Shadowrun Berlin

Die Online Erweiterung von Andreas AAS Schroth

Schlagwort-Archiv: sst

NOVAPULS vom 21.05.2076

np17

PDF Download ::: novapuls-17

Advertisements

[SRB] Nachgehakt: Geiselnahme-Folgen Teil 2

SRB NEWSSCAN: FOLGEN DER GEISELNAHME / September Update

In Folge einer Geiselnahme am 16. Juni hat die der Nationalen Aktion nahestehende Beschützer-Gang „Falkenwehr“ durch Sonderentscheid des Zweiten Berliner Bürgermeister Morek Pflügler offiziellen Polizeistatus und Fördergelder aus dem Polizeietat der BERVAG erhalten.

Wie der SRB Newsscan berichtete, hat die Falkenwehr als Polizei vor Ort im Juni „Mittel zur Beseitigung der illegalen Militärwaffen östlich der Märkischen Allee“ beantragt und dadurch einen sofortigen Gegenantrag der dort als Kiezpolizei agierenden, überwiegend aus Orks bestehenden exilrussischen Söldnergruppe Sevet provoziert. In rascher Folge werden seitdem die alternativen Bezirksbüros mit gleichlautenden Anträgen von Gangs, Gruppen und angeblich als „unabhängige alternative Bezirkspolizisten“ arbeitenden Einzelpersonen bestürmt.

Kleiner Reality-Check: Mein Antrag in Pankow vom 26. Juli ist im Eilverfahren mit „einstweiliger Subventionsbescheinigung“ durchgewunken worden, und zwar mit elektronischem Stempel „Gültig auf Landesebene“. Noch Fragen?
Tolstoi

Da du eine bekennende Vory-Wumme bist und die Sache in Pankow lief: Eigentlich nein. Mein Antrag (in Kreuzberg) kam Anfang August mit einstweiliger Bewilligung an. Inzwischen sind 43 Aufhebungsbescheide per Massenaussendung zugestellt worden, jeder Einzelne als Folge eines Bezirksgruppenvetos. Ebenfalls traf ein gesonderter Bewilligungsbescheid des Initiative autofreies Kreuzberg ein, denen ich zugesagt habe bei der Ausübung meiner Polizeitätigkeit einerseits keine motorisierten Fahrzeuge zu verwenden und umgekehrt mit entschiedener Härte gegen „Verkehrsdelikte auf Basis kiezbezogener Sondererlasse“ zu agieren. Bisher hab ich 4 widerrechtlich in Sperrstraßen fahrende Autos mit vorgehaltener Waffe angehalten und vor den entsetzten Augen des Konzerndrohnenbesitzers abgefackelt (zugelassen als „verkehrserzieherische Maßnahme im Härtefall“, §212b der „Sonderstraßenverkehrsordnung für autofreie Kieze“).
Mahakali

§212 der bitte WAS???
Russenrigger

Die SStVOFAK (umgangssprachlich „VO Autofuck“) ist eine durch verschiedene „autofreie Kieze“ Initiativen entwickelte, durch die Bank weg autofeindliche „Straßenverkehrsordnung“, die von BERVAG und Berliner Rat (und somit Sternschutz) zwar nicht formell anerkannt wird, die aber auf Basis des Rechts der alternativen Bezirke auf Selbstverwaltung und alternative Arbeitsweisen zweifellos dort Gültigkeit hat, wo die Verwaltung des alternativen Bezirkes dies zulässt bzw. vorschreibt. Einzige Bedingung ist, dass die Gültigkeitsgrenzen klar ausgeschildert sind. Speziell im durch verschiedene Interessengruppen und maximale Kiezfreiheitlichkeit geprägten Friedrichshain-Kreuzberg gilt die VO Autofuck selten für größere Gebiete, immer wieder aber einzelne Straßen oder auch nur Abschnitte derselben. Die Fahrt durch Nebenstraßen gleicht somit einem Navigieren durch ein Labyrinth, in dem einige findige Alternative auch „Autofallen“ aufgestellt haben. Eine Autofalle ist eine Reihe von Einbahnstraßen, die in einer Sackgasse oder einem Gebiet der SStVOFAK endet. Die Kiezpolizei, welche die Autofuck durchsetzt, kann und wird diese als Rechtsgrundlage verwenden, die Autos zu pfänden, wodurch diese in Kiezbesitz übergehen, verkauft werden und zur Zahlung der Kiezabgaben verwendet werden. Dass die Kiezpolizei verstärkt Konzernkarren im Visier hat, unterdessen man alternativ oder autonom wirkende Falschfahrer einfach nicht behelligt oder nach Zahlen einer Bestechung – hier mit Quittung als steuerlich absetzbares „Verwarngeld“ – fahren lässt versteht sich von selbst. 
Fienchen

