Shadowrun Berlin

Die Online Erweiterung von Andreas AAS Schroth

Kategorie-Archiv: berlINlocations

TOP-SPOTS BERLIN: Sport, Kultur + Freizeit

cropped-bhsh0ab.jpg

/// Die Picks der Runnerszene – von Anne Archiste ///

Wie [hier] bereits gesagt, hat die Berliner Runnerszene eine ganze Reihe von „Masterlisten“ der aktuell heißesten Spots des Megaplex erstellt, die – unterteilt nach Themen wie Übernachten, Nightlife etc. – eine aktuelle und sich in Zukunft weiterhin aktualisierende Liste der kennenswertesten Berliner Locations darstellen. Und das so kompakt wie möglich gekennzeichnet nach sozialer Schicht:

[L]uxus [O]berschicht [M]ittelschicht [U]nterschicht [S]quatter

Und den (vorläufigen?) Abschluss macht Liste 5:

TOP-SPOTS: SPORT, KULTUR + FREIZEIT

[L] Friedrichstadtpalast (Mitte) Das größte Revuetheater der Welt, 2071 runderneuert und um zusätzliche Gastronomien und Nebenbühnen erweitert. Info+ [#berlin S.K64]

[L] Galerie Hideyoshi (Mitte) Extrem angesagte Galerie für kontemporäre Kunst am Hackeschen Markt. Vernissagen stets mit höchstem Promi-Faktor und höchster Sicherheit. Info+ [#berlin S.K78, Lageplan S.K77] 

[L] Kowalskys Galerie (!Spand) Berühmte Kunstgalerie in der Villenenklave Spandau (Kladow/Sacrow) mit Ausstellungen wertvoller Sammlungen. Info+ [#berlin S.K56]

[L] Neuer Berlinale Palast (Mitte) Extra für die alljährliche Berlinale hochgezogener Entertainment Komplex mit pompöser Art-Déco-Front für eindrucksvolle Aufnahmen. Außerhalb der Berlinale für repräsentative Tagungen, Trade Shows und Vorführungen von Arthouse Filmen, gerne mit Live Orchester, genutzt. Info+ [#berlin S.K78, Lageplan S.K77]   

[L] Schloss Sanssouci (Pdam) Berlins wichtigste öffentlich zugängliche Sammlung preußischer Kunstobjekte im Schlossmuseum Sanssouci direkt im Sitz der Preußenstiftung. Konzerte zur Schlössernacht und viele weitere Kulturveranstaltungen. Gelegentlich extrem begehrte Auktionen seltener Antiquitäten und Kunstschätze aus den umfangreichen Magazinen der Stiftung zur Refinanzierung (z.B. zur Akquise noch wichtigerer Schätze) Info+ [#berlin S.K63]

[L] Strandbad Wannsee (Zdorf) Von einer gigantischen gläsernen Umweltkuppel überspannte Club-Badeanstalt mit Sandstrand, Strandpromenade, Ostseecharme. Wasser von der Havel diskret abgetrennt, voll temperiert. Unterseeische Sensoren gegen Eindringlinge. Eigener Sicherheitsdienst. Info+ [#dids2 S.79]

[L] Schrödingers (Mitte) Die Nobelbar Schrödingers schräg gegenüber dem „Denkmal für die Opfer des Anarchismus“ am Potsdamer Platz ist äußerst beliebt bei Investment Bänkern und den Angestellten von FBV, HKB und den anderen Banken am Platze. Breite Auswahl feinster Spirituosen, edler Zigarren und einer kleinen Selektion tolerierter Designerdrogen. 

[L-M] Metropolis Komplex (ChaWi) Riesiger Arkologieturm mit angrenzendem Yoshiwara-Vergnügungsbezirk. Eigentümer ist die DeMeKo. Schwerpunkt der öffentlichen Bereiche ist Kultur, Nachtleben und Freizeit. Siehe auch zahlreiche Eintragungen in den anderen TOP LOCATION Listen. Info+ [#berlin S.K63] [HIER]

[O] Ars Vivendi (SKTEM) Bassbreathing-Club auf 3 Floors in einstigem Gewächshaus. Info+ [#berlin S.K52]

[O] Auktionshaus Scharnitzky (Mitte) Zentral am Hackeschen Markt gelegenes, sehr renommiertes Auktionshaus für buchstäblich alles, was irgendwo in Berlin legal ist. Schwerpunkt auf Kunst, Antiquitäten, Schmuck. Scharnitzky gilt als Berlins wichtigster privater Auftraggeber für die Rückbeschaffung verlorener Kunstwerke. Info+ [#berlin S.K78, Lageplan S.K77]

[O] Kowalskys Galerie (!Spand) Über die Bezirksgrenzen hinaus bekannte Kunstgalerie in der Villenenklave Maselake. Steht wegen des Verdachts „Beutekunst“ aus F-Zeiten zu verkaufen unter Beobachtung der Preußenstiftung. Bisher konnte aber nichts nachgewiesen werden. Info+ [#berlin S.K56]

[O] Ufaplex (ChaWi) Bombastisch dekorierter Kinoplex in der Metropolis-Arkologie mit 14 Sälen, darunter 2 Säle für klassisches 2D-Kino mit variabler Bestuhlung für Komfort-Kino oder Film-Dinner. Info+ [#berlin S.K52, S.K63] [HIER]

[O] Freihandelszentrum Berlin (Mitte) Das FHZ Berlin im früher markanten, heute zwischen den neuen Megabauten fast schon klein wirkenden Hochhaus des Internationalen Handelszentrums (IHZ) ist Veranstaltungsort wechselnder Ausstellungen, Konzerte, Tagungen, Symposien und Konferenzen. 

[O] Freizeichen (Mitte) Independent Designerlabel mit VR-Store und Vor-Ort-Verkauf für die Underdogging-Szene: Beste Materialien im Berliner Sicherheitsstandard und sorgfältig zurechtgemachtem „Abgeranzt“-Look (auf Wunsch mit echten Einschusslöchern und Einarbeitung der verschossenen Projektile z.B. als individuelle Nieten oder Knöpfe). Info+ [#berlin S.K52] 

[O] Großer Plenarsaal des Reichstags (Mitte) Irgendwann soll der Saal einmal Sitz des Berliner Rates werden. Bis dahin nutzt die BERVAG ihn für Investorenshows, öffentliche Ehrungen und als Event Location für die wichtigsten Veranstaltungen des Jahres (BERVAG Weihnachtsfeier, Neujahrsempfang des Berliner Rates, Berliner Presseball etc.) Info+ [#berlin S.K62]

[O] Hamurabi (Mitte) Nur im Sommer vorhandenes Badeschiff mit zugehörigem Club Stadtstrand unweit des Hackeschen Marktes. Hoher Promifaktor, denn hier kann man bestens von allen gesehen werden. Info+ [#berlin S.K78, Lageplan S.K77]   

[O] Museumsinsel (Mitte) Die fünf bedeutendsten Museen Berlins plus das Pergamonhotel der Streletzki-Gruppe. Info+ [#berlin S.K61]  

[O] Schloss Oranienburg (!Oran) Sitz der Bezirksvertretung, kleines Schlossmuseum mit Bilderausstellung und Veranstaltungsort barocker Sommerkonzerne. Info+ [#berlin S.A44]

[O] Siemens-Museum (AGCSIE) Private Sammlung der Siemensfamilie. Umfasst auch Kunstwerke und magische Artefakte. Zutritt nur mit Führung und auf persönliche Empfehlung. Info+ [#berlin S.K57]

[O-M] Klangkraft (!FhKb) Veranstaltungsort für „unplugged“ Konzerte/Tanz ausschließlich mit Künstlern ohne Bodymods. Konzernpublikum. Info+ [#berlin S.A52]

[O-M] Nimmerland (ChaWi) Kleines, aber angesehenes Auktionshaus und Werkstatt des bekannten Anarcho-Künstlers Herbert Künzel. Info+ [#berlin S.K86, Grundriss S.K87, Werbung S.K65]

[O-M] Olympiastadion (ChaWi) Supermodernes State of the Art Stadion für alle Arten von Veranstaltungen (Sport, Musik, Show). Variable Bestuhlung, ausfahrbare Decke, High-End-Laser-, Trideo-, Holo- und AR-Technik. Samstags ausschließlich Fußball. Heimatstadion des FC Teutonia. Info+ [#berlin S.K63]

[O-M] Shinobi Gardens (Mitte) Yakuza-Badehaus (Sento) im zum japanischen Garten umgestalteten Tiergarten. Info+ [HIER]

[M] Blauer Engel (Mitte) Kleines Varieté im Scheunenviertel mit Burlesque-Shows, Live-Musik, frivolen Magie-Shows und akzeptablem Essen. Info+ [#berlin S.K78, Lageplan S.K77]

[M] Heile Welt (Mitte) Kleine, aber sehr populäre Off-Galerie in den Hackeschen Höfen. Info+ [#berlin S.K78, Lageplan S.K77]

[M] Juliusturm (!Spand) Museum und Veranstaltungsräume in der Zitadelle Spandau. Bei Runnern beliebt, um Zutritt zum sonst gesperrten PsiAid-Sitz zu erhalten. Info+ [#berlin S.K62]

[M] Chiba-Garten (RENSAN) Dem 2033 angelegten Kōrakuen-Garten in Chiba nachempfundener, öffentlicher Wandelgarten mit Tee- und Badehäusern zwischen ehem. Moll-, Greifswalder- und Danziger Str. sowie Prenzlauer Allee. Info+ [#berlin S.K58]

[M] Sky (!Spand) Berlins größte und modernste AIRobic-Halle in der Altonaer Straße 77. Täglich 24 Stunden geöffnet. Info+ [#berlin S.K52]

[M] Wellfit (!FhKb) Angesagter, 400 qm großer Fitnessclub mit umfangreichem Krav-Chi Trainingsprogramm (plus Yoga, Massagen, Wellness) in einem früheren Speichergebäude. Info+ [#berlin S.A52]

[M] Rifat Hassans Shooting-Area (ZICTEG) Moderne Paintblast-Arena auf der Grenze von Tegel und Siemensstadt mit eigenem Bier-Restaurant „Gotcha“. Beliebter Treffpunkt bei Konzerngardisten, die hier zeigen wollen, wer das beste Team ist. Info+ [#berlin S.K56]

[M] Wintergarten (ChaWi) Die intime Alternative zum Friedrichstadtpalast. Revuen und Varietéshows zu sehr gutem Essen. Info+ [#berlin S.K80, Grundriss S.K81], Werbung [#berlin S.K48]

[M] Zoologischer Garten und Aquarium (Mitte) 2070 wiedereröffneter, von AGC/Evo/Aztech-Konglomerat betriebener, einziger Zoo der Stadt.Info+ [#berlin S.K61]   

[M-U] Scheunenbühne (Mitte) An der Rosenthaler Straße gelegene Off-Bühne für freie Kunst. Wegen zum Teil subversiver Programmatik auf der Schwarzen Liste vieler HR-Abteilungen der Konzerne. Info+ [#berlin S.K78, Lageplan S.K77]

[M-S] Tierpark (!Lich) Nach Schließung und Plünderung große Freifläche für Gang-Meetings, Jugger-Matches, Combat Biking und für Festivals wie „Rock im Tierpark“. Info+ [#berlin S.A47, S.A37] 

[U] Doc Chops Mod Shop (!Falk) Kleine Wohnzimmerklinik im 4. Stock eines schabenverseuchten Wohnblocks. Passable Qualität für anonyme Wundversorgung und einfaches Cybermodding. Info+ [#berlin S.A45]

[U] Dogg Cage (!MaHe) Heimatarena des Combatbiking Teams Berliner Bulldoggen in einer früheren Solarfabrik. Info+ [#berlin S.K50] 

[U] Funpark Berlin mit Aussichtsrad (ChaWi) Erbärmlich heruntergekommener Vergnügungspark direkt am M-Bahnhof Zoologischer Garten. Tagsüber Touristen, nachts Besoffene und guter Treffpunkt in Zentrallage. Info+ [HIER]

[U] Sechs-Tief (!Grop) Kampfarena, Kampfsportschule, Fitnesshalle und Bar. Gelegentliche Showkämpfe mit hohen Wettsummen. Info+ [#berlin S.A91, Grundriss S.A92]

[U] Stroganoff (!Köpe) Debattierhalle des Institut für angewandte Eristik mit angeschlossenem Restaurant. Wichtigster Treffpunkt des Bezirks. Info+ [#berlin S.A49]

[S] ASCF Allgemeiner Sportclub Falkensee (!Falk) Mit Bezirksmitteln geförderter Sportclub für alle Sportarten. Ein verzweifelter Versuch, den Kids etwas Sinnvolleres zu tun zu geben als Klebstoff zu schnüffeln und Mitglieder rivalisierende Cliquen abzustechen. Info+ [#berlin S.A45]

[S] BGS-Trainingsstätte Germendorf (!Oran) Urbanes Manöver- und Trainingsgelände, in dem auch verschiedene Seminare für Gardisten, Joint Operations Manöver der Berliner Konzerne und (selten) Stadtkrieg-Matches stattfinden. Info+ [#berlin S.A44]

[S] Das Höllenloch (!Grop) Regelmäßig schicken die Sensationsmedien Aufzeichnungsdrohnen nach Gropiusstadt, die spektakuläre Bilder von anarchistischer Armut und Gewalt beschaffen sollen. Immer fündig werden diese an der Kreuzung Neuköllner / Fritz Erler, wo sich inwischen jede Woche zur besten Sendezeit verzweifelte Jugendliche zusammenfinden, um sich vor den seelenlosen Augen der herbeischwebenden Kameras die Grütze aus dem Hirn zu prügeln. Die Hoffnung: Die besten Bilder bekommen und so das Standing in der Randalekids- und Gangszene von Gropiusstadt erhöhen. Und wenn man träumen darf: Irgendeinem reichen Showproducer auffallen, der einen dann als Darsteller für eine Action Trid Serie castet. Einen in die Bodyguard-Mannschaft eines Promis oder ein Stadtkrieg-Team vermittelt. Oder wenigstens irgendeine Sugar Mommy / einen Sugar Daddy dazu bringt, einen mit der Limo für ein paar sexuelle Abenteuer abzuholen. Lageplan [#blutundspiele S.86] 

[S] Lausitzer Platz (!FhKb) Alljährlicher Ausgangspunkt der 1.-Mai-Feiern. Umfeld stark befestigt, höchste Dichte von Anarcho- und Anarchotouri-Läden/Bars. Info+ [#berlin S.A48]

TOP-SPOTS BERLIN: Shopping

cropped-11896047_1604487606469359_4275889851513902125_n.jpg

/// Die Picks der Runnerszene – von Anne Archiste ///

Wie [hier] bereits gesagt, hat die Berliner Runnerszene eine ganze Reihe von „Masterlisten“ der aktuell heißesten Spots des Megaplex erstellt, die – unterteilt nach Themen wie Übernachten, Nightlife etc. – eine aktuelle und sich in Zukunft weiterhin aktualisierende Liste der kennenswertesten Berliner Locations darstellen. Und das so kompakt wie möglich gekennzeichnet nach sozialer Schicht:

[L]uxus [O]berschicht [M]ittelschicht [U]nterschicht [S]quatter

Es folgt Liste 4:

TOP-SPOTS: SHOPPING

[L] Coiffeur Artur König (Mitte) Berlins Nr.1 Promi-Frisör, mindestens ebenso oft in Talkshows wie in seinem Laden am Hackeschen Markt. Monatelang ausgebuchte Warteliste. Wer von ihm zur Fashion Week oder Berlinale frisiert wird, ist wahrhaftig wichtig. Info+ [#berlin S.K78, Lageplan S.K77]

[L] pure (Mitte) Hybrid aus Lebensmittelladen und Restaurant der Oberklasse-Bioladenkette nature mit Blick über den Gendarmenmarkt. Beliebt bei Elfen und trendbewussten Veganern. Info+ [#berlin S.K49]

[L] Schuster Zigarrenwelt (Mitte) Flagship Store der Bünder Traditionsmanufaktur mit angeschlossenem Rauchsalon, in dem sich Geschäftsleute für verschwiegene Deals treffen. Info+ [#berlin S.K81]

[L] Rheingold Store am Dom (Mitte) Berlins erste Adresse für feine Geschäftsanzüge vor allem im Simplicité- und Hard Business-Style. Bild [#berlin S.K43]

[L-O] Anastasia (!Köpe) Legendäres russ. Mode- und Einrichtungshaus des Nouveau-Retro-Stils. Hier bekommt die Nouveau Bohème alles: Renaissance-Geschäftsanzüge, Musikpressungen auf Schellackdisks (SDs), Jugenstilmöbel mit versteckter Hightech, mechanische Uhren, sogar Art-Déco-Griffschalen für die Handfeuerwaffe.

[L-O] DRESScode Berlin (2x Mitte, 1x !FhKb) Die drei DRESScode Stores in der Friedrichstraße 37, im Alexandria am Alex und in der Schmidstraße 4 beim Kult-Club Schrapnell bieten eine auf das Berliner Publikum abgestimmte Auswahl gepanzerter Edel Outfits vom Leather Cap mit Skullcap Inlay über den Cyberpirate Kevlarmantel mit dreifach gefalteten, breiten Armaufschlägen zur Abwehr von Klingenattacken bis zu Hartschalen Overknee Boots mit Trittverstärker. Werbung [#berlin S.K52]

[L-O] Engel & Wöllner (Mitte) Über die Stadtgrenzen hinweg operierendes, international vernetztes Handelsunternehmen für Immobilien. Berlins bekannteste Maklerin Ann-Sophie Delacroix scheut nicht davor zurück, Runner anzuwerben, um ihre Umsatzziele zu erreichen. Info+ [#berlin S.K78] [HIER]

[L-O] FACES (of Berlin) (Mitte) Multinationale Modelagentur mit exzellenter Reputation. Info+ [#berlin S.K78, Lageplan S.K77]   

[L-O] Gendarmenmarkt (Mitte) Berlins schönster Platz wird umsäumt von Boutiquen und Geschäften aller Super-Luxus-Labels (Anielski-Joop, Rheingold, Guccio). Info+ [#berlin S.K62]

[L-O] noir (Mitte). Über Berlin hinaus bekanntes Modehaus für stilvolle Defnoir-Panzerlangmäntel am Hackeschen Markt. Info+ [#berlin S.K78, Lageplan S.K77]

[L-M] Q-Mall (ChaWi). Europas längste Mall im überdachten und komplett mit einer Parkebene unterkellerten Kurfürstendamm. Shops aller wichtigen (Edel-)Marken plus passende Nobelgastronomie, dazwischen immer aber auch “einfachere” Geschäfte und kleine Betreiber, Berlin-Nippes, Touristenfallen und Treffpunkte für Insider. Info+ [HIER] [#dids1 S.52] [#berlin S.K62, Bild S.K5] [#dp:adl S.114, Bild S.115], Host [HIER]

[L-M] Der Hort Saeder-Krupp MegaMall Berlin (SKTEM). Der für die Öffentlichkeit zugängliche Teil von Saeder-Krupps Arkologie in Berlin beherbergt über hundert Geschäfte, Restaurants, Bars, Fitness-Studios, einen eigenen M-Bahnhof und mehrere Sicherheitsschleusen in die gesperrten Arkologiebereiche. Info+ [#dp:adl S.113] [#berlin S.K60 (dort: „Tempelhof-Einkaufszentrum“)]

[O] Augmented Virtuality (Mitte) Designschmiede für personalisierte VR. Entwickelt nach Kundenwunsch den Look von Personas, Marken, VR-Präsenzen, Agenten, Programmen, Pets … You name it. Info+ [#berlin S.K78, Lageplan S.K77]    

[O] DRESScode Xtreme (!FhKb) Unweit des Schrapnell gelegener Concept Store mit einer Spezialauswahl modischer Panzerkleidung inklusive Styling-Service für DRESScode Motorradkombi-Vollrüstungen, z.B. für Motorradgangs. Werbung [#berlin S.A58]

[O] Equilibrium Electronics (AGCSIE). Vom M-Bahnhof Nonnendamm durch Gassenschacht U4-12 erreichbarer Elektroshop für Profis und Technerds. Ankauf ohne Fragen, Verkauf ohne RFID, Reparatur schnell und diskret.

[O] Hundertwasser Design Bureau (Mitte) Auf der Sucher nach personalisierten AR-Pets, -Personas, -Sekretären und -Agenten? Das Büro am Hackeschen Markt erfüllt jeden Wunsch. Info+ mit Lageplan [#berlin S.K77] 

[O] KaDeWe (ChaWi). Legendäres Nobelkaufhaus altberliner Prägung mit breiter, vollverglaster Brücke über die Entlastungstrasse zum Neuen Europacenter und spektakulärem Food Court im neu gebauten 12. Stock. Info+ [#berlin S.62] [#dp:adl S.114] [HIER]

[M] Kuhle & Contacts (Mitte) Boomende Werbeagentur mit Spezialisierung auf Reputation Management und Verbürger-Vermittlung. Eine der wenigen Agenturen, die sich mit dem Wirken professioneller Rufmörder sehr gut auskennt, auch die wichtigen Anbieter betreffender Dienste in Berlin erfasst hat und Wege entwickelt, gegen Schmierkampagnen, Social Stalking und Verleumdung vorzugehen. Wirbt Schattenläufer an. Info+ [#berlin S.K78, Lageplan S.K77] Verbürgern [#berlin S.A41]

[O] nature (Je 1x in !FhKb, ChaWi, Mitte, !Oburg, SKTEM) Edel-Bio-Ladenkette mit 5 Niederlassungen in Berlin. Info+ [#berlin S.K65]

[O] Pioneer Cybernetics (ChaWi) Nahe Zoo gelegene Cyberklinik der Novatech-Tochter mit exzellentem Ruf. Sehenswert das Cyberia Cafè im 34. OG auf dem Glasdach des Pioneer Showrooms. Info+ [HIER]

[O] Riskin Immobilien (Mitte) Zwielichtiger Immobilienhändler, der gerne Schläger oder Straßenrunner anwirbt, um Kaufofferten Nachdruck zu verleihen oder anderweitig Druck auf Verhandlungen auszuüben. Info+ [#berlin S.K78]

[O] Schöner Leben Body Mall (Rdorf) Am M-Bahnhof Alt-Tegel gelegenes Einkaufszentrum rund um Körperoptimierung, Fitness und Beauty. Info+ [#berlin S.K84, Übersichtsplan S.K85]

[O] Stadl München (Rdorf) Etwas abseits in der Tegeler Body Mall „Schöner Leben“ angesiedelter Fashion Store der Münchner Edelmarke. Info+ [#berlin S.K84, Übersichtsplan S.K85]

[O] Swarovski Optics Flagship Store (Mitte) Vergesst Zeiss. Der Vorzeigeshop der Edelmarke für Cyberaugen, -brillen und -kontaktlinsen in den M-Bahn-Bögen am Bahnhof Hackescher Markt bietet das Beste, was man im Bereich Sichtoptimierung kriegen kann. Für entsprechend zahlungsfähige Kundschaft ist sogar Alpha- und Betaware unter dem Ladentisch erhältlich. Info+ mit Lageplan [#berlin S.K77]

[O] Weinhandlung Zaubertrank (!FhKb) Kleine, sehr gut sortierte Weinhandlung ausschließlich mit tropfen höchster Qualität und kleiner Ecke zum Verkosten (Mini-Wein-Bar). Info+ [#berlin S.A84, Grundriss S.A85]

[O] ZITTYTREND! (ChaWi) In der Q-Mall am Kurfürstendamm 113 gelegenes, 2058 gegründetes Modehaus mit VR-Store und exklusivem Sortiment ausgewählter Fashion der angesagtesten Luxus- und Oberklasse-Labels. Werbung [#berlin S.K25, S.K52] 

[O-M] Alexandria MegaMall (Mitte) Früheres Aushängeschild von Konzernberlin, heute wegen seiner äußerlich abstoßenden Bunkerbauweise etwas im Niedergang begriffen. Wegen höchster Bomben- und Anschlagssicherheit bei besorgten Bürgern weiterhin beliebt, langsame Wandlung von der Luxus- zur Mainstream-Mall (mit ersten Unterschicht-Shops). Beinhaltet u.a. die Dunkeldiskothek „Obelisk“. Info+ [#berlin S.K62] [#dp:adl S.114]

[O-M] Cryo Clothes (ChaWi) Fashion Shop in der Kantstraße mit wechselndem, immer top modischem (Jugend-)Sortiment. Bei weiblichen Runnern beliebt wegen der enormen Auswahl stylischer Kampfstiefel im Untergeschoss. Zudem eine der besten Vidflash-Selektionen Berlins Werbung [#berlin S.K52]

[O-M] Genetique (ChaWi) In massivem Neubau zwischen Zoo und Gedächtniskirche gelegenes Leistungsschauzentrum für Aztechnology-Töchter mit Showroom „Auris“, in dem gerne Gala-Empfänge bei der Präsentation neuer Produkte gegeben werden. Info+ [HIER]

[O-M] Metropolis (ChaWi) Riesiger Metropoliskomplex mit mehreren Malls, Restaurants, Cafés etc. Info+ [#berlin S.K63] [HIER] Host: [HIER]

[O-M] Pandoras Box (!FhKb) Kleine, sehr gut sortierte Handlung für Kleinodien, Kuriosa und Telesma. Info+ [#berlin S.A84, Grundriss S.A85]

[O-M] ProHumana (Mitte, ChaWi, !Köpe) Edel-Ableger der „Anarcho-Kaufhäuser“ von MetaHumana mit Fokus auf gutbetuchte Nouveau Bohème- und Retro-Kundschaft. Highlights sind Schuhe, Modeartikel und Lebensmittel aus den alternativen Berliner Betrieben sowie den JVA-Manufakturen. Info+ [HIER] und [HIER]

[O-M] SKSD Flagship Store (SKTEM) Shop für Waffen, Panzerung und Survival Gear mit breiter Auswahl an S-K- und Onotari-Merchandising sowie Basecaps und Jacken im Stil des Saeder-Krupp Sicherheitsdienstes SKSD, der während Anarchie und Teilung Polizeiaufgaben in einigen Bezirken wahrnahm.

