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[SRB] Nachgehakt: Geiselnahme-Folgen Teil 2

SRB NEWSSCAN: FOLGEN DER GEISELNAHME / September Update

In Folge einer Geiselnahme am 16. Juni hat die der Nationalen Aktion nahestehende Beschützer-Gang „Falkenwehr“ durch Sonderentscheid des Zweiten Berliner Bürgermeister Morek Pflügler offiziellen Polizeistatus und Fördergelder aus dem Polizeietat der BERVAG erhalten.

Wie der SRB Newsscan berichtete, hat die Falkenwehr als Polizei vor Ort im Juni „Mittel zur Beseitigung der illegalen Militärwaffen östlich der Märkischen Allee“ beantragt und dadurch einen sofortigen Gegenantrag der dort als Kiezpolizei agierenden, überwiegend aus Orks bestehenden exilrussischen Söldnergruppe Sevet provoziert. In rascher Folge werden seitdem die alternativen Bezirksbüros mit gleichlautenden Anträgen von Gangs, Gruppen und angeblich als „unabhängige alternative Bezirkspolizisten“ arbeitenden Einzelpersonen bestürmt.

Kleiner Reality-Check: Mein Antrag in Pankow vom 26. Juli ist im Eilverfahren mit „einstweiliger Subventionsbescheinigung“ durchgewunken worden, und zwar mit elektronischem Stempel „Gültig auf Landesebene“. Noch Fragen?
Tolstoi

Da du eine bekennende Vory-Wumme bist und die Sache in Pankow lief: Eigentlich nein. Mein Antrag (in Kreuzberg) kam Anfang August mit einstweiliger Bewilligung an. Inzwischen sind 43 Aufhebungsbescheide per Massenaussendung zugestellt worden, jeder Einzelne als Folge eines Bezirksgruppenvetos. Ebenfalls traf ein gesonderter Bewilligungsbescheid des Initiative autofreies Kreuzberg ein, denen ich zugesagt habe bei der Ausübung meiner Polizeitätigkeit einerseits keine motorisierten Fahrzeuge zu verwenden und umgekehrt mit entschiedener Härte gegen „Verkehrsdelikte auf Basis kiezbezogener Sondererlasse“ zu agieren. Bisher hab ich 4 widerrechtlich in Sperrstraßen fahrende Autos mit vorgehaltener Waffe angehalten und vor den entsetzten Augen des Konzerndrohnenbesitzers abgefackelt (zugelassen als „verkehrserzieherische Maßnahme im Härtefall“, §212b der „Sonderstraßenverkehrsordnung für autofreie Kieze“).
Mahakali

§212 der bitte WAS???
Russenrigger

Die SStVOFAK (umgangssprachlich „VO Autofuck“) ist eine durch verschiedene „autofreie Kieze“ Initiativen entwickelte, durch die Bank weg autofeindliche „Straßenverkehrsordnung“, die von BERVAG und Berliner Rat (und somit Sternschutz) zwar nicht formell anerkannt wird, die aber auf Basis des Rechts der alternativen Bezirke auf Selbstverwaltung und alternative Arbeitsweisen zweifellos dort Gültigkeit hat, wo die Verwaltung des alternativen Bezirkes dies zulässt bzw. vorschreibt. Einzige Bedingung ist, dass die Gültigkeitsgrenzen klar ausgeschildert sind. Speziell im durch verschiedene Interessengruppen und maximale Kiezfreiheitlichkeit geprägten Friedrichshain-Kreuzberg gilt die VO Autofuck selten für größere Gebiete, immer wieder aber einzelne Straßen oder auch nur Abschnitte derselben. Die Fahrt durch Nebenstraßen gleicht somit einem Navigieren durch ein Labyrinth, in dem einige findige Alternative auch „Autofallen“ aufgestellt haben. Eine Autofalle ist eine Reihe von Einbahnstraßen, die in einer Sackgasse oder einem Gebiet der SStVOFAK endet. Die Kiezpolizei, welche die Autofuck durchsetzt, kann und wird diese als Rechtsgrundlage verwenden, die Autos zu pfänden, wodurch diese in Kiezbesitz übergehen, verkauft werden und zur Zahlung der Kiezabgaben verwendet werden. Dass die Kiezpolizei verstärkt Konzernkarren im Visier hat, unterdessen man alternativ oder autonom wirkende Falschfahrer einfach nicht behelligt oder nach Zahlen einer Bestechung – hier mit Quittung als steuerlich absetzbares „Verwarngeld“ – fahren lässt versteht sich von selbst. 
Fienchen

In bestimmten Gegenden geltende alternative Verkehrsregeln? Wer kommt denn auf SOWAS? Ich könnte mir solche SCHEISSE nichtmal ausdenken, wenn ich wollte!
Russenrigger

Willkommen in meiner Welt. Dieses und baugleiche Probleme bestehen in allen Bezirken, in denen es keine Machtgruppenmehrheit auf Bezirksebene gibt. Überall dort, wo starke dominante Gruppen solchen Blödsinn nicht verhindern können (oder betreffende Anträge in der größeren Abstimmung unweigerlich am Widerstand anderer Gruppen scheitern) fällt die eigentliche Verwaltungsentscheidung auf ominöse „Kiezgruppen“ zurück. Und die können in ihrem Revier erstmal festlegen, was sie wollen. Druck gegen groben Unfug gerade der Abzocker und Spaßanarchisten müsste die Bezirksregierung machen – dazu wird sie auch wortgewaltig vom Berliner Rat oder Bürgermeister aufgefordert. Da der Bezirksverordnete aber durch Vetos an praktisch allem gehindert werden kann, fehlt ihm oft die Möglichkeit, die Zustände im Bezirk zu ändern. Was ja auch genau das ist, was die Kiez-Hirnis wollen.
Nakaira

Die eigentliche Krux ist Folgende: Jeder Berliner ist unsagbar findig darin, Lücken in bestehenden Regeln und Verordnungen zu finden oder diese umzudrehen und für die eigenen Zwecke zu missbrauchen. Siehe: „Wir ziehen Konzernern ihre Karren ab, zahlen damit unsere Kiezabgaben und erhöhen durch die Sonderbeiträge der Kiezes im Bezirk bzw. des Bezirks in Berlin dann auch noch das Stimmgewicht unseres Bezirksvertreters.“ Was dabei übersehen wird, ist die Lawine, die dadurch losgetreten wird: Nicht nur kommt der Konzerner, dem man das Auto geklaut, gepfändet, zerbeult oder angezündet hat nicht wieder (was ja ggf. noch gewünscht sein mag), er entwickelt regelrechten Hass gegen Alternative (den der geneigte liberale Kreuzberger-Vernissage-Besucher vorher gewiss gar nicht hatte!), sucht aktiv nach Möglichkeiten, es ihnen heimzuzahlen (z.B. am Firmenschreibtisch oder bei berlinweiten Abstimmungen), verbreitet die Schauergeschichte vom irren Alternativen in Konzernkreisen weiter und schürt somit Angst – und vor allem unterstreicht das unvernünftig korrupte Agieren der Kieze, dass die Alternativen mit Freiheitlichkeit und locker gefassten Regeln nicht umgehen können. Und entzieht sie ihnen.
Tolstoi

Sprach der Vor.
Mahakali

Tipp: Wenn du dir mit neuem Kommlink Zutritt verschaffst, miste vorher mal deine Linkliste aus, Mister WummenSindGeil68.
Tolstoi

<<< Mahakali wurde blockiert >>>

Anfang August tauchte in der alternativen Kabelmatrix ein SST File mit dem Titel „Voyé-Plan“ auf. Dieses schildert eine mögliche Integration von Kiezpolizeeinheiten in die Sternschutz-Kommandostruktur. Wie inzwischen bekannt wurde, hat der Vertreter von Mitte Alexander Schmidt (FBV, PNE) am 26. Juni eine Anfrage im Berliner Rat gestellt, ob man nicht die Kiezwehren gemeinschaftlich als „SST Unterstützungsgruppen“ klassifizieren und SST Einsatzleitern unterstellen könnte, die dann zugleich auch Anträge auf Bezuschussung etc. prüfen und durchwinken bzw. abblocken. Das offenbar durch eine Person aus dem Umfeld von Bronstein geleakte File vermittelt den Eindruck, der Sternschutz sei von dieser Idee alles andere als angetan (wenn es einen Kommandierenden des Sternschutz gibt, ist dieser immerhin auch für „Einsätze“ in Verantwortung). Das sehr langatmige File umfasst mehrere Szenarien, die aus diversen Gründen als undurchführbar verworfen werden.

Das Voyé-Papier umfasst auch einen Lösungsvorschlag: Dieser würde darin bestehen, dass der SST als Subabteilung des Sternschutz mit einem gesonderten Mandat der BERVAG den Direktauftrag erhält, einzelne Einsätze zu koordinieren, die durch Kiezpolizisten durchgeführt werden. Die reguläre alltägliche Arbeit bliebe „Belang der alternativen Kollegen“ und „wäre der Vollverantwortung der alternativen Bezirksvertreter anheim gestellt“, lediglich „Sondereinsätze, die von höchster Stelle verordnet“ seien können dann „zur Bildung gemischter Einsatzgruppen“ führen, in denen dann „natürlich“ jemand vom Sternschutz bzw. der SST den Befehl habe.

Wie Karel im Schockwellenreiterboard meinte: Hört sich so an, als ob der Stern bzw. Voyé schlauer ist, als man gedacht hätte: 99% der Zeit haben die alternativen Bezirksvertreter den Schwarzen Peter und die Verantwortung für allen Mist, den die Kiezwehren bauen… und in Sonderfällen (welcher Art auch immer) könnte die SST die Kiezwehren dazu zwingen, sich ihrem Oberbefehl zu unterstellen. Wenn das juristisch abgesichert ist, klingt das erschreckend praktikabel. Auf der anderen Seite können sich die Alternativen dann aber auch selbst von den Schutzgangs die aussuchen, die ihrer Meinung nach am besten zu ihren eigenen, jeweils kiezspezifischen politischen Vorstellungen passen, und für das Schutzgeld zumindest eine ansatzweise akzeptable Gegenleistung erbringen…
Tolstoi

Ein kleines Wunder ist hingegen, dass dies dann doch noch die Alarmglocken der Alternativen zum Klingeln gebracht hat…
Nakaira

KEIN Wunder. Schlagkräftige Argumente. *Grins*
Fienchen

Ich verneige mich vor deiner Überzeugungskraft
Fbiertrinker

Seit öffentlichem Bekanntwerden des Voyé-Plans haben in den alternativen Bezirken mehrere intensive Beratungsgespräche stattgefunden, die am 24. August einen vorläufigen Höhepunkt in der Wuhlheide im Bezirk Lichtenberg fanden: Auf einem Treffen mit 1.300 Delegierten aus allen alternativen Bezirken rief Bürgermeister Pflügler leidenschaft dazu auf, Vernunft walten zu lassen und die in den Bezirken bestehenden Werkzeuge zur Eindämmung der ausufernden Gang-Gewalt zu nutzen. Gleichzeitig entschuldigte er sich dafür, das Thema „Alternative Kiezpolizei“ im Rahmen einer „nur auf die Bewältigung einer akuten Krise, in der das Leben Unschuldiger bedroht wurde“ abstellenden Situation aufgebracht zu haben. Dies sei „ein schwerer Fehler“ gewesen.

Vor allem altautonome Gruppen riefen auf der Versammlung dazu auf, die inzwischen ablaufenden Entwicklungen, vor allem aber die Vorstöße „konzernfaschistischer Kreise“ als „Bedrohung des Status F“ zu betrachten und entsprechend auf diese zu reagieren. In der Zeit der Anarchie in Berlin hätte dies bedeutet, dass auch verfeindete Gruppen sich kurzfristig zur Abwehr der Bedrohung vereinen – exakt dies scheint auch die Folge des überbezirklichen Wuhlheide-Treffens zu sein:

Wie Morek Pflügler vor wenigen Minuten verlautbaren ließ, haben sich „sämtliche der alternativen Bezirksvertreter mit Ausnahme der Vertreter von Oranienburg und Falkensee“ in „historischer Einigkeit“ hinter den Antrag Dr. Franziska Landolts gestellt, grundsätzlich keine Berliner Gelder in Aufbau und Unterhalt lokaler Sicherheitsdienste zu leiten und diese auch nicht dem Sternschutz als beauftragte Berliner Polizei rechtlich gleichzustellen. Da der Antrag der Bezirksvertreterin von Tempelhof zuvor bereits die Unterstützung der Mehrzahl der Konzernbezirkvertreter hatte, gilt seine Annahme nunmehr als sicher.

Anarchisten votieren in der Sache für Anträge der Megakonzerne? War das nicht auch eines der Zeichen der kommenden Apokalypse?
Fbiertrinker

Tatsächlich sind die Bezirksvertreter der Konzern- und der Alternativen Bezirke sich recht oft einig – egal, wie sehr sie öffentlich übereinander herfallen oder einen gemeinsamen Entscheid als ihren persönlichen Triumph gegen den Abschaum der Gegenseite herausstellen: BEIDE Bezirksvertretertypen treten für die Maximierung ihrer Bezirksautonomie ein, und das bedeutet ganz klar so wenig Einmischung von BERVAG, Berliner Rat und letztlich ADL wie möglich. In diesem Fall ist es so, dass die Megakonzernvertreter, die sich hinter S-Ks Antrag gestellt haben einfach kein Geld an die Sicherheit alternativer Bezirke vergeuden wollen, wo es ohnehin nur veruntreut wird oder in Gangkriege fließt. Sie wollen ihre Stadt hübsch ordentlich, sie wollen ihre eigenen Bezirke sicher durch ihre eigenen Sicherheitsgruppen, wollen den Sternschutz unter voller Berliner Förderung für die Sicherheit der gemeinsamen Wirtschaftszone Berlin (gemeint sind die Normbezirke) und die SST als vorgelagerte Einheit, die in den alternativen Bezirken die gröbsten Auswüchse „by any means necessary“ bekämpft. Die „überraschende“ Zustimmung der Alternativen ist dabei natürlich keineswegs überraschend: Landolt hat keinen Zweifel daran gelassen, dass wenn die alternativen Bezirke Gelder aus der Berliner Hand für Aufbau und Unterhalt eigenständiger, selbstverwalteter Polizeieinheiten erhalten, dass dann die Konzernbezirke rechtlich und finanziell gleichgestellt werden müssen. Sprich: Sie hat darauf bestanden, dass im Fall einer Bezuschussung der Kiezpolizei auch die Konzernsicherheit öffentlich bezuschusst wird. Und zwar gemäß dem in früheren Diskussionen eingebrachten Berechnungsmodell „in einem akzeptablen Verhältnis zum tatsächlichen aktuellen Unterhaltsbedarf“. Diese Formulierung hatte eigentlich den Zweck, den Kiezwehren möglichst wenig Geld in den Rachen werfen zu müssen (wieviel Geld zum Unterhalt der Ausrüstung braucht denn z.B. eine Gang mit Messern und ein paar Pistolen schon). Wären die Konzernbezirke und deren selbstverwaltete Polizei gleichgestellt worden, hätte genau das dazu geführt dass die Konzernsicherheit mit ihren Rechenzentren, ihrem Fuhrpark, ihren Drohnen, ihren treibstoffintensiven Banshee-Einsätzen etc. um ein vieltausendfach höheres bezuschusst worden wären als die Kiezwehren. Das konnte nun wirklich kein Alternativer zulassen.
Fienchen

Berlin. Wo die Konzerne kriegen was sie wollen und die Alternativen nach Belieben vorgeführt werden.
Nakaira

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[44] Geiselnahme: 31 F-Touris in Safaribus

RIEDELTOURS SAFARIBUS AM FALKENBERG FESTGESETZT

Konzernbürger, die in ihrer vom Arbeitgeber zugelassenen Freizeit gutes Geld dafür ausgeben, sich in gepanzerten Touristenbussen durch Berlins Elendsviertel kutschieren zu lassen, gab es schon zu Zeiten des Status F. Seitdem diese Art wohldosierter Nervenkitzel dank Berliner Einheit ein gutes Stück ungefährlicher geworden ist, hat die Anarchie-Touristikbranche sogar einen kleinen Boom erlebt.

Speziell solche Kieze, die mehr anarchistisch aussehen als wahrhaft anarchistisch im Sprawguerilla-Sinn zu sein profitieren vom Geschäft mit dem wohligen Schauder – und geraten dadurch mit selbsterklärten „echten“ Anarchos zunehmend aneinander. Während die meisten Safari-Anbieter eher filmparkmäßig durchgestylte Touren in martialisch dekorierten Bussen durch Gegenden wie Kreuzberg anbieten – oft mit Stop beim Hinterhof-Ratten-Barbecue oder sogar Übernachtung in einer „scharf bewachten Anarcho-Herberge“, in der man Jabifu aus der aufgesägten Konservendose für 8 Euro trinken darf – gilt der Anbieter „Riedel Tours“ als Top-Anbieter für „echten“ Anarchotourismus, vor dessen Antritt man konsequenter Weise auch alle möglichen Sonderversicherungen bzw. Selbstverpflichtungserklärungen, den Veranstalter im Schadensfall nicht zu verklagen, unterzeichnet.
Konnopke

Dieser Boom gerät zunehmend in Gefahr durch immer besser organisierte Angriffe lokaler Banden und Sprawlguerilla-Zellen, die sich vor Kurzem zur Initiative AntZ! (AntiZoo) zusammengeschlossen haben. Und deren Rolle – ob Bürgerbewegung oder Terrorzelle – durchaus noch nicht klar definiert ist, auch wenn die Newsportale die laufende Geiselaktion erstens den Ameisen schon zugeordnet haben und zweitens diese quer durch alle Kamäle als Terroristen titulieren.

DAS kann man ihnen doch kaum vorwerfen, oder? Mit Kalschnikows in der Gegend rumzuballern, nen Bus voll Konzerntouris zu besetzen und absurde politische Forderungen zu stellen – was soll denn bitte noch mehr terrormäßig sein?
Rummel

Nanitenwaffen? Nein, ohne Scherz: Der Fall dieser Busentführung ist klassisch für das Label-Problem, dass zunehmend viele Gruppen durch die Sprawlguerilla oder auch einzelne Aktivisten kriegen. Ich habe selbst AntZ! Aufnäher auf der Kutte, und zwar wie die meisten deshalb, weil ich es nicht einsehe mich hier von vorbeifahrenden Bussen aus fotografieren und als seltsames Tier begaffen zu lassen. Die Argumente der AntZ! Initiative sind gut und stichhaltig, und mehrere Anträge im Rat gehen auf Anregung der Initiative zurück. All das spielt aber keinerlei Rolle mehr, wenn AntZ! über Nacht zur Terrorzelle umgefönt wird. Oder schlimmer noch: Wenn die Terroristen da im Bus am Ende noch nen AntZ! T-Shirt tragen und sich somit ein Label zueigen machen, deren andere Träger gar nix mit der Bus-Aktion zu tun haben und diese auch voll daneben finden. AntZ! wäre nicht die erste Gruppe, die im politischen Diskurs so bequem entsorgt würde.
Tolstoi

Fakt am Rande: Der Rat wollte sich Ende des Monats mit der Anarchietouristikproblematik beschäftigen.
Fienchen

Ach, jetzt sollen wohl wieder die bösen bösen Konzerne die geheimen Drahtzieher des Terrorangriffs sein? Klar! Die Verunglimpfung von ein paar Dampflaberern lässt sich am Besten durch Irre mit Sturmgewehren erreichen, und die Bilder toter Geiseln im Trid sind die beste Werbung für Anarchotourismus, den die Konzerne natürlich supergeheim fördern! MANN, seid ihr PANNE!
Nakaira

Diese begann heute gegen 13:00 Uhr, als 4 Unbekannte einen Touribus von Riedel an der Herzbergstraße anhielten und sich gewaltsam Zutritt verschafften. Nach allem, was man weiß, war mindestens eine Person an Bord des Busses ebenfalls Mitglied der unbekannten Partei, konnte aber das Auslösen des stillen Alarms des Busses und gut eines Dutzend Panikknöpfen der Touristen an Bord nicht verhindern. 

Trotz bestehender Abkommen zwischen dem Touristikunternehmen Riedel und den Kiezwehren der üblicher Weise angesteuerten Gebiete gelang es den Touristen, den Bus aus dem Gebiet Fennpfuhl zu bewegen, wobei allerdings die Räder des Fahrzeuges z.T. schwer beschädigt wurden. Noch während der SST Einsatzstab überlegte, ob und wenn ja wie ein Eingreifen erfolgen sollte, erreichte der Bus das Gebiet Falkenberg, wurde aber beim Abbiegen auf die verlängerte Wuhletalstraße von Einheiten der Nationale-Aktion-nahen Falkenwehr angehalten, offenbar im Bestreben Wegzoll zu kassieren. An dieser Stelle kam es zu einem ersten Schusswechsel zwischen Geiselnehmern und Kiezgardisten, in deren Verlauf der Bus die Fähigkeit zu fahren verlor.

Inzwischen deutet alles darauf hin, dass sich die Geiselnehmer im Bus mit wenigstens 31 Touristen und dem Busfahrer verschanzt haben, während die Falkenwehr das Fahrzeug umstellt und festgesetzt hat. Das Eintreffen von Drohnen der Tridsender hat die Situation offensichtlich verschärft, sehen die Saubermänner von der Falkenwehr samt ihrem „Führer“ Stahl doch eine perfekte Gelegenheit, sich im Trideo als Wächter der Ordnung zu profilieren.

Lauscher aus der ARtack! Community berichten gleichzeitig, dass die Geiselnehmer Verhandlungen mit den Söldnern der Sevet-Gruppe aus den Wohnblöcken östlich der Märkischen Allee aufgenommen haben. Unabhängige Drohnenrigger melden, dass sich Scharfschützen der Söldnergruppe auf den Hausdächern eingerichtet haben. Andere Beobachter melden verstärkte Tätigkeit im Luftstützpunkt Humboldtbunker, die auf einen baldigen Start der dort stationierten Polizeieinheiten hindeuten. Dem Motorengeräusch nach werden auch die Triebwerke des Banshee aufgeheizt.

Das wird sehr, sehr eklig werden.
Rummel

Jup. Und vor allem wird es egal wie die Sache ausgeht als weiterer Beweis dafür herhalten, dass Berlin mehr zentrale Kontrollen und Polizeipräsenz in den alternativen Bezirken braucht. Ich hör schon Schmidt seine Rede einstudieren.
Der_Kreuzberger

Hä? Dein Schmidt macht ne Rede? Hast Du nen Job in der Sache?
Augustinermönch

Ich mutmaße mal er meint Alexander Schmidt. Und da mutmaßt D_K völlig richtig: Tatsächlich verfolge ich grade eine „spontane Stellungnahme“ von diesem PNE-Kotzbrocken. Besonders heimtückisch: Er appelliert an die „besonders stark metamenschlich durchsetzten“ Sevet, sich doch „ihrer Menschlichkeit“ zu erinnern, und er vertraut darauf dass „selbst diese“ nicht soweit gehen werden, Leute zu decken die Unschuldige Frauen und Kinder als Geiseln nehmen.
Tolstoi

Die Bühne ist bereitet.
Nakaira

Das wird sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr eklig werden.
Rummel

Diese Modemasche der Konzerner – wie generell Sprawling/Underdogging – ist natürlich saublöde … aber die jenigen, die meinen, Aktionen wie die Geiselnahme hier wären für alle, die sich auf bezirkspolitischer Ebene kritisch mit dem Thema auseinandersetzen und den Missbrauch von Unterschicht-/Alternativ-Stadtteilen als Menschenzoo gerne eingeschränkt oder abgeschafft sähen, extrem kontraproduktiv, haben natürlich vollkommen recht! – Das spielt Recht-und-Ordnung-Fanatikern wie diesem PNE- und FBV-Heini nur in die Karten! Nebenbei: weil ich grad den Newsbeep rechts gescannt hab: WTF hat die ETA aus Euskal Herria mit eurer Berliner Sonder Schutz Truppe vom Stern zu schaffen? – Oder steh ich da bezüglich Abkürzungen auf’m Schlauch?
CuriosityThrillsTheCat

Letzteres. ETA meint hier „Estimated Time of Arrival“, also die erwartete Ankunftszeit. Angekommen sind die Sternschnuppen übrigens nicht (weiß nicht ob ihr die weiteren News verfolgt habt, ggf. linke ich heut noch einen der korrekteren Newsartikel) – wie es ausschaut hat irgendwer im Kommando (und zwar nicht im Sternschutz, denn die hätten sich never ever die Butter vom Brot nehmen lassen) den Einsatz abgebrochen und stattdessen der Falkenwehr als „alternativer Polizei vor Ort“ eine Art Sonderetat gegeben, das Problem zu erledigen (bisher ist die Anerkenntnis von Kiezwehren oder lokalen Gangs als Ersatzpolizei stillschweigend geduldet, aber niemals offiziell anerkannt worden – wird spannend sein zu sehen, wie dieser Move jetzt interpretiert und gerechtfertigt wird). Vor allem tät mich interessieren, wer das angeordnet hat. Ünsel wäre im Bezirk am Drücker – wenn die Weisung von weiter oben kam, kann sie nur von Wojenko selbst gekommen sein. Obwohl … vielleicht hat auch die Ratskanzlei ihre Finger im Spiel.
Tolstoi

Se’Seta‘iote. Also, für mich sieht das nach einem Job der Dawkins-Gruppe aus. Ein, zwei Sprecheradepten bei den Ants eingeschleust, die denen sagen wie sehr die bösen Kons es verdienen, vielleicht ein oder zwei Aktionen in Touribussen die die Touris anstacheln sich besonders daneben zu benehmen, um auch moderatere Ameisen und vormals neutrale Alternative zu ärgern … vermutlich ist keiner der Dawkins-Operatives bei den Kidnappern bei, aber ich wette einer oder mehrere schlafen mit welche von denen. Üblicherweise sind das zwei oder vier, die zusammenarbeiten. Ach ja, ist das vielleicht ein Versuch der Betonköpfe der Anarchos, sprich Tichonow? Letzterer hat sich doch letztens lange mit einem Repräsentanten von Horizon unterhalten, oder erinnere ich mich da falsch? Wäre besonders perfide, wenn sie ihn dahin gebracht hätten – denn egal, ob ihr Plan aufgeht (und die Alternaiven wieder komplett in der Terrorecke landen, oder zumindest die die nicht zu Tichonow halten, der ja bei diesem Event auch mit der Regierungsprominenz gesprochen hat ), oder ihr ihn vereitelt (und die moderaten Alternativen und Tichonows Radikale sich zerfleischen), das Ziel von Horizon wird erreicht – die Alternativen, die nicht in ihr Konzept passen, werden empfindlich geschwächt.
Macha

Oh ja, die allmächtige Dawkins-Gruppe wieder. Das Schlimme an Konzernen wie Horizon ist, dass sie euch nie den Gefallen tun werden tatsächlich mit Terroristen zu dealen oder derartige Scheiße anzustellen, die Konzernweltverschwörungstheoretiker immer wieder zusammendichten (dieser Style bleibt Japankons und gewissen Mittelamerikanern überlassen). Horizon fährt als King of Spin weit besser damit, sich einfach aus den jeden Tag einprasselnden Meldungen zu bedienen und jene zu highlighten, die in deren Programm passen, sowie solche Meldungen kleiner und unbedeutender zu machen (oder mit Rauchbomben widersprechender Gutachten zuzupflastern, bis jeder das Interesse verliert) die nicht in ihre Agenda passen bzw. die Klienten des Kons beschaden könnten. Horizon und se iwil Doakinzgruhb braucht keine Meldungen künstlich zun generieren, um Anarchos schlecht aussehen zu lassen. Das schaffen die ganz alleine!
Nakaira

[B1L] Spitzenbegegnung im Bezirkskrieg

ASSASSINS SAGEN TEILNAHME ZU

Ebenso wie die Deutsche Stadtkrieg Liga DSKL organisiert der ISSV in Deutschland mehrere Regional-Ligen, von denen die Berliner Bezirkskrieg Liga (BBKL) die mit Abstand Größte ist.

Aber auch nur, weil der Rhein-Ruhr Megaplex nicht als einzelne Stadt und dessen Einzelzentren folglich nicht als der Stadt zugeordnete Bezirke zählen. Bzw. genauer: Weil man sich als Kölner nicht zuerst als RRPler fühlt (sondern als Kölner) und wenn, dann auf Deutschlandebene mit anderen verhassten Städten des RRP fightet, unterdessen die isolierten Berliner sich selbst um so viel wichtiger als den Rest von Doitschland nehmen, dass ihnen jeder Fight eines alternativen Berliner Bezirksteams gegen ein konzerngesponsertes Berliner Bezirksteam weitaus interessanter scheint als irgendein „Berliner“ gegen „Münchner“ Match.
Tolstoi

Na, das würde ich so aber nicht unterschreiben. Zunächst mal GIBT es eine Art RRP-Liga, wenn auch nur als Einzelevent von S-K: Das Krupp-Massaker. Zum anderen: Die Berliner kleben schon voll am Trid, wenn eine der Berliner Mannschaften in der Allianzliga oder dem Teuton Bowl gegen einen Auswärtigen antritt. Da kriegen selbst die Cybears Jubelrufe – um nicht zu sagen: so sehr man im Berlin Brawl gegen die Bears ätzt, steht man im Teuton Bowl trotzdem voll auf ihrer Seite. Die Assassins mögen zwar regional mehr Sympathiepunkte der Alternativen kriegen, aber die unglaubliche Siegesserie der Cybears hat in Berlin einen gewaltigen „Wir sind wieder wer!“ Hype entfesselt, dem sich nur Köpenicker Totalverweigerer entziehen konnten. Die Haltung der Berliner zu „ihrer“ Cybears-Mannschaft ist halt schizophren. Und das Volk liebt Sieger – gell, Stahlfalken?
Konnopke

Den Regularien der Bezirkskrieg-Liga zufolge muss jedes Team klar in einem der Berliner Bezirke verwurzelt sein, wozu unter anderem auch zählt dass ein Zukauf externer Spieler nur dann möglich ist, wenn diese auch ihren Hauptwohnsitz in den neuen Heimatbezirk verlagern (die früher geltende Mindestregelzeit von 5 Jahren, die ein Spieler bereits im Bezirk gewohnt haben muss, wurde im letzten Jahr abgeschafft).

Diese Sonderregeln der Bezirksliga führt dazu, dass die Mehrzahl der „großen“ Stadtkrieg-Teams – allen voran Messerschmitts „Cybears“ – nicht in der Berliner Bezirksliga spielen können (im Gegensatz zu den Teams, aus denen die Cybears zum Ärger ihrer Fans hervorgingen). Rühmliche Ausnahme auf dem regionalen Parkett sind die Kreuzberg Assassins, die seit ihrem erfolgreichen Antritt im Teuton Bowl jedoch ihre Teilnahme am Bezirkskrieg in der Mehrzahl der Fälle absagten.

In diesem Jahr steht indes eine Sensation an: Die Assassins nehmen anlässlich des Totalausfalls des Berliner Bezirkskriegsteams der Kreuzberg Chaoten bei ihrer verheerenden Begegnung mit den Spandau Schrappnells Anfang Januar an der kommenden Bezirkskrieg-Saison teil! Und geben damit laut Aussage ihres Sprechers Murad Kaymaz den Teuton Bowl und die Allianzliga in diesem Jahr „mit höchster Wahrscheinlichkeit verloren“:

„Stadtkrieg ist nicht Hallenhalma“, sagte Kaymaz vor Pressevertretern: „Die körperliche Belastung der Spieler ist enorm und Verletzungen sind die Regel. Aus exakt diesem Grund haben wir in der Vergangenheit die parallele Teilnahme an mehreren Ligen abgelehnt und neben der Allianzliga nur noch den Teuton Bowl in den Spielplan aufgenommen.“ Und sagt weiter: „Es war der Entscheid unserer Spieler, die jetzt zu unserer Zusage zu Teuton Bowl, ADL Liga und Bezirkskrieg führten. Die Verbundenheit zwischen Assassins und Chaoten hat eine lange Tradition in der Stadt – ein Ausfall Kreuzbergs in der Liga stand für unsere Mannschaft zu keinem Zeitpunkt zur Disposition“.

Ein übler Schlag in die Fresse der anderen Kreuzberger Stadtkrieg-Teams – vor allem der Konzernkiller, der Habichte und allen voran der Assassins-Intimfeinde der Sarazenen.
Russenrigger

Fuck – wieviele Stadtkriegteams gibt’s denn in Berlin bitte???
Silod Sneka

In einem Wort: scheißend viele. Obwohl nicht ganz klar gesagt werden kann, was alles ein echtes Team und was nur ein paar Gang-Leute mit dem halbwegs okayen Stadtkriegs-Equipment ist. Stadtkrieg ist im Berliner Sport die klare Nummer 1, das darf man nie vergessem. Und hey: Berlin ist Hauptsitz des fucking ganzen ISSV!!
Russenrigger

Ich hör immer Kreuzberg – was ist denn mit den Friedrichshainern?
Orkator

Die BBKL ist nicht nach den neuen Stadtbezirken, sondern den gewachsenen alten Bezirken organisiert. Ergo gibt es z.B. nicht nur ein Team für Mitte, sondern es treten Teams für Mitte (Lange Kerls), Tiergarten (Schreckhähne) und Wedding (Warhawks) an.
Der_Kreuzberger

Das Assassins-Team wird seit Verlautbarung ihres Entscheides mit Glückwünschen und Danksagungen aus der Bevölkerung nicht nur ihres Bezirkes überhäuft: Der bewusste Verzicht auf die Verlockungen der weit höheren Sponsoren- und Werbegelder sowie die mutmaßliche Aufgabe der Siegesprämien im Teuton Bowl und deutscher Liga bei weiterhin voller Zahlung des Antrittsgeldes hat dem Verein speziell in den alternativen Bezirken große Sympathien eingebracht.

Und nicht nur da. Auch der geneigte Lohnsklave ist ein Fan von Underdogs, wie jeder Hollywood Sportfilm seit der Erfindung der laufenden Bilder beweist.
Tolstoi

Again: Kann ich so nicht unterschreiben. Die Leute lieben nicht Underdogs, sondern den SIEG der Underdogs. Dafür, freilich, müssten diese aber zunächst mal siegen. Und das wiederum kanst du IMO in der kommenden Saison bei den Assassins sowohl allianzweit als auch berlinweit voll vergessen. Meine Wetten sind schon entsprechend platziert (leider miese Quote…).
Konnopke

Bei aller Liebe zu den Assassins muss man die durch das Wifi rollende Begeisterungswelle auch nüchtern sehen. Und das heißt: Als eine weitere Bashing-Welle gegen die Cybears, die trotz ihrer Erfolge und wachsendem Marktwert bei der Mehrzahl der Anarchos als Inbegriffe konzernerischen Ausverkaufs und Verrates gelten.
Der_Kreuzberger

Mit Antritt der Assassins für Kreuzberg werden auch die Karten in den Wettbüros völlig neu gemischt: Betreiber berichten von Rekordplatzierungen und rechnen auch für die im April startende BBKL Saison mit rekordmäßigen Umsätzen und Spielbesuchen. Der Sternschutz stellt sich indes auf eine sprunghafte Zunahme des Schwarzmarkthandels mit Tickets sowie steigenden Raubzugang zu virtuellen Teilnahmekanälen und SimSinn Spielerfeeds ein: „Unseren Informationen zufolge sind schon jetzt über 80% aller BBKL Tickets der gesetzten Assassins Begegnungen ausverkauft“.

Die bisher gesetzten Favoriten auf den Berlin Brawl Cup der BBKL reagierten indes gelassen auf den Antritt der Assassins. „Wer auf zu vielen Hochzeiten tanzt, fliegt auf die Fresse“, kommentiert etwa Jörgen Mehner die Ansage. Der Schrapnell-Trainer im B1L Interview mit Nakaira: „Egal wie sehr die Assassins sich im Teuton Bowl zurücknehmen, haben sie eine Doppelbelastung, die ihnen jede Gräte brechen wird. Davon ab sind die Arschasinen eh gnadenlos überbewertet und der einzige Grund, warum die Schrapnells diese noch nicht völlig zerrupft haben liegt darin, dass die Assassins bisher jede Begegnung feige verweigert haben“.

Etwas vorsichtiger drückt sich der Kapitän der Schering-gesponsorten Pankow Pandemics aus. Martin Melenkov: „Man muss anerkennen, dass die Assassins in einer anderen Liga spielen. Aber: Anders als beim klassischen Fußball gibt es zwischen Allianzliga und einer einzelnen regionalen Liga wie dem Berlin Brawl keine direkten Aufstiegs- oder Abstiegskämpfe. Beide Ligen funktionieren getrennt voneinander, auch wenn Wechsel von Berlin Brawl Spielern zu Mannschaften, die im Teuton Bowl antreten, durchaus gelegentlich vorkommen“.

Und Wedding Warhawks Stürmerin Jelena Milanovic meint: „Die Fetzen werden am Ende gedönert. Ich habe noch nicht gegen die Assassins gekämpft, und einen Gegner lernt man erst im Match kennen. Wen die Scheißmedien gerade hochjubeln oder verreißen ist egal, und ebenso scheißegal sind alle Statistiken und Kennzahlen, die aus Feeds oder den verdammten Leistungsprofildaten herausgelesen werden. Am Ende steht mein Bike gegen das Bike des anderen, meine Jungs gegen seine Jungs, und irgendeiner wird in die Klinik geflogen.“

Ich mag Jelena. Immer gut für nen markigen Spruch in die Cam.
Nakaira

Schade, dass du mit Mehner plauschen musstest. Hab den ungekürzten XL-Feed gesehen. Was eine Sülznase.
Russenrigger

[A] Berliner Mauer

Nichts im Leben ist von Dauer, nur die gute alte Mauer.

So sagte man früher. FRÜHER! Denn es gibt keine Berliner Mauer mehr. Was jeder begreift, außer den Medien. Und den Berlinfremden, die sich Berlin offenbar auch 84 Jahre nach Mauerfall nur mit Mauer vorstellen können.

Ja, da gab es einmal dieses extrem unpopuläre Mammutvorhaben, eine Mauer außen um Berlin zu ziehen, um Plünderungen durch marodierende Elemente aus Brandenburg zu unterbinden. Offenbar hatten die Planer aber den Aufwand unterschätzt, der erforderlich ist, um eine Mauer rund um die Größe des Saarlandes zu ziehen (wo die Mauer angesichts der SOX absolut MEHR Sinn gemacht hätte!).

Das Ergebnis, wie so oft: Politiker gibt befreundeten Bauunternehmen den Auftrag, diese zocken das Land ordentlich ab, die Baukosten laufen aus dem Ruder, der Politiker gerät ins Kreuzfeuer der Kritik, das Projekt bleibt unvollendet, und als der Status F eintritt wird die Mauer unter großem Hallo von beiden Seiten eingerissen (obwohl die paar Brandenburger die es noch gibt sie zuletzt vermutlich ganz gerne gehabt hätten).

Ja, es stehen noch Reste davon. Vor allem aber ist die Zweite Berliner Mauer eine buschbewachsene Brache. Im Einreißen war man schon immer besser als im Aufbauen.

Und die Berliner Mauer zwischen Konzernsektoren und Anarchozone? War ebensolcher Unfug. Wie ich später noch erklären werde, war die Kontrolle der Westsektoren keineswegs so allumfassend, wie einige Konzerne es gerne behaupteten. Heute bieten moderne Techniken sehr viel effizienteren Schutz und Überwachung als jede Betonhürde und eine „echte“ Mauer gibt es nur noch an einigen wenigen Stellen, wo massive Konzerninteressen direkt an Hardcore-F-Gebiete grenzen.

Die meisten verbliebenen Mauerabschnitte ziehen sich entlang der S-K Gebiete und um Potsdam, wobei die Potsdamer Umgrenzung von Beginn an „nur“ ein Absperrzaun war. Die weitaus wichtigste und effizienteste Mauer aber verläuft nach wie vor durch die Verkehrsadern Berlins: Viele Stadtautobahnen – inklusive der in Bau befindlichen neuen Osttangente – sind komplett von den „zwielichtigen“ Gebieten getrennt, sprich: Es gibt keine Auf- oder Abfahrten. Gerade die Osttangente – in Planung als dringend benötigte Direktanbindung Richtung Frankfurt/Oder und somit Polen, dabei aber ständig von Vetos, Demonstrationen, Baugerätdiebstahl, Sabotage und Grundstücksstreitigkeiten der Anarchokieze überschüttet – ist noch aus Zeiten der Ostzone geplant als auf Betonpfeilern errichtete Tangentenbrücke ohne Abfahrten. Man darf davon ausgehen, dass hier noch kräftig am Konzept und den Plänen gedreht und nachverhandelt wird.
Vlady Wostock

Ich wittere Schattenjobs!
Nikolai

Oder wieder mal „bürgerkriegsähnliche Zustände“. Je nachdem, wer sich in den Schlichtungsausschüssen durchsetzt. Entlang des Trassenverlaufs haben verschiedene Kiezgruppen, Gangs und Bürgerzusammenschlüsse zum massiven Kampf aufgerufen: Kaum dass die Baupläne irgendwie ins Netz gelangt sind, kursierten schon Bombenbauanleitungen und andere Anschlagsszenarien auf die bereits entstehende Großbaustelle und später die Trassenpfeiler. Die Konzerne haben von vorne herein damit gerechnet, das jemand sowas versuchen würde und setzen bei Baustellensicherung und Trassenkonzept auf massive Überwachung per Sensoren, Drohnen und – wie man hört – auch Geisterzeugs, mindestens in der Anfangsphase oder bei konkretem Anschlagsverdacht.
Vlady Wostock

Sinnlose Verschwörungstheorien. Klar ist das Krakeele groß, wenn der eigene Kiez abgerissen werden soll, um Platz für eine Trasse zu machen. Bloß ist noch gar nicht raus, ob da überhaupt was abgerissen werden muss: Die Trasse verläuft nach aktueller Bauplanung exakt entlang bereits bestehender, breiter Straßenzüge. Die Planungsdaten der Trasse gingen zudem von etwas kühn berechneten Wachstumsraten aus, weswegen schon länger eine Verkleinerung der Baumaßnahme angeplant ist. Nicht zuletzt hat die BERVAG bzw. deren BVB-Vertragspartner bei der Erneuerung der M-Bahn selbst in Randbereichen Berlins verstärkt auf Untertunnelung gesetzt – gut möglich, dass sie hier wie schon beim südlichen A100 Innenring auf Tunnelröhren statt ebenerdiger oder über Pfeiler verlaufender Straßenführung setzen. Das hätte dann auch gleich den Vorteil, deutlich anschlagsicherer zu sein.
Eggzo_33

Ach ja? Da hab ich aber in den diversen Gefahrenanalysen was anderes gelesen: Schick nen Sattelschlepper oder Tanklaster in den Tunnel, führe einen Unfall herbei oder jag das Ding per Fernzünde hoch, und Du kannst Dir sicher sein dass der Schaden (und der Verlust an Menschenleben) wesentlich größer ist, als bei „Open Air“ Anschlägen. Und was den Punkt angeht, dass die Anarchos keine Motivation hätten, die Trasse zu bekämpfen, weil deren Zonen ja genauso von der Verkehrsentlastung profitieren: Erstens geht es bei Anschlägen um die Die Hard Extremisten, denen es NULL um irgendwelche Profite geht, und zweitens sind für die auch Truckfahrer und Familien von Angestellten „Teil des Systems“. Oder was meinst du, was in dem Pamphlet des Selbstmordattentäters stand, der sich vor 3 Jahren in der Preußenmall in Potsdam in die Luft gejagt hat, mitten im Weihnachtstrubel?
Dmitri

Hey, das war was anderes, ja? Der Typ hatte einfach was Krankes geslottet. Den kannte niemand im Osten, und Kontakt zu den Komittees hatte der auch nicht! Der warn Einzeltäter, und es würde mich nicht überraschen, wenn da die Konzerne hintersteckten, um Stimmung gegen die Anarchisten zu machen!! Wäre ja nicht das erste Mal, oder?
Chaosium

Verschwörungstheoretiker…
Dmitri

Na und? Bloß weil ne Menge Verschwörungstheorien umgehen, heißt das nicht, dass davon nicht einige oder sogar VIELE stimmen würden! Und komm mir jetzt bloß nicht mit UFO- und Area-irgendwas-Scheiße! Das sind gezielte Kampagnen der Konzerne, um Verschwörungstheorien den Nimbus von Lächerlichkeit zu geben!
Chaosium

Paranoider Verschwörungstheoretiker …
Dmitri

Ach, F-mich!
Chaosium

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