In bestimmten Gegenden geltende alternative Verkehrsregeln? Wer kommt denn auf SOWAS? Ich könnte mir solche SCHEISSE nichtmal ausdenken, wenn ich wollte!
Russenrigger

Willkommen in meiner Welt. Dieses und baugleiche Probleme bestehen in allen Bezirken, in denen es keine Machtgruppenmehrheit auf Bezirksebene gibt. Überall dort, wo starke dominante Gruppen solchen Blödsinn nicht verhindern können (oder betreffende Anträge in der größeren Abstimmung unweigerlich am Widerstand anderer Gruppen scheitern) fällt die eigentliche Verwaltungsentscheidung auf ominöse „Kiezgruppen“ zurück. Und die können in ihrem Revier erstmal festlegen, was sie wollen. Druck gegen groben Unfug gerade der Abzocker und Spaßanarchisten müsste die Bezirksregierung machen – dazu wird sie auch wortgewaltig vom Berliner Rat oder Bürgermeister aufgefordert. Da der Bezirksverordnete aber durch Vetos an praktisch allem gehindert werden kann, fehlt ihm oft die Möglichkeit, die Zustände im Bezirk zu ändern. Was ja auch genau das ist, was die Kiez-Hirnis wollen.
Nakaira

Die eigentliche Krux ist Folgende: Jeder Berliner ist unsagbar findig darin, Lücken in bestehenden Regeln und Verordnungen zu finden oder diese umzudrehen und für die eigenen Zwecke zu missbrauchen. Siehe: „Wir ziehen Konzernern ihre Karren ab, zahlen damit unsere Kiezabgaben und erhöhen durch die Sonderbeiträge der Kiezes im Bezirk bzw. des Bezirks in Berlin dann auch noch das Stimmgewicht unseres Bezirksvertreters.“ Was dabei übersehen wird, ist die Lawine, die dadurch losgetreten wird: Nicht nur kommt der Konzerner, dem man das Auto geklaut, gepfändet, zerbeult oder angezündet hat nicht wieder (was ja ggf. noch gewünscht sein mag), er entwickelt regelrechten Hass gegen Alternative (den der geneigte liberale Kreuzberger-Vernissage-Besucher vorher gewiss gar nicht hatte!), sucht aktiv nach Möglichkeiten, es ihnen heimzuzahlen (z.B. am Firmenschreibtisch oder bei berlinweiten Abstimmungen), verbreitet die Schauergeschichte vom irren Alternativen in Konzernkreisen weiter und schürt somit Angst – und vor allem unterstreicht das unvernünftig korrupte Agieren der Kieze, dass die Alternativen mit Freiheitlichkeit und locker gefassten Regeln nicht umgehen können. Und entzieht sie ihnen.
Tolstoi

Sprach der Vor.
Mahakali

Tipp: Wenn du dir mit neuem Kommlink Zutritt verschaffst, miste vorher mal deine Linkliste aus, Mister WummenSindGeil68.
Tolstoi

<<< Mahakali wurde blockiert >>>

Anfang August tauchte in der alternativen Kabelmatrix ein SST File mit dem Titel „Voyé-Plan“ auf. Dieses schildert eine mögliche Integration von Kiezpolizeeinheiten in die Sternschutz-Kommandostruktur. Wie inzwischen bekannt wurde, hat der Vertreter von Mitte Alexander Schmidt (FBV, PNE) am 26. Juni eine Anfrage im Berliner Rat gestellt, ob man nicht die Kiezwehren gemeinschaftlich als „SST Unterstützungsgruppen“ klassifizieren und SST Einsatzleitern unterstellen könnte, die dann zugleich auch Anträge auf Bezuschussung etc. prüfen und durchwinken bzw. abblocken. Das offenbar durch eine Person aus dem Umfeld von Bronstein geleakte File vermittelt den Eindruck, der Sternschutz sei von dieser Idee alles andere als angetan (wenn es einen Kommandierenden des Sternschutz gibt, ist dieser immerhin auch für „Einsätze“ in Verantwortung). Das sehr langatmige File umfasst mehrere Szenarien, die aus diversen Gründen als undurchführbar verworfen werden.

Das Voyé-Papier umfasst auch einen Lösungsvorschlag: Dieser würde darin bestehen, dass der SST als Subabteilung des Sternschutz mit einem gesonderten Mandat der BERVAG den Direktauftrag erhält, einzelne Einsätze zu koordinieren, die durch Kiezpolizisten durchgeführt werden. Die reguläre alltägliche Arbeit bliebe „Belang der alternativen Kollegen“ und „wäre der Vollverantwortung der alternativen Bezirksvertreter anheim gestellt“, lediglich „Sondereinsätze, die von höchster Stelle verordnet“ seien können dann „zur Bildung gemischter Einsatzgruppen“ führen, in denen dann „natürlich“ jemand vom Sternschutz bzw. der SST den Befehl habe.

Wie Karel im Schockwellenreiterboard meinte: Hört sich so an, als ob der Stern bzw. Voyé schlauer ist, als man gedacht hätte: 99% der Zeit haben die alternativen Bezirksvertreter den Schwarzen Peter und die Verantwortung für allen Mist, den die Kiezwehren bauen… und in Sonderfällen (welcher Art auch immer) könnte die SST die Kiezwehren dazu zwingen, sich ihrem Oberbefehl zu unterstellen. Wenn das juristisch abgesichert ist, klingt das erschreckend praktikabel. Auf der anderen Seite können sich die Alternativen dann aber auch selbst von den Schutzgangs die aussuchen, die ihrer Meinung nach am besten zu ihren eigenen, jeweils kiezspezifischen politischen Vorstellungen passen, und für das Schutzgeld zumindest eine ansatzweise akzeptable Gegenleistung erbringen…
Tolstoi

Ein kleines Wunder ist hingegen, dass dies dann doch noch die Alarmglocken der Alternativen zum Klingeln gebracht hat…
Nakaira

KEIN Wunder. Schlagkräftige Argumente. *Grins*
Fienchen

Ich verneige mich vor deiner Überzeugungskraft
Fbiertrinker

Seit öffentlichem Bekanntwerden des Voyé-Plans haben in den alternativen Bezirken mehrere intensive Beratungsgespräche stattgefunden, die am 24. August einen vorläufigen Höhepunkt in der Wuhlheide im Bezirk Lichtenberg fanden: Auf einem Treffen mit 1.300 Delegierten aus allen alternativen Bezirken rief Bürgermeister Pflügler leidenschaft dazu auf, Vernunft walten zu lassen und die in den Bezirken bestehenden Werkzeuge zur Eindämmung der ausufernden Gang-Gewalt zu nutzen. Gleichzeitig entschuldigte er sich dafür, das Thema „Alternative Kiezpolizei“ im Rahmen einer „nur auf die Bewältigung einer akuten Krise, in der das Leben Unschuldiger bedroht wurde“ abstellenden Situation aufgebracht zu haben. Dies sei „ein schwerer Fehler“ gewesen.

Vor allem altautonome Gruppen riefen auf der Versammlung dazu auf, die inzwischen ablaufenden Entwicklungen, vor allem aber die Vorstöße „konzernfaschistischer Kreise“ als „Bedrohung des Status F“ zu betrachten und entsprechend auf diese zu reagieren. In der Zeit der Anarchie in Berlin hätte dies bedeutet, dass auch verfeindete Gruppen sich kurzfristig zur Abwehr der Bedrohung vereinen – exakt dies scheint auch die Folge des überbezirklichen Wuhlheide-Treffens zu sein:

Wie Morek Pflügler vor wenigen Minuten verlautbaren ließ, haben sich „sämtliche der alternativen Bezirksvertreter mit Ausnahme der Vertreter von Oranienburg und Falkensee“ in „historischer Einigkeit“ hinter den Antrag Dr. Franziska Landolts gestellt, grundsätzlich keine Berliner Gelder in Aufbau und Unterhalt lokaler Sicherheitsdienste zu leiten und diese auch nicht dem Sternschutz als beauftragte Berliner Polizei rechtlich gleichzustellen. Da der Antrag der Bezirksvertreterin von Tempelhof zuvor bereits die Unterstützung der Mehrzahl der Konzernbezirkvertreter hatte, gilt seine Annahme nunmehr als sicher.

Anarchisten votieren in der Sache für Anträge der Megakonzerne? War das nicht auch eines der Zeichen der kommenden Apokalypse?
Fbiertrinker

Tatsächlich sind die Bezirksvertreter der Konzern- und der Alternativen Bezirke sich recht oft einig – egal, wie sehr sie öffentlich übereinander herfallen oder einen gemeinsamen Entscheid als ihren persönlichen Triumph gegen den Abschaum der Gegenseite herausstellen: BEIDE Bezirksvertretertypen treten für die Maximierung ihrer Bezirksautonomie ein, und das bedeutet ganz klar so wenig Einmischung von BERVAG, Berliner Rat und letztlich ADL wie möglich. In diesem Fall ist es so, dass die Megakonzernvertreter, die sich hinter S-Ks Antrag gestellt haben einfach kein Geld an die Sicherheit alternativer Bezirke vergeuden wollen, wo es ohnehin nur veruntreut wird oder in Gangkriege fließt. Sie wollen ihre Stadt hübsch ordentlich, sie wollen ihre eigenen Bezirke sicher durch ihre eigenen Sicherheitsgruppen, wollen den Sternschutz unter voller Berliner Förderung für die Sicherheit der gemeinsamen Wirtschaftszone Berlin (gemeint sind die Normbezirke) und die SST als vorgelagerte Einheit, die in den alternativen Bezirken die gröbsten Auswüchse „by any means necessary“ bekämpft. Die „überraschende“ Zustimmung der Alternativen ist dabei natürlich keineswegs überraschend: Landolt hat keinen Zweifel daran gelassen, dass wenn die alternativen Bezirke Gelder aus der Berliner Hand für Aufbau und Unterhalt eigenständiger, selbstverwalteter Polizeieinheiten erhalten, dass dann die Konzernbezirke rechtlich und finanziell gleichgestellt werden müssen. Sprich: Sie hat darauf bestanden, dass im Fall einer Bezuschussung der Kiezpolizei auch die Konzernsicherheit öffentlich bezuschusst wird. Und zwar gemäß dem in früheren Diskussionen eingebrachten Berechnungsmodell „in einem akzeptablen Verhältnis zum tatsächlichen aktuellen Unterhaltsbedarf“. Diese Formulierung hatte eigentlich den Zweck, den Kiezwehren möglichst wenig Geld in den Rachen werfen zu müssen (wieviel Geld zum Unterhalt der Ausrüstung braucht denn z.B. eine Gang mit Messern und ein paar Pistolen schon). Wären die Konzernbezirke und deren selbstverwaltete Polizei gleichgestellt worden, hätte genau das dazu geführt dass die Konzernsicherheit mit ihren Rechenzentren, ihrem Fuhrpark, ihren Drohnen, ihren treibstoffintensiven Banshee-Einsätzen etc. um ein vieltausendfach höheres bezuschusst worden wären als die Kiezwehren. Das konnte nun wirklich kein Alternativer zulassen.
Fienchen

Berlin. Wo die Konzerne kriegen was sie wollen und die Alternativen nach Belieben vorgeführt werden.
Nakaira

Schrapnell#02 | Verbrannt

SCHRAPNELL sind einfach gestrickte, aber nicht immer leicht zu lösende Shadowrun-Abenteuer, die zumindest theoretisch an einem einzigen Abend gespielt werden können (so genannte „OneNighter„). Präsentiert werden diese als „One Sheet Adventures„, das heißt alle Infos zum Abenteuer sind auf nur einer einzigen Seite enthalten – und dieses Kurzformat zwingt zu Prägnanz und Kürze. Was toll ist, denn Spielleiter finden so „alles auf einen Blick“ und sich damit auch leichter zurecht als bei vielen der umfassenderen Abenteuer.

Ob Du ein Schrapnell als Überbrückungsabenteuer nutzt, weil grade spontan 2/3 deiner Runde abgesagt haben, du die Schrapnell ganz „normal“ zockst oder du sie als Ausgangspunkt verwendest, um auf ihnen aufzubauen mehrere hundert Session lange epische Megaabenteuer zu bauen: Ich hoffe, die Schrapnell sind dir eine Hilfe. Und bereiten dir und deiner Runde tüchtig Kopfzerbrechen, Spannung und Spaß.

Über Feedback nach dem Durchspielen würde ich mich (auch im Hinblick darauf, in Zukunft Dinge besser machen zu können) freuen.

Cya! Dein Raben-AAS

LINK ZUM PDF: SR_Schrapnell02_Verdammt_byAAS

[B1L] Geiselnahme in der M-Bahn endet tragisch

GEISELNAHME IN DER M-BAHN ENDET TRAGISCH

Mitten im Berufsverkehr kam es heute um 9:50 Uhr auf der Linie M6 zu einer gewaltsamen Geiselnahme durch eine Gruppe gefährlicher Sprawlguerilla-Aktivisten, die offenbar versucht hatten einen Angestellten von Proteus auf dem Weg zur Arbeit zu entführen. Hermann Schmidt (Name von der Redaktion geändert) war wie viele andere innerstädtische Pendler auf der Linie M5 unterwegs, als mehrere Terroristen über ihn herfielen und versuchten, ihn nach Nothalt unweit des M-Bahnhofs Warschauer Straße in den Tunnel zu zerren.

Der engagierte Mitbürger Yussuf Dneri (Name von der Redaktion geändert), Leiter einer Wilmersdorfer Kampfsportschule, war zufällig mit im Abteil und versuchte die Tat zu vereiteln, wurde aber durch die Attentäter angegriffen und schwer verwundet. Er befindet sich mittlerweile in der Charité und schwebt nach Angaben der behandelnden Ärzte in Lebensgefahr.

Das beherzte Eingreifen von Dneri und den anderen Fahrgästen konnte dennoch den Plan der Terroristen vereiteln, die sich nun versuchten mit ihrem bewusstlosen Opfer vor anrückenden Sicherheitskräften in die Linie M6 zu retten. Hier kam es kurz darauf zur Geiselnahme der zunehmend in Bedrängnis Geratenen, die in der von der Zentrale angehaltenen Bahn von Sicherheitspersonal schnell eingekreist werden konnten.

Die an sich stabile Situation, in die sich auch bereits Verhandlungsführer des Sternschutzes eingeklinkt hatten, eskalierte überraschend gegen 12:10 Uhr, als weitere Mitgliedern der Terrorzelle versuchten ihre Mitverbrecher von außen zu befreien. Ein Versuch, den Zug per Fernzugriff in Richtung der Anarchozonen zu fahren, wurde durch Abschalten der Stromversorgung entlang der Linie vereitelt. Ebenso scheiterten mehrere bewaffnete Versuche, die Festgesetzten gewaltsam zu befreien.

Das Drama endete vor wenigen Minuten durch Einsatz einer Einheit der Sonderschutztruppe, bei der sämtliche der Geiselnehmer sowie vier weitere Terroristen zu Tode kamen. Von den Geiseln kam keine zu Tode, mehrere Unbeteiligte erlitten aber Schürfwunden und Gasvergiftungen. Herr Schmidt befindet sich zusammen mit einigen weiteren Verwundeten gegenwärtig auf dem Weg in die jeweilige Vertragsklinik.

Über die Motive der Täter oder ihre Zugehörigkeit zu einer bekannten Zelle liegen gegenwärtig keine Erkenntnisse vor.

Okay, versuchen wir auseinanderzunehmen was abging: Wie ihr meinen BEEPs entnehmen könnt, kam es zunächst zu ner Ripperstecherei in der M5. Nach allem was Fienchen mir steckte – die im Nebenabteil der proppevollen Bahn war – waren die „Täter“ vier Leute, die versuchten einen Schlipsträger mit Proteus-Clip am Revers abzugreifen (Letzteres sah F nicht; das entnehme ich vielmehr den inzwischen kursierenden Videofeeds). Daraufhin greift ein angeblich zufälliger Anwesender die Täter mit implantierten Rippern im besten Ars Cybernetica Kampfstil an, fängt sich ein paar Hiebe von der Messerklaue des Teams und wird von zuvor noch verborgenen Elfin des Teams hinterrücks niedergeschossen. Das Team bringt den Wagen per Notbremse zum Stehen, öffnet die Türen und versucht durch die Tunnel abzuhauen. Der Zeitplan der Leute stinkt allerdings zum Himmel: Schon während sie im Abteil sind feuern die ersten Panikrufe der anderen Fahrgäste los und die Sicherheit ist auf dem Weg – und die ist wegen der angeblichen islamistischen Terrorgefahr heute besonders auf Zack und verstärkt vor Ort. Die zu dem Zeitpunkt noch mutmaßlichen Runner schleppen ihr Target durch ein Treppenhus für Servicekräfte auf das unweit verlaufende Quergleis der M6, der Hacker des Teams foppt die Bahnsteigkameras und da die Ausgänge von der Security dichtgemacht wurden gehen die Leute in den westwärts abfahrenden M6 Zug, wo natürlich sofort die nächsten Notrufe per Kommlink der Fahrgäste gezündet werden. Die BVB halten den Zug per Fernsteuerung an, riegeln den betroffenen Wagen ab und lassen die Fahrgäste der anderen Wagen kontrolliert ab, während die Sicherheit den Zug umstellt (wofür im Tunnel auch die noch wenigen Sicherheitsleute völlig ausreichen). Bereits out of ideas rufen die Runner nun ihrerseits die Karre (vom Runnercode CAR für „calling all runners“) und setzen 25K Belohnung (Karre 25) dafür aus, sie aus der Scheiße (braun) zu holen. Vermittler des betreffenden Deals ist vermutlich der Schieber des Teams, der über eine versteckte Kommunikationsleitung in der Vision Berlin am Brunnencafé auf dem Breitscheidplatz zu kontakten ist, indem man dem Kellner dort die Bestellung der Nummern 6 und 15 (kleine Nuke Cola und Stück Schwarzwälder Himbeercremetorte) aufgibt und natürlich irgendwelche der aktuellen Kennworte der Szene vorweist. Wenig später hacken mehrere Leute den BVB Kontrollknoten, übernehmen den Zug und fahren ihn Richtung Osten, woraufhin ein ungewohnt pfiffiger SST Einsatzleiter vor Ort etwas rabiat die Stromschiene killt. Ein weiterer Versuch einiger N00bs, das Team freizuschießen, scheitert wie erwartet: Ab Einsatz von Feuerwaffen übernimmt die inzwischen anwesende SST den Einsatz, deckt das Gebiet großzügig mit Tränen- und Betäubungsgas ein, und irgendwo im Nebel sterben angeblich die Übeltäter und einige ihrer Helfer. Ende der Geschichte.
Tolstoi

Ne Ahnung wer die Jungs waren?
Der_Kreuzberger

Erkannt habe ich zumindest keinen. Es läuft aber ein automatischer Bildabgleich. Mal sehen ob der was ausspuckt.
Fianna

Hoi Fiene. Noch irgendwas, was Du hinzufügen kannst, so als Augenzeuge?
Tolstoi

Wenig. Ich halte den zufälligen Eingreifling für ne zivile Geleitschutzperson die das Target vermutlich im Auftrag von dessen Brötchengebern für genau so eine Scheiße im Blick haben sollte. Vermutlich haben die schon was geahnt. Das Target selbst schien überrascht, kam dann aber sehr bereitwillig mit, daher halte ich das für keine feindliche Extraktion. Von dem restlichen Kram hab ich wenig mitbekommen, obwohl ich natürlich ausgestiegen bin und von Natur aus bequem über die Bodenpimpfe hinwegsehen kann. War immerhin ne Gelegenheit nem SST Arsch meinen Sonderausweis unter die Nase zu halten. *Grins* Ich vermiss zwar die Schatten oft, aber Bullenschubsen macht auch Spaß.
Fianna

Mich ärgert diese Wichse. Jeder Depp denkt er kann einen auf Kombatmage machen und braucht in Berlin keine solide Arbeit zu leisten, weil allet Anarcho. Ich meine, hallo? Wenn grad in den Medien umgeht, dass die Sicherheit im Zuge einer unbegründete Jyhad-Paranoia nach oben geht dann verschiebt man seine Planung auf nen besseren Zeitpunkt – nicht, dass es für ne Extraktion mitten im dicksten Berufsverkehr ne „gute Zeit“ gäbe.
Konnopke

Ich wäre mit Verurteilungen vorsichtig, solange man nicht alle Parameter kennt. Vielleicht musste das Ziel genau an dem Tag extrahiert werden, weil er noch heute in einen Arkoblock transferiert werden sollte. Vielleicht war die Bezahlung das Risiko wert. Trauriger Fakt ist, dass mit wachsendem Pay die Fähigkeit zur Selbstkritik rapide abnimmt. Einer der Gründe, warum professionelle Schmidts Abstand davon nehmen absurde Beträge für „Rush Jobs“ auszuschreiben. Beste Bezahlung kriegt das beste Team, nicht der riskanteste Auftrag.
Node

Das hab ich anders beobachtet. Und das Risk hat ja wohl sehr wohl was mit dem Pay zu tun, oder spinne ich?
G00se

Sicherlich hat es das. Es gibt aber eine Obergrenze, und diese liegt beim Level des angeworbenen Teams. Offerierst Du Bezahlung über dem, was ein Team wert ist, kauft Dir das nicht mehr Qualität, sondern nur mehr Fehlschlagrisiko weil die Leute gierig sind und sich gnadenlos verheben. In meinen Akten kriegt dem entgegen ein Team am Ehesten dann ne automatische Hochstufung, wenn es auch mal nen Job ablehnt den sie nach sorgfältiger Abwägung nunmal nicht packen können. Von Vollkatastrophen wie dem Ding heute morgen hat doch keiner was, Schmidt inklusive.
Node

%d Bloggern gefällt das: