Shadowrun Berlin

Die Online Erweiterung von Andreas AAS Schroth

Schlagwort-Archiv: ags

Gesichtserkennung in Berlin

SLDie generellen SHADOWRUN 5 Regeln sind darauf abgestellt, den weltweiten Durchschnitt der Sechsten Welt darzustellen, mit besonderer Beachtung der UCAS und Seattles als „Default“-Setting für Shadowrun.

Von daher war es schon eine echte, wenngleich weitgehend unbemerkte Revolution für SR5, die allgemeingültigen Regeln zur Legalität und Illegalität speziell auch für Waffen als Default auch für Deutschland zu übernehmen (SR5 S.421: „Die Katastrophen der Vergangenheit, die ausufernde Bandenkriminalität, das Erwachen gefährlicher Critter und die Privatisierung vieler Polizeidienste haben dazu geführt, dass die Beschränkungen für den Besitz von Waffen und Rüstungen weltweit, auch in Deutschland, deutlich gelockert wurden – kräftig unterstützt durch die mächtige Lobby der Waffen produzierenden Megakonzerne. Die Legalitätswerte in diesem Buch sind daher typisch für Städte der westlichen Industrienationen wie etwa Seattle oder Hamburg).

Tatsächlich finde ich, dass die SR5-Regeln im Allgemeinen sogar weitaus besser auf Berlin passen als auf den Rest der Welt. Womit ich weniger die Waffenlegalität meine (die in den Anarchozonen wirklich niemanden von Gesetzes wegen interessiert, dafür umso mehr was die Gefahr für den Kiez angeht), sondern die Überwachung der Bevölkerung ganz allgemein.

Allow me to explain: Die Gesichtserkennungs-Software wird aktuell sprunghaft besser. Und so billig, dass sie ganz standardmäßig auch von Shopping Malls, Supermarktbetreibern und anderen Werbeoptimierern quasi nebenher eingesetzt wird oder zumindest was das Technische angeht: Eingesetzt werden kann. Wir spielen aber nicht 2019, sondern 2080 (ungefähr). Mit anderen Worten: Gefälschte SINs, die nichtmal zu Geschlecht und ethnischer Abstammung des Inhabers passen, sollten in SR5 eigentlich unmöglich sein*.

(*Einschub: Sie sind freilich de facto NICHT unmöglich, denn SR5 sagt ja, dass es sie gibt und dass sie sogar bei tatsächlichen ID-Kontrollen wirken können. Was bedeutet: Entweder ist im SR-Universum die Gesichtserkennung aus Grund X schlechter als heute, oder sie wird aus Grund Y nicht eingesetzt (Gesetzgebung, Megakonzern-Verschwörungen, Aliens)).

In „meinem“ SR – also der Sechsten Welt, wie ich sie mir REIN PERSÖNLICH vorstelle – existieren Gesichtserkennungen durch Kameras durchaus, sie haben aber dank Datenfragmentierung (verteilte proprietäre Datenbanken verschiedener Inhaber, die sich untereinander nicht austauschen) im Allgemeinen nur extrem begrenzte Datenmengen, mit denen sie IDs abgleichen können.

In Berlin kommt ein wesentlicher Faktor hinzu, der Gesichtserkennung durch irgendwelche Kameras im öffentlichen Raum zusätzlich so unzuverlässig macht, dass ein ID-Check per Verkehrskamera, Werbedisplay in der Shopping Mall oder BVB-Kamera an der Zugangsschranke der M-Bahn nicht zuverlässig ist: Surveillance-Paranoia ist in Berlin eine Geisteshaltung und extrem fashionable.

Wie im Datapuls: ADL (S.112) bereits gesagt, sind viele alternative Kieze schon aus Überzeugung so überwachungsfeindlich, dass ganze Straßenzüge unter Planen und Tarnnetzen gegen Überwachung aus der Luft abgeschirmt sind (again: Rigger, bitte beachten!). Und weil selbst die zugekifftesten Berliner nicht dämlich genug sind zu denken, dass Überwachung nur aus der Luft stattfindet, haben Mode-Items mit Recognition-verwirrender „Neben“-Funktion seit 2070 enorme Konjunktur.

Dem Normalverwender aus den Norm- und Konzernbezirken mag nicht einmal bewusst sein, dass seine lichtreflektierende Sonnenbrille, sein auffällig gemusteter Schal, die schicke Gesichtsschminke, das krass gemusterte T-Shirt, der tief sitzende AR-Displayschirm oder das Basecap mit den für das normale Auge unsichtbaren IR-Beams auf der Unterseite eigentlich der Gesichtsverschleierung dienen (mehr Infos hier im Videohier im Artikel, hier als Pinterest-Bildersammlung und viiele Beispiele hier in der Bildübersicht) für die Normalos ist das einfach „Berliner Alternativmode“, deren Farb- und Formgebung auch ganz reguläre Modelabels in der Stadt beeinflusst (und die ich wohl in zukünftigem Artwork für Berlin auch verstärkt zeigen werde).

Für all die schicken Algorithmen, die nach Auffälligkeiten suchen (siehe Reiseführer S.23ff und speziell S.25f) wirft dies das Problem auf, dass ein Nutzer mit nicht identifizierbarem Gesicht nicht automatisch ein Runner oder Terrorist sein muss: In Berlin ragt die Schicht der „Anonymisierer“ so weit in die Normalbevölkerung hinein, dass man „Leute mit auffallend großer Schirmmütze“ oder „Extremschminke die zufällig auch eine Identifizierung erschwert“ nicht als Hinweis auf verdächtiges Verhalten nehmen und entsprechend zur genaueren Beobachtung für die Spinne (oder „das System“/die Matrix/GOD) hervorheben kann.

Würde ich rein persönlich Shadowrun in einem Plex mit besserer und plausiblerer Massenüberwachung leiten (z.B. Groß-Frankfurt, München, Essen oder Köln außerhalb des Karnevals (auch so ein Thema, dass man dringend in näherer Zukunft mal mehr beleuchten sollte, hint, hint)) würde mich die augenfällige „Inkompetenz“ der öffentlichen Überwachung womöglich in meiner „willing suspension of disbelief“ stören (ja, ich weiß, „Magie“ – aber die gehört als Basisfaktor der gesamten Welt zum Setting nunmal dazu – technische Rückständigkeit in Bezug auf Gesichtserkennung nicht unbedingt).

So, wie es sich verhält, bin ich einfach happy, dass die Regeln für Fake SINs in Shadowrun 5 auf Berlin ganz gut passen 🙂 Und wenn der geneigte Runner mit der Fake SIN oder der auffallenden Anonymisierungsschminke dann in einem Areal außerhalb der Mall von SKT gefilmt wird, kann ich ihm immer noch ein Security Team zur „zufälligen ID-Kontrolle“ schicken.

 

 

 

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[36] Meeting Locations

… die im alternativen Berlin als Treffpunkte verwendet werden.

36dinge ist die Kategorie für Listen, die dir als Spielleiter das Leben einfacher machen können. Wann immer dir grade eine Idee fehlt, im Run die Action stockt, Downtime oder Wartezeit auf später eintreffende Spieler zu überbrücken oder eine Beschreibung “mal eben aus dem Ärmel geschüttelt” werden muss, helfen die Listen der 36dinge, den kleinen Denkanstoß zu geben. Gewürfelt wird auf den Listen mit 2W6, wobei einer die “Zehnerstelle” und der andere die “Einerstelle” ist.

backroom_rage_by_raben_aas-d32jobg36 Meeting Locations listet 36 Örtlichkeiten, die man in Berlin (und anderswo) als Treffpunkte für Briefings und Debriefings – also: Auftragsvergaben durch Schmidts und spätere Übergaben heißer Daten, aber auch Treffpunkte für Schmuggler, Dealer, Menschenhändler, Auftragskiller – verwenden kann. Viele der genannten Locations haben einen eigenen „Berlin-Vibe“ (halloo, shadowrunberlin.de), sind aber mit wenigen Handgriffen ebenso an Hamburg, den RRP, Seattle, Hongkong oder praktisch jede moderne Metropole anpassbar.

1: Trutzburgen der Konzerne

  • 11 Konferenzraum in einem Business-Hotel – Muss man eigentlich nicht viel zu sagen. Die Runner erhalten vorab Hotelkarten mit RFID-Chip zugestellt, die ihnen Zugang zum Hotel und dem betreffenden Raum ermöglichen. Über diese werden zudem Getränke oder etwaige andere Hotelleistungen abgerechnet.
  • 12 Hinterzimmer eines Nobel-Clubs – Ebenfalls Standard. Ausbauen lässt sich die Szenerie aber darüber, was in diesem Hinterzimmer normalerweise angeboten wird. Gut möglich, dass sich hinter den Türen der noblen, erzkonservativen Zigarrenlounge ein SM-Paradies, eine Schreckhahn-Kampfarena oder das Meetingzimmer einer Loge (nicht unbedingt immer eine sinistre Geheimloge) befindet.
  • 13 Meetingraum eines Veranstaltungszentrums – Überall in den Konzerngebieten existieren Komplexe, in denen sich Veranstaltungsräume für alle Arten von kleinen und größeren Meetings, Seminare, für Produktvorstellungen und Messen befinden, oft mit aufwändiger Sende- und Showtechnik. Das Meeting findet in einem nüchternen kleinen Konferenzraum statt – oder auf der Bühne eines Präsentationssaals mit 10.000 Sitzen, mit Sicherheitsrigger des Klienten im Raum der Bühnentechnik. Ganz nach Geschmack.
  • 14 Vor dem Exponat eines Konzernmuseum – Einige Konzerne sind Mäzene der Kunst oder zeigen ihre Corporate Social Responsibility durch Aufkauf, Bewahrung und Ausstellung historischer Objekte, oft mit Bezug zu Industrialisierung und Technik. Andere Konzerne unterhalten eigene Museen, die ganz der Glorifizierung des eigenen Unternehmens dienen – und daher natürlich auf dem Pflichtprogramm der Konzernschulen stehen.
  • 15 Unter einer Brücke – Der Klient ist viel beschäftigt oder paranoid und will nicht den eigenen Sektor verlassen, andererseits aber auch keine Spuren hinterlassen. Und weil er zu viele schlechte Crime-Serien geslottet hat, bekommen die Runner einen Navpunkt, wo eine kleine Nebenstraße unter einer Reihe massiver Brückenbögen (Züge, Transportbänder, Autobahn) kreuzt. Zur verabredeten Zeit fährt die Limousine des Klienten vor – die Kommunikation erfolgt via Bildschirm und Nahfeldkommunikation.
  • 16 Im Büro des (angeblichen) Auftraggebers – Manche Klienten sind so unantastbar (oder werden durch ihre Drogen dazu verleitet, sich dafür zu halten), dass sie ihre Identität nicht verbergen. Einige WOLLEN sogar, dass man im Berliner Haifischbecken weiß, dass man schwere kriminelle Jungs auf der Lohnliste für spezielle Aufgaben hat. Vielleicht arrangiert man sogar, dass das Ziel des Inside Jobs kurz vorbeikommt, unter irgendeinem Vorwand, damit die Runner ihn kennenlernen, Wanzen platzieren, Proben entnehmen können – oder damit der Klient ihn zumindest sardonisch angrinsen kann, um nach seinem Weggang die Kill Order auszugeben.

2: Professionelle Meetingpoints

  • 21 Hinterzimmer eines Kasinos – Nuff said.
  • 22 Bekannter Schatten Meeting Space – Hier nur mal zur Erinnerung: Es gibt in den deutschen Releases für SR inzwischen wirklich eine SCHWEINEMENGE Locations, die man für Meetings nutzen kann – darunter auch sämtliche Locations, die „eigentlich“ nicht in Berlin liegen. Das Zeppelinkasino „Highroller’s“ in Stuttgart (Reiseführer S.77)? Kann als „Highroller’s Berlin“ genauso über unserem Plex  fliegen. Die kleine Spedition Hyena gibt’s eh überall, wo ihr sie braucht (Reiseführer S.109) – und der kleine Tisch im Kran macht schonmal nen schicken Meeting Spot her. Gleiches gilt für all die Bars, Diskos und anderen Locations in Reiseführer, RRP, Hamburg-Buch oder natürlich auch den Quellenmaterialien zu Berlin direkt.
  • 23 In der Loge während einer Vorführung – Seit Star Wars wissen wir: Pläne zur Unterwerfung der Galaxis macht man am Besten während einer Show in der VIP Loge. Ob Oper oder Theater, ob Wintergarten-Varieté oder Sechs-Tief Fight (beide Berlin) – ein Event bietet eine nette Möglichkeit, ein Meeting aufzupeppen und zum Beispiel mit entsprechendem Sound für Oper, Theater, Varieté oder Fights zu hinterlegen.
  • 24 In der VIP Sitznische einer Großdisko – Nuff said.
  • 25 Im Eventraum eines Restaurants – Nuff said. Meetings dieser Art leben von spektakulären Einrichtungsdetails wie etwa einem riesigen Aquarium, in dem ein besonderer Critter schwimmt, einem besonderen Thema des Restaurants (Ideen hier und hier) und natürlich von den ggf. spektakulären Speisen, die der Klient auffahren lässt (was auf eine gewisse Geltungssucht hinweisen würde).
  • 26 In einer gesicherten Lagerhalle – Nuff said. Wobei hier zur Abwechslung auch mal mit der Dimension der Halle gespielt werden kann, etwa wenn das Meeting in einem Hangar für Frachtluftschiffe stattfindet, in dem selbst ein kompletter Fahrzeugkonvoi winzig und verloren wirkt.

3: OV-Treffpunkte

  • 31 Während eines Blutsport-Kampfes – Sechs-Tief, anyone?
  • 32 In einem Badehaus – Hier mal eine Idee für eine Umsetzung z.B. des Shinobi Gardens. Oder ihr nehmt gleich die Originalpläne hier und hier 😉
  • 33 Im Separee eines Rotlichtbetriebs – Nuff said. Hierbei ggf. Akzente setzen durch exotische Modelle in der Location: Der Reiz des Neuen bleibt unerschöpflich, egal ob die außergewöhnlichen Farben und Formen Körpermodifikationen sind oder im Metatyp der Person (bzw. des Critters?) begründet liegen.
  • 34 In einem schwarzen Lagerhaus – Nuff said. Die Anzahl der Leute mit Wummen macht die Atmosphäre.
  • 35 In einer illegalen Chips- oder Drogenfabrik – Am besten schön im Büro der Leitung mit gläsernem Blick auf die Produktionsstraßen, wo hunderte Arbeiter mit Masken und Schutzanzügen herumhantieren.
  • 36 In einem geschlossenen Club – Außer Dienst gestellt, wegen fehlender Schutzgeldzahlungen „geschlossen“, oder einfach außerhalb der Öffnungszeiten.

4: Unterwegs

  • 41 In einem fahrenden Zug – Ob ICE, konzerneigener Pendlerzug zwischen Enklave und Produktion oder versiffte vollgestopfte M-Bahn: Bewegliche Ziele bieten viele Möglichkeiten.
  • 42 In einer Limousine – Alle Autos haben Autopiloten, und viele sehen nicht einmal mehr einen Fahrer vor. Bei der Oberklasse mag das noch anders sein – wer es sich leisten kann, zeigt es gerne dadurch, dass er echte Menschen für sich arbeiten lässt, und sei es als Sitzmöbel – aber für ein anonymes Meeting bietet sich der Einsatz der selbstfahrenden Limo an. Die Runner sollen zu einer bestimmten Uhrzeit an einer Adresse oder auf einem Parkplatz sein. Die Limousine kommt und fährt sie zum eigentlichen Meeting, oder das Treffen findet direkt im Fahrzeug statt.
  • 43 In einem mobilen Konferenzraum – Wie Limousine, nur dass es sich hier um einen Urban Explorer, einen Eurocar Escape, einen Bus der Dragoon-Serie oder einen Truck Trailer mit Konferenzraum-Modul handelt. Eben größere mobile Räume, die man für Roadshows und mobile Messen benötigt.
  • 44 Über den Wolken der Stadt – Klar, Zeppeline. Aber auch Helis, VTOLs, Flugzeuge – und warum eigentlich KEIN fliegender Teppich?
  • 45 Auf einem Boot – Party Flöße, Yachten, Fähren, Moby Dick, die Möglichkeiten sind endlos.
  • 46 Über Nahfeldkommunikation – Vielleicht muss man sich gar nicht treffen. Sollen die Runner doch mit ihrem Fahrzeug zu einer bestimmten Zeit auf einem bestimmten Abschnitt z.B. der A100 unterwegs sein. Der Klient sitzt in einer Limousine oder einem unauffälligen selbstfahrenden Sedan, und wenn er in Nahbereichs- oder Laserreichweite mit den Runnern kommt wird das Kommunikationslink hergestellt.

5: Online Locations

  • 51 In der Vision Berlin – Treffen in virtuellen Örtlichkeiten besitzen einige Vorteile, darunter natürlich vor allem das geringe Risiko, dass der Auftraggeber identifiziert oder beschadet wird. Neben einigen bekannten Matrixadressen, die unter dem besonderen Schutz anarchie-sympathisierender demiGODs stehen, bieten auch reguläre Treffpunkte gute Datensicherheit, sofern beide Seiten eine entsprechend gesicherte Verbindung per „Handshake“ aufbauen. Treffen auf einer Wolke über Berlin, in einem lichtdurchfluteten Straßencafé der Zwanziger Jahre oder der Nachbildung des Bernsteinzimmers steht somit nichts entgegen.
  • 52 In verlinkten VR Porn Särgen – Kabellose Verbindungen haben auch in der Zeit der De-la-Mar-Überwachungsmatrix noch nicht das allumfassende Vertrauen zurückgewonnen, das sie irgendwann mal hatten. Kabelgebundene Links gelten als besser, schneller, störungsfreier und völlig abhörsicher (sofern man das komplette Kabel im Blick behält und es keine angeklemmten Wanzen oder Sender gibt, freilich). Eine geeignete Infrastruktur für anonyme und schützenswerte -äh- „Kommunikation“ sind die VR Pornosärge von Sara Grey. In diesen kann der Nutzer bequem in körperwarmen Zellschleim eingekuschelt entweder gängige Porn-VRs genießen, oder aber eine der Pornowelten von Sara Grey betreten und mit Nutzern anderer Pornosärge live -äh- interagieren. Alle Körperformen, Größen und Bestückungen sind möglich, inklusive transzendenter Sex-Erlebnisse. Und wenn man die Partnersuche auf „nur Kabelverbindungen“ begrenzt, kann man eben auch gesicherte Meetings ohne Sex haben (duh).
  • 53 In einem Sarghotel – Was mit den Pornosärgen von Sara Grey geht, klappt auch mit vielen Schlafsärgen, die ein VR Entertainmentsystem anbieten (ab Mittelklasse Standard). Hier gibt es üblicher Weise ebenfalls die Chance, irgendeine „VR Hotellobby“ aufzurufen, in der man andere Hotelgäste treffen kann.
  • 54 In einem öffentlichen Matrixclub – Der Klassiker. Beispiele für Matrixclubs sind das Falcon’s Maze (DP:ADL S.43), das Neverwinter (SOTA:ADL S.8), die Node Blu (Berlin S.77/78) oder das Loveness8 (Berlin S.59).
  • 55 In einem Knoten kurz vor Stilllegung – Jeden Tag werden veraltete oder abgelaufene Knoten vom Netz genommen und gelöscht. Das Meeting findet in einem solchen statt, während in der VR des Ortes ein großer Countdown herunterzählt. Wer online bleibt, bis der Timer abläuft, wird bei Löschung des Knoten ausgeworfen.
  • 56 In einem Trog of War Kommandozelt – wie im DP:ADL auf S.118 gesagt, bietet der VR Shooter „Trog of War“ ein Armeezelt als Pre-Game-Lobby, in dem Teams ihre Taktik planen können. Der Klient ist begeisterter Trog of War Player – was sein mit diversen Upgrades ausgestatteter Master Commander Avatar beweist – und so war es nur selbstverständlich, TOW zu nutzen.

6: Echt Abgefahrenes

  • 61 In einem Escape Room – Escape Rooms hatten ihre Zeit, aber diese ist seit Langem vorbei. Einige wenige gibt es dennoch, und dieser hier liegt in einem einstigen Bunker und hat jede Menge leere Timeslots, in denen der Escape Room für Meetings genutzt werden kann. Eine schöne Zusatzidee: Wenn die Runner ihren Lohn nachverhandelt haben, nickt der Auftraggeber die Bonuszahlung nur dann ab, wenn das Team seine Qualifikation direkt beweist – indem es innerhalb der gesetzten Zeit aus dem Escape Room entkommt, ohne dabei etwas kaputt zu machen oder zu hacken (also unter Befolgung der regulären Spielregeln).
  • 62 Im freien Fall – Der Klient ist neben allem anderen, was er sein mag, ein Adrenalinjunkie. Daher trifft sich der Sunnyboy bestens gelaunt und mit Drogen aufgeputscht auf einem kleinen Flugplatz oder holt die Runner von einem Helipad ab, das Fluggerät steigt steil in den Himmel, und dann springen alle ab. Jeder interessierte und entsprechend gerüstete Runner kann einen Skillchip erhalten, die Fallschirme sind aber perfekt sicher, da es sich eigentlich um eine Drohne handelt, die alle nötigen Aktionen, Bremsungen, Auslöser und Manöver vollautomatisch ausführt. Die Kommunikation beim „Meeting“ findet per Laserverbindung zwischen den Fallschirm-Rucksäcken und eingeklinkten Ohrstecker statt.
  • 63 In einem geschlossenen Vergnügungspark – In einer Welt der perfekten VR-Genüsse kämpfen die meisten realen Attraktionen ums Überleben. Daher hatte er Betreiber dieses Vergnügungsparks (bzw. Kartbahn, Paintblast-Arena, Zirkus…) kein Problem damit, sein Geschäft außerhalb der Öffnungszeiten einem gut betuchten Kunden für „Weiß der Geier was“ zur Verfügung zu stellen. Besonders diskret wird das Treffen natürlich, wenn sich Runner und Klient in einer Gondel im Liebestunnel, im Wagen einer Achterbahn (die auf dem höchsten Punkt anhält) oder in einem heillos veralteten „Mechsimulator“ treffen. Eine andere Alternative mit existierender Map ist die Arena Paintblast außerhalb Berlins (Reiseführer S.121).
  • 64 Auf einem Kindergeburtstag bei AldiBurger – Keiner hat Lust, sich mit plärrenden Kindern herumzuschlagen. Daher hat AldiBurger für Kindergeburtstage vielerorts grellbunte Spielräume geschaffen, in denen statt lebendem Personal allerlei humanoide Drohnen in Teddybär-, Clown- oder TrideoStar-Optik eingesetzt werden. Der Klient hat eine solche Location gebucht und einen seiner Decker die komplette Kontrolle der Drohnen übernehmen lassen, von Quackie der lustigen Ente mit MP am Eingang bis zum Getränke servierenden Gummidrachen Feuerinchen Flammkuschel.
  • 65 In einem U-Boot – Die Charaktere werden zu einem Hafen oder einem Lagerhaus an einem Kanal bestellt. Statt dass sich eines der angrenzenden Gebäude öffnet, taucht plötzlich ein U-Boot aus dem Wasser auf und die Charaktere werden hineingebeten. Da das Meeting Unterwasser stattfindet, ist es extrem abhörsicher.
  • 66 Per modifiziertem SimSinn-Link – Das Meeting soll per SimSinn-Link (also in der Matrix) stattfinden. Die Charaktere nehmen von einem Boten entsprechende Ausrüstung entgegen (Koffer mit Kommlink-Modul und Troden, präparierte Kommlinks mit Predial-Connection). Statt dem erwarteten Treffen in einem stylischen Matrixclub findet das Treffen aber im „Realspace“ statt, in einer Kneipe oder einem Konferenzraum, wobei jeder Meeting-Teilnehmer eine real anwesende Person als Puppe steuert. Die Akteure sind Sexarbeiter, Drogenjunkies oder im Gegenteil mit Hochtechnologie ausgerüstete Kurier-Shells.

Novapuls.02.80

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