[O-M] Talisklafterey Vilem B. Jirák (!FhKb) Im 3. Stock eines Wohnhauses gelegener Taliskrämer mit überzeugender Auswahl und Klafter-Angebot. Info+ [#berlin S.A84, Grundriss S.A85] Klaften [#berlin S.A41] 

[O-M] Teschkes (ChaWi) Von Ex-Stadtkrieg-Profispieler Teschke betriebener Sportartikel- und Fanstore der Berliner Clubs. Info+ [#berlin S.K59]

[O-M] Wakk-O (RENSAN) Berlins Megamall für japanische Absonderlichkeiten. Hier finden Visual Kei, NuFurries, Chrome Lolitas, Yamanbas, Sleazy Samurai, Chanwaru und Kogal Bunhop alles, was sie zum Leben brauchen (inkl. Disco „Kawaii“). Info+ [HIER]

[O-S] Fundstübchen (!Spand) Im Schwarzen Hahn (Fort Hahneberg) gelegener Schwarzmarkt mit breitem Angebot offerierter Produkte und angeschlossener Auktionshalle in der Spitzgrabenwehr. Info+ [#berlin S.A87, Grundriss und Lageplan S.A88] Schwarzer Hahn [HIER]

[O-S] Karl-Marx-Allee (!FhKb) Europas längster Kunstmarkt mit über 100 (Klein-)Galerien und zahllosen Künstlercafés/-bars. Info+ [#berlin S.A48] 

[M] AmmoK (überall) Traditionsreiche F-Berliner Waffen- und Munitionsläden mit solider Reputation. Schwerpunktmäßig in alternativen Bezirken, mit einigen neuen Vorzeigefilialen im Westen, die auf „respektabel“ machen. Info+ [HIER]

[M] Angelas Magisches Klimbabum (AGCSIE) Verkramter Magic-Shop, der im Ruf steht, Orichalkum auftreiben zu können. Angesichts der an das Messie-hafte grenzenden Shopoptik könnten sich hier Tonnen des Materials verbergen, ohne dass die oft geistig absente Betreiberin es wüsste. Info+ [#berlin S.K57]

[M] Bärlin (Mitte) Souvenirshop mit zwergischem Betreiber, der über ein breit gefächertes Wissen über Berlin und aktuelle Ereignisse und Gerüchte verfügt. Info+ [#berlin S.K58]

[M] Berliner Großmarkt (Mitte) Berlins größter Umschlagplatz vor allem für die Dinge des täglichen Bedarfs. Lage am ausgedehnten Westhafen. Info+ und Lageplan [HIER] [#berlin S.K82]

[M] Berliner Kreditanstalt (überall) Im Status F entstandene Genossenschaftsbank für alternativen Zahlungsverkehr (beglaubigte Schuldverschreibungen) und Kreditvergabe an SIN-lose. Info+ [HIER] (inkl. Lage der Weddinger Niederlassung)

[M] Bottermanns Schattenklinik (!Lich) Exzellente Klinik, betrieben von früherem AGC-Chefarzt Werner Bottermann (Zwerg). Info+ [#berlin S.A51]

[M] Erbays Gemüseladen (AZTSHW) Unspektakulär wirkender Gemüseladen mit verstecktem Tunnel zu Barghest-Zuchtstation. Info+ [#berlin S.K54]

[M] Glowakis Klingen (ZICTEG) Auf Nahkampfwaffen spezialisiertes Waffengeschäft mit beeindruckender Auswahl neuester und antiker Klingen. Schwarzware im Keller. Info+ [#berlin S.K56]

[M] Hausners Garage (Potsd) Autowerkstatt mit großem Ersatzteillager an der L40. Betreiber Hausner ist ein zäher Elf, der auch illegale Einbauten durchführt. Enge Connections zu den Autobahnkriegern von der B101 und den Kampfbike-Gangs des näheren Umlandes. Info+ [#berlin S.K59] 

[M] Hanfitamin-Shop (!Köpe) Fachgeschäft für rein biologische Entspannungsmedizin. Gut sortiertes Geschäft mit extrem unsortierter Betreiberin. Zeit mitbringen! Info+ [#berlin S.A55]

[M] Jaroschs Baumhaus (Zdorf) Verkramter Laden für Hand- und Heimwerkerbedsarf. Verkauft unter der Hand auch semilegale oder „spezielle“ Werkzeuge. Info+ [#berlin S.K59]

[M] Löfflers Magicshop (!Spand) An der Pichelsdorfer Straße gelegener Taliskrämer mit freundlicher Besitzerin, die wenig Fragen stellt. Info+ [#berlin S.K54]

[M] Out/Insider (Zdorf) In der Schlossstraße 54 gelegener Kult Fashion Store mit 5 Ebenen und breitem Spektrum an Styles und Accessoires. Lizensierter Cyberpirate-Store. Werbung [#berlin S.K52] 

[M] MILITANA (ChaWi) Am Dunkelzahnplatz beheimateter Fashion Shop guter Auswahl gepanzerter Kleidung plus kleinem, aber feinem Sortiment persönlicher Verteidigungswaffen (Pistolen, Schlagstöcke, Taser) und Drohnen. Werbung [#berlin S.K52] 

[M] Ralwes Guns (StraFre) Gut sortierter Waffenladen an der Peripherie, d.h. mit gutem Zugriff auf Angebote und Nachfragen aus der Brandenburger Ödnis. Besitzer Carlos ist bestens in der Szene vernetzt und besitzt angeblich mehrere Lagerhäuser voller Militärware im Umland. Info+ [#berlin S.K60]  

[M] Resistor Elektronik (!Lich) Durch mehrere verbundene Wohnungen wuchernder Elektrohändler mit Schwerpunkt auf Gear für den Widerstand gegen Überwachung und Kontrolle. Eigener Anonymisierungsdienst entfernt RFIDs, Marker, Seriennummern etc.

[M] Sony Kommlink Store am Hackeschen Markt (Mitte) Repräsentativer Kommlink-Shop in den M-Bahn-Bögen. Der hiesige Servicetechniker Fabio ist ein Genie was das Entsperren von Kommlinks angeht. Hint, hint. Info+ mit Lageplan [#berlin S.K77]

[M] Tir Nan Shop (ChaWi) Touristischer Nippesladen für „elfische Kunst“ und „Eso-Design“ an der Gedächtniskirche. Info+ [HIER]

[M] TRIAGE Privatklinik (!FhKb) Dr. Ezkibel ist ein alteingesessener elfischer Mediziner im Kreuzbasar am Moritzplatz mit gut ausgestatteter Klinik. Kauft auch gebrauchte Implantate oder „interessante BioTech Daten“ an. Info+ [#sr2050 S.114, Bild Dr. Ezkibel S.114, Lageplan S.104] [VIDEO] (ca. ab 4:15)

[M] Verschließmeinnicht (Mitte) „Einbrecher-Fachgeschäft“ (Schlüsseldienst und SecTech-Verkauf) betrieben vom in Berlin bekannten Ex-Knacki und Serieneinbrecher Karl Korff. Info+ [HIER]

[M] WummenWelt (überall im Osten) In F-Zeit entstandene Berliner Alternative zur Waffenkette Weapon’s World. Kerngeschäft der WuWe sind Second-Hand-Waffen und Altmayr-Produkte.

[M-U] DaTaPuLs (RENSAN) Kompetenter Elektrohändler. Gelegentlich „vom Lkw gefallene Ware“ verfügbar. Info+ [#berlin S.K58]

[M-U] HomeHelper Baumarkt (überall) Der Allround-Ausstatter (#reiseführer). Filialen-Tipp: Bernhard-Rybar-Straße in Moabit. Info+ Katalog [#reiseführer S.161] Lageplan Filiale Wedding [HIER]

[M-U] Medicare (AZTSHW, Mitte, !Lich) Für den Berliner Testmarkt gegründeter deutscher Ableger von Aztechnologys Tochter „Medicarro“. Versucht, sich mit reduzierten Leistungen als Billigalternative im Berliner Osten zu etablieren. Info+ [HIER]

[M-U] The Neutopist (Rdorf) Unweit des M-Bhf Alt-Tegel gelegener Nerd- und Comicstore mit eigener Kellerkneipe “Grumpfy”. Berlins größte Auswahl an seltenen Captain Corporate Sammelkarten. Überraschend gut gesicherter Host für VR-Tabletop-Runden.

[M-U] Ödnur Pyramide (!FhKb) Kleinere und richtig große Ödnur Supermärkte gibt es überall in Berlin. Das größte Shoppingcenter des Ödnurkonzerns aber ist zugleich der Sitz der Berliner Zentrale des türkischen Megakonzerns (der sich hier wie dort mit weit mehr als nur Lebensmitteln und preiswerten Textilien beschäftigt). In dem eher großzügig als Pyramide zu betrachtenden, sich nach oben verjüngenden, mit den umliegenden Wohnblöcken reichlich verwachsenen Schachtelbau mit aufgesetzt wirkender Pyramidenspitze am Kottbusser Tor befinden sich neben dem größten Ödnur-Markt der Stadt zahlreiche Cafés, Dönerias, ein Ödnur-Kleidergeschäft, ein großes Ein-Euro-Paradies, eine Reste-Rampe, ein großer Kommlinkshop („Ödnur Allkom Ay Yildiz“) einer der wenigen Berliner „Ödnur Erkan Mobilya“-Möbelläden und eine Reihe kleinerer, verpachteter Läden mit Friseuren, Barbieren, einem türkischen Brautmodengeschäft etc. In den oberen Etagen ist die Ödnur-Konzernführung für Ödnurs wichtigsten Markt außerhalb der Türkei untergebracht, rückseitig des M-Bahnhofs Kottbusser Tor befindet sich ein großer Parkplatz für Kunden und Lieferverkehr, mehrere Lager und Manufakturen des Konzerns sind im engeren Umfeld verstreut. Das angrenzende Emirat und Scharia-Gebiet Kreuzberg lässt sich durch die Pyramide hindurch betreten, die Pyramide selbst ist „Sondergebiet“ (sie gehört zum Emirat, die Scharia ist hier aber der Touristen wegen so weit gelockert, dass sie faktisch nicht existiert). Seit die Lausitz-Arkaden am nächstgelegenen M-Bahn-Halt Görlitzer Bahnhof geöffnet haben, hat einerseits der Betrieb in der Gegend nochmal zugenommen, andererseits häufen sich auch „Störfälle“ in beiden Malls, die mitunter auf Schattenläufer zurückgehen (Langfristig wird sich nur eine der beiden Malls halten können – Ödnur ist alteingesessen, bei Türken beliebt, aber laut und ziemlich heruntergekommen, die Lausitz Arkaden sind ultramodern, teilweise ebenfalls an ein türkisch-arabisches Publikum ausgerichtet und deutlich vornehmer. Ein bisschen Ankara versus Dubai). Info+ Ödnur [#dids S.59] Ödnur Pyramide [#diegraueeminenz S.48-50]

[M-S] Großer Tiergarten (Mitte) Nachts (speziell im Sommer) Berlins größter Open Air Markt für Prositution und Drogenhandel. Info+ [#berlin S.K62]

[M-S] Lichtenberger Mittwochsmarkt (!Lich) Praktisch im ganzen Bezirk stattfindender Tausch-, Trödel- und Wochenmarkt. Neben Händlern auch zahlreiche Hinterhof- und Privatverkäufe. Jeder bringt raus, was er nicht mehr braucht oder selbst gebastelt hat. Viele Fabrikverkäufe der im Bezirk ansässigen Manufakturen. Hochsaison für Klafter! Info+ [#berlin S.A45] Klaften [#berlin S.A41] 

[M-S] Osramhöfe (Mitte) In Weddinger Industriealtbau gelegener Basar mit großem Warenlager der Russenmafia, mehreren russischen Bars, Tanzdielen etc. Unter Kontrolle der Lideri Nadjeska „Drakova“ Girkin („Die Drachin“). Info+ [#reiseführer S.146] [#berlin S.K18] [#mephisto43 S.20] [HIER]

[M-S] Schattenmarkt (!Lich) Berlins bekanntester Straßenmarkt für Schwarze und Graue Ware am M-Bahnhof Landsberger Allee. Klassischer Rynak mit Verkauf direkt aus Kofferraum und von der Pritsche. Info+ [#dids1 S.68] [#dids2 S.82] [#berlin S.A49, A61] [#dp:adl S.49]

[U] Akasha Reinigung und Änderungsschneiderei (überall) Bietet “versehentliche” Zerstörung von Kleidungs-RFIDs beim Schnelltrocknen in osteurop. Mikrowellen-Trocknern.

[U] Berlin Kombat (!MaHe) Berlins größter alternativer Ausstatter für Straßenkämpfer und Gangmitglieder. Große Auswahl an gebrauchten Wummen, Klingen, Panzerungen, Gear. Gelegentliche „Schnellfeuer“ Sales, wenn eine Ladung Militärgear vom Lkw gefallen ist.

[U] Dr. Sadistics Praxis (Rdorf) Kleiner Bodyshop Schrägstrich Tattoo- und Piercing-Studio. Betreiber ist ausgebildeter Arzt (Freie Universität Berlin) mit künstlerischer Ader. Führt auch anspruchsvolle ästhetische Cybermoddings aus (aufwendige Lackierungen, silbereloxierte Tribal-Arme, invertierte Cyberaugen, Cyberaugen mit Bildschirmfunktion etc.). Info+ [#berlin S.K54] 

[U] Gimlis Garage (Mitte) Betrieben von (tadaa) einem Zwerg mit Fokus auf Klaften, Refitting und De-Branding ausgedienter Klein-Lkws, Vans und Pritschenwagen. Info+ [HIER] Klaften [#berlin S.K41] 

[U] Habibi Supermärkte (überall) Alternative Berliner Lebensmittelkette mit primär türkisch-arabischen Kunden. Viele Nahost-Produkte, davon viele in Berlin hergestellt.

[U] Incredibly Strange Sims (!Grop, !Pank) Zwei verkramte Läden für abgedrehte Sims und möglichst seltene/verstörende Chips. Möglichkeit zur Speicherung von sensiblen Daten auf WORM-Datentresor als „Lebensversicherung“. In Shader-Hand.

[U] Mädd Mäxx (!Grop) Bekannter Ausstatter der M-Jock-, Parkour-, Urban Exploration- und Neo-Nomaden-Szene. Inhaber Mäxx (Ex-SurfTurf, Elf) und Personal kennen sich aus und wissen, was aktuell in Big B abgeht. Urbanite Style [#reiseführer S.26]

[U] Märkte an den Müggelbergen (!Köpe) An allen Tagen werden entlang der Wege zu den Müggelbergen Waren aus dem Kofferraum verkauft. Die Besonderheit: der besonders hohe Anteil an schwarz gehandelten Telesma, praktisch Berlins größter Taliskrämer-Rynak (natürlich viel Ramsch und Wicca-Nippes; die beste Qualität bieten die sorbischen Händler aus dem Spreewald). Info+ [#berlin S.A49]

[U] M-Speed (!MaHe) Das M-Speed sieht sich als geistigen Nachfolger des bereits Ende der 2050er geschlossenen „U-Bahn“. Die engmaschige Überwachung des modernen M-Bahn-Betriebs hat zwar die Subwayjockey-Szene weitgehend gekillt, einige Unentwegte aber halten am Speed-Kult des M-Bahn-Surfens fest – oder leben sogar von SimSinn-Aufzeichnungen ihrer halsbrecherischen Stunts. Das M-Speed befindet sich direkt an der M6, die innerhalb der alternativen Gebiete als „skandalös schlecht gesichert“ gilt – eines der letzten Paradiese der Surferszene. Die Inneneinrichtung besteht größtenteils aus den Resten ausgeschlachteter U- und M-Bahn-Wagen und fungiert ebenso als Bar wie als Verkaufsraum für Subwayjockey-Bedarf (Berlins größte Auswahl an Gecko-Handschuhen!) sowie Ausrüstung und Labels der Urbanite-, Urban Exploration- und Parkour-Szene. Info+ U-Bahn [#dids1 S.64] Subway Jockeys [#dids1 S.180] Urbanite Style [#reiseführer S.26]

[U] Pulverfabrik (!Spand) Eiswerder Waffenmanufaktur mit Direktverkauf für Munition und Schusswaffen (ohne Markierung handgefertigte Maschinenpistolen, Karabiner, Sturmgewehre). Unter Kontrolle des Waffenschiebers Osman Krekar Barzani (Ork) und seinen „Freunden“ von der islamistisch-kommunistischen kurdischen Terrorgruppe Khabat 44. Verkauf nur an der Gruppe vertraute Personen (Kauf-Weitervermittlung z.B. über Spuk von der Kneipe Eiskeller). Info+ [#berlin S.A76]

[U] Rastplatz Fischer (Sfeld) Kleiner Autohof im Süden des Bezirks unweit des Schönefelder Kreuz. AldiBurger, Motel, Automatentankstelle, ein paar kleine Werkstätten und im Umfeld viele Schuppen, Container und Garagen verschiedener Größe. Beliebter Schmugglertreff und Umladestation für Schwarzmarktware. Info+ [#berlin S.K60]

[U] Schattenklinik Eiswerder (!Spand) Anarchistisches Schwarzes Kreuz Klinik auf der Inselfestung Eiswerder. Verkauf von gebrauchter Cyberware und Einbau von mitgebrachten Systemen. No questions asked. Info+ [#reiseführer S.126, Grundriss S.127] [#berlin S.A76, Lageplan S.A77]

[U] Schönefelder Trödelmarkt (Sfeld) Allmonatlich am ersten Sonntag stattfindender Trödelmarkt auf großer Freifläche unweit des Flughafens. In der Hauptsache unspektakulär, aber einer der größten Trödelmärkte Berlins, in dem immer wieder auch Schätze zu finden sind. Info+ [#berlin S.K60]

[U] Softline (StraFre) Schon vor Jahren musste der letzte große Ton- und Datenträger-Dealer der Berliner Musik-Enthusiasten seinen Stammplatz in der Breite Straße 13 räumen. Zwei Umzüge und eine Neugründung später findet man ihn absolut JWD (janz weit draußen) an der Peripherie von frdersdorf, dafür aber mit fast doppelter Fläche in einem einstigen Herlitz-Logistikzentrum. Im Softline arbeiten (und z.T. leben) nur Sound-Enthusiasten und absolute Geeks mit Leidenschaft für veraltete Technologie – je obskurer, seltener oder ausgestorbener, desto besser. Gerade Letzteres macht die Softline-Crew zum unverzichtbaren Kontakt für die Schattenszene: Alte Speicherchips, erbeutete Uralt-Festplatten, Prä-Crash-Cyberdecks, Floppy Disks und Datenbänder, die Crew ist die beste Chance, das Gespeicherte nochmal irgendwie auszulesen. Und natürlich gibt’s im Kneipenbereich der vollgeramschten Lagerhalle neben Soundliegen auch Sitznischen mit Ports und Jacks zur Kabelmatrix Berlins. Info+ [#dids1 S.65, Werbung S.50]  

[U] The Body Chop (alle alternativen Gebiete) Alternative Ripperdoc-Kette. Meist ein erfahrener Doc als Aufseher, OP-Teams bestehend aus Studenten oder Amateuren mit ARO-Unterstützung. Bietet „Abfuckprämie“ für Ausbau alter Cyberware (Verkauf der Altware deckt OP-Kosten, ggf. übrig bleibender Rest wird anteilig ausbezahlt). Werbung [#berlin S.A74]

[U-S] Autonomer Tauschbasar Eiswerder (Spand) Ständiger Markt auf den Freiflächen der autonomen Inselfestung im Spandauer See. Primär graue Ware, eigene Munitionsmanufaktur vor Ort. Info+ [#berlin S.A49, S.A76, Lageplan S.A77]

[U-S] Leonak (Mitte) Der Rynak auf dem Leo (Leopoldplatz) im Wedding ist einer der kleineren Schattenmärkte Berlins und im Gegensatz zu manch anderem nicht in der Hand einer bestimmten Verbrechensgruppe. Viele Freihändler, Schmuggler und Schieber. Indirekter „Schutz“ durch die Likedeeler, die örtliche Gangs und Runner anwerben, um die Unabhängigkeit des Leonaks zu erhalten. Info+ zum Leo [HIER] 

[U-S] MetaHumana (alle alternativen Gebiete) Im Status F entstandener alternativer Nachfolge-Betreiber der aufgegebenen Berliner Warenhäuser. Neben Verkauf von Zweite-Hand- und Zweite-Wahl-Artikeln bietet MetaHumana einen umfassenden Reparaturservice sowie Geräteverleih. Info+ [HIER] und [HIER]

[S] ORWO (!MaHe) Mehrstöckiger Tauschmarkt plus zahlreiche niedergelassene Dealer und Schieber in uraltem, siebenstöckigen Industriegebäude, in dem auch die polit. Bezirksvertretung sitzt. Info+ [#berlin S.A67, S.A26]

[S] Pemex Tankstelle an der Neuköllner Straße (!Grop) Die Pemex an der Neuköllner Ecke Fritz Erler gegenüber einigen besetzten Wohnblocks und einem Stuffer Plus wurde auf einem umfassenden Waffenlager errichtet, das der Tankstellenbetreiber bei der Vergrößerung der Lagertanks vor einiger Zeit eher zufällig entdeckte. Seitdem hat er Kontakte zur Schattenszene (und den Gangs der Gegend) geknüpft, um die Waffen stückweise abzustoßen. Im Angebot ist beste Militärware aus den 2050ern, vielleicht ein vergessenes Thraex-Lager. Schnell hin und zuschlagen, ehe es auffliegt! Lageplan [#blutundspiele S.86]

[S] Schrotter (!MaHe) In der Rissenbeckstraße unweit des Helter Skelter gelegener, gigantischer Schrottplatz mit anmietbaren Werkstätten, Garagen und Lagercontainern. Zahlreiche Schlosser- und Kfz-Betriebe im Umfeld. Info+ [#berlin S.A50] Betreiber [HIER]

TOP-SPOTS BERLIN: Essen + Trinken

cropped-or_bar_interior_01_by_bradwright-d6em2pg.jpg

/// Die Picks der Runnerszene – von Anne Archiste ///

Wie [hier] bereits gesagt, hat die Berliner Runnerszene eine ganze Reihe von „Masterlisten“ der aktuell heißesten Spots des Megaplex erstellt, die – unterteilt nach Themen wie Übernachten, Nightlife etc. – eine aktuelle und sich in Zukunft weiterhin aktualisierende Liste der kennenswertesten Berliner Locations darstellen. Und das so kompakt wie möglich gekennzeichnet nach sozialer Schicht:

[L]uxus [O]berschicht [M]ittelschicht [U]nterschicht [S]quatter

Und weiter geht’s mit Liste 2:

TOP-SPOTS: ESSEN + TRINKEN

[L] Gislinde (Mitte) Nobelrestaurant am Gendarmenmarkt, in dem klassische Landfrauenküche zelebriert wird (legendärer Zwiebelkuchen). Info+ [#berlin S.K62]

[L] Keyakizaka (RENSAN) Bestes und teuerstes japanisches Restaurant der Stadt. Treffpunkt aller Top-Konzerner der Japankons. Schwerstens bewacht.

[L] Restaurant Belvedere Sans Soucis (Potsd) Im und um das Belvedere auf dem Klausberg errichtetes Nobelrestaurant im Besitz der Preußenstiftung (PSt) mit großem Sommergarten und international gefeierter Küche. Im Sommer Barockkonzerte, im Winter der begehrteste Ort für Weihnachtsfeiern der Konzerne (gerne mit Schlittenfahrt durch den Kunstschnee-bepuderten Park von Schloss Sanssouci und Unternehmensansprache im (sonst der PSt vorbehaltenen) Muschelsaal oder der Orangerie). 

[L] Schnepfendreck (Mitte) Mehrfach preisgekröntes Privatrestaurant von Starkoch Alexander Hesslich in den Hackeschen Höfen, das ausschließlich den Bewohnern der Höfe und deren Gästen offen steht. Info+ [#berlin S.K78, Lageplan S.K77] 

[L] Seçkin (!Lich) Im Dachgeschoss eines Betonwohnblocks mitten in Gangkrieg-Gebiet gelegenes Nobelrestaurant mit gepanzerten Panoramafenstern (zoomfähig) auf die Gewalt in den Straßen. Zieht samt Einrichtung um, falls das Umfeld zu unspektakulär wird.

[L] Stop Motion (ChaWi) Berlins exklusivster Club nur für Trolle. Schwere überdimensionierte Ledersessel, feine Zigarren, riesige Whiskey-Tumbler. Hier treffen sich Troll-Professionals vom Personenschützer über den Manager bis zum Runner. Info+ [#berlin S.K63] [HIER] Host: [HIER]

[O] Avo (Mitte) Sich langsam drehendes Panorama-Restaurant in der Kugel des Fernsehturms am Alexanderplatz. Lange Warteliste für Reservierungen (blühender Schwarzmarkt). Info+ [#berlin S.K62]

[O] Byron & Bowie (Mitte) Berühmte No-Nonsense-Bar in den Hackeschen Höfen mit über 100 Sorten Absinth und internationalem Publikum für ernsthafte Trinker. Info+ [#berlin S.K78, Lageplan S.K77]

[O] Café Freder (ChaWi) Etwas versteckt im 16. Stock der Metropolis-Arkologie gelegenes Café mit mehreren privat anmietbaren, prunkvoll dekorierten Salons (modernste Präsentations- und Kommunikationstechnik, beliebt für Investoren-Pitches der DeMeKo zu neuen Film- und Musikprojekten. Info+ [#berlin S.K63] [HIER] Host: [HIER]

[O] Costa Negra (Mitte) Edle Zigarrenlounge und Bar im Vollmer Eck am Hackeschen Markt. Ausschließlich südamerikanische Zigarren. Breite Rum-Auswahl und die besten Cuba Libre der Stadt. Info+ [#berlin S.K78, Lageplan S.77] 

[O] Couatl Bar & Grill (AZTSHW) Sehr gediegenes aztlanisches Steakhouse mit legendärem Elf-Gänge-Rodizio-Menü und „Mex ohne Tex“ Schlemmereien. 

[O] Farinee (Rdorf) Nach allen Seiten offene Saft- und Cocktailbar in der Body Mall „Schöner Leben“. Jeder, der in der Mall eine Behandlung bekommt, kommt davor und/oder danach hier vorbei. Aufgrund des offenen Charakters und der Nähe zur Autobahn zudem ein guter Ort, im Schutz der Öffentlichkeit zusammenzukommen. Info+ [#berlin S.K84, Übersichtsplan S.K85]

[O] Goldene Henne (RENSAN) Fusion Food in deutschem Nobellandhauskitschambiente direkt an der Friedrichstraße. Beliebter Treffpunkt der Reichen und Mächtigen. Bei Renraku beliebt für Geschäftsessen mit Nichtjapanern, um Weltoffenheit und kulturelle Toleranz zu demonstrieren. Info+ [#berlin S.K58]

[O] Gore (Mitte) Vermutlich war es nur eine Frage der Zeit, bis jemand den alten medialen Hype um das Kannibalenrestaurant aus F-Zeiten (das immer wieder mal in Actiontrids, bei Trog of War Online oder bei Karl Kombatmage auftaucht) neu aufkocht und aus der Mischung von Skandal und verschämter Snuff-Neugier Profit schlagen will. Das neue Gore ist ein reines (und teures!) Touristenspektakel, ein Showroom wohligen Anarcho-Gruselns mit F-Memorabilien, durchaus geschmackvollem Essen und geschmacklosen Speise-Namen („Lammkotelett ‚Elfenlendchen‘ mit püriertem ‚Orkhirn‘ Parfait“). Wenig überraschender Weise ist der Eigentümer ein pensionierter DeMeKo-Manager, der lange Zeit für die SuperBILD tätig war. Extrem gesichert wegen hoher Gefahr von Anschlägen. Info+ [#dids1 S.63] [#berlin S.A37, S.K52, S.K65] [HIER]

[O] Oh!Julietta (SKTEM) Italienisches Dachrestaurant auf der Spitze des OLYMP-Wohnturms der Dudenstraße 23. Herausragende hauchdünne Steinofen-Pizza mit tatsächlich frischen Belägen aus dem anlageneigenen nature-Bioladen. Info+ und Grundriss [#berlin S.K90]

[O] KaDeWe Food Court (ChaWi). Legendär breit gefächerte und edle Speisenauswahl verteilt im 12. Stock des altberliner Nobelkaufhauses (z.T. mit Blick hinab in die tiefen Atrien, die das ganze Haus durchziehen). Info+ [#berlin S.K62] [#dp:adl S.114] [HIER]

[O] Lauterbach’s (ChaWi) Im Keller unter dem Theater des Westens gelegene, sehr gediegene Theaterkneipe, in der oft Schauspieler und andere Theatermitarbeiter nach der Aufführung zusammenkommen. Eine der besten Gin-Selektionen Berlins. Info+ [HIER]

[O] Loveness8 (Zdorf) Extrem angesagter Matrixclub mit korrespondierender Real-Location und reichlich Tech, um virtuelle und reale Gäste zusammenzubringen (AR, Trideo, Holoprojektoren, SimSense und SimSex Lounges). Info+ [#berlin S.K59]

[O] Mahagoni (Sfeld) Komfortables Flughafenrestaurant mit internationalem Speiseangebot auf der obersten Ebene. Zugang zur Besucherterrasse und freier Blick aufs Rollfeld. Info+ [#berlin S.K60]

[O] Malchior (Rdorf) An der Malche gelegenes Ausflugsrestaurant mit Biergarten und Blick auf den Tegeler See und die Villa Borsig. Besitzt einen der schönsten Billardsäle Berlins (nur vier Tische, Reservierung dringend empfohlen).

[O] Monikas (ChaWi) Edelrestaurant auf halber Strecke zwischen Deutscher Oper und Theater des Westens, beliebt für gediegenes Speisen nach üppigem Kulturgenuss. Ebenfalls beliebt bei Schauspielern und anderen Promis. Info+ [#berlin S.K59]

[O] Moving (wechselnd) Berlins ältester und angeblich auch dekadentester Fleshmobbing-Club bietet außergewöhnliche bis illegale gastronomische Erfahrungen. Vom Aussterben bedrohte Tiere, geschützte (angeblich auch: sapiente) Critter, mit illegalen Drogen gewürzte Kreationen – hier wird Einzigartiges geboten. Im Laufe von über 20 Jahren hat die Moving Crew das Prinzip perfektioniert, den Club weitgehend identisch an immer wieder neuen Orten nur für ein paar Nächte aufzubauen. Info+ [#dids1 S.66] Fleshmobben [#berlin S.A37]

[O] Night Owl (ChaWi) Gepflegte Allnight-Cocktailbar auf dem Dach des Luxushotels Waldorf-Kempinski Am Zoo mit legendärer Whiskey-Auswahl und eigenem Airtaxi-Pad. Beliebter Treffpunkt der „Alten Garde“ der Berliner Schatten (oder was davon noch lebt). 

[O] Restaurant Fontane (!Oran) Mit vielen alten Kunstwerken dekoriertes Hotelrestaurant mit gemütlichem Kaminzimmer und 2 kleinen Salons mit Seeblick. Gehört zum Hotel Lehnitzsee. Beliebter Treffpunkt für diskretes Lobbying. Sehr beliebt bei ADL-Diplomaten und -Beamten, die etwas in Berlin zu erledigen haben. 

[O] Restaurant Pfaueninsel (Zdorf) Im Kavaliershaus auf der Pfaueninsel untergebrachtes Sternerestaurant mit großem Sommergarten und Organic Food Anspruch. Wegen naher Bassbreathing-Anlage in jener Szene besonders beliebt. Zudem viele Touristen. Restaurant verfügt über 6 kleine High Class Ferienwohnungen in den oberen Stockwerken.

[O] Shinjuku (Mitte) Im Großen Tiergarten gelegene Pagode mit Teehaus, Teppan-Yaki-Restaurant und kleiner Asia-Mall. Perfekter Meetingort für diskrete Gespräche im Schutz der Öffentlichkeit. Haussicherheit durch Renraku (Eigentümer). Info+ [#berlin S.K62]

[O] Stop Motion (ChaWi) Ein feiner Club für betuchte Trolle in der Metropolis-Arkologie. Echtledersessel, edle Whiskeys in riesigen Tumblern, feine Zigarren. Einlass nur für Mitglieder, Mitgliedschaft nur auf Empfehlung. Alexander Cerny (EMC-Chef Berlin) ist hier Mitglied. Info+ [HIER] 

[O] Yamato’s (RENSAN) Exzellente und diskrete Sushi-Bar. Koch Yamato ist Ex-Yakuza, hat aber noch Kontakte. Sohn Kei ist Mitglied der 99 Ronins. Info+ [#berlin S.K58]

[O-M] Bageleisen (Mitte) Waschsalon mit integriertem Café und herausragendem Backshop. Beliebt bei Konzernern, Underdoggern, Touristen und Latenightern auf der Suche nach Irgendetwas zwischen Finisher und Frühstück. Info+ [#berlin S.78, Lageplan S.K77] 

[O-M] Fredersen (ChaWi) Um das riesige Atrium der Metropolis-Arkologie angeordneter Esstempel mit 5 Ebenen, die jeweils andere stilistische Nuancen der 1920er bis 1940er Jahre bedienen (Jugendstil, Art Déco …). Info+ [#berlin S.K63] [HIER] Host: [HIER]

[O-M] The House of Netjer (SKTEM) Gepflegtes ägyptisches Restaurant mit angeschlossenem Haustempel der örtlichen koptischen und kemetischen Gemeinde. Der Restaurant-Host ist vordringlich ein virtueller Tempel mit atemberaubendem Detailreichtum, der gerne von Technomancern besucht wird.

[O-M] Teehaus Kasbah (!FhKb) Exzellente orientalische Küche im Emirat (Scharia!). DER Meetingpoint, wenn man sich mit Leuten aus dem Emirat treffen will. Info+ [#dids2 S.80] [#berlin S.48]

[O-M] Zum Tempelritter (SKTEM) Gemütliches Restaurant im Nachbau der Dorfkirche Alt Tempelhof mit wunderschönem Biergarten zwischen alten Grabsteinen. Gutbürgerliche Küche, exzellente Wein- und Bierauswahl mit persönlicher Beratung durch Sommelier. 

[M] Akbaba (!FhKb) Destille und Tango-Stampe am Kottbusser Tor mit Meeting- und Schlafräumen im zugemauerten Hinterhaus. Werbung [#berlin S.A67]

[M] Batus Taverne (Mitte) In Nebenstraße gelegenes kleines Lokal mit fürchterlichem Essen, aber hoher Diskretion. Betreiber ist Wüstenkrieg-Veteran. Viele Söldner und Soldaten im Publikum, denen der Geschmack des Fraß offenbar wenig ausmacht. Info+ [#berlin S.K58]

[M] Bei Cosy’s (Rdorf) Kleines gemütliches Restaurant mit guter, preiswerter Hausmannskost. Info+ [#berlin S.K54]

[M] Bei Dills (Potsd) Gemütliches Wohnzimmer-Restaurant in Stadtvilla eines pensionierten Ärztepaares, die noch immer nebenbei als Straßendocs arbeiten. Info+ [#berlin S.K59]

[M] Bei Klara (ZICTEG) Gemütliche Kneipe mit Imbissgerichten (Pommes, Currywurst, Döner, Schabulle) und mehreren diskreten Hinterzimmern. Info+ [#berlin S.56]

[M] Bullets & Burgers (Mitte, Rdorf, Sfeld und !Spand). Oben Burgerbude, im UG Shooting Range zum Spaßballern mit allen Waffentypen. Bei Konzernkids beliebt für Geburtstage. Weapon’s World Filiale immer nebenan.

[M] Café Bruchstein (ChaWi) Einstmals sehr angesagte Erlebnisbar mit Betonruinen- und Stahlträgeroptik. Heute Hashishabar und wenig besucht. Perfekter Meeting Point (verwinkelt, mit schallgeschützten Sitznischen). Info+ [#dids2 S.81]

[M] Café Le Piaf (Rdorf) Kleines, französisches Café an der Rue Charles de Gaulle. Teil der Wohnenklave „Entspannungsstadt Monamour“ (im Besitz von ESUS). Exzellenter Café und leckere französische Spezialitäten (Baguettes, Tartes, Brioches, Petit Fours, kleine Gerichte, Elsässische Flammkuchen) zu sehr moderaten Preisen. Info+ [HIER] 

[M] Café Mameluk (!FhKb) Angesagtes zweigeschossiges Hashisha-Café mit Blick auf Checkpoint Delta nach Tempelhof. Von den Logen oben sieht man gut, wer kommt und geht. Info+ [#blutundspiele S.75, mit Bild]

[M] Café Peter Pank (ChaWi) Am Viktoria-Luise-Platz gelegenes, lauschiges Hinterhof-Galeriecafé. Teil des Galerie- und Auktionshauses Nimmerland. Gäste meist Auktionspublikum sowie Künstler und neo-anarchistische Intellektuelle. Info+ [#berlin S.K86, Grundriss S.87]  

[M] Casablanca (ChaWi) Am Savignyplatz unter den M-Bahn-Bögen gelegene, verschwiegene Bar, in der gelegentlich Stummfilme und 2D-Streifen im Trideoformat vorgeführt werden. Beliebt bei Filmfans und Intellektuellen. Info+ [#berlin S.K59]

[M] Duffner (AGCSIE) Restaurant für „orkische Spezialitäten“ (= überwürzte Rippchen und Schnetzelgerichte mit Bullshitnamen in gebrochenem Or’zet). Häufiger Probleme mit rassistischen Übergriffen. Info+ [#berlin S.K57]

[M] Da Gianni (!Oburg) Familienrestaurant mit guter Steinofenpizza und schöner Weinauswahl. Ein guter Ort, um BGS-Personal mit ihren biologischen Schwachpunkten zu scannen. Info+ [#berlin S.A44]

[M] Dunkelrestaurant Eclipse (Mitte) In den Hackeschen Höfen gelegenes, kleines Restaurant ohne Licht. Bei einigen Schmidts beliebt wegen naturgegebener Anonymität der Begegnung. Info+ [#berlin S.K78, Lageplan S.K77]

[M] Flug 4239 (ZICTEG) Kleine Bar am Ort der einstigen Absturzstelle (Hintergrundstrahlung!). Einige Originaltrümmer wurden in die Einrichtung integriert. Rest der Einrichtung zwar angeblich ebenfalls authentisch, tatsächlich aber ausgemusterte Flugzeugsitze etc. irgendwelcher Maschinen. Info+ [#berlin S.K56]

[M] Fritz Lang (ChaWi) Im M-Bahnhof Metropolis gelegenes Straßencafé mit schönem und abhörgeschützten Veranstaltungsraum (Roter Salon) sowie Wintergarten mit bestem Blick auf Bahnhof und Übergangsbereich zwischen KuDamm-Mall und Arkologie. Info+ [#berlin S.K63] [HIER] Host: [HIER]

[M] Juanita’s (AZTSHW) Aztlanisches Grillrestaurant, beliebt bei Orks wegen der würzigen Küche und bei Runnern wegen Infos und Gear, welche die Ork-Besitzerin (Juanita) im Kühlraum verkauft. Info+ [#berlin S.K54]

[M] Kiroshi (Mitte) Kushinoya-Restaurant an der Rotlichtmeile Rosenthaler Straße, beliebt bei Latenightern. Info+ [#berlin S.K78, Lageplan S.K77]   

[M] Knossos (Rdorf) Herausragendes griechisches Restaurant mit „All you can eat“-Angeboten (Stadtweite AR-Werbung: „Der Koloss bei Knossos!“), bei Orks und Trollen sehr beliebt. Zuweilen Schauplatz von Zwischenfällen, wenn Hauer nach stundenlangem Schlemmen alkoholisiert weggehen und mit der Nobelklientel bzw. dem Wachschutz der nahen Body Mall „Schöner Leben“ aneinandergeraten. Gerüchteweise provoziert der Knossos-Betreiber Twinn, ein pensionierter Schattenläufer und intimer Kenner von Antisprawl-Taktiken der Konzerne, diese Situation ganz bewusst, um irgendwann an die Betreibergesellschaft der Mall zum Spitzenpreis verkaufen und sein Restaurant an anderer Stelle in den alternativen Bezirken neu und größer wiedereröffnen zu können. Info+ [#berlin S.K84, Übersichtsplan S.K85] 

[M] Krassers (Mitte) Imbiss vor der Staatsoper Unter den Linden, die laut Touri-Guide „die beste Currywurst Berlins“ bietet. Info+ [#berlin S.K58]

[M] Medikus (Mitte) Auf Anarchie getrimmtes, inzwischen aber legales Erlebnisrestaurant mit ständiger Ausstellung zum Status F. Sehr beliebt bei Touristen und Neuberlinern. Info+ [#dids1 S.64] [#berlin S.K65]

[M] Mon Bijou (Mitte) Lauschiges Barlounge-Café in den M-Bahn-Bögen am Hackeschen Markt mit großem Außenbereich zum Monbijoupark hin. Im Sommer stets bestens besucht. Info+ mit Lageplan [#berlin S.K77]

[M] NaturPur! (!Köpe) Shabby Chic Restaurant mit authentischem veganen Essen in Bio-Qualität zu unschlagbar günstigen Preisen. Hauseigene Hanf-Zigarillos. Info+ [#berlin S.K49]

[U-S] Ödnur’s Diner (überall) Rundgelutscht aussehende 50s Style Diner Cars mit türkischen und berlinerischen Imbissgerichten. Wurden vom Ödnurkonzern in den 2050ern und 60ern überall hingestellt; heute sind viele (aber nicht alle) Diner Cars arg heruntergekommen. Info+ Ödnurkonzern [#diegraueeminenz S.48-50]

[M] Omae (RENSAN) Beliebte Sunakku-Bar der japanischen Jungkonzerner. VRcade-Geräte, Karaoke, Snacks, Schlafsärge verfügbar.

[M] Preußens Stolz (SKTEM) Gutbürgerliches Restaurant mit zahlreichen, überwiegend beschädigten Antiquitäten (meist Flohmarktfunde, die eine gewisse Schwermut über den Untergang vorgeblich noblerer Zeiten ausstrahlen) und zwei großen abtrennbaren Gasträumen, sehr beliebt bei Policlubs. Info+ [#berlin S.K60]

[M] Rapa Nui (Mitte) Indisch angehauchte Shishabar in der Rosenthaler Straße im Scheunenviertel. Wer die Dauerbeschallung mit Bollywood-Soundtracks aushält, findet hier einen angenehm diskreten Ort für treffen. Info+ [#berlin S.K78, Lageplan S.K77]

[M] Red Leprachaun (!Köpe) Gemütlicher Irish Pub. Zwergischer Besitzer Evan O’Riley ist namhafter Infobroker und freier Schmidt. Info+ [#berlin S.A52]

[M] Rivaldos Café (AZTSHW) Aztlanische Coffee Bar mit echtem Röstkaffee direkt gegenüber der Zufahrt einer Aztechnology Critterzucht. Info+ [#berlin S.K54]

[M] Schöne Aussicht (AZTSHW) Kneipe direkt am Zugangskontrollpunkt nach Spandau. Treffpunkt von Bloggern und Verschwörungstheoretikern. Info+ [#berlin S.K54]

[M] Slippery Connexion (ChaWi) Vom Skandalfaktor des F-Zeiten-Slippery zehrende, übelst überteuerte Oben-Ohne-Bar und Touristenfalle in der Q-Mall. Runner kommen hierher, um das Bunraku-Elf-Girl Suzie Side zu bedauern – früher die extrem erfolgreiche und langjährig aktive Top-Runnerin Samantha Z, ehe sie übelst von KFS erwischt wurde und nun als süßlich-dumm weggetretene Bedienung hier Dienst tut. Info+ [#berlin S.K66] Slippery [#berlin S.K66], [#dids1 S.68]

[M] St. Patrick’s (Rdorf) In der Tegeler Fußgängerzone Gorkistraße gelegener, alteingesessener Irish Pub auf zwei Ebenen. Betreiber Paddy bietet gegen Bezahlung Streaming der Aufnahmen seiner Frontkameras mit Blick auf den direkt gegenüberliegenden Eingang zur Body Mall „Schöner Leben“ an. Info+ [#berlin S.84, Übersichtsplan S.K85]

[M] Tupedo (Sfeld) Unaufgeregte Altberliner Destille. Treffpunkt einiger Berliner Altkommunisten und Exilsowjets. Info+ [#berlin S.K60]

[M] Trattoria Monticchiello (ZICTEC) Preiswerte und dabei hervorragende Trattoria direkt am Tegeler Hafen im Biotechnologiepark Berlin (legendär riesiger Trollsize-Salatteller mit gegrillten Sardinen und Tintenfischen). Begrenzte Tischzahl und der Gastgeber kann sich aussuchen, wem er die Gunst seiner Küche gewährt (nein, der Credstick entscheidet nicht). Info+ BTPB [#berlin S.K62]

[M] Wolfsschanze (!MaHe) Über die Grenzen der Stadt hinaus bekannter Treffpunkt rechter Gruppen und Nazi-Sympathisanten. Mehrfach durch Anschläge aus dem linken Spektrum zerstört, ist die aktuelle Inkarnation der Wolfsschanze im Industriegebiet Wolfener Straße in Marzahn in einem umfassend zur Festung verstärkten Ziegelbau mit ummauertem Parkplatz und mehreren Lagerhallen untergebracht – mitten im Sitz der örtlichen „Alternativen Polizei“, der Falkenwehr. Info+ [#dids1 S.65]

[M] Wolke X (überall) Schnellimbiss-Kette mit Stammhaus „Wolke“ in Steglitz (Zdorf). Andere Imbisse tragen fortlaufende Nummern nach Gründungsreihenfolge (Wolke 2, 3, 4 …). „Wolke 7“ ist Vorzeige-Nobelimbiss der Oberklasse direkt auf dem Potsdamer Platz und sehr beliebt bei den Angestellten der umgebenden Bürotürme. Die Nummern jenseits der 30 sind meist M-Bahn Imbisse. Seit Neuestem auch „Wanderwolken“ (mobile Wurstverkäufer). Info+ [#berlin S.K59]

[M] Zankapfel (!FhKb) Gepflegte Kiezkneipe mit Tanzdiele, Jabifu, F-Bier-Ausschank und Dämmerlicht. Regelmäßiger Diskordianer-Stammtisch an jedem 5. Süßmorg. Info+ [HIER]

[M] Zederer (!Spand) Altberliner Kneipe im Kolk, beliebter Treffpunkt für Straßensamurais, Söldner und Waffenschieber. Stets übellauniger Besitzer ist Goldgrube für Infos. Info+ [#berlin S.K56]

[M] Zillegarten (Mitte) Altberliner Kneipe mit Biergartenbereich zur Fußgängerzone am Hackeschen Markt hin. Schöne Auswahl Berliner Traditions- und Szenebiere zu deftigen Berliner Gerichten. Beliebt bei Touristen, aber auch Berlinern. Info+ mit Lageplan [#berlin S.K77]

[M] Zhou Chao (Mitte) Immer gut besuchtes Asia-Büffetrestaurant in der Moa Mall. Viel Publikum vom darüber liegenden Moa Westin Hotel. Info+ [HIER]

[M-U] Der Food Konvoi (wechselnde Orte in !Pank, !MaHe, !Lich) Der Konvoi hält bei Rynaks und steht tageweise an verschiedenen Orten. Er besteht aus 1 Sattelschlepper mit Küchenvorräten, der auch als mobiler Supermarkt dient und Verteidiger auf dem Dach hat, 2 zerbeulten und gepanzerten Foodtrucks (Kesselcurry/Schabulle bzw. handgemachte Burger) sowie 2 gepanzerten und bewaffneten Geleitfahrzeugen und 3–5 Motorrädern, die dem Konvoi als Scouts vorausfahren.

[M-U] Hauergasse (ChaWi) Indoor-Kneipengasse mit Orkpublikum: 33 Mini-Kneipen, 16 Grill-Kleinstimbisse, 8 Stehcafés, 2 Restaurants und 14 Kleinstläden für Kunst und Krempel (auch Schwarzmarktware). Info+ [HIER]

[M-U] TegelWelt Foodcourt (Rdorf) Verwinkeltes Mall-Labyrinth kleiner Imbisse, Restaurants und Minikneipen. Info+ [#berlin S.K84, Übersichtsplan S.K85]

[M-U] UnsagBAR (Mitte) Schäbige und überteuerte Touristenfalle im Vollmer Eck am Hackeschen Markt. Serienabfertigung von Pauschalreisenden, die Dutzendweise mit Touristenbussen herangekarrt werden. Schlechte Qualität wird konsequent als „das authentische Berlin-Erlebnis“ zelebriert und gute Qualität im Prinzip als „fake“ vereunglimpft. Info+ [#berlin S.K78, Lageplan S.K77] 

[U] Adrians Kellerchen (Zdorf) Kleine Kellerbar am Mexikoplatz im Besitz eines Alt-Anarchos, der offenbar einen besonders großen Groll gegen Proteus hat. Kann Gerüchten zufolge Kontakt zur Letzten Front herstellen. Info+ [#berlin S.K59]

[U] All Around (!Lich) Typische Berliner Eckdestille und Anarcho-Treffpunkt. Info+ [#berlin S.A47]

[U] Bei Milieuowitsch (!Spand) Einfache Balkanküche, vor allem Grill- und Kesselgerichte. Viel Ork- und Zwergenpublikum. Überwiegend Osteuropäer. Info+ [#berlin S.K56]

[U] Café Budayeen (!FhKb) Kleines Straßencafé am M-Bahnhof Kottbusser Tor, direkt vor einem der Haupttore in das Emirat Kreuzberg. Info+ [HIER]

[U] Schulle & Schabulle (Zdorf) Legendärer Steglitzer Imbiss mit Schultheiss vom Fass und deftigem Kesselcurry, für das sich das Nobelpublikum sogar mit dem schäbigen Straßenabschaum mischt (häufiger allerdings holen Lakaien die begehrten Berliner Spezereien ab).   

[U] Alcatraz (Mitte) Bei Runnern beliebte Absturzkneipe unweit der Massenhaftanstalt Plötzensee und dem Westhafen. Beliebt für After-Run- und Haftentlassungs-Parties. Info+ und Lageplan [HIER]

[U] Arcanova (!FhKb) Off-Destille mit relaxter, aber bewaffneter Stammkundschaft, darunter einige Runner. Hinterzimmer mit Sofaecke für Meetings und Unterschlupf. Schieber „Toysoldier“ verdealt im Keller Waffen. Info+ und Floorplan [HIER] 

[U] Automag (Sfeld) Kneipe mit F-Charme und Aggrorock. Barmann Khaos (Zwerg) kann Zugang zu Hinterzimmerbereich geben (praktisch zweite Kneipe für Runner, Hacker und Anarchos. Drinks serviert in alten Konservendosen). Info+ [HIER]

[U] Beim Jochem (Mitte) Von einem Exilsaarländer betriebene Destille mit einfacher, aber vorzüglicher Küche (GROSS Bier, Lyoner, Doppelweck, Dibbelabbes, Schaales…) Info+ [HIER]

[U] Bierwirtschaft Zur Assel (Mitte) Im Weddinger Asselkiez direkt an die Schallschutzwand zur A100 in der Jüdenstraße gelegene Destille mit Arbeiterkundschaft. Im OG gelegenes Wohnzimmer des Betreibers fungiert als Hinterzimmer. Gelegentliches Kartenspiel, zudem Meetingpoint des Batsche-Schmidt seit Schließung der Batsche. Info+ [HIER]

[U] Blue Max (!Spand) Das Blue Max ist keine regelmäßig betriebene Bar im eigentlichen Sinn, sondern nur ein gemütlicher Bar-Room mit Theke, Kühlraum, ein paar Tischen, einem alten Kicker und zwei Flippern im Erdgeschoss der Tower-Ruine vom Flugfeld Gatow, der von den hier operierenden Schmugglern (und ein paar Runnern) als Hangout, Meetingroom und als Partyraum verwendet wird. Info+ zum Flugfeld Gatow [#berlin S.K6] [Karte #schnellunddreckig2]

[U] Bücherwyrm (!FhKb) Direkt neben der Bücherei Kreuzberg gelegene Destille, in der oft Lesungen stattfinden. Der greise Bibliothekar Samuel ist hier Stammgast und versucht die Lektionen seines (für Orks) langen Lebens weiterzugeben. Info+ und Bild Samuel Beckenbauer [#sr2050 S.113] [VIDEO] ab ca. 7:20

[U] Die Stampe (!Grop) Altberliner Kiezkneipe mit Arbeiterkundschaft: Trid mit Sportkanälen, 4 lokale Biere, dazu Schmalzstullen und 18–22 Uhr Rippchen und Kesselcurry. Raucherpinte ohne Waffenkontrolle.

[U] Krützkamps (Potsd) Bikerkneipe in Neubabelsberg direkt an der alten L40, die als Zubringer zur „Autobahnkriegpiste“ B101 fungiert. Hat faktisch die Funktion der einstigen Spinnerbrücke übernommen (diese schloss, als die Avus zur EuroRoute ausgebaut wurde, von der die meisten Gangbiker sich fernhalten bzw. mangels CEERS-ID / ADL-SIN keinen Zugang bekommen), ist also Meetingpoint der (Kampf-)Bikerszene der Gegend. Info+ [#berlin S.59] 

[U] Matrixcafé Ağ Oluşturma (Mitte) Türkisches Haschischa-Café in Moabit mit Matrixzugang, alten Videowalls und voller Jungtürken, die Shooter zocken. Außerdem werden hier BTLs und verbotene Progs gedealt. Info+ [HIER]

[U] Modem (AGCSIE) Im Jewühl gelegene Hackerkneipe mit eigenem Datentresor zum Abspeichern von „Lebensversicherungen“. HQ der Hackbirds Matrixgang.

[U] Pizza Planet (StraFre) Pizzafabrik zur Herstellung von Handelsmarken-Billigstpizza verkauft Dieselben Produkte als No Name via eigenem Großraum-Pizzadienst (Drohnenlieferungen bis nach Mitte). Direkt an der Fabrik zudem angeschlossenes Restaurant mit Blick auf den Igelpfuhl. Am Wochenende Disko und Jugend-Hangout. 

[U] Pizz King (überall) Im ganzen Stadtgebiet verbreitete Lieferpizza-Kette mit 30 Niederlassungen. Bild [#berlin S.A59]

[U] Rabenbar (Mitte) Im Keller des Wohnhauses Eichendorffstraße 5 versteckte alternative Kleindestille mit gutem Jabifu. Beliebter Treffpunkt der im weiteren Umfeld tätigen Künstler, Tänzerinnen und anderen Entertainer. Troll-Barkeeper Krah ist (unausgebildeter) Straßenhexer und bestens über das wer mit wem und warum nicht im gesamten Gebiet informiert. Bild [#berlin S.K34]

[U] Sude (!Pank) Jüdisch-russisches Spezialitätenrestaurant einfacher, aber guter Qualität. Bietet alle Speisen auch im Takeaway an. Info+ [#berlin S.A46]

[U] Schabovskis Schultheiss Eck (!MaHe) Einfaches Restaurant in der Einkaufshalle eines Hortbau-Wohnblocks an der Thälmannstraße. Der Legende zufolge wurde hier vor langem irgendein Elite-Schattenläufer erschossen, an dessen Namen sich irgendwie keiner erinnern kann. Egal. Jedenfalls treffen sich hier immer wieder mal Gestalten, die nicht in die Anlage gehören, und hinterlassen in der AR des Restaurants in Geheimsprache codierte PNs. Info+ [#berlin S.A78, Lageplan S.A79]

SRB-Alt-Ad-Schrapnell-1sphoch.pptx[U] Schrapnell (!FhKb) Berlins bekannteste Anarchokneipe. Perfekter Einstiegspunkt für neue Runner im Plex (Besitzerin Eva Lenz vermittelt Kontakte). Info+ [#dids1 S.64] [#dids2 S.81] [#berlin S.A52] [#reiseführer S.119] [#dp:adl S.49]

[U] Schwarzer Hahn (!Falk) Schattenkneipe im Fort Hahneberg. Viele Schmuggler und Schieber im Publikum dank ständigem Basar und Auktionsraum „Fundstübchen“ im Fort. Info+ [HIER]

[U] Tarantel (!Grop) Alteingesessener, im Laufe der Jahre aber heruntergekommener F-Musikclub mit kleinem, gutem Imbiss-Menü neben Containerhof mit Lkw-Parkplatz. Noch immer Treffpunkt zahlreicher osteuropäischer Waffendealer. Info+ [#dids1 S.65]

[U] Zum Bratteuffel (!Lich) Großes Ork-Familienrestaurant mit schwerem Mobiliar und offener Grill-Showküche, in der sich zu jeder Zeit ganze Tiere über glühenden Kohlegruben drehen. Zu jeder Zeit gut besucht, da das Restaurant Kundschaft aus dem ganzen Stadtgebiet zieht. Große Spielecke für Kinder, offene Bühne, viele Orkrechtsaktivisten, aber alle Metarassen willkommen wenn sie sich benehmen und den derben Umgang aushalten. 

[U] Zum Stammhaus (AGCSIE) Komplett von Rohren und anderen Gebäuden überbautes Berliner Traditionshaus (seit 1911), heute am Ende eines funzlig beleuchteten Tunnels zu finden. Arbeiter-Treffpunkt im Bezirk. Hat Kegelbahn und Shooting Range.

[U-S] Curry & Kaplan (überall) Erfolgreiche Döner-, Currywurst- und Kesselgerichte-Kette mit über 80 Imbissen in Berlin. Einfache Streetfood-Qualität. Offizieller (Neben-)Sponsor der Berlin Cybears. Werbung [#berlin S.K42]

[U-S] Eiskeller (!Spand) Auf der autonomen Inselfestung Eiswerder gelegene Anarchokneipe mit eigenem Steg. Sehr sicherer Meetingort. Ausgemergelter und überall tätowierter elfischer Betreiber „Spuk“ ist Schamane. Info+, Lageplan und Floorplan [HIER], Info+ Eiswerder [#berlin S.A75] Karte Schattenklinik Eiswerder [#reiseführer S.127]

[U-S] Zum Kohlensack (Mitte) Weddinger Zuschütteria im baulichen und inneneinrichtungstechnischen Originalzustand von ca. 1960. Info+ [HIER] [Realvorlage]

[S] Bierdealer (StrFr) Die beliebteste Zuschütteria im „Industriesektor Ost“, wo’s wenig gibt außer Ausbeutung. Treffpunkt der Arbeiter im Bezirk. Info+ [#berlin S.K89]

[S] Billigmeilen (RENSAN) In mehreren Nebenstraßen des Bezirks gelegene Abschnitte dicht an dicht stehender Automatenkneipen (Shokuyasu Shoten). Trotz Billigcharakter von allen Teilen der Bevölkerung genutzt.

[S] Café Radikal (!MaHe) Stammtreff der Anhänger und Macher von Radio Radikal (linksautonomer Piratensender). Exzellente Quelle für Infos über aktuelle Konzernskandale und die Neo-A Szene. Info+ [#berlin S.54] Werbung Radio Radikal [#berlin S.A59]

[S] Grimes (Zdorf) Siffige Bar mit Offkultur-Dancefloor im Keller des heruntergekommenen Hochaus an der Ecke Neuwalderstraße. Bei Konzernkids beliebt, um vor der Tür abzuhängen und „besoffene Asoziale“ zusammenzudreschen (gelegentlich gegen Trinkgeld). Lokaler Dealer Haze (Elf) kann Druck auf Konzernkid-Klienten ausüben, um Zugangskarten der Eltern o.ä. zu beschaffen. Hochhaus Info+ [#berlin S.59]

[S] Imbiss Pilvodnik (Sfeld) Durch steigende Mieten aus dem Wedding verdrängte legendäre Imbissbude. Borschtsch, Wodka, Currywurst und die beste Schabulle der Stadt (scharfes Ersatzfleisch mit viel Ketchup und Zwiebel in Fladenbrot, Berliner Spezialität). Info+ [HIER]

[S] Kehlkaserne (!Spand) Im Schwarzen Hahn (Fort Hahneberg) gelegene Schattendestille mit Schrottmöbeln und ohne Heizung. Jabifu, Bier und wechselnde Kesselgerichte. Publikum hauptsächlich Wachen, Fahrer und Schmuggler des Hahns. Zudem wegen Lo/No-Tech bei Runnern beliebter Treffpunkt. Info+ [#berlin S.A87, Grundriss und Lageplan S.A88] Schwarzer Hahn [HIER]

[S] Pipeline (!Spand) Gatower Absturzkneipe mit Drinks zum Selberzapfen an jedem Tisch. Abrechnung nach Durchflussmenge bei der Besitzerin, dem taffen Ork-Klingengirl Biljana Hrdlicka. Info+ [#dids S.K80]

[S] Rattennest (!Lich) Im 17. Stock eines einsam stehenden Ex-Wohnblocks liegende, gut gesicherte Schattenkneipe. HQ der Sprawlguerillas vom Letzte-Front-nahen Komitee 221 um den Ork Karzer. Man sitzt auf Autositzen und Schrottsofas und trinkt F-Bier. Mehrere Hideouts und Hinterzimmer. Info+ [#berlin S.A80, Floorplan S.A81]

[S] SoiSoiSoi (überall) Ultrabillig-Automatendiner-Franchise, bietet „realnahe“ NutriSoy Gerichte zum Selberziehen. Einheitslook mit Milchplastikfenstern und schmutzabweisenden Plastmöbeln. Selbstreinigend. Kein Personal. Info+ [HIER] 

 

TOP-SPOTS BERLIN: Übernachten

cropped-2982680-1.jpg

/// Die Picks der Runnerszene – von Anne Archiste ///

Mit dem etwas älteren [#berlin]-Schattenfile und dem Berlinteil im topaktuellen [#Datapuls:ADL] ist jeder Berlintourist aus den Schatten bereits ziemlich gut informiert. Wir haben dennoch unsere Lieblings-Kampftaxifahrerin Zoé nach einer Art „Masterlist“ der aktuell heißesten Spots des Megaplex befragt und die Berliner Runnerszrene eingeladen, ihre persönlichen Favorites beizusteuern.

Das Ergebnis sind mehrere Hotspot-Toplisten, die – unterteilt nach Themen wie Übernachten, Nightlife etc. – nicht nur eine aktuelle, sondern sich in Zukunft in demselben SRB-Post weiterhin aktualisierende Liste der nicht unbedingt besten, aber der definitiv kennenswertesten Berliner Locations darstellen. Und das so kompakt wie möglich gekennzeichnet nach sozialer Schicht:

[L]uxus [O]berschicht [M]ittelschicht [U]nterschicht [S]quatter

Und here we go mit Liste 1:

TOP-SPOTS: ÜBERNACHTEN

[L] Berlin Hilton (Mitte) Bis in die 2060er hinein Berlins „erstes Haus am Platz“ mit mittlerweile etwas verblasstem Glanz. Legendäre Präsidentensuite bleibt teuerstes Hotelzimmer der Stadt (ab 3.600 ¥/Nacht). Info+ [#dids2 S.79]

[L] Hotel Adlon (Mitte) Neubarockes Traditionshaus, bekannt für perfekten Service und absolute Diskretion. Executive Lounge mit Top-Störtechnik beliebt für Geheimdeals. Info+ [#berlin S.K61]

[L] Krasnaya Zvezda Schlosshotel (!Pank) Berlins bestes Hotel in den alternativen Bezirken im früheren Schloss Schönhausen (in der F-Zeit größtenteils zerstört, danach mit Hilfe der PSt als „Haus der russischen Vertriebenen“ wiederhergestellt, zwischen 2075 und 2077 mit Vory-Geldern zu Luxushotel umgebaut). Treffpunkt der osteuropäischen Unterweltsgrößen mit dem Anspruch, „noch besser“ als die Konzern-Luxushotels zu sein.

[L] Mandarin Berlin (RENSAN) Wichtigste Unterkunft für asiatische Geschäftsreisende. Mehrere Restaurants und angesagter Sky Club „Shibuya Gardens“.

[L] Residenz & Spa Hotel Potsdam (Potsd) Edelhotel im ehemaligen Landtag auf dem Brauhausberg mit nur 21 Betten, deshalb beliebt bei Prominenten. Info+ [#berlin S.K65]

[L] Streletzki Excelsior Grunewald (Zdorf) Aus der sonst sehr flach bebauten Villenenklave Dahlem herausstechender Hotelturm (ehem. Hotel Charlton, Info+ [#dids2 S.79]) mit 26 Stockwerken. Beliebt bei Besuchern der Dahlemer Oberklasse und Runnern die einen erhöhten Blickwinkel über Dahlem, Wannsee und Grunewald brauchen.

[L] Zum Alten Stift (!Pank) Luxuriöses Gastpension in einstiger Abtei unweit des Weißensees, umgeben von einer ausgedehnten und sehr gepflegten, (mehr oder weniger) reinelfischen Wohnenklave. Gäste sind überwiegend Besucher ebenjener Enklave. Besitzer Dieter Limperisch (Elf) eröffnete das Haus zu Status-F-Zeit, besitzt wenig Sympathien für Anarchos oder Konzerne und ist sehr auf Neutralität bedacht. Info+ [#dids1 S.K63]

[L-O] Alexandria Spa Hotel (Mitte) Luxusqualität mit gepflegtem Understatement. Zutritt nur für Gäste. Beliebt bei jenen Mitgliedern der oberen Zehntausend, die auf Diskretion bedacht sind. Eigene Klinik (Betaware). Bild [#berlin S.K28].

[L-O] Grand Berlin Messe Hotel (ChaWi) Anstelle des 2076 abgerissenen „Hotel am ICC“ gebautes und im Juni 2078 neu eröffnetes Luxushotel mit 60 Stockwerken und Blick über Messelichtplatz, ICC und Neue Messe. Alles State of the Art. 3 Restaurants, Rooftop Bar, eigene Falknerei zur Drohnenabwehr, eigene EuroRouten-Abfahrt direkt in die Tiefgarage. 

[L-O] Waldorf-Kempinski Am Zoo (ChaWi) Unweit des Hardenbergplatz gelegenes, etwas aus der Mode gekommenes Luxushotel mit Altberliner Charme. Bei Nachtschwärmern und Berlins Oldschool-Runnern beliebte Skybar „Night Owl“ mit legendärer Whiskey-Auswahl und eigenem Airtaxi Pad.

[O] euleXia Hotel (ChaWi) In der KuDamm-Mall. Beliebt wegen der „Traveller Lounges“ (Komfortsärge mit Matrixzugang, Sarggäste können alle Einrichtungen des Hotels nutzen). Info+ [HIER]

[O] Fürstenhof Berlin Hotel (ZICTEG) Gewohnt komfortables Haus der Nobelhotelkette in Flughafennähe. Viele Business Traveller. Eigenes Konferenzzentrum mit 16 Tagungs- und veranstaltungsräumen wird von Zeta ImpChem für Tradeshows genutzt. 

[O] Helios (ZICTEG) Beständig im nördlichen Berlin zirkelndes Zeppelinhotel mit eigenem Zubringerdienst vom Flughafen Tegel aus. Berühmte mtl. Mondscheingala über den Wolken.

[O] Hotel Columbia (SKTEM) Gediegenes modernes Hotel für Geschäftsreisende gleich am Flughafen Tempelhof. Der Veranstaltungsort Columbiahalle gehört zum Hotel, wird aber überwiegend durch externe Konzertveranstalter gebucht. 

[O] Hotel Lehnitzsee (!Oran) Modernes Haus der Streletzki-Gruppe mit Top-Ausstattung und vielen alten Kunstwerken aus Berlin. Sehr beliebt bei ADL-Diplomaten und -Beamten, die etwas in Berlin zu erledigen haben. Restaurant „Fontane“ mit gemütlichem Kaminzimmer und 2 kleinen Salons mit Seeblick ist beliebter Treffpunkt für diskretes Lobbying.

[O] Landhotel Am Eichenhain (Rdorf) Unweit der A111 im Norden der Stadt gelegenes Erholungshotel mit großzügigem Wellnessbereich, Pool-Landschaft und eigenem Golfplatz (800m entfernt). 

[O] Spin Resort Potsdam (Potsd) Großzügig dimensionierte Hotelanlage mit umgebendem Park, in dem kleine Gästehäuser in moderner Bauklötzchen-Optik verstreut sind. Nähe zu Schloss Sansscouci und benachbarter Golfplatz.

[O–M] Pergamon-Hotel (Mitte) Mit der Preußenstiftung (PSt) verbundenes Megahotel (2.000+ Zimmer) der Streletzki-Gruppe, äußerst beliebt bei Touristen und für Großevents. Eigenes Kongresszentrum. Architektonisch mit dem Pergamonmuseum verwachsen. Pergamonaltar in der Lobby. Info+ [#berlin S.K61, Bilder S.K20, S.K28, S.K43], Verflechtung zur PSt [#reiseführer S.141].

[O–M] Streletzki Ferien Resort Kladow (Potsd) Vorzeigeanlage der Streletzki Ferienwohnungssparte direkt am Glienicker See. 12 Häuser mit insgesamt 18 Wohneinheiten. Angeschlossenes Strand-Spa mit Sauna und in den See gebauter Whirlpoolanlage. Anlageneigenes Gourmetrestaurant „Fischerhütte“.  

[M] Axolotl (AZTSHW) Einfaches kleines Hotel. Saubere Zimmer. In Schattenkreisen vor allem bekannt wegen seiner Lage am Oberjägerweg direkt gegenüber einer großen Aztech Critterzuchtstation und direkter Nachbarschaft einer Aztech Förderschule, deren Zweck besteht „Ausnahmetalente“ von Kindern frühzeitig zu erkennen (z.B. Magiebegabung oder emergierende Technomancer). Info+ / Karte der Critterzuchtstation [#reiseführer S.209]

[M] Chavanne Hotel Alt Köpenick (!Köpe) Solides Mittelklassehotel der Chavanne-Kette mit nicht sehr überzeugend nachgefaktem Altberliner / Nouveau Retro Stil und Hauptmann von Köpenick Nippes im gleichnamigen Hotelrestaurant. Ein Stück deutsche Spießigkeit im alternativen Berlin. Beliebt bei Anarchotouristen und Intellektuellen. 

[M] City Stop Domhotel (Mitte) Alteingesessenes Budgethotel (mit Preisaufschlag durch zentrale City-Lage) in der Kronenstrasse. Vor Kurzem von der Marke City Stop übernommen und renoviert. Nüchterner „leicht zu reinigen“ Charme in austauschbarem globalen Einheitslook. Info+ [#dids1 S.63]

[M] City Stop Hennigsdorf (Rdorf) Einfaches Business Hotel in Autobahnnähe mit nostalgischer Countrystyle Truckerkneipe „Take It Easy“, in der man wunderbar der Zeit vor den Drohnen-Lkws hinterherweinen kann.

[M] Congress-Palace (Mitte) Unweit der Megamall Alexandria gelegenes Business Hotel inmitten einer gut gesicherten Wohnenklave überteuerter Eigentumswohnungen. In den Schatten eher bekannt wegen der Möglichkeit, mit der Gäste-ID des Hotels Zutritt zu jener Wohnenklave zu bekommen. Info+ [#dids1 S.63]

[M] Hotel Schlüters (AGCSIE) Direkt am Siemensdamm im dicksten „Jewühl“ gelegenes Hotel, das sich verschachtelt vom Helipad über den Förderbändern bis in die vierte Subebene einer dauerwummernden Fabrik für Spritzgusserzeugnisse windet. Kein Wifi-Empfang außer in der Top-Ebene. Kein Belauschen dank Vibrationen. Automatencafé-Lobby und kleine Hotelbar „Stammplatz“.   

[M] Kanagawa Komfort Hotel (RENSAN) Einfaches Hotel mit Kleinzimmern und Schlafmodulen, eigenem (Nudel-)Restaurant und 3 Räumen voller Pachinko- und VRcade-Automaten. Bunraku-Service über Zimmerterminals buchbar. Etwas verstecktes „Teezimmer“ in traditioneller Aufmachung für diskrete treffen.

[M] Rubikan Int’l BSI (Sfeld) Direkt am Flughafen gelegenes Businesshotel mit sauberen Zimmern und Schlafsärgen.

[M] Spreeber Hotelschiff (wechselnd zwischen Mitte-!FhKb-!Lich-!Mahe-!Köpe) Kleines Hotelschiff mit nur 6 Zimmern (2 EZ, 4 DZ) und einfacher Ausstattung. Verkehrt zwischen der Spree in Mitte und dem Müggelsee. Kapitän „Spatz“ (Zwerg) kennt alle Piraten und Gangs am Flußlauf.

[M] Hotel am Moritzplatz (!FhKb) Alteingesessenes „Künstler“-Hotel im Kreuzbasar-Kiez. Seit den Sechzigern im Besitz der Schatten-nahen Familie Burakgazi, sehr diskret. Versteckte Zusatz-Zimmer mit Security+ im Keller und in Nebenhäusern. Lageplan im Kreuzbasar [#sr2050 S.104]

[M] Moa Westin (Mitte) Moabiter Großhotel über Moa Mall und Asia-Büffetrestaurant Zhou Chao. Info+ [HIER]

[M-U] Metropolitan (ChaWi) Ehem. Luxushotel, völlig heruntergewirtschaftet und z.T. als Bordell genutzt. Trotzdem wegen Diskretion und Lage direkt am Zoo bei Reisenden, Nostalgikern und Runnern beliebt. Info+ [#dids1 S.63]

[M-U] City Stop Am Flughafen Tempelhof (SKTEM) Unaufdringliches einfaches Hotel ohne Persönlichkeit unweit des Flughafens Tempelhof. Kleine komfortable Zimmer zu guten Preisen. Klrine Konferenzräume mit aktueller Tagungstechnik auch für Hotelfremde stundenweise buchbar.

[M-U] Zoo Hostel (ChaWi) Im westlichsten der drei Zoo-Türme gelegenes Sarghotel für Backpacker und Feierwütige am Ende ihrer Kräfte. Trotz feiernden Teenagern in den Automatencafé-Bereichen und Schnapsleichen plus Kotze in den Gängen bei Runnern beliebt wg. der Möglichkeit ohne Registrierung zu übernachten (10 ¥/Nacht an 0300-dumpsite, Hackbirdz-Decker cloaken Zugang und löschen anfallende Daten). Info+ [HIER]

[U] All-In Berlin (AZTSHW) Auf der Grenze zu Spandau gelegenes Kleinzimmerhotel mit einfacher, aber sauberer Einrichtung (selbstreinigende Zimmer, Gepäck unbedingt in dafür vorgesehene Schränke räumen vor dem Verlassen!)

[U] Autohof Wilde Briese (!Falk) Ansammlung schäbiger Motels mit AldiReal, AldiBurger, AldiTank und namenloser Truckerkneipe, die auch von Hoverpiloten und Kanalpiraten vom nahen Havelkanal genutzt wird. Info+ [#berlin S.A54]

[U] Bunkerhotel Balaklawa (!Pank) In ehem. Luftschutzbunker gelegene Absteige unter Russenkneipe Krasny Oktjabr, laut Eigenwerbung das sicherste Hotel der Stadt.

[U] City-Hostel Kurfürstenhof (Zdorf) In der Steglitzer Albrechtstraße unweit des Rathaus gelegenes Hotel mit Mittelklasseanspruch und Abnutzungsproblemen. Preiswerte Veranstaltungsräume beliebt bei örtlichen Policlubs, Vereinen und für Teenager-Parties. Tiefgarage mit vielen Ausgängen bei Riggern beliebt, um Verfolger abzuschütteln.

[U] City-Hostel Holi Moli (!Lich) Eines der wenigen seit F-Zeiten durchgehend bestehenden alternativen Hotels in Lichtenberg. Seit 2077 mit Franchising der Marke City Hostel, ohne dass sich (außer der Beschriftung und etwas Branding Optik) geändert hätte. Rund 1/3 der Zimmer sind langzeitvermietet. 

[U] City-Hostel Martin Gropius (!Grop) Zu Hotel umfunktionierter, maroder Wohnblock mit 100+ Zimmern. Früher von Vory betrieben, nach Shootout mit 12 Toten 2076 neuer Besitzer und City Hostel Franchise Partner. 

[U] DKK Jugendherberge Berliner Bär (StraFre, !Spand, !Grop) Kleine schäbige Herbergen mit überwiegend jungem Publikum (Backpacker). Prinzipiell jedem offen stehend. Klassische Anlaufstelle für entlaufene Konzern-Kids.

[U] Hotel Yanagibashi (RENSAN) Sarghotel in einfachster Qualität. Bunter Plastiklook. Abgesplitterte Fronten, verblasste Neontöne, flackernde Lichter, draußen direktes Pachinko-Getümmel. Ständiges Komen und Gehen, perfekt zum Abtauchen. 

[U] Little King’s (!MaHe) Kleine, alteingesessene Pension. Beliebt bei Metamenschen und Magiern. Betreiberin Henrietta Spoerl war schon zu F-Zeiten hier, ist definitiv magisch aktiv und irgendwie alterslos, trotzdem sie offenbar keine Elfin ist. Info+ [#dids1 S.63]

[U] Neue Messe Hotels (ChaWi) Gegenüber den Türmen der Neuen Messe gelegene Gruppe von Hotels. Ursprünglich für Messebesucher gedacht, heute heruntergekommen und meist Rotlichtbetrieb. Beliebter Runnertreffpunkt am „Main Hub“ der Berliner Schattenszene im Westsektor. Info+ [#dp:adl S.116] 

[U] Rent & Rest Hennigsdorf (!Oran) An der A111 Richtung Hamburg gelegenes Motel mit Riggerkneipe „Lancebiker“. Beliebter Treffpunkt von Combat Biker Fans.

[U-S] ZZboxx (überall) Modulare Sarghotelkette, die auf bestmögliche Raumnutzung angelegt ist: Die Schlafeinheiten (Särge) sind freistehend, wetterfest, stapel- und überall aufstellbar, wo’s Strom gibt (leere Wohn-/Gewerbeflächen, Park-/Treppenhäuser). Bezahlung und Entriegelung via Kommlink, Provision für Modulaufsteller/-pächter. Beliebt bei Wirten, die so ein Zusatzgeschäft für Schnapsleichen haben.

shadowrun_berlin_underground_by_raben_aas-d30248t[S] Asselloch (Mitte) Insgesamt 8 siffige, aber mit Metalltüren gut gesicherte Kleinsträume in einem Miethauskeller der Jüdenstraße. Verbindungstunnel zur Bierwirtschaft „Zur Assel“. Fun Fact: Unser Konnopke macht hier zuweilen Kellersicherheit. Konzjärsch ist der Troll Schiller (Ex-Runner). 

[S] Leif Erickson (!Pank) Äußerlich eine schäbige Pension. Tatsächlich ein gut gesichertes Versteck mit Zimmern zum Untertauchen und Vergessen werden. Inhaber Zoffke (Zwerg) ist Ex-Samurai, passionierter Fallenbastler und mit allen Wassern gewaschen. Besitzt Verbindungen zu Vory- und Anarchokreisen als Teil des Sicherheitskonzepts des Hauses. Info+ [#reiseführer S.170]

[S] Bai Yok (!MaHe) Von Thailändern geführtes schäbiges Hotel in einem einstigen, nun mit Wellblech und Schrott verkleideten Parkhaus. Rotlichtbetrieb. Keine digitale Gästeregistrierung. Ein Ort zum Untertauchen.  

[S] Block X (!Grop) Ehemaliger Megawohnblock, heute Rotlicht“viertel“ voller Bars, Privatabsteigen und Prostitution auf den Gängen.

[S] Endstation (!Lich) Improvisiert wirkende Unterbringung in einer Reihe außer Dienst gestellter U- und S-Bahn-Wagen am toten Ende zugewucherter Abstellgleise. Wagenfenster meist zugesprüht oder mit Blechen verkleidet. Verpflegung über den „Speisewagen“, eine in einen S-Bahn-Wagen hineingebaute Kneipe mit einfacher Kessel-Kost. Im Umfeld einige Neo-Nomaden und andere Rollheimer.  

[S] Kesselhaus (!FhKb) Versifftes, gang-geführtes Appartementhotel in alter Fabrik mit dröhnendem Club im EG im Drogenkippe-Kiez (zahlreiche Labors, Dealer und Süchtige, Schwerpunkt Cram). Als Hideout tauglich. Info+ [#sr2050 S.104, Plan S.106], [#srr:dragonfall], [Video]

 

 

Brennpunkt Stephankiez

stephankiez

Auf der Mauer, auf der Lauer

// Dateiupload von TOLSTOI // 22.03.2076 – 09:00:00

Durch den gleichnamigen STERN-Artikel über Gated Communities in Berlin bzw. darüber, dass eigentlich ganz Berlin zunehmend aus ummauerten Nachbarschaften der einen oder anderen Art besteht, wurde ich wieder mal auf den Stephankiez aufmerksam. Und beschloss, diesem Stück Normalität in Mitte ein kleines File zu widmen.

Lage im Bezirk

Der Stephankiez liegt in Moabit, was wiederum – neben dem schon ausführlicher beschriebenen Brennpunkt Wedding – die Schmuddelecke unseres Nummer-1-Vorzeigebezirks Mitte ist.

Über Mitte will ich gar nicht allzu viel sagen, das Meiste dazu findet ihr eh im noch ziemlich aktuellen Berlin Upload. Aus diesem Upload ist Moabit wohl am Besten bekannt als der Stadtteil, in dem auch der ARlebnisclub HIMMEL & HÖLLE [2] liegt, in unmittelbarer Nachbarschaft des BEHALA Hafengeländes Westhafen mit dem Berliner Großmarkt [1] sowie der in den 2050ern neu gebauten Massenhaftanstalt Plötzensee (JVA Plötzensee VII) [3], eine weitere Erweiterung der unweit in der Lehrter Straße ansässigen JVA Plötzensee I [11] mit umgebender Sternschutz-Einsatzzentrale Berlin-Mitte I.

Wenn man vom M-Bahnhof Westhafen den Aufgang zur Putlitzbrücke nimmt und sich statt zum Lagerhaus-Moloch der BEHALAG im Westen bzw. statt zum Müllverbrennungskraftwerk Moabit [4] und der benachbarten Müllverwertung bzw. Müllverschiffung Gerhardt Kuhn KG [6] lieber nach (Süd-)Osten wendet, hat man den Stephankiez praktisch im Blick. Auch wenn einem dieser nicht weiter auffällt:

srb-stephankiez-xl

Unter der Putlitzbrücke erstreckt sich ein großes Gleisareal, südlich begrenzt von einer zweispurigen Entlastungsstraße, der Bernhard-Rybar-Straße. An deren anderer Straßenseite liegen BEHALAG-unabhängige Im- und Export-Lagerhäuser, einige Konsumklötze von Aldi-Real, zwei Self Storage Filialen [12] [15], jede Menge alter und schäbiger Werkstätten und Lagerhäuschen mit unklaren Besitzverhältnissen, ein riesiger Lagerklotz eines Asiatischen Lebensmittel-Großimporteurs [14] und – in der Ferne, praktisch schon an der Perleberger Brücke, welche die große Gleisbrache überwindet – ein HomeHelper Baumarkt [13].

Der Stephankiez ist das Wohngebiet hinter diesem Sammelsurium architektonischer Abscheulichkeiten, und von der Putlitzbrücke bzw. der nördlichen Außenfront aus sieht das Gebiet alles andere als einladend aus: Von den Lagerschuppen und Konsumkästen durch eine müll- und schrottautobestreute Sackgasse getrennt – die Quitzowstraße – sind die unteren beiden Stockwerke der Außenfassade paktisch vollständig abgedichtet.

Einige Fensteröffnungen wurden vermauert, andere mit Wellblechen, Gittern, Stahlplatten mit eingeschweißten Schießscharten oder mindestens schwere Eisengitter blockiert – und das, obwohl der Stephankiez ansonsten eine Politik eher offener Grenzen fährt.

Der Grund für die Abschottung zur Quitzowstraße ist einfach: Im ewigen Schatten zwischen den Riesenbauten und den hohen Altbauwohnblocks des Kiezes gelegen, war diese Sackgasse schon zu F-Zeiten ein echtes totes Ende, ein Müllabladeplatz und Niemandsland. Im Laufe der Jahre, in denen der Stephankiez noch eine regelrechte Vollabschottung praktizierte, haben sich die Anwohner darauf eingestellt, dass sie nach Norden hin „dicht“ sind. Als der Kiez sich wieder zunehmend öffnete, gab es eigentlich keinen besonderen Grund, aus dem die Leute ihre Wohnungen wieder hätten umgestalten sollen: Ohnehin hatte sich in den Wohnungen an der Nordseite des Kiezes eher lichtscheues Volk eingenistet, und wer auf Sonnenlicht gesteigerten Wert legt, zieht den hochauflösenden „Ausblick“ von Trideotapeten eh dem realen Ausblick auf Schrott und Industriebrache oder das jenseits der Gleise liegende Müllverbrennungskraftwerk vor. 
Konnopke

In Richtung der zweiten Begrenzungsstraße des insgesamt „dreieckigen“ Kiezes wirkt der Stephankiez weit weniger abweisend. Dies liegt neben den zur Perleberger Straße hinaus insgesamt etwas hübscheren Fassaden vor allem daran, dass dort im Erdgeschoss eine Reihe kleiner Läden, Imbisse, Cafés und die in Berlin allgegenwärtigen „Spätis“ untergebracht sind. Diese Läden, freilich, sind nicht Teil des Stephankiezes: Sie können nur von der Straße her betreten werden und besitzen – zumindest offiziell – keinen Zugang in den Stephankiez (das heißt: in den Hinterhof des Hauses oder auch in das Treppenhaus des Hauses) hinein.

Die eigentlichen Wohnhäuser entlang der Perleberger wiederum sind nur über ihre Hinterhöfe, das heißt vom Stephankiez aus, betretbar. Die früheren Hauseingänge zur Perleberger sind blinde Vertiefungen in der Fassade, die gelegentlich von Squattern oder fliegenden Händlern okkupiert werden.

Natürlich gibt es neben den beiden offiziellen Eingängen in den Stephankiez jede Menge weitere Zugänge. Einige dieser Zugänge haben den Status offener Geheimnisse und fungieren z.B. als Notausgänge der Kiezbewohner im Fall einer Evakuierung des Kiezes. Andere Zugänge sind nur dem bekannt, der sie angelegt hat – etwa Schleichrouten durch frühere Mieterkeller oder eigentlich versperrte Türen und zugemauerte Durchgänge, die vom Ladenbesitzer an der Perleberger mit oder ohne Duldung der Hausgemeinschaft wieder geöffnet wurde.
Konnopke

Mitten in Moabit

Mitte ist ein Normalbezirk, und die Stephankiez-Bewohner betrachten sich selbst als ganz normale Berliner, oder zumindest normale Bewohner von Moabit. Tatsächlich zählen die Meisten aber eher zu den Bessergestellten im Bezirk, wie man es anhand der wirklich wunderschönen, vollständig erhaltenen Stuckfassaden des Altbaukiezes auch erwarten kann. Anderswo in Moabit sieht es schon derber aus.

Vom leicht gehobenen Anspruch dieser Mittelklasse-Insel im sonst eher unterklassigen Moabit profitieren auch die rund um den Stephanplatz [16] angesiedelten kleinen Cafés und Geschäfte, die voll auf der Berliner Neuromantik und Lowtech-Welle reiten – im krassen Gegensatz zum hoch aufragenden Block des 30-stöckigen Moa Westin Hotels [18], in dessen unteren Etagen neben einem Stuffer-Plus Billigsupermarkt und der teilweise verwaisten Moa Mall auch das exzellente Asia-Büffetrestaurant Zhou Chao und eine Filiale des Waffen- und Munitionshändlers WeaponsWorld mit eigener kleiner Shooting Range im zweiten Untergeschoss untergebracht ist. 

Die starke Durchmischung von auf einen Aufschwung im Bezirk hoffenden Toplevel-Anbietern und den zumeist wesentlich länger in Moabit angesiedelten Billigheimern ist kennzeichnend für das gesamte Gebiet. So strahlt schräg gegenüber dem Moa Westin die mit enormem Geldaufwand in den 2060ern errichtete Ayasofya Moschee [19], während zur anderen Seite einige einsturzgefährdete Beton-Wohnklötze aus den 2020ern [17] vor sich hin rotten. Einige seit über zehn Jahren stehende Baugerüste sowie verfallene Schautafeln mit nicht mehr erkennbaren Modellzeichnungen lassen frühere ehrgeizige Pläne für eine umfassende Modernisierung des gesamten Bereichs Birkenstraße erinnern – diese sind offenbar aber schon vor Jahren aufgegeben worden und harren eines neuen Investors.

Im Umfeld des Stephankiez noch erwähnenswert ist das Traditionslokal mit Stampe Deichgraf [5] und ein zu Renraku gehörender Lagerkomplex [7], in welchem der Konzern eher „schattigere“ Operationen durchführen soll (Zwischenlagerung heißen Materials, diskrete Treffen und vor allem Verschwindenlassen von Beweisen und/oder Zeugen im geländeeigenen Schredder plus Entsorgung im benachbarten Müllverbrennungskraftwerk). Wer dort ein Treffen hat, kann das Gebiet am Besten vom nie fertiggestellten Hochbahnhof Perleberger Brücke [8] überwachen. Das nur im Rohbau vollendete Bahnhofsgebäude mit ebenso nie fertiggestellter Ladenpassage zieht zwar speziell Nachts echt übles Volk an und ist regelmäßig Battleground der Südwedding-Gangs, dafür ist der Blick über das Industriegebiet aber exzellent.
Konnopke

Ich würd noch das Maersk-Lager am Nordhafen [9] erwähnen und – aus persönlichen Gründen – die Freien Werkstätten in der Lehrter Straße [10], unweit der Kulturfabrik. Die Werkstätten sind ein Ensemble von insgesamt so 20 einzelnen KfZ-Werkstätten plus Garagen, die zum Teil fest an Dauermieter, also selbständige Mechaniker, vergeben sind, und die man aber auch privat anmieten oder vorübergehend nutzen kann. Die Besitzverhältnisse sind extrem undurchsichtig – der Eigentümer ist ein Altberliner Privatmann, der sich um nichts kümmert, solange die Kasse stimmt, und viele Werkstätten werden über mehrere Schieber, Schmuggler, Tuner und Auto-Irre weitervermietet. Immer ein guter Ort, um sich was Ungemeldetes einbauen zu lassen oder ein Auto zum Ausschlachten abzustoßen.
Russenrigger

Direkt gegenüber Bullizei und Haftanstalt? Stimmt, da hat man’s nicht weit. Ist gut für die CO2-Bilanz.
Bomberman

 Jetzt haben wir fast alles erwähnt, da können wir auch noch die Freie Heiliggeist Kirche [20] mit seiner Essensausgabe für Bedürftige und dem extrem gut vernetzten Pfarrer Markus und die bei Runnern beliebte Absturz-Kneipe Alcatraz [21] erwähnen.
 Teotwawki

Im und um den Stephankiez

Die Bewohner des Stephankiez sind nicht paranoid, nur gut vorbereitet. Nähert man sich dem Kiez und seinen zu jeder Tages- und Nachtzeit offenen Eingängen, gibt es nichts, was auf ein besonderes Schutzbedürfnis der Anwohner hindeuten würde (obwohl alle Häuser erkennbar mit stabilen Fenstern, Halterungen zum Einhängen von Metallverblendungen und von innen zusätzlich verkleideten Toren gesichert sind, und obwohl links und rechts der Hauptzugänge Sandsäcke, Panzersperren, Stacheldraht und andere unersprießliche Dinge zum zügigen Verschließen gelagert werden).

Man ist sich aber des Umstandes bewusst, irgendwie zwischen den Schmuddelteilen und den Wow-we-would-totally-kill-for-these-bits-Vorzeigeteilen der Konzerne in Berlin-Mitte zu stecken. Und für den Fall, dass das mit dem Frieden in Berlin nix wird, well – hat man einen Plan B.   

Von außen ist der Stephankiez wie schon gesagt rundum vermauert: Entlang der Nordseite die komplette Front bis hinauf zum dritten Stock, im Fall der anderen Seiten gehören die Ladenfronten noch zum „außen“ und die Vermauerung verhindert, dass man durch das Geschäft in die dahinterliegenden Häuser gelangen kann. 

Die einzigen Zugänge zum Reinkommen sind ein reiner Fußgängereingang [6] sowie ein Tor für Fahrzeuge [12], hinter dem sich sofort der Parkplatz des ansonsten verkehrsberuhigten Kiezes anschließt. Beide Eingänge sind zu jeder Tag- und Nachtzeit von 4–10 Bewachern besetzt, irgendwelche Kontrollen finden aber eher oberflächlich statt und beschränken sich meist auf „Fremde, die irgendwie verdächtig aussehen“. 

Wenn in Berlin Unruhen herrschen – zum Beispiel immer Anfang Mai, selbst wenn diese weit entfernt sind – werden die Zugänge geschlossen. Zugang erhalten dann nur Anwohner und deren angemeldete Gäste.   

Im Inneren finden dann zwar keine Kontrollen mehr statt, die Kiezbewohner kennen sich aber untereinander (nicht alle, aber die Meisten) und was wichtiger ist: Sie achten aufeinander, bemerken Ungewöhnliches und informieren dann per Kommlink-Rundruf an die Kiezgemeinschaft die Bewohner und deren Schutzmannschaft (zum einen eine Kiezwehr aus Freiwilligen, aber auch die Sicherheitsdienste des Nobel-Apartmenthauses Stephan Residenz [14], mit denen man gut zusammenarbeitet). 

srb-stephankiez-nah-neu

Locations im und um den Stephankiez

  1. HomeHelper Baumarkt. Informationen über einige lohnenswerte Gegenstände zum Einkaufen finden sich im nicht mehr ganz taufrischen, aber noch immer aktuellen [#Reiseführer]
  2. AldiReal Supermarkt mit AldiBurger Schnellrestaurant und Tankstelle. Als solches auch spätnachts noch ein Punkt, wo man die örtliche Jugend antreffen kann, die auf der nahen Entlastungsstraße auch ganz gerne kurze Sprint-Rennen fährt. Örtlicher Platzhirsch ist eine „Crew“ („Gang“ ist so 2060er) namens „Screw“ (also die ScrewCrew) um ihren Anführer Blitz Machine (ein 17-jähriger Elf mit einem hochgetunten 3er BMW, der die Straßen von Wedding und Moabit sehr gut kennt).
  3. Gimli’s Garage. Betrieben von (tadaa) einem Zwerg in speckiger roter HomeHelper-Latzhose, dessen Spezialität das Refitting und De-Branding ausgedienter Klein-Lkws, Vans und Pritschenwagen ist, damit diese auf dem Gebrauchtwagenmarkt an Selbständige, Runner und Kleinunternehmer weiterverscherbelt werden können. Nebenbei versteht sich Gimli auch auf den Einbau von Schmuggelbehältern.
  4. Destille Zum Kohlensack. Typische Altberliner Zuschütteria, an der nicht nur das Ende der Anarchie, sondern sogar schon deren Anfang vorbeigegangen ist. Flackrige Schultheisswerbung zu nikotingelben Spitzengardinen, Stehtische aus Brauereifässern, holzverkleidete Wände, PVC-Fußboden und im Keller neben dem Getränkelager ein Raum mit einem Tisch und 6 Stühlen, in dem gezockt oder diskret gedealt werden kann. Im Hinterhaus besitzt die Destille zudem eine große Zahl von Kellerräumen, in denen tatsächlich Kohlen und andere Heizbriketts verkauft werden.
  5. Schlüsseldienst und Sicherheitstechnik Verschließmeinnicht. Der Ex-Knacki und in den frühen 2060ern zu einiger Medienaufmerksamkeit gekommene Serieneinbrecher Karl Korff betreibt hier einen kleinen Schlüsseldienst und verkauft zudem Systeme zur Wohnungssicherheit wie die im Stephankiez verwendeten Fensterblenden und Torverstärkungen, aber auch Kameras, Türschlösser, Sperrriegel und schnöde Vorhängeschlösser nebst Ketten. Er macht keine illegalen Sachen mehr, kennt sich aber mit Brüchen und dem Verkauf heißer Ware aus wie kaum ein zweiter, und wenn es nicht grade um top-moderne Konzernsicherheitssysteme oder superaktuelle Vorgänge in Berlins Halbschatten geht kann man von ihm erstaunlich viel erfahren.
  6. Tor 1: Fußgänger-Zugang zum Stephankiez. In der ansonsten geschlossenen Häuswrfront der Quitzowstraße „fehlt“ hier ein Haus, so dass man über eine kleine Brache von der Quitzowstraße direkt in den „Hinterhof“ des Hauses Stephanstraße 9 gelangen kann. Die Brache wird als Parkplatz (nur für Stephankiez-Bewohner und deren Gäste) genutzt; über den Hof und durch den Hausdurchgang gelangt man in den Stephankiez (natürlich kann man auch vom Hausdurchgang direkt ins Vorderhaus oder vom Innenhof direkt in den Seitenflügel bzw. den Keller der Nummer 9 gelangen; alle Hauszugänge sind durch verstärkte Türen separat abgeschlossen, und die Bewohner dieses und des benachbarten Hauses überwachen in „Gefahrenzeiten“ den Innenhof von oben herab (beide Altbauten haben 5 Stockwerke plus eine ausgebaute Dachetage mit einem gemeinsamen „Tauer“).
  7. Café Paxlava. Kleines, von Aserbaidschanern betriebenes Café mit (nehme ich an) landestypischer Einrichtung (PVC-Fußboden, Tische mit grellen Wachsdecken, gelbe Wände mit Aserbaidschaner-Nippes, lärmende Klimaanlage, nur männliche Gäste).
  8. Spätkauf Perle24. Hat alles, was man braucht: Getränke, Snacks, Mikrowellenfood, 3 Matrixplätze, Rauchware und eine überschaubare Auswahl an Messern, Schwertern, Pistolen und Munition.
  9. Taliskrämer Aurora. Ungewöhnlich, da nicht klischeehaft klein und verkramt, sondern groß und verkramt, mit breiter Schaufensterfront direkt an der Bushaltestelle. Verkauft neben eigentlichem Taliskram auch Traumfänger und anderen Unfug für die Mundanen sowie Möbel und Dekoartikel für Zauberer und solche, die gern so rüberkommen wollen. Highlight: extrem unförmige Hocker, Sessel und Tische aus polierten Baumwurzeln. 
  10. Matrixcafé Ağ Oluşturma. Offenbar früher ein türkisches Hashisha-Café, jetzt ein türkisches Hashisha-Café mit Lichtschläuchen, an die Wände getackerten Second-Hand-Vidofolien und irgendwie Sci-Fi-mäßigen Dekorationen, in dem man auch in die Matrix gehen kann. Rund um die Uhr bevölkert durch junge Türken, die über das lokale Netzwerk VR Egoshooter zocken – die Spiele werden meist auf die (störbalkenden, teilweise blinden) Videofolien gestreamed und von den anwesenden Türken lauthals bejubelt.
  11. Turkestanisches Kulturzentrum. In diesem prunkvollen und mit einem kleinen, zur Straße hin abgeriegelten Garten umgebenen Gebäude residierte früher die Botschaft von Usbekistan. Nun ist hier die inoffizielle Berliner Botschaft von Turkestan (inoffiziell deshalb, weil Berlin natürlich kein Regierungssitz und kein eigener Staat ist), die äußerlich aber auf Kulturzentrum macht.
  12. Tor 2: Fahrzeug-Zugang zum Stephankiez. Hier hat man ein motorbetriebenes Rolltor installiert und einen mobilen militärischen Faltturm noch dazu, was dem Zugang einen recht martialischen Eindruck verschafft. Hinter dem Tor erstreckt sich ein Parkplatz. Der Rest des Stephankiez ist verkehrsberuhigt.
  13. Ristorante Pizzeria Gianni. Familiäre Pizzeria mit guter Qualität und hausgemachten Nudeln zu einem sehr okayen Preis. Zudem praktisch der exklusive Pizzalieferant des Stephankiezes und der zentrale Veranstaltungsort für alle Arten von Feiern im Kiez von Taufe über Geburtstag bis Hochzeit, Scheidung und Todesfall. Entsprechend kennt der Pizzaiolo Gianni jeden hier im Kiez, und weiß auch alles, was man sich über ihn erzählt.
  14. Stephan Residenz. Ein erst 2069 umfassend instand gesetztes Nobel-Appartmenthaus mit leuchtend weißer Fassade und eigenem Sicherheitsdienst, das von ENGEL & WÖLLNER betrieben wird, bis es – vermutlich bald und für eine absurde Summe – an einen Immobilienspekulanten verkauft wird.
  15. Kiezbüro. Quasi direkt neben dem Eingang zum Stephankiez befindet sich das Kiezbüro, das man grob als Mischung aus „Concierge des ganzen Kiezes“ und Treffpunkt der Kiezbewohner beschreiben kann. Hier laufen alle Meldungen über Verdächtige oder auch technische Ausfälle, verdreckte Aufgänge, bösen Nachtlärm oder andere die Gemeinschaft betreffende Dinge ein und werden entweder vom kleinen Concierge- und Handwerkerteam um Else „Ellie“ Businski, von der Kiezwehr um den Troll Falko Wallbrecher oder von der Kiezgemeinschaft per Versammlung oder kurzes Online Voting geregelt.
  16. Notstandszentrale mit Waffenkammer. In diesem Haus stehen Wohnungen für Verstärkungen der Kiezwehr bereit, außerdem ist hier der Kiezwehr-Aufenthaltsraum, die Kiezwerhr-Rüstkammer und zu Vorratsräumen umfunktionierte Wohnungen mit allem, was man im Falle eines Notstandes benötigt (vor allem Konserven und Medikamente, aber auch Panzerschränke mit Waffen für jene kiezbewohner, die Feuerwaffen nicht in ihrer eigenen Wohnung haben möchten).
  17. Kiezcafé. Wenn man zu viert oder sechst zusammenkommt, kann man das im Kiezbüro tun. Für alle größeren Versammlungen gibt es das Kiezcafé, das auch außerhalb von Meetings als Caféteria Bewohnern und Gästen offensteht. Daneben finden in den Räumen des Kiezcafés auch kulturelle Veranstaltungen, ein Yoga-Workshop, Tanzkurse und Ähnliches statt.
  18. Dartkneipe Anni’s Room. Benannt nach dem 1er Feld im Dart und betrieben von einer gleichnamigen Elfe mit auffallend schwarzen Haar, in das rot glimmende Strähnen eingewoben sind, ist diese Kneipe eine Art Übergang zwischen dem Außen und Innen des Stephankiez: Von beiden Seiten aus betretbar, könnte man natürlich jederzeit einfach durch die Kneipe in den Kiez gehen (und tatsächlich tun Annis Stammgäste just das), wer das aber als Fremder macht wird angeblafft und wenn er nicht schleunigst außenrum zu einem der Tore geht bei der Kiezwehr gemeldet. Die Kneipe bietet verschiedene Arten von klassischem, E-, AR- und VR-Dart an, mit deutlichem Fokus auf die Lowtech-Variante. Dazu trinkt man Guiness, obwohl der Rest der Kneipe eigentlich nicht nach Pub aussieht. Die Stephanstraße hier ist sorgfältig vermauert worden. Die Spitze der 3 Meter hohen Mauer ist mit Eisenpfählen und Stacheldraht bekrönt; Balkone links und rechts der Straße fungieren als Ausguck. Am „Toten Ende“ der Stephanstraße sind kiezseitig mehrere ausrangierte Mobile OPs für Bundeswehr-Lazarette abgestellt. Diese sind für gewöhnlich versperrt und fungieren als Krankenhaus für en Fall von Aufständen, Seuchen oder Biowaffen-Einsätzen in der Stadt. Wie gut diese letztlich ausgestattet sind ist unbekannt – es sollen aber in den Containern und nahen Mieterkellern genug Medikamente lagern, um den Stephankiez und etwa 300 Flüchtlinge mehrere Wochen versorgen zu können. Im Keller von Anni’s Room lagern für den gleichen Zweck Lazarettzelte.
  19. Destille Beim Jochem. Eine nur von außen betretbare und somit nicht zum eigentlichen Kiez gehörende Destille eines nach eigenem Bekunden „Exilsaarländers„, deren Wände mit allerlei Nippes und Bildern aus der SOX ehe sie die SOX wurde dekoriert ist. Ein befreundeter („nur“ rheinländischer) Fleischer liefert Lyoner, ein Bäcker Doppelweck, und zu besonderen Anlässen gibt es Jochems selbstgemachten Dibbelabbes, oder es wird auf dem Gehweg geschwenkt. Ansonsten „tringe ma Bier“, hört an den Wochenenden Livemusik aus den glücklichen Saarland-Tagen vor Cattenon-GAU und Magiegedöns, oder schaut mal wieder Dudenhöfer, als habe es danach keine Kultur mehr gegeben. Oder davor.
  20. Sasha Grey Sexshop. Eine typische (wenngleich kleine) Filiale der bekannten Sexshop-Kette: Außen schwarze und rote Dekos mit deutlichem BDSM-Einschlag, drinnen eine eher nüchterne Warenpräsentation mit verstörender AR-Spamzone, die man tunlichst wegwedeln sollte, ehe man den Laden betritt. Besonderheit: Aufgrund der geringen Größe hat man sich VR-Kabinen geschenkt. Dafür scheint man eine gut funktionierende Partnerschaft mit dem Vesuv Casino [28] zu haben.
  21. Freie Kita Feuerschwinge. Eine von insgesamt 6 Kitas im engeren Umfeld des Stephankiezes.
  22. Reinigung Akasha. Kleine Reinigung, die als Service die versehentliche Zerstörung von Kleidungs-RFIDs beim Schnelltrocknen in einem modifizierten Mikrowellengerät anbietet.
  23. Bar Café Suarez. Ob man hier auf dem Gehweg oder beim Café Achteck gegenüber im Sommer den Sonnenschein genießt oder Abends zum Absacker einkehrt: Das Suarez ist in ganz Moabit bekannt und beliebt.
  24. Drogerie Apotheke Hubertus. Verkramte kleine Apotheke eines „alternativen Apothekers“, was im Klartext bedeutet:  Ein Berliner Anarcho-Apotheker, der ebenso gut Meth kochen wie Hustensaft mixen kann. Und auch beides tut.
  25. Freies Gemeindezentrum Am Stephanplatz. Von einem Verein betriebener Allzweckbau mit mehreren Räumen für Workshops, Diskussionen, Kursen etc.
  26. Habibi Lebensmittel. Eine Berliner Lebensmittelkette mit beinahe 100 Standorten, die vor allem an die türkische und arabische Gemeinschaft ausgerichtet ist und zahlreiche authentische Produkte aus dem Nahen Osten führt (von denen ein sehr großer Teil in Habibi-eigenen Betrieben in Berlin hergestellt wird).
  27. Café Stephan. Kleines Kiezcafé mit eher studentischem Flair, das aufgrund der Sonnenlichtallergie der Betreiberin Dariah Hahnert (einer Zwergin) erst nach Sonnenuntergang öffnet.
  28. Vesuv Casino. Moabit ist so etwas wie das Klein-Las Vegas von Berlin. Jedenfalls was die Zahl der Automatencasinos und Wettbüros angeht. Die liberaleren Gesetze Berlins nutzend, haben sich die Casinos der Vesuv-Kette (eine Nachfolgerin der früher in Berlin existenten Vulkan-Kette) während der Zeit der Anarchie auf eine Mischung aus Zocken, Wetten, Rauchen, Trinken und Sex verlegt. Gemäß dem Motto: Wenn schon halbseiden, dann aber richtig. So stehen auch in diesem Casino neben allerlei Wett-Terminals und Geldspielgeräten einige Sasha Grey VR-Sexkabinen, auf einem schmalen Laufsteg windet sich irgendeine nackte Osteuropäerin, und die Tiefe des überraschend großen Casinos mit 4 Separees verliert sich im Dunst von Zigaretten, Joints und den an der Bar ganz normal bestellbaren Bongs.
  29. Bar Café Harem. Das Eckgebäude hier gehört komplett nicht zum Stephankiez: Inhaber, Vermieter und Betreiber des im Erdgeschoss angesiedelten Cafés Harem – das sich redlich bemüht, dem Namen gerecht zu werden, wofür verschiedene der Wohnungen des Hauses verfügbar sind – ist der halbtürkische, halbrussische Ork Ejderha, dessen gemischtrassige Gang zugleich der hauseigene Verwalter-, Luden- und Schlägertrupp ist. Vor dem Haus parkt konsequenter Weise meist eine Gruppe von 3–5 extrem teuren Sportwagen, und die Hausherren führen sich hier gerne als genau das auf.
  30. Spätkauf Zu Spät. Zu spät ist es für das Zu Spät eigentlich nie: Der kleine Supermarkt ist rund um die Uhr geöffnet und bietet alles, was man abends oder nachts noch dringend brauchen könnte.
  31. [ FREIGEHALTEN FÜR DEINE BERLIN-KAMPAGNE ]
  32. FMIB Freies Magisches Institut Berlin. In den Gebäuden der ehemaligen Polizeizentrale hat sich in den Jahren der Anarchie eine Studiengemeinschaft von Magiepraktizierern eingenistet, die ihr Institut schrittweise zu einer Schule mit angeschlossenen Forschungsräumen ausgebaut hat. Hier kann man sich Rat in magischen Fragen holen oder auch die Wohnung magisch sichern lassen. Begehrt ist auch der magische Bereitschaftsdienst, ein etwas hochgestochener Begriff für den Service, der im wesentlichen bedeutet, dass bei Anruf auf der Institutshotline einer der Magiekundigen hier auf den Weg macht, um Beistand bei was auch immer zu leisten. Gegen das richtige Geld, natürlich, und nur, wenn man eine Patenschaft mit dem Institut unterhält (gibt’s ab 100 Euro im Monat).
  33. The Nerdstore. Kleiner Laden für Videospiele, gedruckte(!) Comics, sinnlose Gimmicks, Trading Card Games und Tischrollenspiele. Praktisch die Art Laden, für welche die NO!AR-Messe innerhalb der Essener SPIEL existiert.
  34. Altberliner Kneipe Kaputter Heinrich. Eine Altberliner Kiezkneipe, die in exakt dieser Form bereits seit Urzeiten existiert, und daran wird sich auch hoffentlich nie etwas ändern.
  35. Interface. Als das alte Interface mit einem Konzept von gemütlichem Trinken und casual Zocken startete, traf dieses neue Konzept direkt einen Nerv, denn bis dahin waren „Gamer“ eher eine gastronomische Randerscheinung, die sich zum Zocken und Schnacken überwiegend ins eigene Wohnzimmer bzw. den Teamspeak zurückziehen mussten. Mit der Explosion der digitalen Games und der Matrix wurde Gaming – und hier eben gerade das casual Gaming – zu einer Massenbewegung, und bevor das Konzept „Drinks and Games“ von einer endlosen Flut neuer Kneipen kopiert wurde erlebte das Interface einen regelrechten Boom: Neben dem Stammhaus in der Perleberger Straße eröffneten bald nach Einführung eines Franchise-Systems Dutzende weiterer Interfaces in Berlin und auch darüber hinaus. Mit dem zweiten Matrixcrash und dem Aufstieg der AR-Games brach das Geschäft der „Gaming-Kneipe“ indes wieder zusammen, so dass von den 212 Interface-Bars 2061 heute nur noch dieses Interface übriggeblieben ist, das allerdings unter dem alten Stammhaus in einer stillgelegten Kellerfabrik 2072 „neu“ eröffnet wurde.
Das "neue" Interface in der Perleberger Straße in Moabit.

Das „neue“ Interface in der Perleberger Straße in Moabit. (Bild nicht von mir!)

[stern] Auf der Mauer, auf der Lauer [Volle Version]

Bildschirmfoto 2014-01-21 um 11.00.04Eine Mauer trennte West- und Ostberlin im letzten Jahrhundert. Mauern sicherten die Konzernhochburgen in den Zeiten der Anarchie, ehe die Konzerne die Übernahme versuchten und ihrerseits die nicht einnehmbaren Gebiete mit einer Mauer umschlossen. Mit der Berliner Einheit endlich ist das Ende der Mauerzeiten für Berlin gekommen. Aber stimmt das?

Berlin, Lichtenberg. Zum dritten Mal in der letzten Viertelstunde hält das Taxi. Mahmoud Sekef, 36, Ork, muss aussteigen. Ich, Fahrgast und Sternreporter Patrick Faas, darf sitzenbleiben.

 Faas. Das ist doch der Idiot, der letztens diesen Artikel über die „Failed City“ Berlin geschrieben hat, oder?
 Fienchen

 Genau der. Gebürtiger Frankfurter, seit 3 Jahren wohnhaft in Wilmersdorf, in einer netten Prestige Community von Hortbau, den Saletzki Wohnarkaden. Hält sich für sehr schlau.
 Nakaira

Das Taxi, ein brauner Americar mit blauem Kotflügel links, kommt aus dem Gebiet der Furien. Mit denen haben die Rostklingen Stress. Kiezpolizei sind beide Gruppen, irgendwie, je nachdem, wie der Berliner Rechtsstreit um Polizeiausschreibungen, Berlinabgaben und Selbstjustiz einmal ausgehen wird. Mahmoud bleibt gelassen, redet auf den Oberpolizisten hier ein, ein Troll wie das Uralgebirge, mit schartigen Armklingen so lang, dass sie auf dem Boden schleifen. Einige Minuten und zwei Dosenbier Bestechung später fahren wir weiter. Alltag im alternativen Gebiet.

 Klar, wenn du extra durch die Nebenstraßen fährst, du Depp. Die Hauptverkehrsstraßen sind neutrales Gebiet, da hält dich keiner auf.
 Khan

 Der Mann ist auf der Suche nach spannenden Erlebnissen, um seinen Sim-Speicher zu füllen. Wundert mich, dass er nicht in eines der heftigen Gebiete gefahren ist. Hätte ihm da ein paar zeigen können.
 Russenrigger

 Dass die Hauptstrecken safe sind, muss ich auch mal relativieren: Tagsüber ja, und speziell dann wenn die Strecke auch von braven Drohnen genutzt wird. Nach Feierabend oder dort, wo nur Ghetto A mit Ghetto B verbunden wird, schaut das GANZ anders aus.
 Bombastor

Berlin, Tempelhof. „Sie betreten den sicheren Sektor“ steht auf dem Schild rechts des massiven, drei Meter hohen Stahltores, das links und rechts von wuchtigen Türmen mit Autogeschützen eingerahmt wird. Der Gardist überprüft meine Papiere, moniert meine implantierten Aufzeichnungsgeräte. Ich brauche eine Drehgenehmigung. Die aber habe ich nicht. Der Mann, dessen Gesichtszüge hinter der Plastscheibe seines Vollhelms kaum zu erahnen sind, macht sich einige Notizen. In meiner AR erscheint eine blaue Linie, die mich zum zuständigen Pressekontaktbüro führt. Außerhalb der mehrere Meter dicken Betonmauer.

Berlin, Moabit. Der Stephankiez umfasst ein etwa dreieckiges Gebiet nahe des Westhafens. Mitte ist ein Berliner Normalbezirk. Und der Kiez ist nach allen Seiten abgeriegelt. Vermauerte oder vergitterte Fenster im Erdgeschoss, mit Stahltoren verschlossene Straßen. Ich stehe am Besuchertor, ein typischer Berliner Innenhof, dem man das Hinterhaus geklaut hat. Offen zur angrenzenden Quitzowstraße – nach einem Raubritter benannt, irgendwie passend – und durch die frühere Hauseinfahrt geht‘s in den Kiez. Darüber: Zu Schießscharten vermauerte Fenster und Auslassrohre. Eine Burg, doch unkontrolliert gehe ich einfach durch. „Wozu diese Absperrung, wenn doch eh jeder rein darf?“ frage ich Erika Lange, Concierge und Chefin am Tor. „Für dann, wenn‘s passiert“, meint sie. Auf einigen Balkonen liegen Sandsäcke. „Vielleicht klappt das mit der Einheit“, sagt Erika: „Wenn nicht, sind wir für alles bereit. So wie früher.“ Normal, ja.

 Wir haben’s gerafft.
 Khan

Schon vor 200 Jahren begannen sich wohlhabende Bürger in Gated Communities („umschlossene Gemeinschaften“) zurückzuziehen, um sich von den unschöneren Effekten der Industrialisierung abzugrenzen.

 … wie Massenarmut, Dreck, Hunger, Kindersterblichkeit …
 Konnopke

Später, als solche Gemeinschaften auch für Normalbürger erschwinglich wurden, zogen sich die Superreichen noch weiter zurück, etwa in Golfclubs und aus dem Boden gestampfte Vorstädte sowie durch von Pförtnern versperrte Nobelwohnblöcke in den besten Lagen der Innenstädte. Die Motivation, sich vom Rest der Bevölkerung abzugrenzen, sind dabei stets dieselben: Angst vor realer oder eingebildeter Gefahr, Unzufriedenheit mit den städtischen Dienstleistungen sowie der Wunsch nach sozialer Abgrenzung führten zu einem stetigen Wachstum der Gated Communities, wenn auch auf geringem Niveau.

Ihren Durchbruch erlebten die umschlossenen Gemeinschaften mit dem Erwachen und der neuen Rechtsprechung zur Extraterritorialität der Megakonzerne. Heute sind die mit grenzartigen Kontrollen abgesperrten Wohnenklaven der großen Unternehmen zum Synonym für Gated Communities geworden, obwohl diese nur einen Teil der Gemeinschaften bilden:

„Das Erwachen und die Umwälzungen der Zeit, die Sorge vor Seuchen wie VITAS und MMVV und die beständige, mediengeschürte Panik vor marodierenden Banden führten in der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts zu einer regelrechten Hysterie“, so Prof. Tanja Lindt-Seltzer vom Fachbereich Historie und Stadtentwicklung der Freien Universität Berlin: „Magie, Goblinisierung, Drachen, das Wiedererstarken religiösen Fundamentalismus, die fürchterlichen, auf Werken der Fantasy-Fiction beruhenden Vorurteile gegenüber Orks und Trollen sowie der parallele Zusammenbruch der öffentlichen Sicherungssysteme haben einen gewaltigen Bedarf an sicherem Wohnungsraum geschaffen, den die großen Konzerne sehr effizient bedienen konnten. Tatsächlich steht das Versprechen eines gesicherten Arbeits- und Wohnumfeldes mit funktionierenden Sozialleistungen nach wie im Zentrum der Attraktivität jedes mit Konzernbürgerrechten verbundenen Jobangebots.“

[[[ 143 Kommentare verschoben ]]]

 Jup, danke, hab die erwartbaren Nebendiskussionen zu Rassenkram denn mal dahin geparkt, wo die hingehören.
 Tolstoi

Laut Statista hat sich die Zahl der Gated Community Bewohner auf heutigem ADL-Gebiet (inklusive assoziierten Gebieten) zwischen 2000 und 2020 mehr als verzwanzigfacht. Für Berlin weist die Statistische Abteilung der BERVAG Zahlen von über 50% aus, die in Gated Communities der verschiedensten Art leben. Demnach ist das Leben hinter irgend einer Art gemeinschaftlicher Absicherung in der ehemaligen Hauptstadt zum Normalfall geworden.

Berlin-Grunewald. Handsteuerung ist verboten in der weitläufigen Parklandschaft der Nobelresidenz Grunewald. Bereits vor der Ausfahrt vom Rathenau-Kreisel unter dem Metropolis muss der Autopilot aktiviert und mit dem anlageneigenen Sicherheits- und Verkehrsmanagementsystem ipsOS verbunden werden. Ich lehne mich zurück und versuche zu entspannen. Ohne Abzubremsen surrt mein Wagen durch das Zugangstor, während mich eine offenbar auf meine Präferenzen abgestimmte AR-Schönheit in der Residenz Grunewald willkommen heißt und einige Anweisungen „zu meiner Sicherheit“ gibt. Die Grundstücke, an denen ich vorbeigleite, haben niedrige oder gar keine Mauern; beachtlich viele stehen zum Verkauf. Kameras sehe ich keine. Gepanzerte Sicherheitsfahrzeuge, die man so oft in Berlin sieht, ebenfalls nicht. Stattdessen fühle ich mich an die UCAS-Wohlfühl-Sitcom „Friendly Neighbors“ erinnert, die von 2010 bis 2060 eine sagenhafte Beliebtheit hatte.

 Dass da so einiges zum Verkauf steht wundert mich nicht. Viele Nobelimmobilien sind eh reine Spekulationsopbjekte. Außerdem dreht sich grad der Immobilienmarkt in Berlin: Die seit der Einheit geradezu explodierten Preise stagnieren, in einigen Gebieten fallen sie sogar – die direkte Folge der Unruhen im letzten Jahr, bzw. der gegenwärtigen Medien-Dauerbeschallung vom Scheitern der Berliner Einheit.
 Tolstoi

 Na, scheitert die denn etwa nicht?
 Bombator

 Absoluter Blödsinn. Es wird gezofft, und es brodelt, und einige Punkte müssen echt geklärt werden. Aber von Revolution oder nem plötzlichen Überfall durch Konzerninvasionstruppen sind wir himmelweit entfernt. Außerdem ist es den meisten Leuten grad viel zu kalt.
 Fienchen

 Kälte ist Gottes Art uns zu sagen, dass wir mehr Kapitalisten anzünden sollen.
 Antifa

Berlin-Gatow. Am Klingelbrett des zerkaut aussehenden Wohnblocks stehen keine Namen. Schilder sind unleserlich, herausgebrochen, von Feuerzeugen verbrannt. Wer nicht gefunden wird, dem kann man keinen Mahnbescheid bringen. Ich klingle überall, unsicher, ob die Klingel überhaupt funktioniert. „Bistn du?“ fragt eine Kinderstimme hinter mir. Der Mund, aus dem sie kommt, hat wenig Zähne und viel Herpes. Fleckige Haut, zerschlissene Trainingsjacken und Krätze scheinen die hiesigen Gang Colors zu sein. Jedes der sechs Kinder ist bewaffnet. Der Wortführer trägt eine Uzi, hat eine Fahrradkette um den Hals, an dem Dutzende Schlüssel zu Häusern und Wohnungen hängen. 

 Hihi, in seinem Simsinnfeed sieht man voll, wie schnell er den Rückzug antritt. Ich mein sogar, ich fühl beim Laufen was Nasses am Bein…
 Sim-Sam

Der Stadtplaner Claas Mehdorn vom Berliner Architekturbüro Wenzelt & Grabow hat den Kampf gegen seinen Bauch, den so viele ältere Zwerge führen, noch nicht aufgegeben.

 Yay, im Vorbeigehen ein bisschen Zwergenrassismus. Qualitätsjournalismus!
 Konnopke

 Zu sagen dass die meisten Zwerge nen dicken Bauch haben IST kein Rassismus, sondern Feststellen von Tatsachen.
 Fienchen

 Leute!
 Tolstoi

Am Schrank hinter seinem Schreibtisch im 5. Stock mit Ausblick auf den stillgelegten Amüsierpark am Zoologischen Garten liegen Hanteln und ein Elektrostimulationsgerät. Der Mann achtet auf sein Äußeres, manikürte Finger, gepflegter Goatee, Gamaschen, Guccio-Drillich im Simplicité-Stil.

„Die meisten Statistiken zu Gated Communities erfassen nur registrierte Wohnanlagen regulärer Konzerne. Aber selbst einzelne Häuser, deren Bewohner einen Haussicherheitsdienst oder eine Concierge beschäftigen – oder einer Gang Geld zahlen, damit nicht einfach jeder das Haus betreten kann– stellen eine Gated Community dar.“ Mehdorn gilt als Fachmann für die Berliner Stadtentwicklung, arbeitete 13 Jahren der Stadtverwaltung, zuletzt als BERVAG Abteilungsleiter. 

„In Berlin sind die überwiegenden GatComs nachträglich angelegt, das heißt sie wurden nicht beim Bau der Anlage oder des Hauses so konzipiert, sondern erst danach eingerichtet. Das gilt übrigens auch für viele Luxusanlagen.“

Mehdorn ruft eine Gesamtansicht Berlins auf, blendet die zuletzt für ihn wichtigen Daten aus, hebt mit wenigen Handbewegungen verschiedene Gebäudegruppen und Anlagen hervor. „Hier: Innerhalb der alternativen Gebiete sind die meisten GatComs in den Jahren der Anarchie entstanden und bestehen seitdem in der einen oder anderen Form fort. Im überwiegenden Teil der westlichen Berliner Gebiete herrscht noch bis zur Berliner Einheit eine entweder offene Struktur vor, oder Umgrenzungen umfassen wenige gesamte, bereits als Gated Community geplante Anlagen überwiegend im oberen Einkommensbereich.“

Das Bild verändert sich, Säulen schießen aus der Grafik hervor, welche die Veränderung der letzten Jahre anzeigen.

„Seitdem die Berliner Megakonzerne den ‚antianarchistischen Schutzwall‘ zu Ostberlin aufgelöst haben, haben diese die Bewohner der vormaligen ‚gesicherten Sektoren‘ außerhalb der extraterritorialen Konzernenklaven quasi der Gewalt aus dem anarchistischen Osten preisgegeben. Jedenfalls empfinden diese das so. Damit entstand quasi über Nacht ein gewaltiger Markt für Heimsicherheitstechnik – allein im Bereich Haustürsicherheit +386% – und im Bereich Immobilien ein nie da gewesener Bedarf an Doorman- bzw. Concierge-Gebäuden.“

Berlin-Reinickendorf. An der Rue Charles de Gaulle sitze ich im Café Le Piaf und höre dem Klavierspiel zu. Die Wände sind dekoriert mit einer Mélange alter Werbeplakate und quadratischer Hüllen antiker Musikmedien. Draußen fliegen Spatzen, wenn man die AR aktiviert hat. Und Didier kennt sich besser aus als der Stadtplanungsexperte. Die Entspannungsstadt Monamour sei eine Surburban New Town Community, sagte mir Herr Mehrdorn: „Ein typisches, nachträglich zur Gated Community geschlossenes, weitläufiges Wohngebiet mit eigenen Einkaufs-, Arbeits- und Freizeiteinrichtungen im Norden der Stadt mit einem überraschend französischen Flair. Müssen Sie sich mal ansehen“.

Didier, Elfe, kurze rote Haare, Sommersprossen, Steampunk-Bolero, hohe Schaftstiefel, Bloggerin und Lebenskünstlerin, widerspricht: „Eigentlich war die Anlage vom Bau her ein abgeriegeltes Quartier. Ganz, ganz früher. Zu Westberlinzeit oder sogar noch früher. Nach dem Zweiten Weltkrieg wohnten hier die französischen Offiziere.“

Danach ging die Gegend zum Teufel. War zu Beginn der Anarchie das, was Falkensee heute ist, und zum Ende der Anarchie so gut wie abbruchreif. „Dann kamen Leute von ESUS, denen das Gebiet wohl über irgendwelche Übernahmen eher zufällig zugefallen war, und die haben dann alles saniert.“ Ihr meergrünen Augen glänzen, wenn sie das sagt: „Seither kann man hier gut leben. Und sicherer als da draußen ist es auch.“ Eigentlich müsse man gar nicht rausgehen, es gebe ja alles hier, sogar ein klassisches Theater. „Ich liebe Berlin und seine Vielfalt“ sagt sie auch noch, fast entschuldigend, hinterher. 

„Das ist so typisch für Berlin, die Vielfalt zu lieben, und dann immer im eigenen Kiez zu hocken“, meint Taxifahrer Mahmoud. Ihm braucht man mit Angstmache nicht zu kommen. „Die Leute tun immer so, als ob jeder, der eine Waffe hat, auch gleich damit rumballert.“ Dann hätte Berlin mit seinen laut Statista geschätzten 5 Millionen Schusswaffen ein Problem. Und die Betreiber der boomenden Security Zone Communities noch bessere Argumente für den nächsten Sales Pitch.

Unsere letzte Station heute ist Berlin-Kreuzberg. Genauer: Die Gegend von Klein-Istanbul, das heute eher den Titel Neu-Bagdad verdient. Die Skalitzer Straße durchschneidet das Gebiet. Buntes Treiben. Und dazwischen immer wieder: Türkisfarbenen Metalltore, meist geöffnet, in fast jeder Nebenstraße. Wir halten am U-Bahnhof Kottbusser Tor, direkt vor dem Café Budayeen. Ich treffe Safiya Dafiya, eine Insiderin und Vermittlerin im Kiez.

 Ach nee. Unsere Safi?
 Konnopke

 Ja. Und nenn mich nicht so. Er hat gefragt. Ich habe geantwortet. Ganz einfach.
 Safiya Dafiya

 Hm. Mit deinen Antworten hast du dir beim Kalifen aber bestimmt keine Pluspunkte gemacht.
 Tolstoi

„Die Tore, ja. Die sind mehr zur Sicherheit der Besucher. Um zu zeigen, wo die Scharīʿa beginnt.“ Scharia bedeutet für mich ‚da, wo Frauen wegen Ehebruchs gesteinigt werden‘, und Safiya nickt: „Es gibt in der Scharia einige Gesetze, die, wenn man sie sehr konservativ handhabt, Dinge vorsehen, die für Außenstehende … beunruhigend sein können. Leider sind die Leute, welche im Großen Dschihad gekämpft und die Scharia hier durchgesetzt haben, nicht dafür bekannt, modern oder aufgeschlossen zu sein.“ Ich wundere mich über ihre kritische Offenheit gegenüber dem, was doch ‚ihre Leute‘ sind. Safiya winkt ab: „Ich bin Vermittler und damit Wanderer zwischen zwei Welten. Ich erkläre Leuten wie dir die Dinge so, dass du sie verstehst, auch wenn das bedeutet, die Dinge mit einfachen Worten zu erklären.“ 

Sie nickt einem streng blickenden Mann zu, den sie mir flüsternd als ‚Imam‘ vorstellt, bei den hier dominierenden Schiiten eine Art dank vererbtem Wissen unfehlbarer Richter. Er bleibt bei unserem Spaziergang die Straße hinab bei uns. Ein buntes Gewirr von Planen und Tüchern überspannt uns, taucht den ganzen Straßenzug ins Halbdunkel, wie einen Basar. Gelegentlich sehe ich arabisch aussehende Männer mit Sturmgewehren in Hauseingängen stehen. Sie beachten mich nicht.

Mit einfachen Worten bestätigt mir meine Führerin, dass verschiedene Punkte der Scharia in krassem Widerspruch zum Gesetz der ADL stehen, das in assoziierten Berlin doch angeblich gelten soll. „Das ist das Problem der Stadt. Die Einheit Berlins beruht auf zwei Prinzipien: Dem als Grundlage überall geltenden Gesetz der ADL, und dem Prinzip ‚mein Boden, meine Regeln‘, das ja auch für die Extraterritorialität der Megakonzern-Bezirke gilt. Die Einheit behauptet, dass beides vereinbar ist, und wir sehen, dass es nicht vereinbar ist. Weil das Prinzip ‚mein Boden, meine Regeln‘ alt ist und die Einheit neu, deshalb ziehen wir Grenzen um uns, bauen Mauern.“

Die Einheit will erkämpft werden, heißt es in vielen Reden zum Zustand dieser Stadt. Ich frage mich, wie weit man bei diesem Kampf gegen wird, und erkenne zumindest eines: Dass dieses Berlin von keiner Seite einfach genommen werden kann – es müsste Festung für Festung, Block für Block erkämpft werden.

Weil genau das undenkbar ist, der Nutzen in keinem Verhältnis zu den bitteren Kosten stünde, bleibt die Berliner Einheit bestehen. Zumindest solange, bis sich die letzten Gemeinsamkeiten der Stadt verflüchtigen und diese in ihre abertausenden Einzelstaaten zerbirst. Der Prozess wechselseitiger Verabschiedung aus der Gemeinschaft Berlin scheint schon begonnen zu haben.

 Ich muss mal schauen, wer hinter dem Typen steht. Irgendwer muss ja ein Interesse haben, dass das Thema „Failed City“ immer wieder gepuscht wird.
 Konnopke

 Muss nicht sein. Faas schreibt für ein ADL-Publikum, und aus dessen Sicht ist Berlin schon immer eine Failed City gewesen. Er bedient nur Ansichten, die ohnehin bestehen. Und ganz ehrlich: Es würde auch mir schwerfallen, nem Wessi zu erklären, warum Berlin trotz all dieses Gestresses funktioniert.
 Nakaira

 Trotzdem KOTZT es mich einfach an, wie Berlin immer wieder als Stadt von Chaos, Crime und Grusel ausgeschlachtet wird.
 Konnopke

 Sei mal nicht auf einem Auge blind: Für jedes Magazin, das genüsslich über die schlimmen Zustände hier schreibt, gibt es drei Magazine, die sich vor lauter Begeisterung über die Kultur und Mode hier ins Hösschen cremen.
 Nakaira

 Ja, ja, die Wahrheit liegt immer irgendwo dazwischen …
 Der_Kreuzberger

 Ach, Fresse, du Opfer.
 Antifa

 

Brennpunkt City West

Rund um die Gedächtniskirche

// Dateiupload von TOLSTOI // 20.10.2073 – 15:00:00

Kurfürstendamm und Gedächtniskirche sind insgesamt gut durch die Zeiten der Berliner Anarchie gekommen. Und zwar vor allem deshalb, weil die Geschäftstreibenden der einstigen Westberliner Flaniermeile bereits vor dem Zusammenbruch der Öffentlichen Ordnung bestens organisiert waren.

In der heutigen Sechsten Welt wird häufig übersehen, dass es neben den großen Konzernen auch andere Machtfraktionen gibt, von denen die „Altberliner Familien“ nicht die Geringsten darstellen. Bereits zu Zeiten des Mauerfalls im letzten Jahrhundert hatten sich die vielen Grundeigentümer und Ladenbetreiber entlang des KuDamms zu einem Interessenverband vereinigt, mit dessen Hilfe sie der Abwanderung der feinen Häuser und Label in Richtung Friedrichstraße entgegenwirken wollten. Seitdem hat der Interessenverband Kurfürstendamm seine Bindungen trotz bzw. gerade wegen der schlimmen Dinge, die sich in Berlin ereigneten – Berliner Frühling, Letztes Gesetz und so – immer weiter ausgebaut, bis hin zur Aufstellung einer eigenen Sicherheitstruppe, die bei Ausrufung der Anarchie in Berlin nahtlos die Polizeireviere der Gegend übernahm und weiterführte.

Was kaum einer weiß: Die KuDamm Ladenbetreiber gründeten für ihre Sicherheitstruppe sogar eine eigene Firma, die KDS (KurfürstenDamm Sicherheits GmbH), die Mitte der Fünfziger für eine hübsche Stange Geld an den europäischen KnightErrant-Ableger EuroSec verkauft wurde. Ares mag keine echte, allgemein wahrgenommene Präsenz in Berlin haben – aber zumindest über den Umweg KnightErrant-EuroSec-KDS haben sie ihre Füße in der KuDamm Mall drin.
Konnopke

Der augenfälligste Beweis der Macht und Möglichkeiten der Kurfürstendamm-Gruppe war und ist aber die Errichtung der Kurfürsten-Mall: Die komplette Überbauung der Shoppingmeile mit der Westtrasse (auch Entlastungstrasse genannt) und einer lichten Glaskonstruktion, unter der sich das ganze hindurch säureregen- und kältefrei flanieren und shoppen lässt.

Wer glaubt, dass die Geldeinnahmen vom Verkauf der KDS in Zusammenhang mit den Mitteln zum Bau der Mall-Arkologie standen, liegt goldrichtig.
Konnopke

map_citywest.png

Breitscheidplatz und Gedächtniskirche

Rund 12 Jahre nach ihrem Zusammenbruch steht die Kunstruine der Gedächtniskirche wieder. Der Breitscheidplatz ist heute einer der beliebtesten Plätze der Berliner Westcity, wozu vor allem die Schließung der Budapester Straße für den Straßenverkehr (außer Zulieferer) beigetragen haben dürfte. Dass die City West trotzdem nicht den Verkehrsinfarkt gestorben ist, liegt einerseits an der Westtrasse, andererseits an der Erweiterung der Bismarckstraße/Straße des 17. Juni auf nun 12 Spuren (zu Lasten von Mittelstreifenparkplätzen und des Geh- und Fahrradweges – aber wer im Konzernwesten geht schon oder fährt Rad?).

Im Falle weiterer Verkehrszunahme in der Innenstadt erwägt man übrigens, nach Vorbild anderer Metropolen eine Fahrtrichtung auf eine Trassenbrücke über die bisherige Straße zu führen. Somit könnten auf gleicher Fläche auch 24 Spuren geführt werden.
Konnopke

Kleines Detail: Der Trassenbau und dessen Abfahrten kosten auch Platz, du kannst also nicht einfach die bisherige Spurenzahl x2 nehmen. Realistischer Weise würde es auf 2 x 8 = 16 Spuren hinauslaufen, denke ich.
AD/AC

Auf Höhe des verkehrsberuhigten Breitscheidplatzes öffnet sich die Kurfürstenmall mit einem großzügig angelegten „Zeltvorbau“, bei dem sich das lichte Glasdach langsam trapezförmig zu den Platzrändern hin bis zur Höhe des 1. OG absenkt. Hierdurch entsteht eine Art Vordach, unter dem die Tische verschiedener Straßencafés zum Verweilen einladen.

 

Auch der „Wasserklops“ ist seit 2069 wieder in Betrieb. Wie früher gelangt man an ihm vorbei zum Untergeschoss-Eingang des neuen Europacenter, direkt vorbei am einzigen Taliskrämer des Centers, arteFAQ. Das „Okkult Outlet“ ist Teil einer seit wenigen Jahren existierenden britischen Kette metamagischer Buch- und Bedarfsläden. Während die meisten Zauberkundigen „ihren“ persönlichen Taliskrämer bevorzugen, konzentriert sich arteFAQ auf magietheoretische Schriften und Chips sowie preiswerte und dabei durchaus nicht minderwertige „Verbrauchsartikel“ (Standardkomponenten), die durchaus „nebenbei beim Shopping Bummel“ von (Konzern-)Magiern gekauft werden.

Wie ein Relikt der alten Tage, als im Lippenstift ein „Dritte Welt Laden“ beheimatet war, wirkt im Nebenbau der Gedächtniskirche der Tir Nan Shop mit mehr oder weniger authentischen elfischen Kunstobjekten sowie Umhängetaschen und Shirts mit keltischen und elfischen Designs.

Was bitte sind denn elfische Designs?
user404

Im Tir Nan Shop alles, was nach einem Mischmasch von keltisch, indianisch, wicca und Tolkien-Elfenscribble aussieht.
Halb-Zwölf

Bahnhof Zoo

Da der Osten der Stadt noch zu weiten Teilen alternativ ist, hat sich das Zentrum der seriösen Geschäftstätigkeit in Berlin wieder westwärts verlagert. Was auch dem Bahnhof Zoo zugute kommen müsste. Trotzdem dieser aber inzwischen wieder ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt geworden ist, mag sich um das Bahnhofsgebäude niemand so recht kümmern.

Anfang des Jahrtausends wurden umfassende Baumaßnahmen eingeleitet, um die ziemlich verschandelte und verbaute City West neu zu ordnen und ihr wieder ein geschlossenes Konzept zu geben. Während mit Trapezhaus, Zoo-Fenster und dem 33-stöckigen Focus-Neubau an Stelle des alten Schimmelpfeng-Hauses echte Erneuerungen vorgenommen wurden, ging man an einige besonders abscheuliche Bauten nur zaghaft heran – darunter das legendär hässliche Bikini-Haus („Zentrum am Zoo“), das alte Europacenter und eben der Bahnhofsbau Zoologischer Garten.

Alle drei „denkmalgeschützten“ Bauensemble wurden mehr oder weniger zaghaft mit Glasumbauten erweitert, im Falle des Bikini-Hauses wurde sogar eine glasartige Mall quasi über die Hälfte des kantigen 19Fünfziger-Jahre-Monsters gestülpt.

Ob nun rein zufällig oder mit Hintersinn: Genau diese halbfertigen, halbdurchdachten, halbherzigen Halbrenovierungen wurden im Zuge der Konzerneroberung Westberlins „versehentlich beschädigt“ und hernach schnellstmöglich abgerissen.

Stimmt! Ich erinnere mich. Mann, das war ein running Gag seinerzeit. Die bösen Anarchistenzellen schienen sich immer in exakt den Gebäuden zu „verbarrikadieren“, die irgendwelchen Bauvorhaben der Konzerne im Weg standen…
user404

Lang lebe die Verschwörung der Freimörser!
Helluwalot

Alle, außer dem Bahnhof Zoologischer Garten, der im Ruf stand in seinen unterirdischen Eingeweiden einige der unangenehmeren, aus dem Zoo entkommenen Paracritter zu beherbergen. Als 2062 ein Bauplanungstrupp trotz bewaffneter Eskorte aus den Tiefen des Bahnhofsbaus nicht zurückkam, wurde der Bau versiegelt. Der überirdische Teilbereich des Bahnhofes, der auch heute aktiv genutzt wird – der alte S-Bahn und heutige M- und Fernbahn-Teil – wurde komplett vom Rest des Gebäudes getrennt. Und da niemand besondere Lust zu verspüren scheint, den gesperrten Bahnhof rein äußerlich zu renovieren, verfällt die gesamte Anlage zusehends. Und gilt folgerichtig als echter Schandfleck der in neuem Glanz erstrahlenden City West.

Geschichte wiederholt sich, wie mir scheint. Auch in den Achtzigern des alten Westberlin war der Bahnhof Zoo ein Schandfleck, ein Ort für Junkies und Straßenstricher. Ob an den Theorien, dass bestimmte Orte schlicht „böse“ sind, was dran ist?
Zwoot6

Magische Ortsprägung? Ist längst magiewissenschaftlich bestätigter Fakt. Ebenso wie Wesenheiten in der Sechsten Welt erwacht sind, haben auch bestimmte Orte ihr „Eigenleben“ entwickelt, und zwar schlicht durch die Art der Geister, die in ihnen wohnen. Was den Bahnhof Zoo betrifft, scheinen die Geister des Ortes Inkarnationen von Verfall, Verkommenheit, Schmutz und Ruin zu sein. Und diese haben ihre Schergen aus dem benachbarten Zoo und dem Unrat der Stadt so sicher zu sich gerufen, wie eine Flamme die Motten anlockt.
Legolas111

Gott, ich liebe es, elfischen Magiestudenten beim Schwafeln zuzuhören.
Konnopke

IST der Zoo denn heute wieder Drogen- und Prostitutionszentrum? Mitten im Kongebiet?
DeParTed

Konzerner sind IMO sogar die besten Drogenkunden von allen. Aber das nur am Rande. Betreffs Zoo: Sagen wir einfach um den Bhf. Zoo drücken sich allerlei zwielichtige Gestalten herum. Das können Dealer aller Art sein, aber auch Stricher. Oder Ghule! Was immer in den Schatten dort umgeht, WILLST du nicht treffen. Glaub’s mir einfach.
Der Zoologe

Funpark und Aussichtsrad

In krassem Kontrast zum von Bauzäunen eingegrenzten und vor sich hin oxidierenden Bahnhofsbau stand eine Weile lang der Hotel- und Fun-Neubau auf dem benachbarten Wirtschaftsgelände, auf dem eine zeitlang das -äh- zwölftgrößte Aussichtsrad der Welt stand (das Rad steht da noch immer, es ist nur längst nicht mehr unter den TOP20 der größten Räder).

Nach Rückkehr der Konzerne in den Westen wurden Aussichtsrad und umliegender Vergnügungspark von einem neuen Betreiber, der Spreeland Funpark GmbH, übernommen. Da dem Unternehmen das Geld fehlte, umfassende Neubaumaßnahmen vorzunehmen, kam es aber nur zu einer Teilrenovierung der arg von F-Jahren und (Gerüchten um) Critterbefall in Mitleidenschaft gezogenen Anlagen. Auch wollte sich bisher der große Erfolg noch nicht so recht einstellen, wozu auch einige wenige, aber sehr medienwirksame Unglücksfälle beitrugen.

Heute operiert der Funpark auf Verlustbasis, und das sieht man ihm auch an. Gut 1/3 der Fahrgeschäfte ist außer Betrieb, der Rest wird von Touristen frequentiert. Nur das Aussichtsrad erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit, gestattet dieses doch einen einmaligen Blick auf den 2070 wiedereröffneten Zoo und das umfassend renaturierte und umgestaltete Tiergartengelände.

Zoo und Tiergarten

In den Jahren der Anarchie kam irgendeine Naturschutzgruppe auf die glorreiche Idee, die diversen Paracritter aus dem Zoologischen Garten Berlins zu befreien.

Naturschutzgruppe? In den Medien waren es Ökoterroristen!
user404

Und in Wahrheit war es gar keine der etablierten Gruppen, sondern irgendeine Bande von jugendlichen SPINNERN!
Konnopke

Zwar sind reißerische Medienberichte darüber, dass die Critter sich seitdem enorm vermehrt hätten oder sogar die gesamte Berliner M-Bahn bevölkern würden der blanke Unsinn, aber es ist nicht von der Hand zu weisen, dass einige wenige, dafür sehr gefährliche Critter es eine ganze Weile lang geschafft hatten, sich an ihren neuen Lebensraum im und um den Berliner Zoo bestens anzupassen. Inzwischen aber sind mit Zoo-Neugestaltung und Neugestaltung des Tiergartens alle Spuren eines (möglicher nie tatsächlich bestandenen) Critterbefalls beseitigt und das Parkgelände gilt als eben so sicher, wie Stadtparks in modernen Metropolen auch andernorts zu sein pflegen.

Ein interessantes Teil der neueren Zoo-Story ist, dass Anfang der Sechziger die in Berlin ansässige Wendland-Stiftung das Zoogelände übernahm und zur Sperrzone erklärte. Gesperrt war es zwar schon vorher, aber nun wurde das Areal mit neuen Mauern, Sensoren und Zäunen gesichert und auch bewacht. Die Stiftung zahlte den ursprünglichen Eigentümern einen symbolischen Betrag – nur um zukünftigen Rechtsstreitigkeiten zu entgehen – und sicherte zugleich den umliegenden Geschäftetreibern eine Haftungsdeckung für Übergriffe durch Critter aus dem Zoo-Gebiet zu. Womit jeder Streit um die Berechtigung, das Zoo-Gelände zu übernehmen, schnell besänftigt wurde. Auch heute noch scheint die Wendlandstiftung in die Leitung und den Betrieb des mittlerweile wiedereröffneten Zoos involviert zu sein – zusammen mit Dutzenden anderen Eignern und Mitbestimmern, darunter auch Marionetten von AGC, Evo und Aztech. Was gerade die sonst eigentlich mit Heimatkunde und Traditionserhalt beschäftigte Stiftung hingegen mit dem Zoo zu schaffen haben will, ist und bleibt die große Frage.

Jemand eine Idee?
Konnopke

Ohoo, der Herr Konnopke wissen mal was nicht??
Khan

Klappe du Bayer, du weißt doch genauso wenig!
Konnopke

… Stimmt. Hast du denn ne Theorie?
Khan

Ich hab gehört, die Stiftung hat über irgendwelche Kanäle Wind davon bekommen, dass Aztech schon früh auf das Gebiet scharf war, und das Ganze war vom Start weg ne Art Landgrabbing um es dann mit deutlichem Mehrwert an die Azzies zu verticken.
user404

Das klingt erschreckend plausibel für nen N00b… allerdings erklärt es nicht, warum die Stiftung noch immer im Konglomerat der Zoobetreiber drinsteckt, statt sich auszahlen zu lassen und zu verschwinden(?)
Khan

Ne andere Theorie ist, dass die Stiftung den Zoo als Experimentierfeld anlegen wollte, um „völkische“ Critter nachzuzüchten.
Konnopke

Klingt offen gesagt weniger wahrscheinlich als N00bs Story. Die Stiftung widmet sich was Tradition und Heimatkram angeht eigentlich mehr um Gebäude, Archäologiekram und so. Der Zoo müsste denen zu „neu“ sein – und für Critterkrams fehlt denen jede Kompetenz und das Backbone.
Khan

Dassde dich da man nicht irrst. Der Zoo ist älter als du denkst, und Wendlands Verstrickungen in völkische Magiegruppen reichen tiefer als man ahnt.
Der Zoologe

Zoo Türme

Die Zoo-Türme sind eines der späteren Neubau-Projekte des Gebietes und mit immerhin 18 Stockwerken deutlich höher als die üblichen City-West-Bauten vor Jahrtausendwende.

Alle drei Türme beherbergen Büros in den oberen Etagen und Geschäfte im Erdgeschoss. Eine Ausnahme bildet der westlichste Turm, der das Zoo Hostel beherbergt, ein für Touristen gedachtes Sarghotel mit Late Night Zooblick Lounge im obersten Stockwerk.

Geheimtipp: Wenn mal Sarg im Hostel benötigt wird, twittert eure Sargnummer und ne Geldanweisung für 10 eb/Nacht an 0300-dumpsite. Die Site wird von Hacks betrieben, die den Hostel-Knoten voll 0wnen und für die Spende das System so beackern, dass deine Personendaten gelöscht werden und eine Einmietung ohne SIN kein Ding ist.
Dumpsite-0wner

Merken die das im Hostel denn nicht? Pennt deren Admin?
Khan

Nee, er ist nur Scheiße (Ex-Website Designer von vorm Crash) und da das Hostel auf billig macht fehlt das Geld für ne dezente Systemsicherung. Hehehe.
Dumpsite-0wner

Genetique

Das alte Zentrum am Zoo wurde auch Bikini-Haus genannt und war trotz mehrerer Versuche der Verschönerung ein potthässlicher Verbindungsbau, der sich entlang des kompletten Nordrandes der Budapester Straße auf Höhe des Breitscheidplatzes zog.

Das ganze Ensemble wurde in den 2050ern abgerissen und durch ein neues, modernes Bauensemble ersetzt, das – wie der „Zufall“ so spielt – durch die Bank weg von Aztech-Tochterunternehmen belegt wurde.

Der Gebäudeabschnitt von Genetique ist eine Art Propaganda- und Showroom der Bio- und Nanotech-Forschugseinheit von Aztech. Hier werden publikumswirksam die Segnungen der Forschung präsentiert, es gibt eine interaktive Bibliothek „BioLectra“, ein Chipware-Center „BioKnow“, einen „Auris“ Holo-Showroom, außerdem eine kleine kommerzielle „ProLife“ Bio-Klinik für kleinere Implantate und ein „avance“ Jobcenter, bei dem ständig Freiwillige für die medizinische Forschung bei sehr passabler Aufwandsentschädigung gesucht werden.

Ich würde gerne was Verschwörerisches sagen, aber ich kann nicht.
Der Zoologe

Hm?
Khan

Naja, wenn irgendwo das Wort Aztech fällt dauert es nie lange bis irgendwer düstere böse Blutmagie-Verschmutzung-Versuche-an-lebenden-Metamenschen orakelt. Ich kenne weder die Azzie-Geschäfte in SüdAm noch war ich in letzter Zeit in Spandau, aber der City-West-Bau ist sauber.
Der Zoologe

Propaganda-Bau. Hat mit der Realität wenig zu tun.
D3sperad0

Trés Chic

Das südamerikanische Fashion Label Trés Chic versucht seit Jahren, im europäischen Markt Fuß zu fassen. Im übrigen erfolglos. Berlin ist für die Aztech-Tochter ein Testmarkt, in dem neue Vermarktungsstrategien und natürlich neue, auf den europäischen Geschmack abgestimmte Schnitte erprobt werden.

Die Berliner Trés Chic Boutique ist ein mehrstöckiges Modehaus mit allen Abteilungen und – als Rarität unter den Modelabels – einer eigenen Konfektionsbateilung für Unter- und Übergrößen.

Wenn Trés Chic sagt „One Size fits ALL“ dann meinen die das. Eine prima Adresse für modische Kleidung auch für Trolle und Zwerge
GretaZed

Sagen wir wie es ist: Die spezielle Abteilung für Über- und Untergrößen hat im wesentlichen ein Angebot: Ponchos, Ponchos, Ponchos!!!
Zeldaar

Was übrigens nicht die dööfste Kleidung ist. Passt vielen Größen, gibt’s in gepanzerten Varianten, und niemand sieht, was man drunter versteckt…
Konnopke

Medicare

Mit diesem Medizinzentrum versucht Aztech – erneut Berlin als Testmarkt verwendend – einen deutschen Ableger von Aztecs Tochter „MediCarro“ zu pushen. Und somit BuMoNa anzugehen. Medicare bietet weitgehend identische Leistungen wie der Wettbewerber, das aber für rund 20% weniger Beiträge. Dafür muss man als Kunde aber in Kauf nehmen, dass Medicares „Gebietsabdeckung“ erst im Aufbau begriffen ist – und der Service somit aktuell auf Teile des Berliner Westens beschränkt.

Na geil. Mit anderen Worten: Die Konzerner, die sich nen teuren Service leisten könnten, kriegen hier noch Geld reingesteckt. Ich könnt Knochen kotzen…
Khan

Ansichtssache. Ich weiß nicht, wie’s dir geht, aber ICH komme auffallend häufig im Westen der Stadt zu Schaden, und selten im Osten. Denk mal drüber nach.
Konnopke

Von weiterem Interesse ist der Medicare-Bau durch die im Erdgeschoss angesiedelten Ladengeschäfte, darunter Fastfood-Filialen von SoySea, Aldi-Burger, CurryKebap und die Ultrabillig-Automatenkette SoiSoiSoi, die NutriSoy zum Selberziehen in über 100 kombinierbaren Aromatisierungen bietet, außerdem ein Ca$hcenter (betrieben von Bancomext) und ein Fudgees Eiscafé.

Meine Lieblingssorte bei SoiSoiSoi ist Walnuss-Lammhaxe-Karamel-Rotwein. Nicht gleich kotzen – erst probieren!
Michi Loin

Ich bin schockiert. Das Zeug ROCKT! Nur frag ich mich: Wie kommt man auf DIE Kombi???
Sara Zehne

Durch viiiel probieren (und viel kotzen).
Michi Loin

Pioneer Cybernetics

Etwas abseits vom Zoo befindet sich die Cyberklinik der Novatech-Tochter Pioneer Cybernetics, die über einen exzellenten Ruf verfügt. Ein besonderes Feature des Hauses ist das Cyberia Café mit Blick auf den Pioneer Showroom und eine beeindruckende Ambient Light Show und die offen zum Café aufgestellte CyBar, in der man kleine Einbauten oder Wartungen während eines gemütlichen Cocktails vornehmen lassen kann.

Gibt auch ne Happy Hour, immer Dienstags zwischen 18:00 und 21:00 Uhr, während der es zu jedem Einbau Cocktails gratis gibt.
Jim Daniel’s

Theater des Westens

In den Zeiten der Berliner Anarchie hielt sich das Theater des Westens mit billigen Sex-Revuen leidlich über Wasser. Heute ist wieder eine professionelle Theatergruppe im Haus beheimatet, die über die Grenzen Berlins hinaus einen guten Ruf hat.

Zum Stammspielplan des Hauses gehört neben einer furiosen Hologramm-untermalten Urban Dance Inszenierung von Schwanensee die Polit-Posse Alle Diese Leute (ADL) nach Motiven des 2044 ermordeten Stand-Up-Comedian Rolf Buntschauer.

Von Interesse ist außerdem das seit über fünfzig Jahren bestehende Lauterbach’s im Untergeschoss, eine dezent illuminierte Theater-Bar, die auch von den Schauspielern des Hauses gerne frequentiert wird und daher als Treffpunkt der Theaterszene gilt.

Neues Europacenter

Nachdem in der Anarchozeit ein katastrophales Feuer den alten „I-Punkt“ des Europacenters schwer beschädigte und die Befreiung des Centers von einer anarchistischen Terrorzelle 2060 weitere schwere Schäden im Komplex anrichtete, wurde der gesamte Komplex abgerissen und zwischen 2062 und 2069 neu aufgebaut und 2070 feierlich eröffnet.

Das neue Europacenter erstreckt sich nun bis zum Wittenbergplatz hinab, ist aber seinem Kernkonzept als „erstes Shopping Center am Platz“ treu geblieben. In der gewaltigen umbauten Fläche der „Mini-Arkologie“ befinden sich 24 Bars, 12 Restaurants, 2 Kino-Center mit insgesamt 14 Sälen, 2 Wellness-Spas, 1 Hotel mit 64 Zimmern und über 152 Einzelgeschäfte.

Ich bin noch dabei, nen File mit meinen „Best of“ Tipps zu tippern. Also mal Geduld…
Eurobin65

Einen heißen Tipp hätt ich schon: Den Erotikclub Thai-Fun im 11. OG. Sehr verschwiegen, hauptsächlich an Geschäftsbesucher gerichtet die hier ihre Kaffeepause kreativ auslegen und nach Bürohauptzeitenschluss jenseits von Mitternacht so gut wie ausgestorben, lassen sich einige der Thai-Fun-Zonen (Gruppenräume) auch bestens für Meetings der verschwiegenen Art nutzen. Plus per Aufzug kommt man direkt und nahezu ungesehen direkt von der Tiefgarage ins T-Z.
Tolstoi

KaDeWe

Auch das berühmte Kaufhaus des Westens wurde im Laufe der Zeit stetig erweitert und bildet nun den südlichen Gegenpart zum neuen Europacenter.

Beide Gebäude sind über mehrere über die Westtrasse hinweg führende Brückengänge miteinander verbunden, so dass man in der Tat beide Komplexe als eine einzige Pseudoarkologie betrachten kann.

Während das Europacenter zwar ein zentrales Management und zentrale Haussicherheit hat, ansonsten aber aus lauter unabhängigen Einzelpächtern besteht, ist das KaDeWe nach wie vor ein, wenn nicht sogar das letzte Luxus-Kaufhaus alter Prägung in Deutschland.

Legendär ist die kulinarische Abteilung des Hauses, die Köstlichkeiten aus allen Ländern, exotische Snacks, gewöhnungsbdürftige Delikatessen und extrem seltene Zutaten feilbietet.

Goya

Der Club Goya

Musikclub & Eventlocation | Nollendorfplatz 5 in Charlottenburg-Wilmersdorf [Kontrollierter Bezirk]

// gepostet von NAKAIRA //

Totgesagte leben länger. Im Fall des GOYA am Nollendorfplatz heißt das eher: Wer schon hundertmal gekillt wurde, dem machen auch die nächsten hundert Mal nichts aus.

Gemein ist allen Inkarnationen, Reinkarnationen und nekromantischen Wiedererweckungsversuchen des ursprünglichen Theaters an bester Stelle der Stadt, dass der Partybetrieb völlig unabhängig aller Skandale, Veruntreuungen, Betrügereien oder Wald-und-Wiesen-Bankrotte ungetrübt weiterging. Auch im Status F, natürlich.

Die Berliner – genauer: die ganz gewisse Gruppe urstalteingesessener Westberliner Extremschickariatisten, die sich vermehrt auch in den altberliner Geschäftsclubs und Verbindungen der Berliner Geldadels rund um KuDamm und Schlüterstraße finden – lieben „ihr“ Goya. Und feiern hier unter sich oder mit billigender Anwesenheit von Auswärtigen Schickeriaklonen auf den unteren Ebenen, bis der nächste Besitzer oder Inolvenzverwalter mit dem nächsten hanebüchenen Rettungskonzept die Party einige Jahre weitergehen lässt.

Das Goya war unter diversen Namen (Metropol, Uranium, Golden20, Schauspielhaus, Nexxt Level, Chaplin’s Garden II, KitKat Club, Anno 1905, Cabaret Noir) schon Theater, Diskothek, Eignerclub, Bordell, Konzertbühne, Galerie, Tridkino, Blutsporttempel, Swing Arena, Konferenzraum – immer aber „Eventlocation“ und „Treffpunkt“ einiger sehr finanzkräftiger Einheimischer.

Heute ist es einmal mehr das, was es eigentlich immer war: Der Ort, um abseits von Blitzlichtgewitter und Pöbel von denen gesehen zu werden, auf die es ankommt.

Das Goya im Spiel

[UPDATE 10/2016: Der Club Goya hat 2014 pleite gemacht. Die im folgenden Text erwähnte Webseite mit PDFs etc. existiert leider nicht mehr]

Das Goya ist eine reale heutige Eventlocation, die für Shadowrun-SLs einen riesigen Vorteil bietet: Nämlich eine Website, auf der unzählige Ansichten, ein interaktiver 3D Grundrissplan und Detailgrundrisse aller Floors, zum Teil mit verschiedenen Bestuhlungen, als PDF zum Download angeboten werden. Grund genug, diese besondere Location – schon immer eine von Berlins reizvollsten und bereits von außen eindrucksvollsten – als „hat bis ins Jahr 2073 überlebt“ zu erklären und vorzustellen als die perfekte Location für eine Mission im Umfeld eines High Society Events. Über die Räumlichkeiten selbst informiert am Besten die realexistente Goya-Website, die auch direkt als Ressource bzw. „Handout“ für Missionen verwendet werden kann (z.B. per Laptop direkt am Spieltisch). Auf dieser befinden sich Stand Juli 2010 auch mehrere Detailgrundrisse als PDF-Download, die man sich besser schnell sichern sollte, ehe sie bei einem Website Update verschwinden (unter „Location“ –> „Grundrisse“).

Die Beschreibung erfolgt analog den detaillierten Locationbeschreibungen im Berlin-Quellenbuch rein Offplay „für den Spielleiter“.

Die Umgebung

Der Club Goya liegt direkt am Nollendorfplatz und damit ein kleines Stück östlich des Uraniakreisels, an dem der über das Dach der KuDamm-Mall geführte Verkehrsstrom der Entlastungstrasse wieder auf Bodenniveau herabgeführt wird bzw. Fahrer mit Ziel A100 auf die Trasse hinauffahren. Die meiste Zeit des Tages und selbst bis nach Mitternacht ist der berüchtigte Kreuzungsbereich zwischen Entlastungstrasse, Kleiststraße, Lietzenburger, Martin-Luther-Straße und Schillstraße trotz aller Versuche, per ALI zu weiträumigen Umfahrungen anzuregen, heillos verstopft, was natürlich auch am nahen Nollendorfplatz mit seinem pfuschneuen Hochbahnhof zu spüren ist.

Häufigere Gäste tasten sich daher lieber von Süden über die Maaßenstraße oder durch die Eisenacher Straße und dann die nach wie vor beliebte Sex- und Partymeile Motzstraße zum Goya vor, auch wenn diese lange schon ihren früheren homosexuellen Charme verloren hat und nun ein buntes Durcheinander eher schäbiger Nacktclubs, Lederrockerkneipen, SM-Bars und VR-Pornokinos ist. Die direkte Nachbarschaft von Schmuddelkiez und Nobelclub sorgt immer wieder für unangenehme Begegnungen der unterschiedlichen Klientel am Nolli, weswegen seitens des Goya Bemühungen laufen, den Bezirk zur Absperrung der Motzstraße durch ein solides Metalltor oder eine Mauer zu bewegen.

Reinkommen

Das Eventkonzept des Goya steht auf drei Pfeilern und entsprechend unterschiedlich ist die Türpolitik: In Nächten, in denen der Club ausschließlich seinen Mitgliedern (= Eignern) vorbehalten ist, steht man entweder auf der Gästeliste oder kommt nicht rein. In den offenen Clubnächten an jedem Donnerstag und Freitag herrschen die „üblichen“ Türkontrollen für noblere Diskotheken in Berlin, d.h. es wird peinlich darauf geachtet, dass Outfit und Bodystyle einen gewissen Stil und vor allem eine gewisse Barschaft erkennen lassen. Das Türsteherteam um den Sicherheitschef Murad Ökaniz steht im Ruf, mehr als nur ein wenig rassistisch zu sein – Trolle brauchen erst gar nicht zu versuchen, hineinzukommen, Orks sollten besser erkennen lassen dass sie ihren Geburtsmakel zu vertuschen versuchen, Zwerge werden gerne „übersehen“ und mit Elfen hat natürlich niemand ein Problem, da rund die Hälfte der Eigner selbst Elfen sind – andererseits haben Metarechtsgruppen durchaus andere Prioritäten, als armen reichen Orks Beidstand zu leisten, damit sie in einen Nobelclub kommen, so dass Proteste bisher ausgeblieben sind (im Gegensatz zu Anzeigen und Klagen durch Anwälte der gutbetuchten Diskriminierten). Handelt es sich um ein Privatevent etwa eines Konzernes oder eine andere Art geschlossener Veranstaltung, setzt natürlich der Veranstalter auch die Türpolitik fest (und bringt üblicher Weise seine eigene Tür-Crew mit).

Für die hauseigene Clubsicherheit verwendet man am Besten die Werte der Konzernsicherheit aus dem Grundregelwerk (SR4, S.326). In den doppeltürigen Eingangsbereich zum Foyer wurde ein Sicherheitsscanner der Stufe 4 integriert – sollte hier stiller Alarm ausgelöst werden, wird der betroffene Gast sofort von 4 Sicherheitsleuten im Foyer in Empfang genommen und diskret in einen Nebenraum geführt, wo dann ein Detailscan und eine Personalienüberprüfung stattfindet. Die „Keine Waffen“ Türpolitik wird als Aushänge und per AR Einblendung vor Betreten sehr deutlich gemacht – Verstöße führen beim ersten Mal zu Verwarnung und Rauswurf und beim zweiten Mal zum Hausverbot, wobei es natürlich Möglichkeiten gibt, sich durch Zahlung von 3.000 Euro für ein Jahr als Leibwächter im Club zu akkreditieren (kürzere Akkreditierungen werden ganz bewusst NICHT angeboten, akkreditierte Leibwächter erhalten eine RFID-Plakette, die den stummen Alarm in einen stummen Hinweis wandelt, der nur noch durch einen kurzen Fingerscan bestätigt werden muss).

Drinnen

Der Club erstreckt sich auf 3 großzügig und vor allem verwandelbar gestalteten Ebenen mit modernster Präsentations- und Kommunikationstechnik.


Foyer des Goya
1. OG des Clubs
2. OG des Clubs

Wie der Club exakt gestaltet, beleuchtet und mit AR-Objekten dekoriert ist liegt im Ermessen des Spielleiters und hängt völlig von der Art des Events ab.

Hinter den Kulissen

Das Goya gehört einem Privatclub gleichen Namens, dessen Mitglieder somit Eigner des Clubs sind und besondere Privilegien im Club genießen (z.B. Waffen bzw. bewaffnete Leibwächter mit sich führen zu können, exklusiven Zugang zur VIP Clubbar im 2. OG zu erhalten und zu JEDEM Event in den Club kommen zu können, Privatveranstaltungen anderer inklusive). Über die Identität der Mitglieder ist wenig bekannt, angeblich sind aber gut die Hälfte von ihnen Elfen und es halten sich hartnäckig Gerüchte sämtliche Mitglieder seien Konzernmagier, die außerhalb der Öffnungszeiten den Club für Privatzwecke ganz anderer Art als Tanzen, Trinken und gelangweilt Dreinblicken verwenden. Fakt ist, dass Clubmitglieder den Club stets maskiert betreten und ihre venezianisch anmutenden Masken nur im VIP Bereich ablegen.

Zu den regelmäßigen Privatevents im Goya zählen die „Nacht der Surgehilfe“, die „Goya Berlinale Night“ und die alljährliche „Preisverleihung der Goldenen Sphäre“, eine Veranstaltung der ADL-Werbewirtschaft für gelungene VR- und AR-Umsetzungen disziplinübergreifender Werbekampagnen.

Metropolis

Die Metropolis Arkologie

// Dateiupload von TOLSTOI // 20.10.2073 – 18:00:00

Das Metropolis wird ja bereits im aktuellen Berlin Upload behandelt – hier habe ich einige zusätzliche Infos zu Locations im Arkoblock über dem Rathenauplatz zusamengestellt.

Fahrebene und Parkhaus

Die Berliner Stadtautobahn A100 führt mitten durch den Fuß des Metropolis hindurch. Von Norden wie Süden kann man von der A100 abfahren und erreicht – quasi „im Haus“ – den Rathenau-Kreisel, von dem man entweder Richtung Nobelgegend Grunewald, über eine aufsteigende Spirale hoch zur Westtrasse oder über eine Abfahrt ins unterirdisch gelegene Parkhaus abfahren kann.

Bauort und Statikerfordernisse des Arkoblocks machten es leider notwendig, die gesamte Konstruktion des Kreisels inklusive Abfahrten eher schmal zu halten, so dass der Rathenau-Kreisel als eine von Berlins stauintensivsten Engstellen gilt.

Abfahrt Grunewald

Da die Villengegend Grunewald mit ihren neu angelegten Parklandschaften eine reine Zone für reiche Konzerner ist, führt die Zufahrt zum Grunewald durch eine Sicherheitsschleuse, die mit so ziemlich allem an Sicherheitsscannern (und magischer Überwachung) ausgestattet ist, was es so gibt.

Und durch die natürlich kein Fahrzeug ohne aktive RFID-Markierung und Zulassung für die Zone durchkommt.

Sollte es einmal geschehen, dass jemand „die falsche Ausfahrt nimmt“, wird er nur 100 Meter später (da, wo der Tunnel aus dem Kongress-Gebäudetrakt der Arkologie ins Freie führt) einfach über einen Wendekreisel zurückgeleitet (worauf ihn unübersehbare Holoschilder hinweisen).

XL unwahrscheinlich, dass jemand falsch abbiegt. Die Durchfahrt nach Grunewald ist ständig mit Holobarrieren verschlossen. Nur wenn du nen RFID-Sticker mit der richtigen ID an der Scheibe hast, wechselt die Projektion auf ein „Willkommen Daheim“.
Khan

Holobarrieren?
Der_Kreuzberger

Ja, Mann: Holoprojektionen von Sperrgittern
Khan

Ah so, dachte schon Kraftfeld oder so.
Der_Kreuzberger

???
Khan

Sollte er diese übersehen, sind auf folgenden Straßenmetern genug unangenehme Überraschungen im Boden versenkt, die der Weiterfahrt ein schnelles Ende bereiten.

Damit sind vor allem Reifenpiekser, aber auf den letzten Metern auch durchaus Schlagrillen und Panzerbarrieren gemeint. Und die mit deutlichem „Whump“ aus dem Boden platzen zu sehen, während man mit Vollgas drauf zu heizt, ist echt kein Spaß
Khan

Mal passiert?
Hahnebüchen77

Ja. Waren verfolgt und mussten von der A100 runter, Kreisel nach oben war dicht, also versuchten wir unser Glück – und hatten keins. Wir ham überlebt, es sogar irgendwie über die Panzersperren hinweg geschafft (fragt nicht). Danach haben wir aber nen Abflug in die Botanik gemacht und es mit Müh und Not zum Halensee geschafft. Mussten dann nen Insider-Kontakt bemühen, um uns rauszulotsen.
Khan

Zudem steht ein allzeit besetzter Torposten zur Verfügung, wo man gerne weiterhilft – und auch Fahrzeuge mit korrekter RFID-Markierung und Zugangscodes, die von Stil und Geld nicht so sehr nach Grunewald zu gehören scheinen, gerne mal genauer in Augenschein nimmt.

Auffahrt Westtrasse

Der Kurfürstendamm ist seit seiner Überdachung und Einfassung wenn nicht weltgrößte, so auf jeden Fall WELTLÄNGSTE Mall.

Direkt auf dem Mittelstreifen des alten Ku’Damm stehen nun solide Pfeiler, die – etwa auf Dachfirsthöhe der angrenzenden Häuser – die Fahrbahn der Westtrasse tragen. Welche dem entsprechend direkt über dem Kurfürstendamm verläuft.

Trasse und Häuser sind mit einer gläsernen Dachkonstruktion verbunden, welche die unter ihr flanierenden Shopper vor Wind und Wetter schützt. Gegen das einst berüchtige Dröhnen und die Düsternis der Mall wurde inzwischen eine Deckeninstallation angebracht, die rund ums Jahr die Atmosphäre eines offenen Himmels mit bestem Wetter (und fliegenden Werbe-Holos) schafft.

Die Trasse selbst bietet keine Abfahrten, bis sie sich auf Höhe des Uraniakreisels gabelt und wieder auf Bodenhöhe absenkt.

Da auf jeden Fall dran denken, wenn man mal schnell Richtung Westen abzuhauen versucht: Bis Nolli gibt’s keine Möglichkeit zu fliehen. Und am Nolli ist nicht rein zufällig ein Polizeirevier mit Verstärkungspunkt der Sonderpolizei.
Viper_Max

Kann man so pauschal nicht sagen. Klar, wenn du auf die Karre angewiesen bist, sieht’s übel aus. Kumpels von mir haben aber in der Situation ihr Fahrzeug einfach mal auf der Trasse geparkt und sind über die Dächer ab. Keine Chance denen zu folgen, selbst wenn die raffen wo man abgestiegen ist.
Khan

Wie das?
Der_Kreuzberger

Naja, die Kudamm Mall ist ja eigentlich keine Mall, sondern nur ne überdachte Straße. Das heißt die umliegenden Gebäude sind überwiegend noch Altbaubestand, und ein-zwei Häuser weiter bist du definitiv im Altbauland. Und das wiederum heißt im Regelfall eher mäßige Sicherung, mehrere Zugangswege durchs Haus, teilweise versteckte Dienstbotentreppen und gute Möglichkeiten, durch mehrere Häuser durchzugehen, ohne das Sensorfeld von Verfolgern wieder zu betreten.
Khan

Die Mall selbst ist natürlich völlig verkehrsberuhigt, ihr Boden dekorativ-klassisch verklinkert und mit Mosaiken verziert worden. Nur alle paar Blöcke führt eine Straßenöffnung den Nord-Süd-Verkehr durch die Mall und ihre kleinen Cafés, während sich fast über die ganze Länge des Kurfürstendamms eine Tiefgarage erstreckt.

Die Tiefgarage

Um zu verhindern, dass Staugefrustete statt über die Westtrasse durch die Tiefgarage brettern, ist diese für gewöhnlich in abgeschnittene Zonen zergliedert. Schwere Brandtore und kleine Poller verhindern die Durchfahrt – nur zu besonderen Gelegenheiten oder bei (wieder einmal) drohendem Verkehrsinfarkt in der City West werden alle Schleusen geöffnet, und es staut sich fröhlich durch den Berliner Untergrund.

Das steht hier zwar nicht, aber die Tiefgarage ist auf Höhe der Bahntrasse (M-Bahnhof Metropolis/Halensee) def. unterbrochen. Bedeutet: Im Entlastungsfall führt eine Abfahrt direkt östlich der Bahnschneide runter in den Untergrund – und DAS ist übrigens dann auch die einzige weitere Abfahrt vor Nollendorfplatz (ist nur keine „offizielle“ Abfahrt, weil ja nur Parkhaus-Zufahrt und Notentlastung)
Berlin_Racer

map_metro.png

Die Struktur der Metropolis

Das Zentrum der Arkologie bildet der rund 280 Meter hohe Hauptturm, der auch das Erkennungszeichen und Signet der Arkologie bildet. Die Arkologie selbst umfasst aber noch mehrere umliegende Gebäude, die, weit weniger hoch hinausragend, den Stil des Hauptturms dennoch unterstützen und akzentuieren.

Im Klartext: Scheißhässliche Blockbauten im Nazistil.
Dörti_Dolores

Leider war es der Elia Gruppe nicht möglich, ein Baugelände auf dem Großen Stern zu erwerben, wo der Turm eigentlich hätte errichtet werden sollen.

Die Wahl des Standortes über dem Rathenauplatz machte die früher sternförmig gedachte Gebäude-Anordnung unmöglich, so dass die den Hauptturm umgebenden Gebäude sich nunmehr eher ungeordnet entlang der Stadtautobahn und der Westtrasse sowie ein Stück Richtung Residenzzone Grunewald ergießen.

Yoshiwara

Benannt nach den Freudenvierteln Asiens und dem gleichnamigen Vergnügungsviertel im Film „Metropolis“ ist der Yoshiwara-Bereich innerhalb des Metropolis-Ensembles eine geschlossene Vergnügungszone exklusiv nur für Konzernangehörige gehobener Gehaltsklassen und zahlungskräftige Kunden. Statt einer Kundenkarte erhalten Yoshiwara-Mitglieder einen Pin aus echtem Gold, in den ein Edelstein und ein RFID-Chip implementiert wurde.

Geschichten von unglaublichem Luxus und unendlicher Dekadenz im Yoshiwara machen zuweilen die Runde durch die News. Überprüfbar hingegen ist das Wenigste von dem, was von „gut unterrichteten Kreisen“ kolportiert wird: Die Leitung des Yoshiwara Vergnügungszentrums garantiert umfassende Anonymität und Privatsphäre.

Stell’s dir vor, Mann. Stell’s dir einfach nur vor!!
Lutz766

M-Bahnhof Metropolis

Der M-Bahnhof Metropolis hat den alten S-Bahnhof Halensee ersetzt. Der langgestreckte Glasbau ist ein Joint Venture der Elia Gruppe und der Kurfürsten-Mall Anlieger, die mit dem Bau dieses modernen Luxusbahnhofs die zuvor hier befindliche Lücke zwischen Mall und Metropolis geschlossen haben.

Nun erst ist es wirklich möglich, zu Fuß, mit Rikscha, auf Förderband oder mit einem der zahllosen elektrischen Robo-Scooter trockenen Fußes vom Metropolis im Westen bis zum Ausgang Urania im Osten durch die umbaute Shoppingwelt Kurfürstendamm zu flanieren.

Was wenige wissen: Unter dem neuen M-Bahnhof befindet sich auch ein unterirdischer Güterbahnhof über den Mall und Metropolis mit frischen Waren beliefert werden sollen. Während der Güterbahnhof im Kern bereits fertig ist und auch sein Anschluss an die Mall (über eine stillgelegte einstige U-Bahnstrecke) bereits vollendet wurde, befindet sich der Tunnel Richtung Tegel noch im Bau. Seine Fertigstellung ist für 2076 angekündigt. Bis dahin erfolgt die Anlieferung noch über eine abgetrennte Sektion der Metropolis-Tiefgarage.

Ich hoffe ihr Schattenkiddies schreibt euch das auf: Es gibt unterirdische Verbindungswege entlang des Kurfürstendamms!
Viper_Max

Hör mal zu, Ass-Viper, das einzige Schattenkid hier bist du. GANZ Berlin ist unterkellert, und das oft auf mehr Wegen als den Konzernen bewusst ist. Da ist der Kudamm echt keine Ausnahme, und PS: Wir brauchen keine Viper-Fanboys, die uns ECHTEN Läufern sagen, wie’s läuft, tak, durak?
Joe_Bazooka

metropolis18.jpg

Locations in der Metropolis

Über eine sorgsame Selektion der Pächter haben Bauherr und Architektenbüro dafür Sorge getragen, dass das bauliche Thema der Arkologie auch in ihrem Inneren fortgeführt wird:

Neben dem neuen Museum zur Filmgeschichte mit Exponaten vom Dreh des Films, welcher der Arkologie den Namen gab, befinden sich zahlreiche Boutiquen, Cafés und Shops im Bauensemble, welche thematisch und stilistisch dem Film oder seiner Ära entlehnt sind.

Ufaplex

Der bombastisch dekorierte Cinemaplex im Metropolis umfasst 14 Spielsäle, wovon 5 VR-, 5 Holo- und 3 RealSim sind. Nur 2 Säle sind für klassisches 2D Kino vorgesehen – diese aber versuchen dafür den Glanz und Geist der alten Kinozeiten heraufzubeschwören. Beide Säle kann durch im Boden versenkte Plattformen unterschiedlich bestuhlt werden und bieten neben einer Nutzung für Kongresse auch die sehr beliebte „Filmdinner“ Nutzung an, zu der Sterneköche exzellenter Häuser und Filmklassiker auf großer Leinwand geboten werden, gelegentlich sogar mit vollem Filmorchester.

Murnau-Stiftung

Ebenfalls im Hauptturm angesiedelt und ein Mitträger der Filmmuseen hier und in Babelsberg ist die Murnau-Stiftung, die sich der Pflege alter Filmkunst widmet. Die Requisiten alter Produktionen gerade aus der Stummfilmzeit haben in den letzten Jahren einen Werte-Boom erhalten. Einzelne Objekte rangieren heute auf Augenhöhe mit Gemälden alter Meister – das goldene Originalkostüm des Androiden aus Metropolis wird sogar auf einige Millionen geschätzt (weshalb in der Ausstellung auch nur eine Replik zu sehen ist).

Hab gehört, die Murnau-Stiftung tritt inzwischen auch gelegentlich als Auftraggeber in Erscheinung.
Qdam

Warum auch nicht. Wo Knete zu machen ist, sind Schmidts nicht fern.
Khan

1927

Das 1927 ist ein ein gediegener, aber öffentlich zugänglicher Danceclub im 16. OG des Hauptturmes mit Nordblick, in dem sich der bauliche Stil der Goldenen Zwanziger und modernste Musik- und Lichttechnik mischen und ergänzen. Wie die meisten Locations im „Golden 20ies“ Design verfügt auch das 1927 über diskrete Nischen und private Logen, was den Club auch als Treffpunkt beliebt macht.

Cool finde ich in der AR die virtuellen Kellner, bei denen man seine Bestellung aufgibt. Sind schön animiert, und man kann zwischen drei Setups wählen (Klassische Kellner, Hübsche Hostessen und Tricky Toons)
Viper_Max

Ich hasse Two-Tone Turtle, den Toon-Kellner. Der geht einem aufn Sack mit seinen Sprüchen.
HellToy

Mir gefällt Sexy Sarah am Besten.
Viper_Max

HALLO? Könnt ihr Kiddos euch woanders unterhalten???
Khan

Club der Söhne

Benannt nach der gleichnamigen Vereinigung im Film Metropolis, ist der Club der Söhne sowohl die Bezeichnung der dunkel getäfelten, mit schwerem Ledersesseln und modernster Technik ausgestatteten Clubräume als auch der Name des diese Räume beanspruchenden Clubs von Nachkommen „Wohlhabender Altberliner Familien“ überwiegend aus Charlottenburg und Wilmersdorf.

Ja, sollte man nicht vergessen: Nicht alles Geld in Berlin kommt von den Konzernen. Es gibt ein paar echt mächtige, echt stinkreiche Altberliner Familien, die es echt draufhaben, überall ihre Finger drin zu haben, ohne irgendwo aufzutauchen.
Khan

Habe gehört, dass ein paar mehr von denen, als man statistisch erwarten dürfte, erwacht sind – also Magier und so. Wohl altes slawisches Erbe.
Grigorjev

Stuss. Die Familien, die ich meine, kamen erst weit nach den Slawen hier an. Juden, Hugenotten, Holländer und so.
Khan

Dennoch: Von irgendeiner Art von Zaubererloge, der verschiedene jener alten Familienerben angehören, habe ich auch gehört.
Sabrina_Sehtnur

Stuss. Urbane Legende. Straßenparanoia. Genau der gleiche Stuss wie dass es in Berlin alte Nazi-Verbindungen gäbe, die mit Hilfe der okkulten Lehren der Nazis von Vril-Magie und Ufos und so eine neue Zaubertradition gegründet hätten.
Khan

Fredersen

Benannt nach der Hauptfigur im Film Metropolis, ist das Fredersen ein um ein offenes Atrium gruppierter Esstempel auf 5 Ebenen. Je nach Stockwerk und Sektion des Fredersen rangiert das Angebot von Cocktails und Finger Food über Kaffee und Kuchen bis hin zu festlichen Speisen aus aller Welt.

Café Freder

Das gelegentlich mit dem ähnlich klingenden Restaurant verwechselte Café liegt im 16. Stück und ist mit seiner leicht zurückgesetzten Lage vom Atrium fast so etwas wie ein Geheimtipp. Das Café Freder ist eigentlich mehr ein Ensemble geschlossener und voneinander abgetrennter Salonräume in unterschiedlichen Dekors, die ebenso für gemütlichen Kaffee-Plausch wie auch für Präsentationen, Konferenzen oder intime Treffen genutzt werden können. Mit nur 2 Stunden Vorlauf kann so gut wie jede Bestuhlung vorgenommen werden, und jeder Salon verfügt über ein riesiges, mit einem goldenen Zierrahmen eingefasstes Wandgemälde, das sich beim zweiten Hinsehen als Monitorfläche entpuppt und an jedes handelsübliche Komlink zu Präsentationszwecken angeschlossen werden kann.

Mindestens zwei jener Salonräume haben eine astrale Abschirmung durch pflanzenzellendurchwebte OrgaLife Tapeten.
Imma Druff

Fritz Lang

Das Fritz Lang ist ein beliebtes Straßencafé am Westende der Mall und damit technisch eigentlich eher Teil des M-Bahnhofs als des Metropolis selbst. Neben einer guten Kaffee-, Spirituosen- und Speiseauswahl bietet das Fritz Lang einen hübschen Raum für Tagungen und Feiern (den Roten Salon) sowie einen großen, terassenartigen Wintergarten mit Blick über Bahnhof und Gleistrasse.

Huppertz

Das Huppertz ist ein Geheimtipp für Musikfreunde und eine Oase der Ruhe im Bauch der Arkologie. Benannt nach dem Komponisten des Filmes, bietet das Huppertz schummrige Beleuchtung, sanfte Klänge (überwiegend live und überwiegend Klavier oder durch gelegentliche Smooth Jazz Darbietungen) und Drinks sowie kleine, feurige Häppchen zu – für Charlottenburg – sehr moderaten Preisen.

Das Huppertz wurde hinter den Kulissen von einem Schieber namens Rinaldi übernommen, nachdem der Vorbesitzer sich beim Glücksspiel übernommen hat. Rinaldi macht in Infos, wie man hört, und soll seine Finger auch in SIN-Sachen drin haben.
Nokixel

Hörte, der Typ arbeite bei nem Amt oder nem Ministerium und habe daher Zugang zu vielen Datenbanken. Das Schiebergeschäft macht er nebenher.
Khan

Unsinn. Sowas machst du nicht nebenher – zweigleisige Arbeit in dem Bereich killt dich. Entweder ist der Typ auf der Gehaltsliste der BERVAG und verarscht die Schattenleute, oder er ist ein Schieber mit Connections ins Amt.
Jamba

Oder er ist ein Agent für nen Konzerngeheimdienst, oder er ist Verbindungsmann der BERVAG für deren dreckige Geschäfte, oder er ist einfach ein verdammt guter Schieber, der unter dem Radar der Konzerne bleibt und deren Datenbanken abzapft.
Nokixel

Josaphat

Das Josaphat hat seinen Namen von der Figur eines revolutionären Arbeiters im Film Metropolis. Stilistisch ist der kleine Club mit angeschlossener Bar folgerichtig nicht an Prunk und Glamour, sondern dem Motiv schwerer Maschinen, überdimensionierter Zahnräder und Anklängen an die kommunistische Arbeiterrevolution gehalten. Gespielt wird überwiegend Industrial aus den frühen 2030ern, gelegentlich treten auch Underground-Bands auf. „Echte“ Revolutionäre sind hier aber natürlich nicht zu finden.

Der Autor pauschalisiert mir ein bisschen zuviel. Klar hängen die Hardcore-Revoluzzer im Anarcho-Osten ab. Aber mit denen will eh keiner reden. Im Josaphat sind aber durchaus Leute zu treffen, die es ernst meinen und die nur noch nen dünnen Schritt vom Sturz in die Schatten entfernt sind. Und einige sind da auch schon drüber hinaus. An mitlesende Konzerner: Fragt nach Ché. Der hilft euch beim Absprung.
Hugendübel

Und weil Ché total bestusst ist, lässt er das auch jeden wissen und im Schattenland verbreiten.
Khan

Ich hab nicht gesagt, dass man Ché TRIFFT, nur dass man nach ihm fragen soll. Der erreicht einen dann schon. Du musst nicht aus Prinzip ALLES niedermachen, was irgendwer hier schreibt. Gibt noch ein paar Leute MEHR als dich, die ne Peilung haben, da?
Hugendübel

11811

Neben Josaphat spielt ein Arbeiter namens 11811 eine herausragende Rolle im Film Metropolis – sein Name wird aber im Fall dieses Clubs eher modern interpretiert. Statt ölverschmierter Zahnräder beherrschen modernste Licht- und Holo-Installationen die Welt dieses Treffs, dem man hohe Popularität unter Konzern-Sysops und Hacker-Wannabes nachsagt. Die klassischen Stilelemente der Metropolis-Welt finden sich hier in der AR und in den Hologrammen und Monitoren wieder, wo unablässig programmierte Personas schwere Hämmer schwingen und sich ein Uhrwerk leuchtender Zahnräder über den Clubhimmel spannt. Das Ganze hat nach Ansicht mancher etwas Klaustrophibisches, wozu auch die Vielzahl an verborgenen Nachrichten in der AR beitragen, die von Besuchern als gigantisches, „begehbares Gästebuch“ beschriftet werden kann.

Guter Ort um verborgene Daten und Kontaktinfos zu deponieren.
HAL2001

Herzetod

Der Club Herzetod befindet sich im 37. Stock der Arkologie und damit eigentlich innerhalb des für die Öffentlichkeit geschlossenen Bereichs (von der 35. Etage aufwärts). Die letzten 2 Stockwerke vom Ende des Öffentlichen Fahrstuhls müssen daher zu Fuß bewältigt werden. Trotzdem ist der Club mit seiner harten, schnellen Musik, dem ewigen Blitzgewitter, den Gittern und Zäunen und Käfigen und dem monumentalen Räderwerk beweglicher Hämmer, das dem Film „The Wall“ von Pink Floyd entlehnt wurde (nebst Bannern und Armbinden des Clubpersonals) sehr beliebt.

Die Hämmer sind nicht nur Deko; die sind auch das Zeichen eines radikal rechten Policlubs, der das Herzetod zum HQ hat.
Linxtrem

Ich sage es, bevor Khan es sagt: Stuss. Die Ikonografie der Hämmer ist nazi-like, das ist auch bewusst so, aber die Assoziation die du hast ist trotzdem falsch. Ist etwas schwer zu erklären. Guck dir halt The Wall an.
Hugendübel

Stop Motion

Vielleicht der einzige höherklassige Club nur für Trolle, wird das Stop Motion tief in den Eingeweiden des Metropolis gerne von Leibwächtern und anderem Schutzpersonal aus der Arkologie und dem nahen Grunewald besucht. Der Club hat das Ambiente einer Rauchsalons, ist angenehm dunkel gehalten und alle Möbel sind auf die Dimensionen der Gäste zugeschnitten. Zutritt erhält man aber auch als Troll nicht automatisch: Es ist stets die Empfehlung eines Stammgastes vonnöten, der während der ersten paar Besuche auch stets begleitend anwesend sein muss.

Gibt noch ein paar weitere First Class Trollclubs in Berlin, aber nicht im Konzernwesten, stimmt schon. Weiter im Osten fallen mir noch das 7XL, das Pool&Axe und das Hammerfall ein. Sind alle in Hand des organisierten Verbrechens, natürlich, aber wirklich sehr schöne und stylische Clubs für „große Jungs“.
Khan

Masterman / 63 minutes

In der amerikanischen Überarbeitung des Films Metropolis wurden die Handlungsstränge und mit ihnen die Botschaft des Filmes komplett geändert. In diesem soliden Stück Konzernpropaganda der frühesten Tage heißt Fredersen „Masterman“, und 63 Minuten Filmhandlung sind trotz aller Rekonstruktionsversuche der Murnau-Stiftung bis heute verschollen. Masterman und 63 minutes sind zwei getrennte, aber zusammenhängende Locations, wovon die eine (das Masterman) ein um ein mehrstöckiges Restaurant gruppiertes Sarghotel und das 63 minutes eine unter dem Masterman gelegene Cocktail Lounge ist.

Beide Locations sind aufgrund einer etwas misslungenen Konzeption (wer will schon beim Essen Leuten zusehen, die gerade aus ihrem Sarg krabbeln) wenig beliebt und stehen kurz vor dem Aus – das 63 minutes gilt aber als beliebter Spot für Verschwörungstheoretiker (nicht nur die fehlenden 63 Minuten betreffend).

Ga-Ga Club

Der größte in der Arkologie zu findende Dance Club ist das Ga-Ga auf den Ebenen 11 bis 14 (jeweils etwa 1/3 der Turmfläche ausfüllend). Trauriger Weise ist der Erfolg des Clubs gerade dem Aufbrechen der strikten Stilvorgabe des Verpächters zu verdanken: Nachdem das anfangs hier befindliche „Thea“ mit seinem nach Wochentag wechselnden Blend aus Swing und moderner Tanzmusik binnen drei Jahren scheiterte, wurde mit Ga-Ga ein Pächter gefunden, dem keine Masche zu billig ist, um die eigene Popularität zu steigern. So wurde das exclusive Art Déco im Stil der 1920ies rigoros verkleidet, demontiert oder übermalt, es wurden moderne, konturlose (und leichter pflegbare) Barmöbel angeschafft, das Musikkonzept voll auf die aktuellen Charts umgestellt und mit Ga-Ga Radio und Ga-Ga Fashion ein Dreiklang sich gegenseitig verstärkender Marketingfaktoren geschaffen. Mittlerweile, so kann man sagen, spielt Ga-Ga Radio nicht nur Musik aus den Topcharts des Konzernpop, Ga-Ga bestimmt diese Charts in immer stärkerem Maße mit und hat mit dem Kreuzberger Label Ga-Ga Rekordz und der Band Gi-Ga & the Tish einen ersten hauseigenen Musikerfolg produziert.

Da hilft es leider auch nichts zu sagen, dass man Ga-Ga sein muss, um diese Scheiße gut zu finden…
Khan

Viel schlimmer. „Sei Ga-Ga“ ist deren neuer Slogan! Die haben aus der Schimpfe über sie nen verdammten Marketing-Gag gemacht!
The_Last_Stones_Fan

%d Bloggern gefällt das: