal ein Schnippselchen zu Taube.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: